Piratiges

Ein Leser hat mir einen hochinteressanten Link zukommen lassen, vielen Dank dafür! Die Geschichte kurz erzählt: Bei der deutschen Piratenpartei gibt es eine „AG Waffenrecht“, ein Projekt bei dem sich recht viele Leute ehrlich engagiert beteiligen um den „Piraten“ eine vernünftige Parteilinie zum Thema Waffenbesitz vorzugeben.

Einer von diesen Leuten wollte sogar ein Vorderladerschießen organisieren um den Skeptikern, aber auch lediglich Interessierten den Schießsport näherzubringen. Eine lobenswerte Aktion, leider wurde sie nach Protesten aus eigenen Reihen abgesagt, der Initiator hat danach das Handtuch geworfen, siehe hier: http://thegeek.de/austritt-aus-der-piratenpartei-deutschland/

Ich habe mir das genau durchgelesen, vor allem die Kommentare fand ich sehr interessant. Persönlich halte ich von den „Piraten“ ja nichts. Mit reiner Basisdemokratie kann man keine Politik machen, spätestens wenn eine solche Bewegung eine gewisse Größe erreicht gibt es zu den einzelnen Themen schlicht zu divergierende Meinungen die nicht unter einen Hut zu bringen sind, dieses Konzept ist für mich deshalb zum Scheitern verurteilt.

Sieht man sich diese verlinkte Diskussion an, so kann man das recht deutlich erkennen, ebenso, daß die „Piraten“ mittlerweile ganz offensichtlich auch schon einen guten Anteil an Mitgliedern haben der sich ganz klar aus dem politischen Bodensatz rekrutiert.

Ich will gar nicht wissen, wie viele der „Piraten“ bei der Wahl ihr Kreuzerl dann doch ihrer wahren Gesinnungsgemeinschaft, den Linken aller Couleurs (somit also auch den Grünen), zukommen lassen und deren Arbeit bei den „Piraten“ letztlich nur dazu dient, den politischen Mitbewerber zu schwächen. So wenige werden’s jedenfalls nicht sein.

Verschwörungstheorie? Mag sein, ich glaube aber nicht daß ich damit allzu falsch liege.

27 Antworten zu “Piratiges

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  3. Spacecommander1979

    Wenn man sich die Kommentare der Waffenbesitzer in einer typischen Pro/Contra Waffenbesitzdiskussion durchliest dann schäme ich mich meistens für meine Schützenkameraden die meistens irgend einen Schmarn schreiben oder mit abstrusen Theorien oder mit Argumenten kontern die so derart in Schräglage sind das sie beim kleinsten Gegenenwind zusammenklappen.

    Fakt ist nun mal das Waffen für die folgenden Zwecke von der Menschheit erfunden wurden:
    Um andere Lebewesen zu töten, zu verletzen oder zu bedrohen.
    Um andere Menschen durch den Machtvorteil den einem eine Waffe gibt zu unterdrücken oder für seine eigenen Zwecke gefügig zu machen.
    Um sich durch den Besitz und Umgang mit der Waffe sich im Menschenrudel zu definieren bzw. um damit seinen Status zu festigen.

    Die „sportliche“ Komponte ist eigentlich nichts anderes als das Training für die oben genannten Zwecke.
    Um so peinlicher ist es dann wenn gewisse Schießsportkollegen das dann auch noch krampfhaft zu leugnen versuchen.

    Noch viel schlimmer wird es wenn neben dem Waffenbesitz dann auch noch eine komische Geisteshaltung hinzukommt die sehr viele Schützen auch noch Beratungsresistent und unnahbar für gewisse Fakten macht.
    Und noch um ein Stückchen schlimmer wird es wenn sich die oben genannten auch noch an eine gewisse politische Strömung anbiedern und alles was politisch links davon ist mal grob gesagt für den Abschaum der Menschheit hält und das auf allen möglichen Kommunikationswegen noch weiter gibt.

    Genau diese Geisteshaltung wird auf lange sicht aber erst recht zum Untergang des gesamten Schießwesens führen.

