So ist’s recht!

Ich habe das hier schon öfter thematisiert – die Notwehr ist ein elementares Bürgerrecht, auch und vor allem durch den Einsatz von Schußwaffen. Das Innenministerium sieht dieses Recht zwar nicht allzu gerne, kann aber nichts dagegen machen. Was sie tun ist, den Bürgern wo es nur möglich ist von bewaffneter Selbstverteidigung abzuraten, derartige Empfehlungen sind aber natürlich nicht bindend.

Aussagen wie „Die Polizei warnt allerdings davor, sich zur Selbstverteidigung auf Waffen oder ähnliche Abwehrgeräte zu verlassen…“, „…Waffen [können] oft das genaue Gegenteil von dem bewirken, wozu sie ursprünglich gedacht waren“ oder „Der Einsatz von Selbstverteidigungstechniken in einer Notsituation stellt nur eine von vielen Möglichkeiten der Gegenwehr (Selbstverteidigung) dar“ sind keine Einzelmeinung, sondern die offizielle Stellungnahme des Leiters der Bürgerservicestelle im BMI.

Gott sei Dank liegt der Ort Blanchard nicht in Österreich, sondern im US-Bundesstaat Oklahoma. Als dort nämlich am vergangenen Altjahrstag zwei Gewaltverbrecher versuchten in das Haus einer 18jährigen, frisch verwitweten Mutter eines Kleinkindes einzudringen tat diese genau das richtige: sie verbarrikadierte die Türe, griff zu ihren Waffen und rief zunächst einmal „911“ (die Notrufnummer) an. Der Notrufzentrale stellte sie folgende Frage: „Ich habe zwei Waffen in der Hand. Ist es OK wenn ich auf den Angreifer schieße wenn er durch die Tür bricht?“ Die Antwort war eindeutig: „Sie müssen tun was nötig ist, um sich zu schützen! Ich kann Ihnen nicht sagen, daß Sie das tun dürfen, aber tun Sie, was Sie tun müssen um Ihr Kind zu schützen!“ Daraufhin erschoß die junge Mutter, Sarah McKinley, einen der Eindringlinge (der nebenbei mit einem 30cm langen Jagdmesser bewaffnet war), der zweite Verbrecher ergriff die Flucht.

Wird nun Sarah McKinley angezeigt, oder die Dame in der Notrufzentrale? Nein, natürlich nicht: Der Staatsanwalt gab bekannt, daß gegen sie keine Anklage erhoben werde, zum Verhalten der Telefonistin meinte er „Ihrem Ratschlag stimme ich zu“!

Dem Sender KWTV sagte McKinley: „Ich mußte mich entscheiden – er oder wir? Ich habe meinen Sohn ihm gegenüber vorgezogen.“ Auf die Frage, ob sie es bereue den Angreifer erschossen zu haben antwortete sie: „Nein. Es hätte ganz anders ausgehen können hätte ich es nicht getan.“ (Bericht und alle Zitate: CNN)

Die junge Frau hat alles richtig gemacht: Sie hat ihr Leben und das ihres Kindes gerettet, sie hat eine potentiell tödliche Situation körperlich unbeschadet überlebt, sie hat überlegt gehandelt. Für eine 18jährige sehr beachtlich, chapeau!

Warum war das möglich? Erstens weil sie bewaffnet war, zweitens weil sie nicht das österreichische Innenministerium am Telefon hatte. Sonst wäre sie nämlich nur noch eine Fußnote in irgendeiner Kriminalstatistik.

16 Antworten zu “So ist’s recht!

  1. Pingback: So ist’s recht!/Teil 2 | dagarser

  2. An meiner Haustür steht in 5 Sprachen, das Einbrecher ausnahmslos in Notwehr erschossen
    werden.

  3. Karl Heinz Riegl

    Dem redlichen, ordentlichen Bürger, der sich zur Waffe deklariert und diese rechtmäßig erwirbt, aufbewahrt und was sonst noch alles….werden ALLE Steine in den Weg gelegt, die zu finden sind! Der mögliche Täter hingegen kann kaufen, stehlen und besitzen, was immer er will bzw bekommt. WIR dürfen nicht die Möglichkeit aus der Hand geben, uns im NOTFALL verteidigen zu dürfen. Wir sind die potenziellen Opfer! Uns will man etwas wegnehmen; Hab und Gut oder noch schlimmer Leib und leben und das beginnt mit der schleichenden Entwaffnung der Sportschützen, Sammler und der Menschen die sich verteidigen können wollen und sollen.Eine Wohnung/Eigenheim darf nicht zum ungeschützten Selbstbedienungsladen für Jedermann/Frau werden. Besitz muss verteidigt werden dürfen und das, wenn notwendig als letzte Möglichkeit, auch mit der Waffe!

  4. In Deutschland hat der, der sich von S-Bahn-Schlägern umbringen läßt, alles richtig gemacht.
    Zitat unserer ex-Justizministerin.

  5. Ja, Dargaser: Diese Sache ist mir auch aufgefallen – interessant auch die Art, wie die Medien in den USA darüber berichten (siehe Video):
    http://noricus.org/2012/01/06/perfekte-selbstverteidigung/

  6. Interessant ist, dass der zweite Verbrecher jetzt des Mordes angeklagt ist.

    Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn, den Tod seines Kumpels durch den geplanten Einbruch verschuldet zu haben.

    Die beiden wussten vom Tod des krebskranken Ehemanns und vermuteten starke Medikamente in der Wohnung.

    http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-16434328

  7. Pingback: Wochenrückblick 1/2012 | dagarser

  8. Ein altes sprichwort besagt: Hilf Dir slbst dann ist Dir geholfen.

  9. Mit dem Notwehrrecht steht und fällt der legale Waffenbesitz. Viele wollen das nicht begreifen.

    • Natürlich, so lange es den §3-Stg.B.(Notwehr bzw. Nothilfe) gibt so lange ist der legale. private Waffenbesitz in Österreich gesichert, bzw. so lange es den § 20, lit. 2 (Waff.G.1996) gibt, der besagt:“Die Gültigkeitsdauer solcher Waffenpässe und Waffenbesitzkarten (Abs.1), die für EWR-Bürger ausgestellt werden, ist unbefristet“

  10. Die Politik, die Staatsanwaltschaft und die Gerichte in Amerika agieren für die Bürger und gegen Verbrecher, in Österreich bzw. in Europa ist es umgekehrt.

  11. Wir haben eben keine Sicherheitspolitiker sondern amtlich befugte Verbrecherschützer.

  12. »Die junge Frau hat alles richtig gemacht: Sie hat ihr Leben und das ihres Kindes gerettet, sie hat eine potentiell tödliche Situation körperlich unbeschadet überlebt, sie hat überlegt gehandelt. Für eine 18jährige sehr beachtlich, chapeau!

    Warum war das möglich? Erstens weil sie bewaffnet war, zweitens weil sie nicht das österreichische Innenministerium am Telefon hatte. Sonst wäre sie nämlich nur noch eine Fußnote in irgendeiner Kriminalstatistik.«

    Ob das die Leute der Bürgerservicestelle im BMI überhaupt verstehen (wollen)?
    Manchmal keimt da ein fürchterlicher Verdacht bei mir auf…

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