Rot/Grüne Demokratie

Ich habe schon im März die unsägliche Wiener Parkraum(be)wirtschaft(ung) behandelt, mittlerweile ist mir das eigentlich herzlich egal da ich dieser Stadt den Rücken gekehrt habe. Ganz ausblenden kann und will ich die Geschehnisse in der Bundeshauptstadt aber auch nicht, man muß schon informiert bleiben; was sich der Rote Bürgermeister und sein Grünes Beiwagerl jetzt wieder haben einfallen lassen hat schon eine ganz eigene „Qualität“:

Trotz 150.000 Unterschriften, die sich für eine Volksbefragung zur Ausweitung des „Parkpickerls“ ausgesprochen haben wird diese Ausweitung erfolgen, die Befragung soll dann nachträglich, ex post also, erfolgen. Man knallt also die Fakten hin und fragt nachträglich ob das eh so paßt. Ein erstaunliches Demokratieverständnis, der Verkehrsclub Österreich freilich ist ganz begeistert:

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) begrüßte die Entscheidung, die Parkpickerlzonen plangemäß zu erweitern. Eine spätere Bürgerbefragung sei sinnvoll, da dann die positiven Effekte überzeugen würden. (ORF)

Nun haben nachträgliche Volksabstimmungen bei den nationalen Sozialisten ja eine eigene Tradition, beispielsweise hier:

Vollendete Tatsachen, nachträglich zur „Abstimmung“ gestellt. Ohne jetzt den „Anschluß“ 1938 in allzu ungebührlicher Weise mit dem Parkpickerl vergleichen zu wollen muß ich doch feststellen, daß das Prinzip dasselbe ist. Entsprechend habe ich für die Parkpickerl-Abstimmung auch einen Stimmzettel entworfen, Häupilakou können ihn gerne verwenden, ich verzichte auf jegliches Copyright. Quasi mein Abschiedsgeschenk an Wien:

11 Antworten zu “Rot/Grüne Demokratie

  1. Pingback: Wochenrückblick 29/2012 | dagarser

  2. Parkraumbewirtschaftung muss leider sein aber das hätte man in Wien auch anders und billiger lösen können.
    KFZ mit wiener Kennzeichen parken gratis in ganz Wien, alle anderen müssen sich einen Tagesparkschein um sagen wir mal 5€ kaufen.
    So kann man sich als Pendler aussuchen was man macht.
    Entweder 5 € zahlen, Öffi fahren oder sich ins billigere P&R stellen und nur 2,50 bzw. 3,20 je nach Betreiber bezahlen.
    Aber was jetzt wieder abläuft ist so eine Sache wo sich keiner auskennt, alle unzufrieden sind und an der Gesamtsituation (zu viele Autos in der Stadt) sich auch nichts zum besseren ändert.

  3. Na jetzt weis ich warum vor dem Finanzamt Josefstadt die wenigen Parkplätze einem breiten Gehsteig weichen mußten…. Damit die VCÖ ler leichter vorm Finanzamt ihre Radln abstellen können. PArkplatzvernichtung das ist eine rot/grüne Strategie: IMMER GEGEN die zahlende Bevölkerung!

  4. Wer die hier genannten Abstimmungen miteinander vergleicht…

    Naja, was soll man da eigentlich sagen? Ist wahrscheinlich eh schon alles zu spät. Aber Rot/Grün ist natürlich das Böse!

    • „Ohne jetzt den “Anschluß” 1938 in allzu ungebührlicher Weise mit dem Parkpickerl vergleichen zu wollen muß ich doch feststellen, daß das Prinzip dasselbe ist.“

      Noch Fragen?

      • Das ist echt das dümmste was ich bisher hier gelesen habe.
        Die Abstimmung für Adolf Hitler mit der Abstimmung zu so was lächerlichen wie der wiener Parkraumbewirtschaftung zu vergleichen ist sowas von kleingeistig und peinlich aber bitte.
        Da wo der rechtskonservative Waffennarr seine eigenen Interessen beschnitten sieht wird schnell mal der Adolf hervorgezaubert.
        Aber der Dagarser wird sicher den Point Godwin kennen über den er hier schon mal schwadroniert hat oder?
        Hiermit bekommst du selber den Point Godwin überreicht für das hervorzerren vom Adolf für deine doofe Argumentation.
        Peinlich,peinlich Herr Dagarser!

  5. Absage kann man machen. Aber dazu müßte man halt zur Wahl hingehen, was aber die Hälfte unserer Stimmbürger nicht macht. Davon profitieren die eben.

  6. Klar, ich stimme zu. Nämlich, daß solches »Demokratieverständnis der »Häup(t)linge belohnt wird. Mit 30 Jahren Workuta, Außenlager…

  7. Die politischen Finsterlinge in Wien haben ihren Kopf nur dazu, daß es ihnen nicht in den Hals hineinregnet!

  8. Ist das jetzt die Legitimation für nachträgliche Bauverhandlungen?!?

  9. ….dem ist nichts zuzufügen….wieder einmal voll ins Schwarze!!!!
    in der heutigen Presse, ist im Feuilleton ein Super Artikel von Karl Weidinger – lesenswert für Freunde demokratischer Grundgedanken….und eine klare Absage an Linksfaschisten und Religionsfaschisten…

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