Schulprobleme

Das Sommerloch taucht heuer scheinbar schon recht früh auf, noch nicht einmal das erste Quartal ist ganz um und das erste einschlägige Thema geht durch die Medien: Nach der Vorstellung des „Schulstanglbeauftragten“ der Gemeinde Wien hat sich jetzt auch „Schulexperte“ Andreas Salcher zu Wort gemeldet und eine Verlegung des Unterrichtsbeginns von 08.00 Uhr auf 09.00 Uhr gefordert.

Das käme nämlich dem „Schlafrhythmus“ der Kinder viel mehr entgegen und die „Leistungsfähigkeit“ würde dadurch steigen. Ja, klar, in der Früh aufstehen, waschen, anziehen, dann auch noch in die Schule gehen – wo kämen wir denn da hin? Und das ganze womöglich dann nach der Schulzeit, in der Arbeit also, auch noch?

So weit hat der Herr Salcher nicht gedacht, er hat sich nur auf die Schule beschränkt. Zum Glück gibt es aber auch noch die Gewerkschaft der Pflichtschullehrer, deren Chef  Paul Klimberger hat dieses Problem auch ganz klar erkannt und meint daß sich nicht die Schulen anzupassen hätten, sondern daß vielmehr das Berufsleben von Grund auf verändert gehörte. Auch nicht schlecht.

Wenn ich so an meine Schulzeit denke war da das Aufstehen in der Früh nicht wirklich das Problem, den Unterrichtsbeginn habe ich aber auch des öfteren auf 09.00 Uhr (oder auch später) verlegt, meist zugunsten des Kaffeehauses. Das hatte aber weder mit Schlafrhythmus oder Leistungsfähigkeit etwas zu tun sondern vielmehr mit Lausbubentum, teilweise gepaart mit Faulheit. (Der „Stanglbeauftragte“ hätte mit mir jedenfalls eine Aufgabe gehabt!)

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist die Reaktion der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl von der SPÖ die diesem Vorschlag ablehnend gegenübersteht, ja ihn sogar als „Bobo-Thema“ abtut. Respekt, klare Worte! (Wobei ich da – entgegen meiner Meinung über und meinen Erfahrungen mit sonstigen SPÖ-Politikern – auch den früheren Stadtschulratspräsidenten Kurt Scholz aus meiner Zeit als Schülervertreter als vernünftigen Mann und guten Gesprächspartner in Erinnerung habe.)

Gerade in Wien liegen die wahren Probleme der (Pflicht)Schulen jedenfalls ganz woanders begründet: Der hohe Ausländeranteil ist das Geschwür, das unser Bildungs-, aber auch unser Gesellschaftssystem über kurz oder lang zum endgültigen Einsturz bringen wird. Wenn man sich mit Eltern schulpflichtiger Kinder unterhält (mache ich beispielsweise ganz gerne in jenem oben erwähnten Kaffeehaus wo ich einen Teil meiner Schulzeit verbracht habe) so hört man nur, daß der private Kindergarten/die Privatschule so teuer sei, eine öffentliche Schule aber so gut wie nicht in Frage komme weil „Ich will ja nicht, daß mein Kind das einzige deutschsprachige in der Klasse ist!“ Da wird eher auf den Urlaub oder ein neues Auto verzichtet, bevor man sein Kind einem solchen Environment aussetzt. Das ist zwar gut und richtig, die Lösung des Problems kann das aber nicht sein.

Darüber sollten sich die hochgelobten „Bildungsexperten“ einmal die Köpfe zerbrechen, nicht ob ein 9jähriger womöglich grantig ist wenn er um 8 in der Schule sitzen muß. Der Grant verfliegt nämlich, das war bis jetzt noch bei jedem so und gehört auch zum Großwerden dazu.

Wobei: „Groß“ wird  bald einer. Manche werden aber nie „erwachsen“. Und werden dann „Bildungsexperten“.