    Seht es doch mal aus diesem Blickwinkel:
    Waffenbesitz ist KEIN Bürgerecht sondern ein Geschenk des Staates an seine Bürger die er für Reif genug hält um ihnen die Macht einer Waffe zu überlassen.
    Da es aber häufig genug vorkommt das diese Verantwortung missbraucht wird um anderen Menschen zu schaden so wird nun dieses Recht wieder eingeschränkt weil auch die Staatsverantwortlichen sehen das viele Bürger anscheinend nicht mehr mit dieser Verantwortung umgehen können.

    Vergleichbar wäre das wie mit einem Kind das von seinen Eltern eine Ball geschenkt bekommt um damit Fußball zu spielen aber wenn die Eltern dann bemerken das damit zum 100 mal eine Fensterscheibe eingeschossen wurde so wird der Ball halt wieder von den Eltern eingezogen weil sie sehen das ihr Kind damit nicht umgehen kann.
    Da nutzt es auch nichts wenn das Kind dann trotzig zu schreien beginnt und sich tobend auf den Boden wirft.

    Und jetzt wo das Waffenrecht eingeschränkt wird werfen sich die trotzigen Bürger und deren Interessensgemeinschaften tobend auf dem Boden und schreien und heulen.

    Tja was soll man da noch dazu sagen als das man sich heutzutage als Waffenbesitzer für die meisten Schützenkollegen und auch für gewisse Interessensvertretungen nur noch schämen kann.

    • Danke.

      Wenigstens hat einer das Zeug in der Hose es auszusprechen. Ich habe persönlich auch nichts dagegen Waffen aufzubewahren, zu dokumentieren und zu restaurieren – schließlich sind sie Teil unserer Geschichte. Ebenso verstehe ich es als Waffengegner, wenn ein Jäger eine Waffe nunmal als Werkzeug braucht und daran ausgebildet wird, dafür trainieren muss. Das zählt dann aber alles für mich eher nicht zum privaten Waffenbesitz, auch wenn man es in manchen Fällen so deklariert.

      Mit „Waffenbesitz“ schert man alles über einen Kamm. „Schießsport“ ist für mich ethisch verwerflich.

      Viele scheinen hier auch Moral und Ethik durcheinander zu werfen. Moralfragen sind die, die Gültigkeit für alle Erheben, Ethikfragen die bei denen die Lage eben nicht so klar ist, weil es für pro und contra gute Argumente gibt. Ich spreche Ihnen allen ihre Meinung zu dem Thema garnicht ab noch will ich sie überzeugen, aber wir leben ja in einer Demokratie und hier gilt das Mehrheitsprinzip. Offensichtlich sind eben mehr Bürger meinen ethischen Vorstellungen zugewandt als denen der „Legalwaffenbesitzer“. Deswegen haben wir Gesetze, die den Waffenbesitz regulieren und das ist auch gut so. Dann können Sie ihren Schießsport in einem Rahmen ausüben, auf den wir uns vorher verständigt haben.

      In der Mailingliste sind längst nicht nur Piraten, sondern jeder kann sich dort anmelden, schreiben und mitlesen.

    • Verzeihung, aber einen derartigen Blödsinn habe ich noch selten gelesen: „Geschenk des Staates“. Das mag realiter so sein, das macht es aber nicht richtig. Ich empfehle zu diesem Thema meinen morgigen Artikel, den habe ich übrigens geschrieben bevor ich dieses Posting gelesen habe.

      • Meine Güte, es ist doch klar welchen Standpunkt Sie vetreten. Ist doch in Ordnung, keiner findet das schlimm. Sie haben Ihre guten Gründe, Waffengegner haben ihre guten Gründe. Das müssen Sie wohl oder übel so akzeptieren – die Welt ist nicht Schwarz-Weiß.

        • Natürlich akzeptiere ich das, ich mache mir halt meine Gedanken darüber. Wer von „Geschenken des Staates“ schwadroniert ist aber jedenfalls kein freier Bürger, sondern ein Untertan. Und in einer funktionierenden Demokratie sollte es keine Untertanen geben. Das ist Diktaturen (und Monarchien) vorbehalten.

