Eine Klarstellung

Der Themenbereich dieses Blogs ist umschrieben mit „Politik, Waffenbesitz, Schießsport, Jagd“, somit meinem Dafürhalten nach recht eindeutig, auf Grund diverser Stellungnahmen der vergangenen Tage und Wochen möchte ich das aber einmal präzisieren:

Politik steht an erster Stelle, Politik regelt unser aller Leben und geht uns somit alle an. Entstanden ist dieser Begriff aus dem griechischen Stadtstaat Polis, daraus wurde dann die römische res publica, also die gemeinsame, öffentliche Sache. Da kann sich keiner enthalten, wer das tut verzichtet auf seine Bürgerrechte.

Da kommen wir schon zum nächsten Punkt: Natürlich ist Waffenbesitz ein Bürgerrecht, was denn sonst? „Freie Menschen haben Waffen, Sklaven nicht“, „Die, die ihre Schwerter zu Pflügen schmiedeten pflügen nun die Felder jener, die ihre Schwerter behielten“, das nur zwei der „altbekannten“ Sprüche, der Wahrheitsgehalt ist aber ganz offensichtlich. Wer sich seine Bürgerrechte wegnehmen läßt ist kein freier Mensch mehr, wer das widerstandslos geschehen läßt verdient es nicht besser. „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren“, so Bertolt Brecht, ein Satz wie er zutreffender nicht sein könnte. „Cui bono?“, so die Kernfrage dieses Blogs, „Wem nutzt es?“. Ja, wem nutzt es denn, wenn der freie Bürger sich nicht mehr verteidigen kann und darf? Wem gereicht das zum Vorteil? Doch lediglich jenen, die dem Bürger Schaden zufügen wollen. Sollen die „gewinnen“?

Zum Sportschießen: Das steht nicht von ungefähr erst an dritter Stelle, das ist etwas was ich tun kann, aber nicht zwingend tun muß. Ich habe viele Leser aus Deutschland, die Kollegen haben sich die Selbstverteidigung „wegnehmen“ lassen und zahlen nun einen bitteren Preis dafür. Der Waffenbesitz in Deutschland definiert sich mittlerweile fast ausschließlich über das Sportschießen, eine fatale Entwicklung, zählen die zuvor angesprochenen Bürgerrechte hier deshalb bestenfalls sekundär und macht man sich dadurch angreifbar. Sportschießen ist schön, gut und wichtig, eine Einschränkung des Waffenbesitzes rein darauf ist aber unzulässig, bürgerfeindlich und falsch.

Letztlich die Jagd: Analog zum Sportschießen kann man die Jagd ausüben, muß es aber nicht. Theoretisch kann die Regulierung des Wildbestandes auch von staatlichen Organen durchgeführt werden, da „muß“ keine Privatperson mithelfen, da „muß“ keiner zur Jagd gehen. Da sind wir aber schon wieder beim Bürgerrecht, wer die Voraussetzungen zur Jagdausübung erfüllt soll die Jagd auch ausüben können und dürfen und natürlich auch die dafür notwendigen Waffen erwerben, besitzen und führen dürfen, ganz klar.

Fazit: Das Bürgerrecht auf Waffenbesitz, auf das Eigentum an Waffen wird von der Politik geregelt. Wird dieses Recht von der Politik in Abrede gestellt stimmt mit der Politik etwas nicht, nicht mit dem Bürger. Würden das endlich einmal alle Waffenbesitzer verstehen und entsprechend handeln wäre alles viel einfacher…

