Garser Gespräche

Ich bin mit dem Erfolg dieses Blogs sehr zufrieden, womit ich vor allem nicht gerechnet hatte war, daß ich auch in Deutschland eine große Leserschaft gefunden habe, schließlich ist die Mehrzahl meiner Artikel vorerst überwiegend Österreich-spezifischen Themen und Problemen gewidmet gewesen. Die waffenrechtliche Situation in Österreich unterscheidet sich ja schon recht deutlich von jener in Deutschland, gemeinsam ist uns allerdings der Druck durch Politik und Medien, der den Legalwaffenbesitzern einen rauhen Wind entgegenwehen läßt.

Das Internet ist in meinen Augen vor allem anderen eine Quelle für unterschiedlichste Informationen, eigentlich ist es pure Information, so wie ich zahlreiche deutsche Foren und Blogs besuche, um mich über die dortigen Verhältnisse zu informieren, so informieren sich – wie ich aus meiner Besucherstatistik und mittlerweile doch zahlreichen persönlichen Kontakten weiß – auch viele Deutsche auf meiner Seite. Das ehrt mich, dafür sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott!

Wie schon mehrfach angesprochen war die Situation für den privaten Legalwaffenbesitz in Europa schon wesentlich besser. In den europäischen Ländern gibt es zahlreiche – teilweise recht erfolgreiche – Organisationen, die auf nationaler Ebene für den Erhalt des Legalwaffenbesitzes eintreten, sei das die IWÖ in Österreich, proLegal oder das FWR in Deutschland oder proTELL in der Schweiz. „Einzelkämpfer“ können zwar zweifellos viel erreichen, so zumindest meine Erfahrungen aus nächster Anschauung bei der IWÖ, was aber dringend not täte wäre eine Kooperation der großen Verbände und Vereine, unsere Gegner arbeiten ja auch allesamt konzertiert.

Ich will jetzt nicht der Gründung einer „Europäischen NRA“ das Wort reden, das wäre meiner Ansicht nach zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zielführend, dazu sind die nationalen Gesetzgebungen und die realistischen Zielsetzungen der nationalen Verbände zu unterschiedlich, wenn ich alleine die Unterschiede in der Haltung zur Selbstverteidigung zwischen Deutschland und Österreich bedenke wäre es schwer bis unmöglich, da auf einen grünen Zweig zu kommen.

Was ich allerdings machen will, und was ich auch machen werde, ist hier auf dagarser eine fixe Gesprächsrunde zu installieren, ausgewählte Waffenrechtsaktivisten und –experten sollen zu einem fix vorgegeben Thema eine Stellungnahme abgeben und so dem interessierten Publikum einerseits die jeweiligen Standpunkte der Autoren, aber vor allem die Gemeinsamkeiten – und wahrscheinlich auch die Unterschiede – der verschiedenen Fachleute näherbringen. Da bin ich wieder bei der oben genannten „Information“ – genau das soll es sein, Information für alle meine Leser, Information und wechselseitiger Austausch für die aktiven Diskussionsteilnehmer. Wenn dadurch tiefergehende Kooperationen entstehen würden wäre es sicherlich kein Fehler, es wäre aber vermessen das als Ziel zu setzen.

Diese „virtuelle Diskussionsrunde“ werde ich als Initiator dieser Gespräche nach meinem Heimatort Gars am Kamp, der schon als Namensgeber für dieses Blog fungiert hat, als „Garser Gespräche“ benennen, drei Diskussionsteilnehmer stehen schon fest, aus Deutschland Katja Triebel, aus Österreich Dr. Georg Zakrajsek sowie meine Wenigkeit, weitere dt. Kontakte habe ich auch schon angefragt und auch bei proTELL bin ich diesbezüglich vorstellig geworden und wurde von dort grundsätzliches Interesse an einer Teilnahme bekundet.

Das ganze wird nicht heute oder morgen über die Bühne gehen, zunächst müssen die Grundlagen geklärt, das „Team“ fixiert werden, wenn es so läuft wie ich es mir vorstelle werde ich aber das erste „Garser Gespräch“ im Juli veröffentlichen können.

