Trara das tönt wie Jagdgesang!

Diesen Kanon haben wir wohl alle in der Schule gesungen, vielfach ohne groß darüber nachzudenken, letztlich war es ja auch völlig unerheblich ob man das singt oder „Sur le pont d’Avignon“.

Fakt ist aber daß das eine positive Verknüpfung ist, als junger Mensch steht man der Jagd unvoreingenommen gegenüber, erst gesellschaftliche Indoktrination bewirkt die Gegnerschaft vieler sogenannter „Erwachsener“ zur Jagd. Jagd ist eine archaische Tätigkeit, ich töte etwas um es nachher zu essen, das ist natürlich jenen die Fleisch nur aus den Styroportassen aus dem Supermarkt kennen fremd, das ist ein gesellschaftliches Problem.

Interessanterweise sind jagdliche Veranstaltungen aber nahezu immer „Publikumsmagnete“, seien das jetzt Bezirksjägertage, Hubertusmessen oder Jagdhornbläserkonzerte. Dergleichen „Events“ sind also positive „Imageträger“, wer mich kennt wird wissen daß ich ein besonderes Faible für Öffentlichkeitsarbeit habe, deshalb bin ich gerade von einer Aktion in Deutschland ganz begeistert:

Mit 1.000 Hörnern gegen eine Jagdreform

Zum ersten mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gehen Jäger gemeinsam auf die Straße, um gegen eine falsche Naturschutzpolitik zu protestieren.

 Der Jäger in Deutschland ist ein genügsamer Mensch. Wie kein anderer Bürger hat er eine „Reform“ nach der anderen über sich ergehen lassen. Allein das Landesjagdgesetz in NRW wurde seit 1994 tatsächlich zehn Mal geändert. Kein anderes Gesetz wurde so häufig missbraucht, um bei Wahlen das politische Zünglein an der Waage machthungriger Parteien zu sein.

Mit ideologisch geprägten Argumenten werden die Jagd und mit ihr die Jäger unter Nutzung vieler medialer Kanäle in Misskredit gebracht, beleidigt und verunglimpft. Wähler werden bewusst über die Notwendigkeit der Jagd in ihrer heutigen Form getäuscht und belogen.

Der Schutz des Waldes wird vor den Schutz der Tiere gestellt. Dabei zählt eben nicht – wie häufig vorgegaukelt – die Natur, sondern nur noch die Steigerung der wirtschaftlichen und politischen Macht einzelner Gruppierungen.

Der Jäger in Deutschland ist ein genügsamer Mensch. Bis heute. Denn ab sofort geht der Jäger nicht nur ins Revier, sondern auch auf die Straße, um für seine Rechte einzutreten! Namentlich das Recht, das auch Verpflichtung gegenüber dem ihm anvertrauten Wild ist, das es zu schützen gilt.

Am 22. September 2012 wird dank der vom Jäger und Hamburger Werber Klaus Gummersbach auf Facebook ins Leben gerufenen Aktion „1.000 Hörner“ (www.1000Hoerner.de) und unter tatkräftiger Unterstützung der Initiative „Pro-Jagd-NRW“ (www.pro-jagd-nrw.de) in Düsseldorf Geschichte geschrieben: Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland werden Jäger öffentlich gegen eine naturferne Politik und eine weitere Beschneidung eines der besten Jagdgesetze der Welt demonstrieren.

Die Bürgerinitiative „1.000 Hörner“ ruft alle Jäger in Deutschland auf, am 22. September 2012 in Düsseldorf ins Horn zu blasen. Wem es nicht möglich ist, vor Ort das Jagdhorn ertönen zu lassen, der soll das „Halali“ um Punkt 12 Uhr erklingen lassen, wo immer es ihm oder ihr gerade möglich ist.

Mit dem tausendfach erschallenden „Halali – Jagd vorbei“ wird das Ende der Jagd  unüberhörbar sein. Es soll signalisieren, dass man nicht mehr willens ist, weitere faule Kompromisse einzugehen. Der Salami-Taktik der Jagdgegner, die nicht weniger im Sinn haben, als die Jagd vollständig abzuschaffen, wird hier ebenso der öffentliche Widerstand angesagt wie den Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Gemeinsam wird bewiesen, dass Waidgerechtigkeit keine althergebrachte Philosophie ist, sondern lebendiger und notwendiger Teil eines gelebten ökologischen und nachhaltigen Naturschutzes in einer Demokratie.

