Zur Erinnerung

Griechenland hat ja gewählt, irgendwie ist das aber nicht so ausgegangen wie sich das die bisherige Regierung bzw. die EU vorgestellt (oder besser: erhofft) hatten. Eine neue Regierung ist dort nicht in Sicht, schon gar keine halbwegs stabile, das macht die Finanzmisere in der Griechenland sich befindet und in die es ganz Europa mit hineingezogen hat natürlich nicht besser beherrschbar, es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis sich Griechenland aus der Eurozone verabschiedet. Was die Rückzahlung der bisher schon geflossenen Finanzhilfe betrifft wird es dann wahrscheinlich heißen: ατύχησες!*

Vielleicht bin ich aber auch zu pessimistisch, schließlich war ja seinerzeit Finanzminister Josef Pröll ganz, ganz sicher, daß die Hilfsgelder an Griechenland sehr gut angelegt seien. Zur Erinnerung ein Auszug (S. 41) aus dem stenographischen Protokoll der 64. Nationalratssitzung, XXIV. GP, am 5. Mai 2010, die Antwort von BMF Pröll auf eine dringliche Anfrage des BZÖ, hier sei die Frage (7) sowie die direkte Antwort des Ministers darauf wiedergegeben:

(7) Wie ist die Rückzahlungswahrscheinlichkeit einzuschätzen, zumal aufgrund der IWF-Auflagen mit einer Rezession gerechnet werden muss und keine Reduktion der Forderungen der Gläubiger angedacht ist? Wenn sie gering ist, warum soll Österreich in ein Fass ohne Boden zahlen?

Antwort BMF Pröll:

Wir gehen von einer vollständigen Rückzahlung des Kredits samt Zinsen aus. (Ironi­sche Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Es darf gelacht werden!) – Griechenland ist kein Entwicklungsland, sondern hat bereits einen relativ hohen Le­bensstandard. 94 Prozent von EU-27 im Schnitt. Griechenland stehen bis zum Jahr 2013 EU-Strukturfonds-Mittel (Abg. Kickl: Also auf gut Deutsch: Das wird ein Riesenge­schäft!) – meine sehr geehrten Damen und Herren, hören Sie sich auch den zweiten Teil der Antwort an! – in Höhe von 16 Milliarden € zur Verfügung. Diese Mittel können gestoppt und umgeleitet werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Der nächste Mauritius-Ur­laub ist gesichert!)

Naja, Josef Pröll hat ja mittlerweile der Politik den Rücken gekehrt und pirscht in den Fußstapfen von Christian Konrad herum, da hat er sicherlich viel zu tun und einiges zu verdauen. Wahrscheinlich wird er gar nicht die Zeit haben sich darüber Gedanken zu machen, ob diese Antwort vor fast genau zwei Jahren nicht vielleicht doch etwas zu – vorsichtig gesagt – optimistisch war; und wenn doch will ich nicht ausschließen, daß er möglicherweise gar nicht wirklich überrascht ist.

Mich persönlich wundert es nicht, nicht umsonst hatte ich die o.a. Links schon seit fast zwei Jahren gespeichert, irgendwie muß ich wohl geahnt haben daß ich die staatsmännisch-beruhigenden Worte des Herrn Finanzministers a.D. noch einmal hervorkramen würde. Ich bin zwar kein Journalist, aber die Sache mit dem Archiv und der Rache ist schon ein Konzept das mir sehr gut gefällt.

________________

*Pech gehabt!

5 Antworten zu “Zur Erinnerung

  1. Pingback: Wochenrückblick 19/2012 | dagarser

  2. Diese Sendung lief am 8.5 im ZDF und ich fand diese Zusammenfassung der Griechenlandkrise sehr interessant.
    Hier in der ZDF Mediathek kann man sich die Sendung ansehen: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1634150/Dokumentation:-Die-Griechenland-L%C3%BCge

    Interessant sind auch die Kommentare von so manchen EU Beamten die schon Jahre vor der Krise davor gewarnt haben das da irgendwas mit den griechischen Finanzdaten nicht stimmt.
    Aber den großen Eierköpfen in der EU war das wurscht bzw. wurden Leute die zur Vorsicht mahnten gleich mal mundtot gemacht.

  3. ….ja, sie glauben alle, der Krug würde an ihnen vorbeiziehen, aber das Chaos wird sie auch hinwegfegen.
    Aber da fällt mir Göring ein, der da gemeint hatte: Wenigstens habe ICH 12 Jahre bestens gelebt!
    …und dann halt die Giftkapsel.
    Aber die meisten werden dann sagen: Ich habe doch nur auf Befehl gehandelt….

  4. Nachsatz: ich habe bewußt von Völkern UND Nationen geschrieben. Da ist nämlich ein gewaltiger Unterschied. Eine Nation ist ein Staatsvolk. Das heißt, daß jeder, der innert eines Staatsgebietes lebt, ein Angehöriger dieser Nation ist. Ein VOLK ist etwas ganz anderes: viele Ungarn – diese nur als Beispiel erwähnt – leben in Rumänien, dem ein großer Teil Ungarns von den Siegern der Weltkriege zugeschlagen worden ist. Auch wenn sie in Rumänien leben sind sie Ungarn – durch Abstammung, durch ihre Sprache, durch ihre gewachsene Kultur, durch Sitten und Gebräuche. Genauso verhält es sich mit Türken in Europa. Die sind und bleiben Türken – egal, welche Staatsbürgerschaft sie momentan haben. Die Katz, die im Kuhstall zur Welt kam, wird deshalb nicht zur Kuh…

  5. »Ich bin zwar kein Journalist, aber die Sache mit dem Archiv und der Rache ist schon ein Konzept das mir sehr gut gefällt.«

    Dieses angesprochene Konzept ist zwar sehr gut – alleine: es nutzet (derzeit vorerst) nichts.
    Das Geld ist in den Brunn’ geschmissen und von dort wird es niemand wiederbringen.
    In Abwandlung eines Satzes, den ich bei einem ernst zu nehmenden Journalisten gelesen
    habe, kann ich über die EUdSSR nur sagen: »An einem Gedankenfurz kann man die ganze EU
    festmachen – denn sie ist einer.«
    Nein, im Ernst: die EU ist kein Gedankenfurz. Das wollen uns die Systempolitiker nur unterjubeln, weil sie sehen, daß alles den Bach runtergeht. Die EUdSSR war von allem Anfang an so geplant, daß die Völker und Nationen innerhalb Europas unter ein gemeinsames Joch gezwungen werden. Das stand ja schon im Coudenhove-Kalergi-Plan. Die europäischen Völker sollten in ein morastiges Gemisch (Originalton Coudenhove-Kalergi: negroid-europide Rasse) verwandelt werden. Zu welchem Zweck? Zur Errichtung der NWO. In dieser herrschen wenige Familien (etwa 80 kann man erkennen) über die ganze Welt. Ein wahrhaft teuflischer Plan. Und dazu werden eben »Nichtse«, die sich für Politiker ausgeben, verwendet um aller Welt Sand in die Augen zu streuen. Lange Zeit ging das ja für diese NWO-ler gut. Aber es gibt auch Menschen, denen man das Denken nicht abgewöhnen konnte. Der Freie Bürger erkennt diese Malversationen und bereitet sich (so weit er kann) vor. Das geplante Chaos wird kommen. Ein Faymanderl kann da sagen, was es will – es will uns verpröllen. Und diese Systemhalunken glauben noch immer, daß sie nach dem Chaos ungeschoren davonkommen werden. Da irren sich diese. Hier kommt das Konzept der Rache der Journalisten wieder zum Tragen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s