Das Konzept kurz erklärt: Eine überschaubare Expertengruppe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bekommt ein Thema vorgegeben und jeder daraus schreibt dazu einen Artikel von nicht mehr als 3.000 Anschlägen. Das erste Thema werde ich festlegen und gleichzeitig einen Mitdiskutanten bestimmen, der das nächste Thema auswählt, usw. Die Antworten werden von mir gesammelt und hier publiziert, gemäß meinen Veröffentlichungsbedingungen kann das von hier aus bei Quellenangabe weiterverbreitet werden. Wahrscheinlich werde ich die einzelnen „Gesprächsrunden“ auch als PDF zur Verfügung stellen.

Es sind noch nicht alle Fragen restlos geklärt, es stehen noch nicht alle Diskussionsteilnehmer fest, was aber feststeht ist daß ich das durchführen werde. Weil die Zeit reif dafür ist, weil ich es für notwendig halte.

Sollten einige meiner Leser Ideen oder Anregungen zu diesem Projekt haben dann ersuche ich, diese als Kommentar zu diesem Artikel zu posten. Ich werde nicht versprechen, daß ich das übernehmen werde. Ich werde es aber mit Sicherheit aufmerksam lesen und prüfen, gegebenenfalls auch in mein Konzept einbauen.

Ich glaube daß das eine tolle Sache werden kann und bin auch überzeugt, daß das sowohl für meine Leser als auch für die aktiven Teilnehmer an den „Garser Gesprächen“ sehr interessant werden wird. Sobald es Neuigkeiten gibt werde ich an dieser Stelle darüber berichten!

12 Antworten zu “Garser Gespräche

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  5. Noch was: Die NRA-Europe wird einer der Motoren für die diversen Nationalen Widerstandsbewegungen sein können. Denkt dran – das Chaos ist kurz vor dem Ausbruch. Egal was uns die Systempolitiker einreden wollen. Wir werden uns wehren müssen. Das könnte die positiven Kräfte zusammenschweißen. Alte Strategie: Getrennt marschieren…etc. Aber natürlich ist die wirkliche Effizienz erst beim Zusammenschluß zu erwarten. Nur haben wir nicht mehr die Zeit dazu uns noch vor dem Chaos offiziell zusammenzuschließen. Tun wir was wir jetzt schon (getrennt) tun können.

  6. Übrigens: heute wird im Parlament über die Waffengesetznovelle abgestimmt (deaktiviertes KM). Die Sitzung wird im ORF und ORF III übertragen. Die FPÖ hat einen Abänderungsantrag eingebracht (ganz im Sinne der IWÖ). Wir werden sehen.

  7. Ich begrüße diese wunderbare Idee und werde gerne und intensiv mitarbeiten. Die NRA-Europa wäre ein gutes Ziel, die Führung durch die IWÖ würde sich anbieten.

    • Lieber Dr. Zakrajsek,
      man muß erst einmal etwas haben, das man führen kann. Dann kann man darüber nachdenken, wer oder was sich für die Führung „anbietet“. Und dann wird meistens gewählt. Ansonsten stimme ich zu, daß eine NRA-Europa-ähnliche Struktur uns einen Schritt weiter voran bringt und daß es Zeit für eine solche Organisation ist.

  8. Lieber Richard, Du hast ja nicht nur die Deutschen auf Deiner Seite. Wir freuen uns genau so, dass auch die Österreicher mit uns an einem Strang ziehen.

    Die EU muss ja auch mal was Gutes haben.

    Grüße aus dem hohen Norden von der Waterkant in die Gebirgsregion.

    Rainer

  9. Eine NRA-Europe ist ein Anfang. Mehr aber nicht. Vorerst. Wichtig wäre, daß die EUdSSR sich wieder in die einzelnen souveränen Nationalstaaten aufspaltet. Dann hätte eine wirkliche NRA-Europe das Gewicht, das sie brauchte um etwas zu bewirken. Existiert die EUdSSR aber noch lange weiter, dann glaube ich, daß einer NRA-Europe nur sehr begrenzter Erfolg beschieden sein wird. Die EUdSSR walzt gerne alles platt. Ohne echte Freiheit geht nix. Nirgends. Immer. So, jetzt könnt ihr gerne auf Kassandra einprügeln. Ich halte das aus.

  10. ….Ziel muss allerdings eine NRA-Europe sein, denn dort dreht man die Stricke, mit welchen man uns fesseln will…

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