Sonntagssplitter

Wieder einmal ein paar Sonntagssplitter, ein paar Bemerkungen zu Heinz Fischer, dem Dalai Lama, UMAZ Darabos u.a.:

  • Der Präsident der Gesellschaft für die Förderung der Beziehungen zur Koreanischen Volksdemokratischen Republik Republik Österreich, Heinz Fischer, hat dem KURIER ein Interview gegeben, ganz interessant. Vorstöße in Richtung mehr direkte Demokratie gefallen ihm gar nicht, er steht auf dem (aus meiner Sicht grundsätzlich gar nicht unvernünftigen) Standpunkt, daß das Parlament ja gewählt wurde, um Entscheidungen zu treffen, also sollte man das Parlament auch arbeiten lassen. Grau ist alle Theorie, denn dafür müßten sie auch wirklich arbeiten! Das schweizer System der permanenten Volksabstimmung gefällt ihm schon gar nicht, denn „das entspricht nicht der österreichischen politischen Tradition und den österreichischen Interessen“. Na wenn’s der Herr Bundespräsident sagt.
  • Fischer zeigt sich auch einer Abwahlmöglichkeit für Nationalratspräsidenten, jüngst von linken Kreisen (inklusive der mittlerweile ja auch schon dazugehörigen ÖVP) im Zuge der „Affäre“ Graf gefordert, gegenüber ablehnend eingestellt. Da hat er recht. Es ist gut, daß Nationalratspräsidenten ihres Amtes nicht enthoben werden können – im Gegensatz zum Bundespräsidenten übrigens, das geht mittels Volksabstimmung. Vielleicht rührt daher ja Fischers Abneigung gegen die direkte Demokratie?
  • Den Dalai Lama hat Fischer nicht empfangen, das hätte seiner Ansicht nach der österreichischen Ein-China-Politik geschadet. Der Dalai Lama wird’s verkraftet haben. Und Fischer freut sich dafür wahrscheinlich umso mehr auf den Staatsbesuch von Kim Jong-un.
  • A propos Dalai Lama: Der hat während seines Kärntenbesuchs sogar ein Wunder bewirkt! Otto Retzer hat es laut KURIER bei seinem Treffen mit ihm die Haare aufgestellt, beachtlich!
  • Herzig: In ÖSTERREICH ist auf Seite 9 ein herziger Pandabär abgebildet der an einem Bambuszweig knabbert (welch ein Kontrast zu dem Foto daneben, das Michael Spindelegger zeigt), das Pandafoto gehört zu einer halbseitigen Werbeeinschaltung des „Österreichischen Integrationsfonds“, der Titel lautet „Türkische Familien entdecken Schönbrunn“. Schön und gut – aber bitte friedlich bleiben!
  • Fast könnte mir mein „Liebling“, UMAZ Darabos, schon leidtun, nach seiner Kritik am israelischen Außenminister Liebermann sind alle so garstig zu ihm, von Bundeskanzler Faymann bis hin zur Israelitischen Kultusgemeinde, so berichtet zumindest Claus Pándi in der „Krone“. Wäre wirklich zu lustig (aber auch bezeichnend) wenn der Kerl nach allem, was er am Bundesheer verbrochen hat nun ausgerechnet durch diese Affäre zu Fall gebracht würde. Träumen wird man ja noch dürfen…
  • Zum Abschluß noch eine nette Geschichte die ich im Internet gefunden habe: Die Welt berichtet, daß ein Dönerverkäufer aus dem Wuppertal seine angehäuften Steuerschulden in Höhe von € 400.000,- (ganz ordentlich) in Raten zurückzahlen kann, und zwar zu € 10,- monatlich! Hoffentlich kann er einen Dauerauftrag einrichten, die nächsten 3333 Jahre monatlich auf die Bank zu pilgern um das Geld einzuzahlen kann man dem armen Mann jedenfalls nicht zumuten! A propos „Bank“: Ich glaube ich werde morgen einmal meinen Bankberater fragen ob er mir auch so einen Kredit einräumen könnte…

3 Antworten zu “Sonntagssplitter

  1. Pingback: Wochenrückblick 22/2012 | dagarser

  2. ZITAT:
    „Man stelle sich vor: das Volk entscheidet etwas. Nicht der gottähnlich Sozialismus hat das Sagen, sondern das Volk. Das geht für solche Typen ja gar nicht…“

    Ja, ja, jetzt sind sie ja ganz „oben.“
    Damals – 1888 – als die Sozialdemokraten ihr „Hainfelder Programm“ schrieben – sind sie ja noch für die allgemeine Volksbewaffnung (!!!) eingetreten. Weil damals waren sie noch „ganz unten.“ Heute sind ihnen – wie jeder weiß – Privatwaffen ein ganz besonderer Greuel.

  3. »Es ist gut, daß Nationalratspräsidenten ihres Amtes nicht enthoben werden können – im Gegensatz zum Bundespräsidenten übrigens, das geht mittels Volksabstimmung. Vielleicht rührt daher ja Fischers Abneigung gegen die direkte Demokratie?«

    Ich glaube weniger an eine Abneigung von HeiFi gegen Volksabstimmungen – das wird eher panische Angst davor sein. Man stelle sich vor: das Volk entscheidet etwas. Nicht der gottähnlich Sozialismus hat das Sagen, sondern das Volk. Das geht für solche Typen ja gar nicht…

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