Es muß gespart werden!

Das Internet ist heute ein ganz wichtiges Medium, man kann auf einfache Art und Weise sehr viele Menschen erreichen. Dieses Blog ist ein gutes Beispiel dafür, auf anderem Wege als über das Internet hätte ich es nicht in so kurzer Zeit zu so vielen Lesern gebracht.

Auch unser Herr Bundeskanzler Faymann hat einen Internet-Auftritt, im ATV-Teletext war am 29.12.2011 dazu folgendes zu lesen:

Laut der Antwort auf eine Anfrage der FPÖ nach den Aufwendungen für den Internet-Auftritt von Bundeskanzler Werner Faymann belaufen sich die Kosten auf jährlich 37.010 Euro. Zum Start des Social-Media-Auftritts wurden insgesamt 84.498 Euro etwa für die Implementierung oder das Design ausgegeben. Zwei Mitarbeiter des Bundespressedienstes kümmern sich demnach um Faymanns Profile. Vorwürfe über Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Vergabe des Auftrags wurden zurückgewiesen.

Gut, fassen wir zusammen: € 84.498,- für „Implementierung und Design“, so wie ich es verstehe einmalige Kosten. Das sind immerhin in echtem Geld fast 1,2 Millionen (auch wenn der alte Umrechnungsschlüssel mit 13,7603 natürlich schon lange nicht mehr stimmt), da muß eine alte Frau ganz schön lange stricken dafür. Nachdem ich nicht davon ausgehe, daß man mit € 37.010,- zwei Mitarbeiter des Bundespressedienstes ein Jahr lang bezahlen kann schließe ich daraus, daß der monatliche Betrieb des „Social-Media-Auftritts“ von UHBK € 3084,17 ausmacht – auch ganz schön. Die Bundespressedienstmitarbeiter kümmern sich wahrscheinlich ehrenamtlich in ihrer Freizeit um die medienwirksame Vermarktung Faymanns, nett von ihnen. (Gut, vielleicht ist ihnen ja auch für später ein lukrativer Job am Küniglberg in Aussicht gestellt worden…)

Das ganze veranlaßt mich, an den Herrn Bundeskanzler folgende Zeilen zu richten:

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!

Im Zeichen der „Schuldenbremse“ muß gespart werden, das wissen Sie, schließlich propagieren Sie das ja auch unaufhörlich. Gehen Sie, Herr Bundeskanzler Faymann, mit gutem Beispiel voran und sparen Sie bei Ihrem Internetauftritt! Erstens ist der für das Geld eh nicht wirklich gelungen, zweitens können Sie die Handvoll Leute, die das wirklich interessiert (also die Laura, den Niko und die zwei Pepis) um wesentlich weniger Geld auch gleich direkt anrufen. Wenn’s schon Internet sein muß, dann täte es ein E-Mail-Verteiler locker auch.

Sparen Sie, Herr Bundeskanzler, sparen Sie sich diesen Unfug, sparen Sie der Republik die Kosten dafür!

Meine Erwartungen sind gering.

4 Antworten zu “Es muß gespart werden!

  1. Die Zeilen an den BK sind sicher wirkungslos. Man kann ihm nur wirkungsvoll etwas beibringen, in dem man ihn, seine Partei und seine Kriecher nicht mehr wählt- nur das begreift er.

  2. Mit fremden Geld spart man nicht – nur mit dem eigenen. Und diese Politiker geben ja immer nur fremdes Geld (also unseres) aus. Warum sollten sie dann sparen?

    Aber gegen das Verprassen von fremden Geld gibt es was – das Strafgesetzbuch!

    • »Aber gegen das Verprassen von fremden Geld gibt es was – das Strafgesetzbuch!«

      Das gilt leider nur für normale Bürger – nicht für Politiker. Denn die sind »immun«. Das ist quasi »alternativlos« oder so…

  3. »Sparen Sie, Herr Bundeskanzler, sparen Sie sich diesen Unfug, sparen Sie der Republik die Kosten dafür!«

    Er sollte auch jeden anderen Unfug sparen! Die Kosten für die »Integration« von nicht integrierbaren ausländischen Personen – und das sind viele tausend – sind ein Beispiel dafür…

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