Selbstverständnis

Meiner Ansicht nach ist der Besitz von Waffen ein elementares Bürgerrecht. „Freie Menschen haben Waffen, Sklaven nicht!“ ist ein durchaus geflügeltes Wort das mir schon recht oft untergekommen ist, am schönsten ist es beim „Waffen Enengl“ in Zwettl im Waldviertel im Verkaufsraum in den Waffenschrank geschnitzt.

Nun ist es völlig klar und logisch, daß ein Büchsenmacher und Waffenfachhändler dieser Erkenntnis anhängt, schließlich lebt er davon daß möglichst viele Leute das auch so sehen. Wenn man sich vor Augen führt, daß der private Besitz legaler Schußwaffen wesentlich verbreiteter ist als allgemein angenommen so sollte man davon ausgehen können, daß diese Einstellung auch weit verbreitet und gesellschaftlich akzeptiert ist.

Das ist aber leider nicht der Fall, politische Parteien, die von ihnen mittels Presseförderung am Leben erhaltenen Medien und diverse „NGO“s verbreiten vielmehr vehement Stimmung gegen den Legalwaffenbesitz. Kein einschlägiger Zeitungsartikel, keine Fernsehsendung kommt ohne den schwachsinnigen Begriff „Waffennarr“ aus, Politiker stehen öffentlich auf dem Standpunkt, daß Waffen „gefährlich“, ein „Unsicherheitsfaktor“, etc. sind, parteinahe Organisationen geben diesen Blödsinn nicht nur weiter, sondern potenzieren ihn oft auch noch.

Als Folge dessen kommt es dazu, daß der Legalwaffenbesitz in der öffentlichen Wahrnehmung tatsächlich als gefährlich erscheint, daß gesetzestreue Bürger als potentielle Amokläufer gesehen werden und daß Leute, die an und für sich überhaupt keinen Bezug zu Waffen haben den Verbotsphantasien der Waffengegner positiv gegenüberstehen.

Die ideologischen Hintergründe der Gegnerschaft zum Waffenbesitz sollen heute nicht das Thema sein, dazu habe ich auch schon einiges geschrieben. Vielmehr möchte ich zur Diskussion stellen, wieso aus den Reihen der Legalwaffenbesitzer nahezu kein Widerstand gegen diese bürgerrechtsfeindlichen Bestrebungen wahrzunehmen ist. Hört man von den Landesjagdverbänden diesbezüglich etwas? Stellen sich der Österreichische Schützenbund bzw. die Landesschützenverbände gegen die grundlose Diffamierung ihrer Mitglieder auf die Hinterbeine? Einsamer Rufer in der Wüste ist einzig die Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in Österreich (IWÖ), die lautstark und so effizient wie möglich die Interessen der Besitzer legaler Waffen vertritt.

Doch nicht nur Organisationen stehen (bzw. stünden) in der Pflicht. Jeder einzelne Waffenbesitzer ist gefordert, seinen Teil zum Erhalt seiner Waffen (und somit unser aller Bürgerrechte) beizutragen. Das kann und soll sich natürlich auch im richtigen Wahlverhalten niederschlagen (wer etwa SPÖ oder Grüne wählt kann seine Waffen gleich verschrotten), vor allem aber sollte sich auch das Selbstverständnis der österreichischen Waffenbesitzer ändern: Öffentliches Bekenntnis zum Waffenbesitz und offensive Aufklärung im Bekannten- und Freundeskreis sollten eine Selbstverständlichkeit sein, wenn „der Waffenbesitzer“, der in den Medien stets diffamiert wird und wo der unbedarfte Medienkonsument sich denkt, „daß da schon was dran sein wird“, plötzlich ein sympathisches Gesicht bekommt und wenn gezielte Fehlinformationen durch fundierte Fakten widerlegt werden wird das Lügengebilde der Waffengegner zwar vielleicht nicht gänzlich zusammenstürzen, aber doch gehörig ins Wackeln kommen.

Leider hat man aber oftmals den Eindruck, daß viele Waffenbesitzer der Propaganda mittlerweile selbst auf den Leim gegangen sind und sie sich insgeheim ihrer Waffen „schämen“. Gut, das ist deren Sache, das müssen sie mit sich selbst ausmachen. Das zeigt aber auch, daß der eingangs erwähnte Spruch nur bedingt zutrifft: Offensichtlich gibt es auch bewaffnete Sklaven. Die Frage ist wie lange noch?

