Volksentwaffnung

„Kein Mensch braucht eine Waffe!“ Es gibt „keine triftigen Gründe dafür, dass in Privathaushalten Feuerwaffen vorhanden sind.“ „Wir empfinden, dass deshalb ein generelles Verbot von Feuerwaffen in Privathaushalten erforderlich ist.“ All das sind Aussagen der SPÖ, getätigt 2006.

Das wurde allerdings im selben Jahr vom Büroleiter des damaligen SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Alfred Gusenbauer wie folgt relativiert:

Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass klare Regelungen zur Kontrolle von Schusswaffenbesitz notwendig sind, jedoch scheint ein Verbot in diesem Sinne, wie bereits festgestellt, nicht in diesem Maße zielführend. Einen weiteren wichtigen Punkt müssen Maßnahmen bilden, die die große Eigenverantwortung, die aus Schusswaffenbesitz hervorgeht, betonen. Schließlich ist ein Mißbrauch nie ausgeschlossen. In diesem Sinne sollten BesitzerInnen von Feuerwaffen in jedem Fall eine entsprechende Mündigkeit an den Tag legen.

Das kam mir schon damals wie eine lahme Beschwichtigung vor, daran hat sich nichts geändert. Zu lange und zu intensiv hatte die SPÖ zuvor gegen den Legalwaffenbesitz Stimmung gemacht, zu lange wurden die Parteikader dahingehend indoktriniert.

Im Gründungsprogramm der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs (SDAP), dem „Hainfelder Programm“ 1889 las sich das noch anders:

… Es ist daher für den Ersatz des stehenden Heeres durch die allgemeine Volksbewaffnung einzutreten. …

Soso, damals, als es darum ging, die sozialistische Partei zu etablieren und in weiterer Folge an die Macht zu bringen war die „Volksbewaffnung“ also noch richtig, auch 1934 offensichtlich noch, schließlich war die Entwaffnung sozialistischer Schutzbündler der Auslöser für den „Bürgerkrieg“, freiwillig wollte man seine Waffen ja nicht abgeben.

Lernen Sie Geschichte, Herr Reporter!“ sagte der damalige Bundeskanzler Kreisky 1981 zum ORF-Redakteur Ulrich Brunner, hätte er dasselbe nur auch seinen politischen Nachfahren ins Stammbuch geschrieben.

Doch die Vorzeichen haben sich geändert, die SPÖ ist längst etabliert und irgendwie auch an der Macht (in Zusammenhang mit ihrem derzeitigen Vorsitzenden von „Macht“ zu sprechen erscheint mir irgendwie kühn), aus ihrer Sicht haben „die guten“ also gewonnen, diese Position gilt es nun einzubetonieren. Waffen in Privathaushalten dienen nun nicht mehr dem Aufstieg der sozialistischen Internationale, sie sind vielmehr von Verbündeten zur potentiellen Gefahr für die Sozialdemokratie geworden.

Ein altes Sprichwort besagt: „Das Gesicht des Menschen erkennst du bei Licht, seinen Charakter im Dunkeln“. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für politische Parteien. Und sehr hell ist es momentan nicht…

6 Antworten zu “Volksentwaffnung

  1. Es ist schon sagenhaft:

    Im sozialdemokratischen „Hainfelder Programm“ forderten die Sozialdemokraten (1889; damals waren sie noch unten) von denen die damals oben waren, anstatt eines „stehenden Heeres“ die VOLKSBEWAFFNUNG.

    Heute sind die S-Demokraten selber oben und fordern die VOLKSENTWAFFNUNG derer, die unten sind!

  2. „Natürlich“ wollen die uns Beherrschenden keine Waffen in den Händen der von ihnen Beherrschten, je dümmer man eine große Masse von Menschen halten kann, desto besser für die Herrschenden, merke: „panem et circenses……..
    Das wußten nicht nur die Römer, auch alle totalitären Herrscher (Hitler, Stalin und, aktuellerweise, auch Dr. Mugabe…….
    grüsse
    sousek

    • Hitler hatte kein allgemeines Waffenverbot erlassen. Selbst den Vergleich zur heutigen Rechtslage braucht die damalige Gesetzgebung diesbezüglich nicht zu scheuen; sie war tatsächlich liberaler als heute.Wie es unter Stalin aussah, weiß ich nicht, doch könnte ich mir vorstellen, daß es auch dem einfachen Bauern ohne Probleme möglich war, ein Gewehr im Hause zu haben.

  3. Sozialisten, weder nationale oder internationale wollen Waffen in privater Hand. Das ist selbstverständlich, denn bewaffnete Bürger sind mündige Bürger. Und ein mündiger Bürger wählt weder Sozialisten, Nazis und Kommunisten schon gar nicht.

  4. Es gäbe da ein sehr wirkungsvolles Mittel gegen die „Volksentwaffnung“: Die mündigen Wähler dürften die Roten, Rot-Roten(Grünen) und Teile der Schwarzen, also alle Parteien, die gegen den legalen Waffenbesitz sind, nicht mehr wählen, dann würde sich dieses Problem von selbst erledigen. Wir müssten nur noch dazu sehen, diese EU-Diktatur und unsere knieweichen Politiker schnellsten zum Teufel jagen, dann wären wir wieder frei und Herr im eigenen Haus. Aber ob dies alle Jäger, Waffenbesitzer, Sammler- mit einem Wort die mündigen Wähler- jemals kapieren, ist mehr als fraglich. Hoffen darf man jedoch immer…

  5. »… Es ist daher für den Ersatz des stehenden Heeres durch die allgemeine Volksbewaffnung einzutreten. …«

    Wir haben kein stehendes Heer mehr – es sei denn, man rechnet die ob des fehlenden Geldes »stehenden« Heeresfahrzeuge dazu. Ein wirkliches Heer hat Österreich derzeit nicht mehr und geht es nach gewissen Kreisen der Roten und Rot-Roten (»aka Grünen«) haben wir bald überhaupt kein Heer mehr. Vermutlich soll uns dann im Ernstfall die kaum vorhandene Polizei schützen. Geld fehlt dort und Personal auch. Also kann uns niemand wirklich schützen. Das vermutlich wünschen sich Rote und Rot-Rote.

    Das wird’s aber nicht spielen. Entwaffnen kann man nur den, von dem man weiß, daß er bewaffnet ist. Von den Verbrechern weiß man es meist nicht – die haben ja keine legalen Waffen. Wenn nun Gesetze GEGEN das Freie Österreichische Volk beschlossen werden, dann ist davon auszugehen, daß das aus diktatorischer Vorsicht geschieht – das ist strikt hintanzuhalten. Geht das auf demokratischem Wege nicht (mehr), dann ist dieses Gesetz aus Gründen des gerechtfertigten Widerstandes zu ignorieren.

    Ich weiß, daß meine Meinung starker Tobak ist. Aber: ich berufe mich auf das mit allen Menschen geborene natürliche Recht (Naturrecht), sein eigenes Leben und das seiner Familie zu schützen. Schränkt ein Staat dieses ein, dann ist das kein rechtmäßiger Staat mehr, sondern eine üble Diktatur…

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