Jagdeinladungen

Bis vorgestern hatte ich ja keine Ahnung, in welch elitären Kreisen ich mich bewege: Laut der bekannt investigativen ORF-Sendung „Report“ sind die heimischen Jäger – und ein solcher bin ich – die „obersten 10.000 Österreichs“. Na bumm!

Ich gestehe allerdings, daß ich an dieser Aussage gewisse Zweifel hege: Laut „Statistik Austria“ gibt es in Österreich ca. 120.000 Jagdkarteninhaber, zusätzlich noch ca. 11.000 Jagdgastkarteninhaber. Realistischerweise reihe ich mich da eher hinten in der Liste ein, vielleicht gehen sich die „obersten 100.000“ gerade einmal so aus.

Trotzdem schön, daß wenigstens der ORF endlich die dunklen Verstrickungen dieser ehrenwerten(?) lodengrünen Gesellschaft durchschaut hat. Offensichtlich schimpft es sich ja heutzutage schon „Journalismus“ wenn Halbidioten, die wahrscheinlich zum Schwammerlsuchen zu blöd sind (wenigstens die bewußtseinserweiternden scheinen sie blind zu finden) über die Jagd berichten dürfen.

So auch im „Heiligen Land“ Tirol: Der dortige Landeshauptmann Platter hat sich unerhörterweise zur Jagd einladen lassen, das empört beispielsweise ein gewisses Gebi Mair von den Grünen und einen Herrn Gschwentner von der SPÖ, in linker Eintracht fordern sie mehr „Transparenz“, Jagdeinladungen des Landeshauptmanns und aller Politiker im Landtag sollten offengelegt werden.

Schön langsam wundert es mich, daß noch keiner auf die an und für sich logischste Lösung für dieses „Problem“ gekommen ist: Jagdverbot für Politiker! Und wenn wir schon dabei sind, dann für alle anderen auch! Dann erledigt sich das Problem mit den Jagdeinladungen ganz von selbst.

Wird’s aber nicht spielen, das linke G’sindel würde ja sonst ein traditionelles Feindbild verlieren und müßte womöglich durch eigene Lösungen glänzen, das kann’s ja auch nicht sein.

6 Antworten zu “Jagdeinladungen

  1. Pingback: Wochenrückblick 12/2012 | dagarser

  2. ….ob die Moser einmal ein „Guter Hase“ war weiß ich nicht, aber Hasen sind bei der Jagd immer gefragt…..

  3. Das „linke Gesindel“ jagt ja selber recht gerne und zwar besonders gerne auf Staatskosten, aber natürlich streng geheim. (Androsch, Vranzítzky, Streicher uva). Auch die grüne Ausschußvorsitzende Moser ist Jägerin. Sagt sie aber nicht.

    • Aber wahrscheinlich lädt die (besonders die Moser) keiner ein.

    • Gleich und gleich ist nicht das selbe. Wenn etwas von Linken oder ganz Linken gemacht wird, dann geht das in Ordnung, aber wehe, wenn eine politisch anders denkende Gruppe das selbe macht, dann wird es verteufelt. Das scheint anscheinend der jetzige Zeitgeist zu sein, wir lassen uns das gefallen, nur um modern und aufgeschlossen zu gelten, oder steckt doch vielleicht ein bisschen Gleichgültigkeit und Feigheit dahinter….

      • Eher Feigheit. Man hat Angst vor der »Nazikeule«.
        Ich habe die Angst nicht. Von den linken Linken als »Nazi« tituliert zu werden, kommt schon fast einer Ehrenbezeugung gleich.

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