8 Antworten zu “Selbstverständnis

  1. Habe gerade Strafanzeige gegen den Spiegel wegen Verdachts auf Volksverhetzung gestellt.
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc…813812,00.html
    Sachverhalt:Ich möchte Strafanzeige gegen den Verfasser des Artikels wegen des Verdachts auf Volksverhetzung und Beleidigung stellen. Begründung: Der Autor bezeichnet Legalwaffenbesitzer als „Waffennarren“. Damit stellt er sie als geistesgestört und unbelehrbar dar. Im Falle des (verabscheuungswürdigen) Augsburger Polizistenmordes sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz, der 56 Jahre alte Hauptbeschuldigte sei ein „sozial unangepasster Waffennarr, der schießwütig agiert, wenn er in Konfliktsituationen gerät“ Der Spiegel stellt mit dieser Diktion den legalen Waffenbesitzer, der zumindest in Deutschland vielfach auf seine Zuverlässigkeit überprüft und damit eigentlich einer der gesetzestreuesten Mitbürger ist, auf eine Stufe mit einem mehrfachen Polizistenmörder. Der Angriff richtet sich gegen alle Besitzer legaler Schußwaffen. Ich persönlich fühle mich als legale Besitzerin mehrerer Schußwaffen beschimpft,verächtlich gemacht und kriminalisiert.
    (gekürzt)

    Wer sich nicht wehrt, hat schon verloren.

  2. Pingback: Wochenrückblick 6/2012 | dagarser

  3. Waffenbesitz ist ein elementares Bürgerrecht. Waffenbesitzer müssen aber auch Rückgrat zeigen, in aller Öffentlichkeit für den Besitz einstehen und das Tragen(natürlich nur mit der nötigen Berechtigung) von Waffen zur Selbstverteidigung darf nicht verschwiegen werden. Das muss im Umfeld zur Selbstverständlichkeit werden, dann wird es auch akzeptiert und als allgemeiner Sicherheitsfaktor angesehen. Das ist in der heutigen verweichlichten, feigen Gesellschaft nicht einfach, aber es geht und trägt sicher dazu bei, dass auch in gegnerischen Kreisen ein Umdenken stattfindet.

  4. Nun, wer sind diese „Vertreter“ legaler Interessenten?
    Entweder sind sie den politischen Organisationen verpflichtet, oder Beamte – beide nicht berühmt für Rückgrat und vehementes Eintreten für Bürgerrechte, schon gar nicht für Meinungsfreiheit, außer eben halt der eigenen Parteilinie.
    Die Gründer der Sozialdemokratie in Österreich, sahen den privaten Waffenbesitz und die allgemeinen Wehrpflicht als wichtige Grundrechte und Pflichten, aus ähnlichen Überlegungen, wie sie die Gründerväter der amerikanischen Verfassung sahen, aber wer weiß das heute noch?
    Wie gelassen dieses Volk Rückschritte im Rechtssystem wie vor 70 Jahren, unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung und Selbstmordschutz !!!! hinnimmt, lässt Böses ahnen…..
    Wann lernen die Menschen aus der Geschichte????

    • „Die Gründer der Sozialdemokratie in Österreich, sahen den privaten Waffenbesitz und die allgemeinen Wehrpflicht als wichtige Grundrechte und Pflichten“

      Ja, das war im Hainfelder Programm so vorgesehen.
      Allerdings haben sich die Vorzeichen geändert: Waren die Sozialisten damals in Konflikt mit der Staatsmacht, so repräsentieren sie diese mittlerweile selbst. 1934 führte die Konfiskation der Waffen des sozialistischen Schutzbundes zum „Bürgerkrieg“, heute würden die roten am liebsten selbst alle Waffen verbieten.

      Es scheint, Prinzipien und Bedürfnisse ändern sich mit dem Machterhalt.
      Vor allem wenn sich die Angst vor den eigenen Bürgern dazugesellt.

  5. »Offensichtlich gibt es auch bewaffnete Sklaven.«

    Wer sich seiner Freiheit schämt ist dieser nicht wert.

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