12 Antworten zu “Eine Klarstellung

  1. Pingback: Wochenrückblick 26/2012 | dagarser

  2. …..lieber Raumkommandeur von 1979!
    Bitte lese meinen Beitrag doch genau – da steht nicht, dass jeder sich für Waffen interessieren muss, sondern er sollte es im sinne seiner eigenen Sicherheit.
    Solltest du jemals schon in brenzligen Situationen gewesen sein, wird dir aufgefallen sein, dass weder Polizei noch sonstige Hilfe zugegen war.
    Genau das aber wollen die nicht darüber nachdenkenden Normalbürger von der Politik.
    Das ist für jeden denkenden Menschen zwar nicht möglich, aber die Politik verspricht es trotzdem – man will ja gewählt werden.
    Anstatt diese Unmöglichkeit zuzugeben und entsprechend das zu tun was wirklich Sicherheit böte, es den Menschen freizustellen, eben auch mit Waffen selbst für Sicherheit zu sorgen, redet man dem Faulbürger nach dem Maul und lullt ihn ein, mit Alibiaktionismus, wie Verschärfung der Gesetze.
    Unwissenheit, eine gewisse Lahmarschigkeit, gepaart mit emotionalen Entscheidungen, ist aber nicht nur beim Thema Waffen ein großes Problem.
    Also ich beobachte das Thema Schußwaffen bei Verbrechen schon seit Jahrzehnten, kann aber nicht erkennen, dass es fast jede Woche einen Missbrauch durch Legalwaffenbesitzer gibt.

    • Spacecommander1979

      Zitat von Schwertfisch:
      Solltest du jemals schon in brenzligen Situationen gewesen sein, wird dir aufgefallen sein, dass weder Polizei noch sonstige Hilfe zugegen war.
      Zitat Ende

      Lustigerweise liegt dann auch meist die Waffe zuhause im Tresor oder wenn man sie bei der Hand hat kommt man drauf das man die letzte Patrone am Vortag auf dem Schießstand verbraucht hat oder man interessiert sich für eine Waffengattung die nicht wirklich zur Gefahrenabwehr geeignet ist aber das soll ein anderes Thema sein das wir hier jetzt nicht diskutieren müssen.

      Zitat von Schwertfisch:
      …redet man dem Faulbürger nach dem Maul und lullt ihn ein, mit Alibiaktionismus, wie Verschärfung der Gesetze.
      Zitat Ende

      Naja das nach dem Maul reden macht ja jeder Politiker.
      Populismus nennt man das auch und ist leicht zu entarnen.
      Wenn einem ein Politiker etwas total toles und vorteilhaftes für einen verspricht dann kann es nur ein Märchen sein das nie wahr wird.

      Aber kommen wir zum Kern von Schwertfisches Kommentar nähmlich die eigene Sicherheit selber in die Hand zu nehmen.
      Gerade da hat fast jeder irgendwo einen blinden Fleck in seinem Denken.
      Ich denke mal die meisten hier machen sich viele Gedanken dazu wie sie sich mit ihrer Waffe im Ernstfall verteidigen werden falls mal ein Einbrecher kommt oder Ähnliches passiert.
      Wie oft macht ihr euch aber mal Gedanken darüber was ihr macht wenn es Zuhause brennt?
      Wieviele von euch haben einen Rauchmelder oder einen Feuerlöscher zuhause?
      Sowas essentielles haben viele wahrscheinlich nicht in ihrem Hausrat aber wenn man es realistisch betrachtet ist die Gefahr eines Brandes im Eigenheim um das zigfache höher als die Gefahr von einem Einbrecher abgemurkst zu werden.
      Oder ein anderes Thema was mit Sicherheit zusammen hängt: Zivilschutz
      Wieviele von euch haben einen Vorrat an Nahrung und Wasser und Medikamente für 2 Wochen zuhause falls mal etwas „gröberes“ passiert und die Grundversorgung zusammenbricht?
      Die meisten haben wahrscheinlich eine Kiste Bier und 2 Tüten Chips zuhause die als Reserve herhalten muss aber mehr nicht.
      Und von den 5000 Schuss in Kaliber eures liebsten Spielzeuges die in den meisten Waffenschränken bevorratet werdenmachen dann leider auch nicht satt.
      Und es gibt noch viele Themen wo man seine eigene Sicherheit in die eigene Hand nehmen sollte wo man aber selber als Dodel dasteht weil man einfach nicht daran gedacht hat.

      Da trifft dann auf uns selber dieses Zitat von Schwertfisch zu:
      Unwissenheit, eine gewisse Lahmarschigkeit, gepaart mit emotionalen Entscheidungen, ist aber nicht nur beim Thema Waffen ein großes Problem.
      Zitat Ende

      Schon alleine deshalb sollte man nicht auf andere herabsehen die unsere Meinung über Waffen nicht teilen wollen.
      Wir sind vielleicht gebildet auf diesem Gebiet und entarnen jede Lüge in diesem Bereich aber überall anders sind wir auch nur Dodeln die das glauben was die Medien auftischen oder uns irgend ein Politiker als G’schichtl reindrückt.

