Faschingsnachwehen

Da meint man, die närrische Zeit sei jetzt vorüber und man könne sich in der besinnlichen Fastenzeit von dem ganzen Trubel erholen – und dann holen einen die Ereignisse erbarmungslos wieder ein. So geschehen drei jungen Männern aus dem Waldviertler Litschau, dem hohen Norden Österreichs:

Wie der ORF sich nicht zu blöd ist zu berichten, haben die drei Burschen an einem Faschingsumzug teilgenommen, und zwar – Achtung: jetzt kommt’s! – in „Uniformen, die an jene der deutschen Wehrmacht erinnern“! Der ORF schreibt dazu:

(…) In grauer Uniform, schwarzen Gummistiefeln und einem selbst gebastelten „Eisernen Kreuz“ marschierten die drei jungen Männer beim Faschingsumzug in Litschau mit. Sie sorgten damit nicht nur für Schlagzeilen in den Niederösterreichischen Nachrichten, sondern auch für Ermittlungen der Polizei.

Einer der drei Männer sagte dazu am Donnerstag: „Es war nix Illegales d’rauf auf der Uniform, weil das war von einer ganz normalen Karneval-Internetseite, dort haben wir das bestellt, wo man jedes Faschingskostüm bekommt. Wir haben uns eigentlich nix denkt dabei, dass wir das bestellen, denn es war kein Abzeichen drauf“, sagte der junge Mann. (…) (ORF)

Zugegeben, ganz geschmackssicher war diese „Kostümierung“ nicht (Hier in den NÖN ein Foto), die drei „Helden“ sollten froh sein, daß sie eine solche Uniform nie tragen mußten. Blede Buam halt, nicht mehr und nicht weniger.

Daß wegen eines solchen Blödsinns aber gleich der Verfassungsschutz ermittelt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird schießt doch recht weit übers Ziel hinaus:

Mittlerweile liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft Krems, wo man sich mit Bewertungen vorläufig zurückhält. Es wird darauf verwiesen, dass ein Faschingsumzug nicht dem klassischen Fall der Wiederbetätigung entspreche. (ORF)

Vielleicht ist ein Faschingsumzug ja auch einfach nur ein klassischer Fall eines Faschingsumzugs, die Teilnehmer daran klassischerweise verkleidet.

Wirklich wahr – die Sorgen und dem Rothschild sein Geld…

8 Antworten zu “Faschingsnachwehen

  1. Pingback: Wochenrückblick 10/2012 | dagarser

  2. Die Vergangenheit und die Angst verfolgt viele noch immer, auch bei Faschingsumzügen. Es wird dann noch von manchen Medien verstärkt oder auch, dem Zeitgeist folgend, hoch gespielt. Aber eigentlich müsste man vor der Zukunft auch schon wieder Angst haben, den was derzeit mit uns geschieht und was wir noch alles zu erwarten haben, lässt Furchtbares ahnen. Es wird vieles verschwiegen, manches verteufelt oder andererseits schön geredet- und natürlich wird gelogen, von Politikern am meisten.

  3. …..als Buße müssten die bei mir „Mein Kampf“ im Original lesen und darüber eine 100 seitige Rezension schreiben…..das wäre ernüchternd….

    • Wobei ich da was das sinnerfassende Lesen betrifft nicht allzu zuversichtlich wäre…

      • ….daher die Rezension – aber hast schon recht: Ob die überhaupt lesen können?

        • Die meisten von denen können nur ihre Kontoauszüge lesen.
          Manche von denen verstehen nur die Juche-Ideologie von Kim Il Sung, manche aber auch die Schriften Lenins. Gemeinsam ist ihnen die linkslinke Gesinnung.

          • ja, ja, unser über alles geliebter Führer Heinz Fischer, hat ja seine proletarischen Grüße dem Führer Nordkoreas erboten….und gemeint, nach seiner huldvollen Regentschaft, wird er sich in Asien umsehen…..die Datschas in Nordkorea sollten ja auch allen Luxus bieten….da kann er sich endlich artgerecht austauschen…..

          • War da nicht vielleicht „Jauche“-Ideologie gemeint…?

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