          • Wenn Sie lange genug suchen werden Sie schon irgendwas finden, was nicht glücklich formuliert ist 🙂

            Was halten Sie denn von den vielen anderen Dingen, die angesprochen wurden? Die halte ich für wesentlich aufschlussreicher. Z.B das hier:

            „Fakt ist nun mal das Waffen für die folgenden Zwecke von der Menschheit erfunden wurden:
            Um andere Lebewesen zu töten, zu verletzen oder zu bedrohen.
            Um andere Menschen durch den Machtvorteil den einem eine Waffe gibt zu unterdrücken oder für seine eigenen Zwecke gefügig zu machen.“

            Leugnen Sie das, wie viele andere hier in den Kommentaren, und würden sie das als mentale Barriere wegreden? Das sind die wirklichen Schlüsselprobleme um die es hier geht.

            Viele Grüße!

            • Aber wo, ich leugne hier gar nichts. Das hier ist ein österreichisches Blog, wenn ich deutsche Verhältnisse kommentiere bedeutet das nicht, daß ich damit einverstanden bin oder konform gehe.

              Ich gehe stark davon aus, daß Sie dieses Blog aufgrund dieses Artikels entdeckt haben und meine älteren Artikel nicht kennen, sonst wüßten Sie nämlich, daß ich da Ihre Meinung (wenngleich nicht Ihre diesbezügliche Wertung) zumindest ansatzweise teile. Siehe beispielsweise hier: https://dagarser.wordpress.com/2012/06/15/die-10-thesen-des-dwj/ . Wird Ihnen nicht gefallen, aber dafür bin ich nicht auf der Welt.

              • Nur damit ich das richtig verstehe: Sie sind also ernsthaft der Meinung:

                1.) Waffen sind zum Töten da.
                2.) Sie halten es für richtig, sich bei Bedarf mit Waffengewalt gegen den Staat aufzulehnen. Dazu sollte es jedem erlaubt sein Waffen zu besitzen und damit zu üben, z.B. beim „Schießsport“.

                Wie soll ich mir sowas konkret vorstellen? Ich übertreibe und provoziere mal bewusst: Wenn Ihnen jemand nicht passt, dann ballern Sie den um?

                • Sie verstehen schon richtig.

                  ad 1) siehe die Formulierung des österr. Waffengesetzes in o.a. Artikel. Es gibt einige Punkte im ö. WaffG mit denen ich nicht konform gehe, das stimmt aber. warum soll man sich in die Tasche lügen?
                  ad 2) Ich halte es für richtig, mich notwendigenfalls mit Waffengewalt gegen jedermann zu wehren(!), der mich ungerechtfertigterweise meiner Freiheit und meiner Rechte berauben möchte. Ihre Wortwahl „aufzulehnen“ empfinde ich als verräterrisch. Und ja natürlich, jeder freie Bürger soll das Recht haben sich gegen unzulässige, seine Freiheit bedrohende Eingriffe wehren zu können. Das unterscheidet ihn vom Sklaven.

                  Was Ihre bewusste Übertreibung und Provokation betrifft: Sie (bzw. Ihre Meinung und Argumentation) passen mir überhaupt nicht (wie Sie sich wahrscheinlich denken können), trotzdem werden Sie wenn es nach mir geht noch ein langes Leben vor sich haben. Es ist nämlich das Merkmal eines freien, selbständig denkenden Bürgers, daß er auch divergierende Meinungen akzeptiert. Das ist bei Diktatoren anders, dagegen würde ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln vorgehen. Ganz ehrlich – ist das schlecht?

                  • In einem Land in dem Diktatur herrscht gibt es nichts mehr zu retten. Wenn es soweit ist, dass Bürger zu den Waffen greifen, dann hat alles andere schon versagt, darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten.

                    Die Frage ist ja: Wann ist der Waffeneinsatz notwendig? Wer hat Recht? Muss Recht nicht auch manchmal ein Stück weit ausgelegt werden? Und vor allem: Wer entscheidet das? Zu diesem Zweck haben wir Gesetze erschaffen und Gerichte gebaut. Soweit zur Theorie.

