Das „Black Box“ – Prinzip

Kürzlich habe ich mich mit einem Bekannten unterhalten, unter anderem kamen auch die Themen „Selbstverteidigung“ und „Notwehr“, beziehungsweise die Einstellung unserer Gesellschaft dazu, zur Sprache. Er hat mir seine Sichtweise dazu erklärt, und zwar anhand des „Black Box“-Prinzips, eine hochinteressante Theorie der ich mich vollinhaltlich anschließen kann.

Zunächst: Was ist eine „Black Box“? Ich wußte es nicht, in technischen Dingen bin ich – sagen wir es freundlich – unbedarft, ich habe es mir erklären lassen: Der Begriff kommt aus der Systemtheorie und bezeichnet ein geschlossenes Objekt, dessen innerer Aufbau und die innere Funktionsweise unbekannt sind, das aber eine gewisse Funktionalität besitzt. An einem einfachen Beispiel ausgedrückt hat man also ein Kasterl, das auf Knopfdruck eine bestimmte elektrische Spannung produziert. Woher diese Spannung kommt weiß man aber nicht, in der Black Box kann theoretisch eine Batterie sein, ein Hamster im Hamsterrad oder ein Atomreaktor, es ist völlig egal, nur das Ergebnis, also der Output zählt.

So weit, so gut – was hat das aber mit Notwehr, also der Abwehr eines rechtswidrigen Angriffs, zu tun? Mehr als man glauben mag: In unserer Gesellschaft kommt es vielfach zur Täter-Opfer-Umkehr, „professionelle Verbrecher-Versteher“ wie etwa unsere lieben „Grünen“ und sonstige sogenannte „Gutmenschen“ haben jedes Verständnis für die Verbrecher, wenig bis keines für die Opfer. Sieht man sich als normal denkender Mensch mit einem Gewalttäter konfrontiert muß man sich hingegen vor Augen halten, daß dieser in Wahrheit auch nichts anderes als eine „Black Box“ ist – man kann nicht hineinschauen, weiß aber, daß sein Output für einen selbst potentiell tödlich enden kann. Warum das so ist, ist völlig egal, ob der Angreifer jetzt vom Teufel besessen ist, eine schlimme Kindheit hatte oder seine Medikamente nicht genommen hat darf nicht interessieren, relevant ist einzig die Gefahr die von ihm ausgeht. Muß man im obigen Beispiel einen Schalter betätigen, um an den Strom zu gelangen, so muß man hier den Täter ausschalten, um die unerwünschte Handlung abzuwehren.

Ich muß nicht wissen, warum mir jemand an den Kragen will, ich kann in ihn auch nicht hineinschauen. Ich muß aber erkennen, daß mir Leid droht wenn ich den Angreifer nicht ausschalte.

Wenn es um meine körperliche Unversehrtheit geht ist es für mich wichtig zu reagieren. Dann werde ich überleben, dann kann ich – wenn es mich interessiert – den Täter nachträglich noch immer bedauern.

Die „Black Box“ werde ich mir jedenfalls merken.

10 Antworten zu “Das „Black Box“ – Prinzip

  1. Pingback: Wochenrückblick 6/2012 | dagarser

  2. Wir müssen, gemeinsam und mit Hilfe von IWÖ, intensiv daran arbeiten, dass wir diese roten, rotroten(grünen) Verbrecherhelfer und ihre Klüngel rasch in die Wüste schicken. Dazu müssen wir die nächsten Wahlen benützen und nicht durch Abwarten glänzen.

    • Die IWÖ wird vor den nächsten Wahlen wie gewohnt alle wahlwerbenden Parteien zu ihren waffenrechtlichen Standpunkten befragen und die Ergebnisse publizieren.

      Das war auch bei den letzten Wahlgängen immer recht erhellend.

      Über diese sachbezogenen Informationen hinaus kann und wird die IWÖ aufgrund der in den Statuten vorgeschriebenen Überparteilichkeit keinen Einfluß auf politische Geschehnisse nehmen.

      Es war auch eine meiner Hauptmotivationen für dieses Weblog, daß ich hier meine persönliche Meinung kundtun kann, als Privatperson und nicht als Vorstandsmitglied der IWÖ.

      • Ich weiß schon, dass IWÖ überparteilich ist, daher keinen Einfluss auf politische Geschehnisse nimmt, aber unser Weblog wird sicher von vielen Leuten gelesen und diese Leute sollen auch immer wieder auf ihre Möglichkeiten hin gewiesen werden, bei künftigen Wahlen etwas in Sachen Gerechtigkeit zu richten und Schutz gegen verbrecherische Umtriebe zum Besseren wenden zu können.

  3. Das ist wirklich niedlich: „…unsere lieben „Grünen“ und sonstige sogenannte „Gutmenschen“ haben jedes Verständnis für die Verbrecher, wenig bis keines für die Opfer.“ – Dafür verleihe ich sofort den imaginären Magdalena-Neuner-Preis. Alle Scheiben getroffen, nur halt auf der falschen Zielscheibe. Die Weltsicht kann man in einem freien Land natürlich haben, dann wird man auch sauber nud zuverlässig nur die dafür passenden Beispiele finden und alles andere sauber und zuverlässig ausblenden können. Bisschen viel Schützengraben, ähh sorry, Wagenburg, für einen realitätsnahen Blick. Schade.

    • Nun ja, das ist natürlich Ansichtssache. Ich fühle mich eigentlich recht nahe an der Realität – oft näher als mir lieb ist.

      Danke für den „Magdalena-Neuner-Preis“, allemal ich könnte so schießen wie sie. Und ein fesches Mädl ist sie noch dazu!

      • Aber leider womöglich schwer unter Gutmenschen-Verdacht (wenn sie z.B. wirklich gerne Coelho liest, oh oh, das klingt sehr gutmenschig). Ist jemand, der andere als Gutmensch bezeichnet, eigentlich ein Schlechtmensch? Für mich ist „Gutmensch“ ein so zutreffender Begriff wie der unsägliche „Waffennarr“.

  4. Genau dieses BlackBox-Prinzip wollen die GutmenschInnen nicht verstehen (aber gibt es nicht überproportional viele Psychologen untzer den Linken?)
    Nach der Tat, wenn kein Zeitdruck besteht, wird analysiert und diskutiert ohne Eile; aber zum Tatzeitpunkt, wenn ein Sekundenbruchteil über Leben und Tod entscheidet, muss es schnell gehen. Da ist der Mensch auf seine ursprünglichen Instinkte reduziert.

  5. »Dann werde ich überleben, dann kann ich – wenn es mich interessiert – den Täter nachträglich noch immer bedauern.«

    Den Täter bedauern? Wozu? Wenn der Täter ausgeschaltet ist, ist er eben ausgeschaltet – alles nachträgliche »bedauern« ist nicht mehr relevant. Würde mich denn der Täter hernach bedauern, wenn ich tot bin? Auch wenn er es täte und er sich entschuldigte, würde ich nicht mehr lebendig. Also: was soll’s? Der Täter ist ein Täter ist ein Täter. Punktum. Der Mensch ist eigenverantwortlich. Alkoholisierung als Milderungsgrund anzusehen ist z. B. mehr als verwerflich. Der Täter hätte sich nicht besaufen müssen.

    Wie auch immer: es ist nur wichtig – im Falle des Falles – RECHTZEITIG den Ausschaltknopf zu betätigen.

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