Ganz nebenbei will die Initiative mit ihrer Aktion „1.000 Hörner“ und dem damit verbundenen größten Bläsercorps der Welt auch den Einzug ins Guinness Buch der Rekorde schaffen.

(http://www.facebook.com/1000Hoerner)

Finde ich eine ganz großartige Sache, ich wünsche aufrichtig viel Erfolg und ein kräftiges Weidmanns Heil! Leider ist es bezeichnend daß eine solche Aktion von einer Privatperson und nicht von einer Interessenvertretung (also einem Landesjagdverband) ausgeht…

17 Antworten zu “Trara das tönt wie Jagdgesang!

  1. 1000 Hörner war die Blamage des Jahrhunderts.
    Das das Ganze eine billige Werbekampagne für das „Beutehaus“ war, haben etwa 250 Waidmänner leider nicht verstanden und sind hingefahren.
    Peinliche Aktion.

  2. Pingback: Wochenrückblick 27/2012 | dagarser

  3. ZITAT: „Der Endsieg gehört den Waffengegnern und da könnt ihr garnichts machen.“

    Nur nicht voreilig sein! Wie die Geschichte zeigt, wendet sich das Pendel oft – und rasch – in die andere Richtung!

    Zu Deiner Abschiedsdrohung: Du wirst mir wirklich nicht abgehen!

  4. Wenn man sich den Pröll anschaut, dann spricht das ja an sich schon Bände.
    Der setzt sich nur für eines ein: Sich selbst und sonst nix.
    Dass der Österreicher seinen Arsch nicht hochkriegt, hat einen einfachen Grund: Er hat dauernd die Hose gestrichen voll.
    Wie wirksam jedoch ständige Präsenz in der Öffentlichkeit sein kann, ist bei unseren Zuwanderern mit der friedlichsten Religion der Welt zu sehen:
    Jeder bemerkt die Putzfetzen auf den Köpfen der Weiber – täglich und überall – man erzeugt dadurch einfach Präsenz…..und Diskussion…egal ob positiv oder negativ…
    Nur wenn man ein Bewußtsein für die Anliegen erzeugt, kann man von Bauchentscheidungen zu sachlichen Gesprächen kommen – bei Jagd, Waffen, Wehrpflicht usw.

  5. Ich hatte einmal die Idee, gegen das Waffengesetz zu demonstrieren, indem die Leute mit leeren Gewehrtaschen über den Ring marschieren. Wieviele hätten da mitgemacht?

  6. Bald kommt die neue IWÖ-Zeitschrift und da kann man das Interview mit dem neuen LJV Pröll lesen. Dann wißt ihr was los ist und worauf man hoffen kann. Nämlich auf nix.

  7. Zitat von Dagarser:
    „Leider ist es bezeichnend daß eine solche Aktion von einer Privatperson und nicht von einer Interessenvertretung (also einem Landesjagdverband) ausgeht“
    Zitat Ende

    Ich denke genau darin wird der große Erfolg dieser Aktion liegen.
    Wenn irgend ein kleiner Normalo was auf die Beine stellt kann man wenigstens sicher sein das da dahinter nicht irgendein machtgeiler Politiker oder Lobbyvertreter steht der sich profilieren will oder seinen Einflussbereich vergrößern möchte.

    Um mal kurz was zur Jagdhasserei zu schreiben so möchte ich die Behauptung aufstellen das es dabei nicht nur um falsch verstandenen Natur und Tierschutz geht wie oft von den Jägern fälschlicherweise angenommen wird sondern auch das Standesgedunkel eine Rolle spielt.
    Jagen ist nicht gerade ein billiges Hobby und ohne die richtigen Beziehungen zu gewissen Leuten kriegt man sicher kein eigenes Revier oder darf im Revier eines anderen Jagen.
    Sowas kann für so manchen jungen Nachwuchsjäger schnell in Frust umschlagen und dann braucht man sich auch über „Friendly Fire“ nicht zu wundern.
    Zusätzlich empfinden viele Leute das Jagen etwas asoziales an sich hat und das gstopfte Leute aus Belustigung und Zeitvertreib Tiere töten und dabei nebenbei noch so manches zwielichtige Geschäft aushandeln.
    Als wenn sowas nicht schon negativ genug wäre gibt es dann auch noch die tollen Jäger die nix besseres zu tun haben als auf Haustiere zu schießen weil sie angeblich irgend einem Hasen oder Reh nachgestiegen sind und denen durch irgend ein windiges Jagdgesetzt auch noch Recht gegeben wird.
    So braucht sich die Jägerschaft nicht zu wundern wenn ihre Feinde immer mehr werden.