                    Das System funktioniert solange, wie es für den Bürger an den entscheidenden Stellen transparent bleibt. Genau dafür setzen sich die Piraten ein, für die Freiheit der Information zugunsten des Bürgers. Das ist das Mittel der Wahl, wenn es um das Erhalten eines Rechtssystems geht: frühzeitig erkennen, mahnen und die Freiheit haben Missstände aufzuzeigen. Der Staat muss für der Bürger gläsern sein, nicht andersherum. Es geht darum, garnicht erst in die Misere zu geraten überhaupt Waffen zur Wahrung seiner Rechte einsetzen zu müssen – das ist die Vision.

                    • Zunächst: Diese Diskussion endet hier erst einmal, die Boardeinstellungen erlauben maximal 10 „verschachtelte“ Kommentare, ich hab‘ eh schon zweimal „nachgebessert“. Im Falle einer weiteren Antwort also bitte nicht hier anzuhängen versuchen, das geht nicht mehr. Es würde aber auch, weil zu schmal, bald unlesbar. Müßte man ggf. halt einen neuen Kommentarstrang beginnen, über „Kontakt“ wäre auch eine Möglichkeit. Das ist ein technisches Problem, zensiert wird hier jedenfalls nichts!

                      Lieber Herr Dawid, Sie sprechen von „Theorie“ und „Vision“, auf meine zuvor genannten Argumente gehen Sie nicht wirklich ein.

                      Habe ich Sie etwa überzeugt (oder zumindest zum Nachdenken gebracht)?

        • Oh nein Waffengegner haben nur Ängste aber keine „guten Gründe“.
          Ich habe in all den Diskussionen noch keine einzigen Grund gelesen warum ein unbescholtener Bürger ohne dass er sich was zu Schulden kommen läßt und andere gefährdet oder belästigt seine Freiheiten aufgrund irrationaler Ängste anderer einschränken lassen soll ?
          Was zu regeln gibt steht im Waffengesetzt und sogar noch vieles was nicht da reingehört und ansonsten hat niemand das Recht Freiheiten im Stile eines Monarchen zu verteilen oder zu gewähren oder gar zu „verschenken “
          Wo sind wir denn !

    • Der Vergleich mit dem Kind und dem Ball macht Ihr Erkenntnisproblem sichtbar: Werde ich als Sportschütze in der Lage sein, 100 mal mein Ziel zu verfehlen und Menschen, Gebäude oder andere Lebewesen zu treffen? Weiss Gott nicht. Aber einem Kind den Ball abzunehmen, weil irgendwo auf der Welt ein anderes Kind 100 Fensterscheiben zertrümmert hat: Das geht gar nicht. Diese Art von Kollektivstrafe gibt es in autoritären Regierungsformen, in Nordkorea, Iran, China. Daß so etwas bei uns in Europa Einzug hält – das bereitet mir Probleme.

      Verstehen Sie das?

  4. Pingback: Wochenrückblick 25/2012 | dagarser

  5. ….es ist wirklich amüsant, dieses Wort „Waffennarren“!
    Jene die es verwenden, haben ein echtes Problem damit, dass es Menschen gibt, welche vor allem für ihre Sicherheit, keinem dieser bezahlten Statistik-Schönrednern glauben und ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen.
    Das ist bitteschön ein unumstößliches Bürgerrecht in einem freien, demokratischen Land und sollte Verfassungsrang haben.
    Auf Zielscheiben zu schießen, den Waffengebrauch zu üben – ich sage immer:
    Das ist Philosophie und die macht sich der hinter der Waffe individuell selbst.
    Verantwortlichen freien Bürgern ist das zuzumuten. Sie brauchen keine Leine der Politik, an der sie geführt werden müssen.
    Wer kein Fleisch essen will, der sollte es eben nicht tun, aber andere als Mörder zu bezeichnen, kann es auch nicht sein.
    „Autonarren“ sind ein unvergleichlich größeres Übel und keiner regt sich wirklich darüber auf….
    Es wurde als Transportmittel geschaffen, dient heute aber als Statussymbol, zum Frustabbau und Potenzanzeiger….
    Also: Alle Autos und Motorräder verbieten?
    Wenn man sich die vielen Autonarren ansieht, wäre das dringend erforderlich.

