Der Kanzler in der Krone

Bundeskanzler Werner Faymann hatte immer schon ein gutes Verhältnis zur Kronenzeitung, ganz besonders zur Inseratenabteilung, aber auch dem verstorbenen Hans Dichand ist er gerne – sagen wir so – nahe gewesen. Gestern hat er Conny Bischofsberger ein Interview gegeben, der Kanzler „Persönlich“:

Thema war natürlich Europa und die europäische Krise, ein paar Aussagen Faymanns haben mir sehr gut gefallen. Etwa

Tatsache ist, dass Österreich momentan durch den Euro recht gut verdient.

Na Gott sei Dank, sonst könnten wir möglicherweise ja gar nicht die Entwicklungshilfe für die Griechen, Spanier etc. zahlen. Ma was samma froh!

Weiters erfährt man, daß der Kanzler „vom Friedensprojekt Europa überzeugt“ ist, das ist schön, ein Bekenntnis zu einer Wirtschaftsunion wäre mir persönlich lieber gewesen. Wir leben nämlich mittlerweile in einer Kontrollunion, ob das langfristig ein „Friedensprojekt“ ist mag sich jeder historisch halbwegs bewanderte Mensch selbst überlegen.

Am besten aber gefallen mir Faymanns Aussagen zu der von ihm selbst in einem Bettelbrief an Hans Dichand großmächtig angekündigten Volksabstimmung über EU-Vertragsänderungen, dem Interview zufolge soll diese  „schon in drei Jahren denkbar“ sein, realistischerweise aber „eher in fünf Jahren“.

Hoffentlich hat das Volk bis dahin schon in einer anderen Frage entschieden und Faymann ist da schon gemeinsam mit Alfred Gusenbauer irgendwo auf Vortragsreise.

9 Antworten zu “Der Kanzler in der Krone

  1. Pingback: Wochenrückblick 26/2012 | dagarser

  2. Noch besser wäre es, Herr Faymann würde in Gefilde ziehen, in die sich bereits andere… hmm… (wie sagt man da? Im Englischen gibt es da ein herrliches Eigenschaftswort: „infamous“) very infamous persons aufhalten. Auch der hochverehrte Altkanzler Viktor Klima verweilt dort. Dessen 11.500 Euro Pension sind wohl ein Lercherlschas im Vergleich zu den Tantiemen, die Herr Faymann erhalten dürfte – aber vielleicht hilft da ein Genosse dem anderen aus. Freundschaft!

  3. Bin neugierig wann der nächste Totengräber Österreichs in der Kronen Zeitung dumm daherreden und das Volk belügen darf. Aber leider gibt es noch immer viele Bürger die diesen Lügnern glauben und sie wieder wählen würden.

  4. Erpreßt, gekauft oder wirklich so unwissend?

    • In dem Fall glaube ich, daß sich auch der Gurkenkanzler eines Kleinstaates an die internationale Parteilinie halten muß…

  5. Zum Faýmann fällt mir nichts ein.

  6. …ich glaube nicht ein mal die Müllaufleger sind daran interessiert. Ich glaube Faymann ist der typische Apparatschik, den man »auf Bundeskanzler« getrimmt hat, weil es sonst niemanden gab, der sich das angetan hätte. Und von wegen »Friedensprojekt Europa«: die Sozialisten verstehen vermutlich den Coudenhove-Kalergi-Plan darunter. Mit Endziel NWO. Die EUdSSR ist eine Vorstufe dazu. Vielleicht auch das »Kalifat« Europa. Wir werden was tun müssen. Über alle Partei- und ideologischen Grenzen hinweg. Die Freiheit ist das Ziel und höchste Gut des Freien Bürgers!

  7. ….der Gusenbauer ist ja ein gebildeter Mensch, aber wer ginge zu einem Vortrag von Faymann – na ja, bei der MA-48 eventuell….

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