Stadtkinder im Wald

Stadtkinder haben in der Regel wenig Ahnung von der Natur, den natürlichen Lebenskreisläufen und somit natürlich auch wenig bis keine Ahnung von der Jagd. Das ist nicht ihre Schuld, die ist in der Erziehung zu suchen, wo immer die auch stattfindet, sei es im Elternhaus, in der Schule oder durch das Fernsehen, wo herzige Schweinderl sich mit dem Bauern witzige Rededuelle liefern.

Kinder sind von Natur aus unvoreingenommen und stehen Neuem interessiert gegenüber, sie erkennen auch sehr gut ob man sie ernst nimmt oder nicht, ob man sie „am Schmäh hält“ oder nicht, meint man es gut und aufrichtig sind sie ein dankbares und wissbegieriges Publikum.

Der Bund Österreichischer Jagdvereingungen (BÖJV) hat am 1. Juni 2012 eine Wiener Volksschulklasse in ein Wienerwaldrevier eingeladen um den Kindern Natur und Jagd, Wild, Hunde und Jäger vorzustellen und näherzubringen. Eine dankenswerte Aktion, vorbildlich im Sinne der jagdlichen Öffentlichkeitsarbeit wie auch von dem Gedanken getragen, das eigene Wissen weiterzugeben und der kommenden Generation Verständnis für Jagd und Jäger zu vermitteln.

Ich danke meinem Freund Mag. Rudolf Broneder, Geschäftsführer des BÖJV, für nachfolgenden Bericht von dieser Veranstaltung, sowie für die dazugehörigen Fotos! Dank gilt aber auch allen übrigen Verantwortlichen des BÖJV für dieses gelungene „Event“, mögen noch viele weitere folgen!

Stadtkinder im Revier bei der Rieglerhütte

Am 1.6.2012 haben wir unter dem Motto: „Kinder im Wald“ eine 3. Wiener Volksschulklasse ins Revier eingeladen, um den Kindern Verständnis für Natur und Jagd näher zu bringen. Aus dem Bus gestiegen und mit Namensplaketten versehen, ging es unter Leitung eines ÖBF-Försters, Ing. Endlicher, in den Wienerwald.

Tiere und Pflanzen wurden (auch anhand von Präparaten) erklärt, und viele Fragen der sehr interessierten Kinder beantwortet. Nach einer Jause mit Kakao und Kuchen wurden drei Jagdhunde verschiedener Rassen vorgestellt, um den Kindern den richtigen Umgang mit „fremden“ Hunden zu erklären.

Nach einer Vorführung von Jagdhundearbeit und Beantwortung vieler Einzelfragen erhielten die Kinder noch einen kleinen Mittagsimbiss mit Getränken, dann ging es zurück zum Bus. Jedes Kind erhielt noch ein Malbuch über Wald und Wild, vom Verein „Grünes Kreuz“ dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.

Alle Kinder haben sich artig bedankt und um eine Wiederholung der, wie sie mit anderen Worten sagten, „informativen Veranstaltung“ ersucht. Auf die Frage: „Sind Jäger in euren Augen ‚Bambi- mörder‘?“  – „Wir sehen jetzt Jagd und Wald mit anderen Augen“- so der Tenor!

Kann man sich von Stadtkindern mehr erwarten?

6 Antworten zu “Stadtkinder im Wald

  1. Pingback: Wochenrückblick 23/2012 | dagarser

  2. Als ich letzten Herbst etliche Jäger traf, die eben eine Treibjagd beendet hatten, kaufte ich dort einen schönen Hasen.
    Zu Hause angekommen legte ich den Hasen auf meinen Arm und zeigte ihn meinen Kindern, die ganz begeistert waren. Natürlich wussten sie, daß das Tier bereits tot war; gestreichelt wurde er trotzdem.
    Danach halfen sie alle fleissig mit, den Hasen aus dem Balg zu ziehen, auszunehmen und zu zerteilen. Der Hasenbraten, den wir einige Tage später zubereiteten, schmeckte uns allen.
    Auf diese Art hoffe ich, meinen Kindern eine normale Einstellung zur Jagd und zum Fleischverzehr näher zu bringen.
    A propos Fleischverzehr:
    http://noricus.org/2011/09/15/wenn-ich-der-kaiser-von-deutschland-war/

    • „Natürlich wussten sie, daß das Tier bereits tot war; gestreichelt wurde er trotzdem.“

      Da gefällt mir auch besonders gut das mittlere Bild im Bericht wo das Mäderl dem Marderpräparat ein Busserl gibt. Unverkrampfter Umgang, obwohl das am „lebenden Objekt“ besser zu unterlassen wäre…

      Es ist jedenfalls gut und wichtig wenn Kinder wissen, daß Fleisch nicht aus der Kühltruhe kommt. Leider wissen das nicht einmal viele Erwachsene…

  3. Mehr und Besseres kann man nicht tun. Bravo! Daran könnten sich die Sportschützen ein Beispiel nehmen.

  4. Lieber Richard, herzlichen Dank für diesen Bericht der nun auch im DAGARSER veröffentlicht ist. Wir (BÖJV) werden versuchen jedes Jahr so eine Öffentlichkeitsarbeit mit einer Schulklasse durchzuführen, aber die Kosten so einer Veranstaltung sind leider auch nicht gering. Wer Interesse hat möge sich die Website anschauen, unter http://boejv.com

  5. Geniale Aktion! Nur viel zu selten.

    Aber! der Anfgang ist gemacht, weiter so!

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