Kanada

„Niemand kann einen daran hindern, über Nacht klüger zu werden“, so (oder so ähnlich) hat es Adenauer gesagt. Nun, etwas länger als eine Nacht hat es zwar gedauert, aber Kanada ist jedenfalls klüger geworden:

Während hier in Österreich die Einführung des nationalen Waffenregisters, also die Registrierungspflicht für alle Schußwaffen, unmittelbar bevorsteht, so wurde diese in Kanada gerade abgeschafft: 1995 eingeführt entwickelte sich die Waffenregistrierung zum Milliardengrab, veranschlagten Kosten von 2 Millionen CAD stehen bis heute reale Ausgaben von über 2 Milliarden CAD gegenüber. Sicherheitsgewinn hat die Registrierung natürlich auch keinen gebracht, der kanadische „Public Safety Minister“ Vic Toews dazu:

It does nothing to help put an end to gun crimes, nor has it saved one Canadian life,” he said. It criminalizes hard-working and law-abiding citizens such as farmers and sport shooters, and it has been a billion-dollar boondoggle left to us by the previous Liberal government.

(Die Registrierung hat die Kriminalität mit Schußwaffen nicht eingedämmt, es wurde dadurch auch kein einziges kanadisches Leben gerettet. Sie kriminalisiert vielmehr hart arbeitende, gesetzestreue Bürger wie etwa Bauern und Sportschützen, außerdem war sie eine Geldverschwendung in Milliardenhöhe die uns von der vorherigen liberalen Regierung hinterlassen wurde.)

Das ist natürlich völlig logisch, eine Waffenregistrierung richtet sich ja nur an ohnehin gesetzestreue Bürger die eben ihre legal besessenen Waffen registrieren sollen bzw. müssen. Daß diese Legalwaffen höchstens im Promillebereich deliktrelevant sind stört dabei nicht, schließlich geht es bei der Registrierung ja nicht um Tatsachen, sondern um Ideologie. Das oben zitierte „Liberal government“ bedeutet übrigens auf europäische Verhältnisse umgemünzt „Sozialisten“. Wer hätte das gedacht.

Gut, die Registrierung in Kanada ist jetzt also nach 17 Jahren aufgehoben – was geschieht eigentlich mit den in diesem Zeitraum um teures Geld beschafften Daten? Ganz einfach:

According to Bill C-19, all data pertaining to non-restricted firearms will be deleted.

(Gemäß Gesetzesvorschlag C-19 werden alle Daten, die keine genehmigungspflichtigen Waffen betreffen, gelöscht)

(Beide Zitate aus National Post)

17 Jahre, über 2 Mrd. CAD – leere Datenbanken. Das hat sich ausgezahlt!

Die Kanadier sind gescheiter geworden, zwar nicht über Nacht, aber doch. Sie haben die Partei, die ihnen diese unsägliche Registrierung auf‘ Aug‘ gedrückt hat abgewählt und danach diesen bürgerrechtsfeindlichen und geldvernichtenden Schwachsinn abgeschafft. Ich wäre bislang eigentlich noch nie auf den Gedanken gekommen, die Kanadier als Beispiel für irgendetwas zur Hand zu nehmen – aber das hat sich geändert.

Die Waffenregistrierung in Österreich muß bis Ende 2014 erfolgt sein – so will es die EUdssR, so haben es unsere Volksver…äh…treter beschlossen. Bis Ende 2014 gibt es in Österreich aber noch einmal Nationalratswahlen, vielleicht kehrt ja doch noch einmal Vernunft in unseren Landen ein. Und ob die griechische Tragödie „EU“ 2014 noch auf dem Spielplan der europäischen Theater steht wäre ich mir auch nicht allzu sicher.

Kanada mußte aus eigenen Fehlern lernen. Wir könnten es leichter haben.

4 Antworten zu “Kanada

  1. Pingback: Wochenrückblick 8/2012 | dagarser

  2. Unsere letzte Chance ist die nächste NR-Wahl um diese Leute, die das alles verbrochen haben, abzuwählen und samt der EU-Diktatur in die Wüste zu schicken.

  3. Pingback: no guns – keine waffen ! » Täglich grüßt der Sensenmann

  4. …..das haben eben aus angelsächsischem Rechtsverständnis entstandene Demokratien so an sich: Sie sind alles Andere als perfekt, aber sie sind rasch lernfähig,
    Der Österreicher – der ewige Beamte, der Traumjob des Österreichers eben, obrigkeitsdevot und sich nach Kaiser samt Metternich sehnend, will nur seine „Drei FFF“ und sei Rua……
    Die letzten Revolutionäre haben sie bei uns 1848 erschossen….seither haben sie uns nur auf den Kopf gesch…..und recht hatten sie, denn jedes Volk hat die Regierung und das Waffengesetz, welches es verdient!
    Von Recht und Freiheit singt man in der Bundeshymne, aber was das ist und wert ist – na ja….dafür müsste man ja eventuell seinen Arsch heben.
    Aber die Erfahrung zeigt, wenn man sich nicht selbst darum kümmert, dann tun das Andere – nur halt eben für sich selbst – eine österreichische Tragödie….

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