  3. Spacecommander1979

    Sehr geehrter DAGARSER,
    ist dir noch nicht aufgefallen das dir der Staat das Recht gibt eine Waffe zu besitzen und du dir selber dieses Recht nicht einfach heraus nehmen kannst wie es dir gerade gefällt?
    Wer hat dir den die Jagdkarte, WBK oder WP ausgestellt?
    Du selber am Farbdrucker oder die örtliche BH?

    Zitat von Dagarser:
    „Freie Menschen haben Waffen, Sklaven nicht“, „Die, die ihre Schwerter zu Pflügen schmiedeten pflügen nun die Felder jener, die ihre Schwerter behielten“

    Jeder ist irgendwo Sklave, jeder muss irgendwo dem Pflug für andere schieben.
    DIe totale Freiheit gibt es nirgends weil es immer irgendwo Regeln gibt die das zusammenleben regulieren und die persönliche Freiheit schon alleine deshalb einschrenken.

    Zitat von Dagarser:
    „Fazit: Das Bürgerrecht auf Waffenbesitz, auf das Eigentum an Waffen wird von der Politik geregelt. Wird dieses Recht von der Politik in Abrede gestellt stimmt mit der Politik etwas nicht, nicht mit dem Bürger. Würden das endlich einmal alle Waffenbesitzer verstehen und entsprechend handeln wäre alles viel einfacher…“

    Mir würde es schon genügen wenn nicht fast jede Woche ein Waffenbesitzer in Zusammenhang mit Gewaltdelikten in der Zeitung steht.
    Glaubst du das die Politik nicht zurecht auf solche Zustände reagiert und sich die Wählerstimmen von den Bürgern zu holen versucht die manchmal leider zurecht schon sagen das der Legalwaffenbesitzer zu einem Sicherheitsrisiko für andere geworden ist?

    • Der Staat kann mir gar kein Recht geben. Ich habe das Recht. Das ist ja der Sinn von Bürgerrechten und Menschenrechten. Ich habe diese Rechte und nicht der Staat muß sie mir erst gewähren. Dann wären sie nämlich keine.

      • Spacecommander1979

        Wenn man es so betrachtet wie zakrajsek dann haben wir keine echten Rechte weil jedes Recht und jede Pflicht eines Bürgers vom Staat reguliert und jederzeit abgeändert werden kann.

    • „Jeder ist irgendwo Sklave, jeder muss irgendwo dem Pflug für andere schieben.
      DIe totale Freiheit gibt es nirgends weil es immer irgendwo Regeln gibt die das zusammenleben regulieren und die persönliche Freiheit schon alleine deshalb einschrenken.“

      Übertragen gesehen ist sicherlich jeder einkommensabhängige Mensch irgendjemandes „Sklave“, zugegeben.

      In einer freien Gesellschaft kann man einem solchen Arbeitgeber aber den Rücken kehren wenn man meint es sich verbessern zu können oder zu müssen, daran kann einen keiner hindern. Das war bei den echten Sklaven anders. Das gilt analog auch für die einschrenkenden (sic!) Regeln. Gesellschaftliche/gesellschaftspolitische Fehlentwicklungen darf man aber schon anprangern wenn man ihrer gewahr wird, oder?

      • Spacecommander1979

        Fehlentwicklungen aufzuzeigen ist eine gute Idee aber was mir immer wieder sauer aufstößt das sind die Kommentare die bei solchen Themen abgelassen werden die dann meist noch die Ablehnung gegen uns erst recht schüren.