    • @Käpten Spucki: Eieiei, so viel Sinnfreiheit darf man aber nicht oft genießen…

      • Spacecommander1979

        Wui jetzt fühlt sich der jagd ausübende Oberschichtler sichtlich angepisst 😉

        • Aja weil es gerader so lustig ist möchte ich euch diesen Thread nicht vorenthalten: http://forum.iwoe.at/viewtopic.php?p=154670#p154670
          Tja was jetzt?

        • Mein jagdlicher Bekanntenkreis spannt sich vom Hilfshackler hin zum Generaldirektor. „Gute“ und „schlechte“ Jäger gibt es da wie dort, da kann man – auch auf Macht – keinen Klassenkampf inszenieren, das zeugt von grobem Unverständnis der Materie.

          Zum zitierten Thread aus dem IWÖ-Forum: Das war damals meine Meinung, das ist es auch heute noch, da hat sich nichts geändert. Stimmt nämlich noch immer.

        • Aber das wissen Sie hoffentlich schon, daß nur Penner und Prolls in der Öffentlichkeit pissen – oder?

          • Bezog sich auf SpaceCom…

            • http://www.orf.at/stories/2129209/2129204/
              Zitat aus dem oben genannten Beitrag:
              „Beim Täter soll es sich um einen Jäger handeln, der mehrere Waffen besaß. “

              Wird euch aber nicht jucken weil es um eure geliebte Puffn geht und da schnappt euer Hirn gleich ab und schaltet auf Realitätsverweigerung.
              Waffen weg…..der bessere Weg!

              PS:
              Ich werde euch in Zukunft nicht mehr belästigen wärend ichr euch gegenseitig auf die Schulter klopft und selbstbefruchtet.
              Der Endsieg gehört den Waffengegnern und da könnt ihr garnichts machen.
              Hahaha 😀

              • Schade, ich habe die Postings nicht als „Belästigung“ empfunden, habe mir vielmehr sogar ein paar Anregungen entnommen.

                Bevor es aber in diesem debilen Stil weitergeht ist ein freiwilliger Rückzug wahrscheinlich die beste Lösung. Ich war von mehr Hirn ausgegangen. Tja, man kann sich täuschen.

  8. Das ist eine wirklich großartige Sache! Ob wir in Österreich auch jemals so etwas auf die Beine stellen könnten? Ich bezweifle es. Der Österreicher bekommt den Ars** noch viel weniger hoch als der Deutsche – eine Schande. Soeben haben die »unheiligen Drei« Österreich für ein Linsengericht an Brüssel verkauft. Und wer hat protestiert? Das »Häuflein der Aufrechten«. Da fällt mir das berühmte Zitat ein: »Verstand ist stets bei Wen’gen nur gewesen…». Ob die »Wenigen« genügen werden, um diese (EU)Diktatur zu beenden? Ob die österreichische Jägerschaft den Protest mittragen wird? Noch ist die Hoffnung nicht gestorben…

    • Die Deutschen wachen auch nur auf, weil wir jeden Monat einen neuen Schlag ins Genick bekommen:
      – Waffensteuer
      – Verbot von Halbautomaten mit militärischem Äußeren
      – Großkaliber-Kurzwaffen-Verbot
      – Zentrallagerung
      – Bleimunitions-Verbot
      – Reduzierung der Jagdzeiten auf 6 Wochen pro Jahr
      – Fuchsjagdverbot
      – Fallenjagdverbot
      – kein Exportversand von Waffen und Teilen

      Bisher ist nichts davon wahr geworden, ausser Bleiverbot bei der Wasserjagd und in einigen Staatsforsten, sowie dem Paket-Export. Aber der Druck bleibt. Denn NABU, BUND, die Grünen in DE und der EU sind emsig und viele. Und jedesmal muss sich Normalbürger wehren, weil die da oben den Mund halten!

      Und das seit 3 JAHREN!

      Lt. einer Studie sind die Deutschen das verbotsgeilste Volk. Dumm nur, dass die Deutschen in Brüssel genauso fleissig sind wie im eigenen Land. Und nur deshalb müsst Ihr jetzt Eure Flinten registrieren. Bedankt Euch bei den Deutschen in Brüssel, namentlich bei der Grünen Politikerin Kaltenbach & ihren Freunden.

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