Kehrseite

In der gestrigen „Krone“ hat Harold Pearson in seinem Kommentar „Die Kehrseite der offenen Grenze“ den Warnschuß eines Burgenländers bei einem Einbruch in dessen Haus thematisiert. Dem Mann ist es dadurch gelungen, drei Einbrecher zu vertreiben, gut, daß er bewaffnet war.

Pearson sieht das aber offenbar anders, er schreibt:

Es gibt genug Beispiele von Brutalität bei Einbrüchen in der jüngsten Vergangenheit. Die Polizei wird zu Recht nicht müde, davor zu warnen, eine Waffe in die Hand zu nehmen. Denn diese ist auch eine Gefahr für einen Schützen, der zum ersten mal im Leben einem bewaffneten Kriminellen gegenübersteht.

Offensichtlich ist man als Einbruchsopfer so oder so verloren. Entweder ist man wegen seiner eigenen Waffe in Gefahr, oder aber weil die Einbrecher so fürchterlich „brutal“ sind. Sind die weniger brutal, nur weil sich jemand nicht wehren kann? Ist es besser, sich gegen Brutalität nicht wehren zu können? Brutalität erwächst aus Feigheit, Feiglinge brechen nicht dort ein, wo sie mit Gegenwehr zu rechnen haben. Es ist viel leichter, einem armen Hascherl gegenüber brutal zu sein als einem entschlossenen und bewaffneten Bürger. Wer weiß, vielleicht ist der nämlich auch „brutal“?

Es stimmt, immer wieder kommt „von der Polizei“ bezüglich bewaffneter Selbstverteidigung derartiger Unfug. Meist sind das aber irgendwelche abgehobenen Schreibtischtäter, zu wessen Nutzen sie immer wieder diesen Blödsinn absondern sollte man auch einmal hinterfragen.

Pearson schreibt weiter:

Ein Warnschuss – und schon flüchtete das Einbrecher-Trio. Das ging noch einmal gut. Offenbar waren keine ausgekochten Profis in das Haus in Breitenbrunn im Burgenland eingedrungen, sondern Gelegenheitseinbrecher, die sich leicht einschüchtern ließen.

Ob es „Gelegenheitseinbrecher“ waren weiß ich nicht, der Herr Pearson wird es auch nicht wissen und es ist äußerst unwahrscheinlich, daß wir es je erfahren werden. Wenn man das sicher herausfinden wollte dürfte der Warnschuß nicht in die Luft abgegeben werden.

Ich denke dennoch, daß die rasche Flucht eher auf eine gewisse „Professionalität“ der Einbrecher schließen läßt. Wer will sich wegen ein paar Euro schon erschießen lassen? Zumal das nächste „ungefährliche“ weil unbewaffnete Haus nicht weit ist…

7 Antworten zu “Kehrseite

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  3. Dieser Pearson schreibt den selben Bockmist wie alle anderen linken Schreiberlinge. Es scheint ihm direkt peinlich, dass es dem Einbruchsopfer durch Einsatz einer Waffe gelungen ist, das Einbrechergesindel zu vertreiben. Was passiert wäre, wenn sich der Mann nicht wirkungsvoll zur Wehr gesetzt hätte, scheint der Schreiberling keinen Gedanken zu verwenden. Wenn der Herr Pearson noch etwas weiter politisch links stehen würde, wäre es nicht verwunderlich, wenn er auch noch die Einbrecher bedauern hätte, dass man sie derart erschreckte, sodass sie davonlaufen mussten.

  4. georg zakrajsek

    Vom Herrn Pearson habe ich bisher noch nichts gelesen. Schaut nach Pseudonym aus. Wenn einer zuerst von einer erfolgreichen Verteidigung mit der Waffe schreibt und dann von der Anwendung einer solchen abrät, dann ist er ein wirklicher Dummkopf.

  5. Und wieder ein neuer „selbsternannter Sicherheitsexperte“.

    Das sich diese Leute – Journaltisten kann man das nicht nennen – nicht schämen, von Dingen zu berichten von denen sie nicht das Geringste verstehen.

    Es liegt auf der Hand, daß hier ein Auftrag vorliegt: „Nur ja keine Waffen für Privatleute!“ Daß sich die Krone auch schon angepaßt hat stimmt traurig.

  6. Pearson:»Die Polizei wird zu Recht nicht müde, davor zu warnen, eine Waffe in die Hand zu nehmen.«
    Solche sinnbefreiten Sätze wird man nie von Polizisten hören, die tatsächlich dem Verbrechen tagtäglich gegenüberstehen und es zu verhindern versuchen. Goldkrägen stehen nicht ihren Mann gegen das Verbrechen – die verschanzen sich hinter ihrem Schreibtisch. Meine persönliche Meinung: Goldkrägen sollten in regelmäßigen Abständen (etwa alle 2 Jahre) »Dienst wider das Verbrechen« tun müssen – und zwar vor Ort. Und das mindestens ein halbes Jahr lang. Wenn die besagten Goldkrägen wollen, können sie das gerne unbewaffnet tun – das wird ihre Zahl sehr stark reduzieren. Der Dienst »auf der Straße« würde ihre Gesinnung aber vielleicht ändern.

    Der Artikel Pearsons ist für die Mülltonne. Redakteure schreiben in Bezug auf Waffen fast immer Bockmist. Warum? Die haben noch nie eine Waffe in der Hand gehabt, die nässen sich bereits beim Ausdruck »Waffe« ein. Gemeint sind natürlich die linken Redakteure der Hauptstrommedien. Dort findet man meist Leute, die Propaganda treiben wollen. Und zwar für linkslinke Ideen und Gutmenschenblödsinn. Im Übrigen: Hoplophobie ist eine ernstzunehmende geistige Erkrankung – wie jede Phobie. Die meisten Phobien sind zwar nicht besonders gefährlich. Die Hoplophobie schon. Dadurch können diese Phobiker womöglich wehrwillige Menschen davon abhalten zu überleben, weil sie den Waffengegnern geglaubt haben. Indirekt sind diese Phobiker dann an deren Tod oder schwerer Verletzung zumindest mitschuldig! Doch das begreifen Hoplophobiker nicht – aufgrund ihrer schweren Krankheit.

  7. …..diese Fragen sind im Detail zwar berechtigt, treffen aber nicht den Kern des Problems.
    Solange sich die Mehrheit nicht darüber im Klaren ist, dass unsere Politiker, die Polizei und Berufsheere nicht zum Schutz und den Interessen der Bevölkerung, sondern zum Schutz und Machterhalt der Drahtzieher und Profiteure da sind, verheddert man sich leicht in diesen unverständlichen, unlogischen Vorgängen.
    Erst wenn man sich die Denkweise der EU – Profiteure zu eigen macht, versteht man, warum die Dinge so laufen wie sie laufen.
    Das arme Würstchen von einem Krone Redakteur, schreibt doch nur das, was er zu schreiben befohlen wurde.
    Cui bono ?
    Wahltag ist hoffentlich Zahltag!
    Es ist schon Fünf NACH Zwölf!

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