        Ein Beispiel:
        Nennen wir ihn Franz.
        Franz ist ein echter roter Wiener der bei der Gemeinde arbeitet und im Gemeindebau lebt und so wie sein Vater und Großvater von Tradition her schon immer SPÖ gewählt hat und großteils sich politisch mit diesen Werten identifiziert und auch am 1.Mai immer brav bei den Roten mitmarschiert.
        Durch einen Zufall wie ein Zeitungsbericht über Waffenbesitzer oder der Blick in die Auslage eines Waffengeschäftes erwecken in Franz das interesse für Pistolen und Revolver.
        Um sich zu informieren nutzt er seinen PC und sucht im Internet nach den Thema Waffen und Waffenrecht und landet dann vielleicht in einem einschlägigen Forum oder dem Dagarser-Blog.
        Was wird sich Franz jetzt denken wenn er dann bei den Komentaren über die roten Socken hergezogen wird und er indirekt für einen Trottel und Dummkopf gehalten wird?
        Und genau sowas macht eigentlich uns gegenüber neutral eingestellte Leute dann zu Feinden die dann erst recht sagen das Waffenbesitzer einen Dachschaden haben müssen und sicher alle Rechts sind.

        Gut jetzt bin ich arg vom Kernthema abgekommen aber genau sowas ärgert mich immer wieder bei diesen Diskussionen (egal ob virtuell oder in echt) das sich viele Waffenbesitzer durch ihre Art noch mehr Feinde machen als sie eh schon haben.

        • „Was wird sich Franz jetzt denken wenn er dann bei den Komentaren über die roten Socken hergezogen wird und er indirekt für einen Trottel und Dummkopf gehalten wird?“

          Idealerweise beginnt er nachzudenken.

  4. Spacecommander1979

    Mein Gott heute ist Sonntag, ca 9:00 Uhr und der erste gibt im Kommentarbereich bereits sein bestes um das Klischee des typischen Waffenbesitzers zu erfüllen.
    Na gut dann will ich auch mal….

    Zitat von Schwertfisch:
    ….ein großes Problem dabei ist, die mangelnde Aufklärung und der Interessenlosigkeit des Durchschnittsbürgers, insbesonders des weiblichen Teiles unserer Gesellschaft.
    Zitat Ende

    Nicht für jeden Mensche sind Waffen und Schießsport der Nabel der Welt um den sich alles dreht.
    Soll ja auch Leute geben die gerne Stricken oder Radfahren und sich für Waffen einfach nicht interessieren.
    Gehts schon wieder los mit der Ansicht das alle Leute die keine Waffe besitzen automatisch gleich als deppate Systemlemminge und selbstgenugsame Volldodeln hingestellt werden?

  5. Und die „Bürger“ halten sich an die Gesetze, die anderen nicht. Und das ist die Krux. Das Waffengesetz ist für die Braven, die Anständigen, die Verantwortungsvollen. Alle anderen, nämlich die, die zu uns kommen, um uns zu berauben, zu bestehlen und zu schmarotzen, die halten sich nicht an die Gesetze und an das Waffengesetz schon gar nicht. Und gerade die werden von unserem Staat bevorzugt, indem man ihre Opfer entwaffnet.

  6. ….ein großes Problem dabei ist, die mangelnde Aufklärung und der Interessenlosigkeit des Durchschnittsbürgers, insbesonders des weiblichen Teiles unserer Gesellschaft. Waffe bedeutet zuerst Gefahr, setzt Fluchtinstinkte frei und erst wenn man es richtig erklärt, kommen auch Frauen dahinter, dass Waffe auch Schutz und Sicherheit bedeuten kann – ähnlich im großen Zusammenhang auch der Begriff Militär und Verteidigung.
    Wenn ich keinem etwas tue, dann geschieht mir auch nichts – hoffentlich halt.
    Selbst für die eigene Sicherheit etwas zu tun, im Kleinen, wie auch im Großen, bedeutet Unbequemlichkeit und diese nimmt die Politik dem Bürger gerne ab – halt zum Preis der Freiheit, aber wer braucht schon Freiheit…
    solange man sein 1/4erl hat, Barbara Karlich Show und Österreich gratis.
    Es ist, wie eben fast alles, eine Frage der Bildung und Intelligenz – siehe Pisa!
    In diesem Falle drückt der Ausländeranteil jedoch nicht das Pisa-Ergebnis, denn einem Türken oder Jugo braucht man den Wert einer Waffe, privat wie militärisch, nicht zu erklären.
    Wenn die ihren Weibern endlich die Putzfetzen vom Kopf abnehmen würden….Männer (und bessere Fußballer) sind sie allemal….
    ,

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