  6. derausdemwald

    Piraten waren in Wirklichkeit Verbrecher,also Raubmörder und Diebe. Sie wollten Alles und das gleich und sofort. Nicht umsonst wurden und werden sie von allen Staaten gejagt.
    Die Piratenpartei von heute will auch alles sofort und kostenlos. Und natürlich wollen sie dabei anonym bleiben. Siehe „bedingungsloses Grundeinkommen“ etc.
    Nur echte Freiheit für alle Bürger geht ihnen dann doch zu weit. In meinen Augen sind das alles eingschnappte Grüne und Kommunisten.

  7. Bis heute habe ich mit meiner Bewertung der Piraten in hoffnungsvoller Erwartung zugewartet.

    Mein Verdacht, dass sie den Leuten nur etwas vorgaukeln, um ihre Proteststimme zu angeln, hat sich zu 100 Prozent erfüllt. Den Ausschlag für meine jetzige Meinungsfestlegung hat das Treffen des Piraten-Oberwuzi mit einer der ominösesten Personen der Hochfinanz- und Kriegstreiberfraktion gegeben. Wer Augen hat um zu sehen und Ohren um zu hören, der weiß jetzt wohin der Weg der Piraten führen wird. Piraten – nein danke!

    Man erinnere sich an den an der Ostküste mit Finanzoligarchen tennisspielenden Jörg Haider. Auch er wurde umgedreht, obwohl J. H ein anderes Kaliber war.

  8. Ich finde es sehr abartig, wie Waffennarren (für mich ist das kein negativ besetztes Wort, ich meine es so wie ich es schreibe, denn es beschreibt diese Menschen am besten wie ich finde) mit völlig absurden Statistiken über Verkehrstote Schießen mit z.B. dem Motorradfahren in einen Vergleich ziehen. Es geht hier überhaupt nicht um eine Gefahr der Waffen, sondern um ethische Wertvorstellungen. Wie das vor fünfzig Jahren mal in ländlichen Gebieten ausgesehen hat spielt doch da keine Rolle. Wir wollen doch schließlich Politik für heute machen und nicht für vor fünfzig Jahren. Ich bin mit absolut sicher, dass man eine ganze Menge an Tätigkeiten findet, die in der Praxis weitaus gefährlicher sind – all das völlig gleich.

    Für mich gehören zum Sport Werte wie Fairness und Gemeinschaftlichkeit, aber nicht das Töten. Eine Schusswaffe ist nunmal primär dazu entwickelt worden, um zu töten, ob man nun auf Zielscheiben, Vögel oder Menschen schießt ist, kann da nur noch wenig von ablenken. Es hat sich wohl bei der heutigen Generation eine Richtung entwickelt, die den Tod, aber nicht das Töten als natürlich empfindet. Nehmen Sie doch mal eine Gruppe Schulkinder/Jugendlicher mit auf den Schlachthof – was glauben Sie wie diese reagieren werden wenn sie sehen wie ein Schwein hingerichtet, ausgenommen und zerteilt wird? Gleichzeitig schaufeln wir jeden Tag Unmengen an Fleisch in uns hinein – es ist alles ein bisschen schizophren. Ich möchte das nicht werten, reine Feststellung.

    Offensichtlich fehlt es einigen Waffennarren an Sinn dafür, dass es anderen Menschen gibt, die eben ethisch ein Problem damit haben das Schießen als Sport zu akzeptieren. Genau das musste Marc erfahren – und nimmt im Gegenzug – ganz pauschal – die ganze Piratenpartei in die Mange.

    • Wenn einer keinen Sinn dafür hat, etwas – woraus kein Schaden entsteht wohlgemerkt – zu akzeptieren, soll es also verboten werden. Die mentale Befangenheit eines oder mehrerer zur Grundlage der Gesetzgebung zu machen, ist bestenfalls als totalitär zu bezeichnen.
      Daß die Piraten zu einer vernüftigen Diskussion über das Waffenrecht in der Lage sein werden, war von vorneherein auszuschließen.

      • Es geht nicht um mentale Befangenheit, sondern um ethische Werte. Den Unterschied kennen Sie doch? Auf welcher Grundlage wollen Sie denn Demokratie gestalten? Sie müssen doch etwas universelles finden, was für alle gleich gilt.

