Bundesheer

UMAZ Norbert Darabos war ja einst selbst ein glühender Verfechter der allgemeinen Wehrpflicht und somit des österreichischen Bundesheeres in seiner derzeitigen Form. Zum persönlichen Ableisten des Wehrdienstes hat die Liebe dann zwar nicht gereicht, dafür haben wir in einem an Kuriositäten ohnehin nicht armen Land jetzt halt schon einige Zeit einen Verteidigungsminister, der Wehrersatzdienst geleistet hat. Soll sein, wir haben ja auch einen Bundeskanzler der als Inserentenberater bei einer mittelgroßen Tageszeitung wahrscheinlich heillos überfordert wäre, von einer großen gar nicht zu reden.

Wie gesagt, Darabos sah die Wehrpflicht ja bekanntlich als „in Stein gemeißelt“ an, bis der Wiener Bürgermeister im Gemeinderatswahlkampf eine populistische „Bombe“ zündete und seinen Genossen eine neue Marschrichtung vorgab: Ein Berufsheer soll es sein! Vergessen das Hainfelder Manifest, vergessen das für die Sozialisten bisher so wichtige „abschreckende Beispiel“ 1934. Geopfert auf dem Altar der Wählerstimmenheischerei. Hört die Signale…

Jetzt sollen heuer einige „Pilotversuche“ des UMAZ in Szene gehen, die Österreichische Offiziersgesellschaft  (ÖOG) meint dazu:

Dass 30.000 freiwillige Milizsoldaten, die pro Jahr zusätzlich zum Verdienstentgang eine Prämie von 5.000 € bekommen, mindestens 150 Mio. Euro Mehrkosten im Jahr verursachen würden, ist eine Milchmädchenrechnung. Ein weiteres Problem ist ebenfalls vorhersehbar: Einige hundert Mann in einigen Verbänden, die sich freiwillig melden, um die 5.000 € Prämie zu bekommen, sagen nichts darüber aus, ob die vielen Tausend erforderlichen qualifizierten freiwilligen Zeitsoldaten für ein Berufsheer zu finden sein werden.

Auf die Leute sollte man hören, die wissen wovon sie reden. Ganz im Gegensatz zum Herrn Minister.

Die ÖOG weiter:

Genau aus diesem Grund tritt die ÖOG für die Beibehaltung der Allgemeinen Wehrpflicht ein, weil nur so ausreichend Mannstärken für die Vorbereitung der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungsaufgaben (z.B Schutz wichtiger Infrastruktur) im Inland aufbringbar und finanzierbar sind und weil zweitens die Allgemeine Wehrpflicht die eindeutig einer Demokratie angemessenste und noch am ehesten gerechte Lösung ist. Wir haben derzeit die Situation, dass seit 2005 ausgemusterte Berufs- und Milizoffiziere und Unteroffiziere noch nie Volltruppenübungen erlebt haben, weil mit einfachen Milizsoldaten keine Übungen mehr stattfinden.

Wir erleben derzeit eine bisher beispiellose Verringerung der Sicherheitskapazitäten unseres Staates aus finanziellen Gründen. Die Pilotversuche von Bundesminister Darabos tragen zu einer Lösung dieser echten Reformprobleme des Heeres nichts bei.

Dieser „Verteidigungsminister“ ist nicht nur rüchtrittsreif, er definiert vielmehr seit seinem Amtsantritt was „rücktrittsreif“ überhaupt bedeutet. Leider definiert er aber auch den „Sesselkleber“.

(Quelle ÖOG: http://www.oeog.at/ow10/2012/01/nr-20112-darabos-pilotversuche-keine-losung-fur-probleme-des-bundesheers/ )

5 Antworten zu “Bundesheer

  1. Pingback: Wochenrückblick 5/2012 | dagarser

  2. Die Wehrpflicht ist den Linken verdächtig, weil sich hier ein von ihnen nicht beeinfußbarer Stock von Bewaffneten entwickeln kann. Die Zeiten des Hainfelder Programms, wo die Sozailisten die „Volksbewaffnung“ forderten, sind vorbei. Man ist an der Macht und die will man sich sich vom Volk nicht streitig machen lassen.

  3. Nachbemerkung: warum erwähne ich Sun Dsi (englische Schreibung Sun Tzu) und Sima Qian so häufig? Weil das Buch »Die Kunst des Krieges« von Sun Dsi bis heute von ungeheurer Relevanz ist. Napoleon hatte eine Französische Übersetzung gelesen und verstanden und angewendet. Er hat fast ganz Europa unterworfen. Als er die Regeln aus dem Buch aus Überheblichkeit unbeachtet ließ, wendete sich das Geschick gegen ihn und er wurde 1812 in Rußland geschlagen. Mao Zedong hat den Sun Dsi gelesen und in seinen Schriften kopiert – er hat China unterworfen. Die Vietcong haben Sun Dsi gelesen (zumindest die Führungskräfte) und die USA wurden besiegt. Die USA haben diesen ungerechtfertigten Krieg verloren, weil sie Sun Dsi nicht beachteten, obgleich es seit 1910 ein gute Übersetzung ins Englische gibt. Sie haben in Afghanistan verloren. Auch das ist ein ungerechter Krieg (ebenso wie im Irak und in Libyen). Die Gründe sind bekannt. Diese Aufzählung könnte man usque ad nauseam fortsetzen. Der denkende Freie Bürger sollte Sun Dsi unbedingt lesen. In den kommenden Zeiten des Chaos wird das von unschätzbarem Vorteil sein!

  4. Aber nicht doch! Der Darabos ist ein echter »Verteidigungsminister«. Er verteidigt stramm wie ein Preuße sein Ministergehalt, seine Privilegien und die Demontage des Bundesheeres. Die heutigen Rot/Grünen wollen das so. Warum? Das kann jeder selbst herausfinden, wenn er nur ein wenig nachdenkt. Deserteure werden sollen geehrt werden durch ein Denkmal am Heldenplatz. Sollte das tatsächlich so kommen, dann sollen wir das Denkmal »Platz der Schande« nennen. Ein Deserteur läßt nicht nur die Kameraden im Stich und macht sie so zur Beute der Feinde – er läßt sein Volk im Stich. Und das ist eine große Schande und ein Verbrechen am Volk. Dabei ist es unerheblich aus welchen Gründen er desertiert.Sun Dsi und Sima Qian wußten vor 2.500 Jahren (zweiterer später) warum Deserteure streng zu bestrafen sind.Heute werden solche Verräter von ehrlosen Gestalten »geehrt«. Ja ja, die linkslinke »Frankfurter Schule« der Zersetzungsphilosophen (Adorno, Habermas et al.) haben ihr Ziel fast erreicht. Männer sind zu Weicheiern verkommen und Defätismus ist heute salonfähig. Für solche Gestalten hat ein aufrechter Freier Bürger nur Verachtung übrig. Noch sind wir zu wenige – aber wir werden täglich mehr. Und ab einem gewissen Zeitpunkt wird es in der ganzen EUdSSR fürchterlich stinken. Die ehrlosen Gesellen werden vor dem aufgebrachten Volk nämlich die Hosen voll haben…

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