I won’t be wronged

I won`t be wronged, I won`t be insulted, I won`t be laid a hand on. Ein ganz prägnanter Satz aus dem letzten Film von Marion Morrison, besser bekannt als John „The Duke“ Wayne. „The Shootist“ (dt. Titel „Der Scharfschütze“), 1976, ist ein filmisches Meisterwerk von Don Siegel, eine letzte Verneigung Hollywoods vor dem sterbenden John Wayne, neben dem Duke spielen unter anderem James Stewart, Lauren Bacall, John Carradine und Scatman Crothers.

John Wayne als der "Shootist"

Wayne gibt einen sterbenden Revolverhelden, J.B. Books, Bacall ist seine Pensionswirtin (und mehr), Stewart ist der Arzt von Books‘ Vertrauen. Die Geschichte, ganz kurz erzählt: J.B. Books, einer der besten Schützen des Wilden Westens, kommt als todkranker Mann nach Carson City um seinen Arzt Dr. Hostetler aufzusuchen, wohl wissend, daß der ihm nicht mehr helfen kann und daß er dort sterben wird. Hostetler kann ihm zwar Laudanum geben, sagt ihm aber auch deutlich, daß das irgendwann nicht mehr wirken wird und daß ein Mann von Books‘ Mut so nicht abtreten sollte: If I had your courage, I would not die a death like I just described.(Hätte ich Ihren Mut würde ich einen solchen Tod nicht sterben.)

Der Film spielt im nordamerikanischen Carson City, das Jahr ist 1901 (kann eindeutig gesagt werden, beim Eintreffen von Books werden Zeitungen mit der Todesmeldung der englischen Queen Victoria verkauft), ein altes Jahrhundert ist also vorübergegangen und ein neues, eine neue Ära, hat begonnen, sogar Automobile befahren die Straßen von Carson City. J.B. Books fühlt sich in dieser neuen Welt nicht wohl, er findet sich nicht zurecht und das will er auch gar nicht. Er will nur noch seine wenigen verbliebenen Tage in relativer Ruhe und Frieden verbringen, allein es ist ihm nicht vergönnt: Wie die Schmeißfliegen bedrängen ihn alte Gegner und neue, junge Revolverhelden die sich durch einen Sieg im Duell gegen den berühmten Books einen Namen machen wollen. Auch das Gesetz, verkörpert durch den Marshal Thibido (großartig: Harry Morgan) ist Books keine Hilfe, Thibido, ein ängstlicher Feigling reagiert mit Erleichterung auf die Nachricht von Books‘ baldigem Ableben und sagt ihm aufs Gesicht zu: The day they lay you away, what I’ll do on your grave won’t pass for flowers. (Am Tag ihrer Beerdigung wird das, was ich auf ihr Grab lege, keine Ähnlichkeit mit Blumen haben.)

Books hat aber keine Angst, darüber ist er hinaus, er verkauft sein Pferd und seinen Sattel, bestellt seinen Grabstein und einen Sarg und läßt sich von den Anfeindungen und Bedrohungen nicht weiter beirren, kommt seiner Wirtin näher und bringt deren Sohn auch noch den richtigen Umgang mit dem Revolver bei.

An seinem Geburtstag schließlich geht er in den Saloon um zu feiern und, während die feigen Attentäter schon eintreffen um ihn zu ermorden, bestellt beim Barkeeper: Mister, this is my birthday. Gimme the best in the house. Books gewinnt das Revolverduell gegen die die Gangster, wird aber vom Barkeeper mit einer Schrotflinte tödlich in den Rücken geschossen. Sterbend sieht er noch, wie ihn der Sohn seiner Pensionswirtin rächt.

Ein großartiger Film, ein würdiger Schlußstrich unter Waynes Karriere, leider war ihm nicht der Erfolg beschieden den er verdient gehabt hätte. Wer in nicht kennt, für Western allgemein und John Wayne besonders etwas übrig hat, dem sei er hiemit wärmstens empfohlen!

I won`t be wronged, I won`t be insulted, I won`t be laid a hand on. I don’t do these things to other people, and I require the same from them. Nach diesem Credo hat J.B. Books gelebt, so ist er auch gestorben. I won’t be wronged. Ich lasse mir nichts gefallen. I won’t be insulted. Ich lasse mich nicht beleidigen. I won’t be laid a hand on. Ich lasse mich nicht angreifen. I don’t do these things to other people, and I require the same from them. Ich mache das bei anderen Leuten auch nicht, dasselbe erwarte ich im Gegenzug aber auch von ihnen. Ganz simple Sätze, das simple creed des alternden Revolverhelden – sollte das nicht Allgemeingültigkeit haben? Von Books ging keine Gefahr aus – außer jemand hat ihm Unrecht getan, ihn beleidigt oder angegriffen. Das sind doch Selbstverständlichkeiten, das war im Wilden Westen so, so ist es auch heute noch. Warum sollte man sich beleidigen lassen, einen Angriff erleiden müssen? Ein anständiger Bürger, der so etwas selbst nicht macht, hat keine Veranlassung sich das gefallen zu lassen, wer ihm das Recht, sich dagegen zu wehren, abspricht tut ihm Unrecht, beleidigt ihn und ist mitverantwortlich, wenn ihm Gewalt geschieht.

Vielleicht sollte man den „Shootist“ zum Pflichtprogramm im Innenministerium machen, besonders für jene Ungeister, die den Bürgern das Recht auf bewaffnete Selbstverteidigung ausreden möchten, die die Bürger entwaffnen wollen. Wahrscheinlich würden die das aber nicht verstehen. Obwohl es wirklich ganz simpel ist.

11 Antworten zu “I won’t be wronged

  1. Pingback: Wochenrückblick 16/2012 | dagarser

  2. ….ja der alte John….ich durfte ihn anfang der 70er in den Londoner Filmstudios persönlich kennen lernen. Seine Liebe zu Waffen war legendär und er hatte auch eine riesige Sammlung.
    Eine davon ist von mir……
    Ich habe auch ein Bild mit ihm zusammen – ich hatte damals schulterlanges dunkles Haar….
    auch das war einmal…

  3. Letzte Chance dieser EU-Diktatur und der Hinterhältigkeit unserer roten, schwarzen und grünen Politiker zu entkommen: Wahlen 2013- nicht vergessen…

  4. Sie wollen ja die Bürger wehrlos machen und sie wollen, daß die Verbrecher davon einen Vorteil haben. Die Kriminalität ist ihr Helfer. Das ist wie bei den Kapos im KZ. Auch die haben das KZ regiert und den Wachmannschaften geholfen.
    Denkt darüber nach, dann wißt ihr, warum das so ist.

  5. »…Ungeister, die den Bürgern das Recht auf bewaffnete Selbstverteidigung ausreden möchten, die die Bürger entwaffnen wollen. Wahrscheinlich würden die das aber nicht verstehen.«

    Dazu müßten die das verstehen wollen. Steht aber nicht in den Dienstanweisungen…

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