        Genausogut könnte ich zum Beispiel ein Praxisseminar über Sterbehilfe oder andere so heikle Themen organisieren. Damit werde ich genauso viel Erfolg ernten. Und dann wundern, dass ich Gegenwind bekomme?

        • „Es geht nicht um mentale Befangenheit, sondern um ethische Werte. “
          Aha, privater Waffenbesitz ist also unethisch und undemokratisch.

          Wie wollen Sie diese Aussage begründen?
          Wie sieht Ihre Ethik aus?

          Was sagen Sie zu dieser Textpassage, verantwortlich ist MR a.D Jürgen Brennecke zu seiner Zeit als Zuständiger für das Waffengesetz:
          (Schuss)Waffen sind Gegenstände die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind zur Befolgung der Gesetze gegen Bürger eingesetzt zu werden, dabei kann es bei bestimmungsgemässem Gebrauch zur Durchsetzung der Rechtsordnung zur Verletzung oder zur Tötung des Rechtsbrechers kommen……..Waffen sind daher in den Händen des Bürgers schwerlich zu dulden….”

          Da steht doch ganz eindeutig dass der administrative Staat Waffen als Zwangsinstrument ansieht oder?

          Bitte um Beantwortung, nüchtern und sachlich!

          Grüsse,
          Denker

    • Hallo Herr Dawid,
      Für Sie gehören Werte wie Fairness und Gemeinschaftlichkeit zum Sport und diese Werte sprechen Sie dem Schießsport ab. Gerade hier werden Sie aber diese Werte finden. Ich wüßte nicht, wann ich in all den Jahren, in denen ich den Schießsport jetzt ausübe, den Wert „Töten“ kennengelernt habe. Und wenn Sie ein Stück Papier mit lebenden Wesen (Vögel, Menschen) gleichsetzen. haben Sie definitiv ein ethisches Problem – aber eines einer ganz anderen Art. Sie erlauben den Schützen keinen Vergleich mit Verkehrstoten (wir könnten auch 200 getötete Kinder pro Jahr nehmen), erlauben sich selbst aber den Vergleich mit einer Schweineschlachtung („Hinrichtung“) und dem Fleischkonsum der Menschen.
      Wenn Sie „die Welt retten möchten“, gehen Sie in die Krisengebiete, in denen eine hilflose (und meist waffenlose) Zivilbevölkerung abgeschlachtet wird. Hier können Sie ihre „ethischen Werte“ voll ausleben und nutzbringend anwenden.
      Ach ja, (be-)werten kann man meist nur etwas, was man kennt.

    • Zitat: „Es geht hier überhaupt nicht um eine Gefahr der Waffen, sondern um ethische Wertvorstellungen.“
      Das ist mit schon lange klar, aber endlich hat es eine Pirat_In auch mal öffentlich zugegeben. Dann können wir ja endlich aufhören, Sachargumente vorzubringen. Sagen Sie mal, finden Sie es nicht totalitär, Ihre sogenannten „ethischen Wertvorstellungen“ entgegem jeglichem rationalen Sachverstand anderen Menschen überstülpen zu wollen? Wenn Sie aufgrund Ihres sogenannten „Weltbilds“, sprich aus pubertärer Spinnerei, Waffen ablehnen, kaufen Sie sich eben keine. Bleibt eine mehr für mich!
      Zitat: „Eine Schusswaffe ist nunmal primär dazu entwickelt worden, um zu töten…“
      Auch so ein olles Kamellenargument, das sich bei nährerer Betrachtung zerlegt wie ein Frangible-Projektil. Firmen wie Heckler & Koch oder Glock entwickeln keine Schusswaffen um damit zu töten, sondern um sie zu verscherbeln und damit Kohle zu machen, genauso wie die Hersteller von Killerspielen, Zigaretten oder Schnaps.
      Und die Käufer? Will die Bundeswehr, der Zoll oder die Polizei mit ihren Waffen töten? Wohl eher nicht! Behörden wollen das Töten von Personen absolut vermeiden und nehmen den Schusswaffengebrauch nur dann in Kauf, wenn er zur Selbstverteidigung unabdingbar ist.
      Was ist mit den Sportschützen und Waffensammlern? Die lochen nur Pappscheiben oder zerlegen Wurftauben.
      Bleibt noch die Gruppe der Jäger. Diese sind tatsächlich die Einzigen, die sich ihre Waffen zum Zwecke des Tötens kaufen. Vieleicht können Sie als Kampfsportler einen wildgewordenen Keiler ja durch Kung Fu erledigen, der typische deutsche Jäger kann das nicht.
      Abschließend möchte ich noch anmerken, dass mir als Waffennarr die ethischen Probleme anderer bezüglich meines Sports tatsächlich völlig egal sind. Ich zwinge auch niemanden, Schießen als Sport zu akzeptieren, Sie dürfen über mein Hobby gerne schimpfen, lachen oder am besten ganz doll betroffen sein. Nur, verbieten dürfen Sie es mir nicht!
      „Marc“ hat schlicht den Fehler begangen, mit links-grünen Ideologen sachlich diskutieren zu wollen. Sowas kann nur in die Hose gehen.

