Souveränität

Eigentlich wollte ich ja heute wieder einmal ein paar „Sonntagssplitter“ bringen, Stoff genug hätte ich dafür gefunden, vielleicht hole ich das morgen nach. Kann aber sein, daß mir ein ganz aktuelles „Projekt“ dazwischenkommt, an dem werden meine Leser aber sicherlich mehr Freude haben als an irgendwelchen Splittern.

Ich werde mich heute ganz kurz fassen, ich gebe nur ein Zitat, das ich in ÖSTERREICH gefunden habe wieder. Der frühere Finanzminister und Vizekanzler Hannes Androsch, ein irrsinnig kluger Kopf (ein Trottel hätte ja nicht das „Bildungsvolksbegehren“ initiiert, oder?) hat dem Blatt auf die Frage „Warum tut sich Europa so schwer, Solidarität zu zeigen?“ geantwortet:

Weil die Illusion der Souveränität  noch zu groß ist. (…)

Na da schau her! Für mich ist es zwar keine große Neuigkeit, daß die österreichische Souveränität seit dem EU-Beitritt an irgendeinem Garderobenhaken in Brüssel vor sich herstaubt, aber schön zu wissen, daß wenigstens ein SPÖ-Politiker den Ernst der Lage auch erkannt hat.

Vielleicht bin ich aber auch „eigen“ und die Situation ist gar nicht ernst, die nationalstaatliche Souveränität ist gar nicht wichtig. Dann bitte ich den Genossen Androsch um Verzeihung.

5 Antworten zu “Souveränität

  1. Pingback: Wochenrückblick 24/2012 | dagarser

  2. BUNDESGESETZBLATT FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH
    Jahrgang 1955, Ausgegeben am 4. November 1955
    Bundesverfassungsgesetz vom 26. Oktober 1955 über die Neutralität Österreichs.
    Der Nationalrat hat beschlossen:
    Artikel I.
    (1) Zum Zwecke der dauernden Behauptung seiner Unabhängigkeit nach außen und zum Zwecke der Unverletzlichkeit seines Gebietes erklärt Österreich aus freien Stücken seine immerwährende Neutralität. Österreich wird diese mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln aufrechterhalten und verteidigen.
    (2) Österreich wird zur Sicherung dieser Zwecke in aller Zukunft keinen militärischen Bündnissen beitreten und die Errichtung militärischer Stützpunkte fremder Staaten auf seinem Gebiete nicht zulassen.

    Die Mitgliedschaft Österreichs bei der „NATO-Partnerschaft für den Frieden“ seit 26.2.1995 ist auch sehr „Neutral“.
    Und jedes Jahr wird Sie wieder gefeiert, unsere „“Neutralität““.

  3. …..ja, jene die das wissen – wissen wollen, sind eine Minderheit und den Profiteuren ist es recht so – sie spekulieren, nicht bei den gehenkten zu sein…

  4. Der (Irr-)Weg weist in Richtung Fiskalunion. Was danach von der staatl. Souveränität übrig bleibt, passt in einen Stecknadelkopf.

  5. Leider ist es richtig, daß unsere Souveränität nur Makulatur ist – und das seit langer Zeit.Und die Neutralität ist ja auch nur ein Gerücht, das noch durch die Köpfe von uns Alten spukt. Das war alles ein Mal.
    Nachsatz: Aber sowohl echte Neutralität und nationalstaatliche Souveränität lassen sich wiederherstellen. Wir brauchen nur der EUdSSR den Rücken zu kehren. Wie? Indem wir die Systempolitiker zum Teufel jagen. Ob das je geschehen wird? Ja! Nach dem Chaos. Nach dem europaweiten Bürgerkrieg. Der Freie Bürger weiß ohnehin, was er zu tun hat.

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