Marathon

Am Sonntag war’s wieder einmal so weit, der Wiener Stadtmarathon ist über die Bühne gegangen. Ich selbst mußte ihn ja diesmal wegen einer Sportverletzung (Blase auf mittlerer Zehe, linker Fuß) leider auslassen, bei den 36.157 Teilnehmern wäre ich aber wahrscheinlich eh untergegangen.

Mit der Siegeszeit des Kenianers Sugut (2:06:58 Stunden) hätte ich außerdem sicherlich nicht mithalten können, das hat irgendetwas mit den Muskelfasern der Schwarzen (nicht ÖVP, die anderen) zu tun, die können einfach schneller und ausdauernder rennen. Respekt jedenfalls vor dieser Leistung!

Respekt aber auch vor der Leistung des besten Österreichers: Der Kärntner Roman Weger belegte mit 2:24:53 Stunden den 24. Platz – und das trotz einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel. Wenn man ihm im TV zugeschaut hat konnte man sehen, daß es ihm so richtig dreckig gegangen ist. Nochmals: Chapeau!

So ein Marathon hat schon was, 42,195 Kilometer am Stück zurückzulegen muß schon ein erhebendes Gefühl sein, vor allem wie g’sund das sein muß! Dem gestrigen „Heute“ habe ich entnommen, daß jeder, der die volle Distanz, also eben die 42,195 km, absolviert hat immerhin 3.000 Kalorien verbrannt hat – also „Drei Wiener Schitzel mit Pommes frites und Salat“.

Marathon werde ich so bald keinen laufen, dafür habe ich seit voriger Woche kein Schnitzel mehr gegessen, Pommes frites schon seit Wochen nicht mehr und Salat esse ich grundsätzlich viel zu selten. So gesehen bin ich also ein Spitzensportler, ich glaube, eine „Marathondistanz“ (also drei Tage ohne Schnitzel etc.) halte ich noch aus!

6 Antworten zu “Marathon

  1. Pingback: Wochenrückblick 16/2012 | dagarser

  2. Das Ding mit dem Marathon ist ja alles gut und schön, aber muss diese Sache unbedingt in der Stadt über die Bühne gehen. Der Verkehr muss umgeleitet werden, Behinderungen noch und noch, die schwer steuer-zahlenden Autofahrer werden einfach ausgegrenzt, auf den normalen städtische Ablauf wird keine Rücksicht genommen, Sport hat immer und überall Vorrang. Aber wäre zu diesem Zweck auf irgend einem Gelände im Tullnerfeld oder auf einem geeigneten Sportplatz außerhalb der Stadt nicht Platz genug, da könnten sich die Lauf-willigen austoben und niemand würde behindert werden. Außerdem könnten dabei viele Kosten, wie Polizeieinsatz, Umleitungsschilder, Bodenmarkierungen, usw. gespart werden. Aber wir haben ja genug Geld, es zahlt ja ohnehin alles der Steuerzahler…

    • Naja, in dem Fall glaube ich schon, daß die Kosten-Nutzen-Rechnung halbwegs paßt: Das internationale Teilnehmerfeld und auch die österreichischen Teilnehmer werden wahrscheinlich früher anreisen und nicht am selben Tag heimfahren, müssen also irgendwo wohnen, zusätzlich noch die weltweite Wien-Werbung – das paßt schon.

      Für einen „Tullnerfeld-Marathon“ wird man wahrscheinlich kaum ein internat. Starterfeld zusammenbekommen, und wenn in Wien das größte Problem wäre, daß an einem Sonntagvormittag ein paar Straßen gesperrt sind – dann könnten die Wiener sich glücklich schätzen!

      Mir ist’s egal – auf meinem Auto ist schon bald kein „W“-Kennzeichen mehr.

  3. Lufen kann ich nicht mehr so weit. Aber im Juni wahlfahrte ich wieder – so Gott will! – nach Mariazell. Das sind dann etwa 120 km in 3 1/2 Tagen. Darauf freu ich mich schon, obwohl es auch kein Honigschlecken ist.

    • Eine Wallfahrt soll keine sportliche Leistung sein – auch wenn es eine solche sein sollte. Wer eine Wallfahrt aus sportlichen Gründen unternimmt, hat vom Sinn einer Wallfahrt nichts verstanden. Ich weise an dieser Stelle auf das Buch »Der Pilgerweg« von Soslan Khan Aliatasi hin (Das Kapitel über den Islam kann man auslassen – da steht aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht erläutern will und darf, Gutmenschenschwachsinn drinnen).

  4. ….also ich schaue da jedes mal neidvoll zu und jedes Jahr sage ich erneut, nächstes Jahr bin ich auch dabei….meinen letzten habe ich vor mehr als 20 Jahren geschafft – 4:06….
    ….also, nächstes Jahr bin ich auch dabei…..so um die 4:59 wäre schon was….
    träumen wird man ja noch dürfen….

Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s