    • „Eine Schusswaffe ist nunmal primär dazu entwickelt worden, um zu töten, ob man nun auf Zielscheiben, Vögel oder Menschen schießt ist, kann da nur noch wenig von ablenken.“

      Folge ich Ihrer Argumentation dann bedroht uns unsere Polizei tagtäglich mit dem Tode, die Polizei ist nämlich mit Schusswaffen bewaffnet.

      Persönlich finde ich dass diese ominöse „Zweckbestimmung“ wenig bis gar nichts über die tatsächliche Gefahr eines Gegenstands und damit über eine Gefährdung der Gesellschaft aussagt, somit ist Ihr Argument eine rein subjektive, moralische Entrüstung.

      Schön und gut, damit haben wir alle kein Problem!

      Zum Problem wird es deshalb weil Sie und ihre Mitstreiter aus dieser „Entrüstung“ heraus gesetzliche Vorgaben ableiten die:
      – Uns als Gruppe diffamieren
      – Uns als Gruppe Grundrechte absprechen will
      – Uns als Gruppe als geisteskrank/unmoralisch/unethish hinstellen will
      – Mit dieser Argumentation unsere Argumente einfach überbügelt
      – etc. pp.

      Wer sagt Ihnen denn dass genau Ihre Vorstellungen von Moral und Ethik richtig sind?

      Alleine die Tatsache dass unsere Argumente als „unetisch“ dargestellt werden, wir als Gruppe sozusagen den „menschlichen Wert“ in Ihren Augen verlieren lassen mich ganz stark daran zweifeln!

      Sehen Sie sich Art 1 des deutschen Grundgesetzes an, oder auch Artikel 2 Satz 1!
      Das Grundgesetz ist unter der Intention entstanden eine demokratische, freiheiliche Gesellschaft zu schaffen. Zu tief war noch der schrecken von 28-45 verwurzelt.

      Nun war den Verfassern der inhalt von Art. 1 und Art 2 sehr wichtig, sonst stünden die kaum an den ersten beiden Stellen, bei Art. 2 liegt die allgemeine Handlungsfreiheit sogar noch VOR dem Inhalt von Artikel 2.

      Bitte tun Sie mir den Gefallen und reflektieren Sie ihre ethischen Vorstellungen mal gegen diese beiden Grundgesetzartikel, dann sagen Sie mir was Sie gefunden haben!

      Grüsse,
      Denker

  9. ….Piraten mögen im Kino amüsant sein, aber Profi-Diebe zu verherrlichen, ist ein Schuss, der nach hinten losgehen kann.
    Verschwörungstheorie? Politik ist ein schmutziges Geschäft, obwohl die Profilügner in Anzug und Krawatte auftreten.
    Einen mit dem Anderen zu erschlagen, hat irgendjemand einmal angeregt….
    Aber ordentliche Leute gehen nicht in die Politik, nur drittklassige Typen, die in ordentlichen Berufen nicht positiv auffallen würden und Beamte, für die ähnliches gilt….
    Aber jedes Land hat die Regierung und das Waffengesetz, das es verdient…
    Umzingelt von Dodeln…

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