4 Antworten zu “Schulprobleme

  1. Pingback: Wochenrückblick 13/2012 | dagarser

  2. In früheren Zeiten hatten die Schulkinder im Winter nach 19 Uhr und im Sommer nach 21 Uhr nichts mehr in der Öffentlichkeit zu suchen, dass heißt sie waren zu Hause, wurden schlafen geschickt. Dadurch war auch der „Schlafrhythmus“ nicht gestört, die „Leistungsfähigkeit“ vorhanden, denn die Schulkinder waren ausgeschlafen. Heutzutage treiben sich schulpflichtige Kinder teilweise auch noch um Mitternacht, natürlich im Beisein der „sogenannten Erziehungsberechtigten“ in diversen Lokalitäten, sprich Heurigen, Gaststätten u.ä., herum, Sie können daher am nächsten Tag auch nicht ausgeschlafen sein. Wenn wir uns das in Jugendjahren damals erlaubt hätten- die Erwachsenen hätten uns nach Haus „gewatscht“. Schlussendlich sollte die Schulzeit dazu genützt werden darauf vorzubereiten, dass die Arbeitszeit meist eigentlich schon um 7 Uhr beginnt. Daher ist die Idee des „Schulexperten“ Andreas Salcher als Schnapsidee anzusehen.

  3. »Der hohe Ausländeranteil ist das Geschwür, das unser Bildungs-, aber auch unser Gesellschaftssystem über kurz oder lang zum endgültigen Einsturz bringen wird. «

    Wird er nicht. Denn der Ausländeranteil wird recht bald gegen null tendieren. Nicht, weil plötzlich alle brav, sittsam und integriert sind. Vielmehr wird sehr bald eine Rückreisewelle in die Türkei, nach Ägypten, etc. einsetzen. Spätestens dann, wenn kein Geld mehr da ist, das der Staat (also SPÖVPGrüne) an Dahergelaufene (»Bereicherer«) verteilen könnte. Und den Widerspenstigsten können wir gerne helfen. Wir können ihnen den Weg zeigen – irgendwo habe ich noch einen Ochsenziemer. Und manche andere werden auch noch geeignete Hilfsmittel haben.

  4. ….meine Schulzeit, sehr lange zurück, war eine kreative Zeit – im Erfinden von Entschuldigungen….die besten Entschuldigungen wurden dann auch in der Klasse vorgelesen.
    Ich erinnere mich noch an: „Wegen unheimlichen Bauchkrümens“ dem Unterricht ferngeblieben…
    Bei manchen fand man mittels Statistik bis zu fünf gestorbene Großmütter, usw.
    Mit so 16 oder 17 Jahren, hatte ich so an die 200 Fehlstunden und viele Freundinnen….
    Wenn ich mir so meine Kinder anhöre, allesamt Lehrer an Gymnasien, sind die jungen Leute heute eher harmlos, teils auch sehr antriebslos, sehr verhätschelt, angepasst.
    Ausländer sind an diesen Eliteschulen eher selten, dann aber meist sehr gut.
    Eine Saunabekannte ist Lehrerin im 16. Bez. an einer Hauptschule.
    Der Jungtürke, der sich von ihr nichts sagen lässt, ist dort die Regel.
    Die dazugehörige Mutter spricht kein Deutsch und braucht die Hilfe ihres Sohnes, wieder nach Hause zu finden…..
    Der Vater kommt gar nicht – ich rate, aus ähnlichen Gründen wie sein Sohn.
    Dazu eine Meldung aus Deutschland:
    Im vergangen Jahr, seien 60.000 gut ausgebildete Türken in die Türkei rückgewandert und gleichzeitig 50.000 neue Türken nach Deutschland gekommen.
    Ich wage auch zu Raten: Allesamt ohne Bildung, aber tiefgläubige Moslems…..
    Soviel zu unseren tatsächlichen Problemen….

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