Tips der Polizei

Trotzdem die Kriminalität ja laut Statistik angeblich zurückgeht hat sich die Salzburger Polzei bemüßigt gefühlt einige „Tipps“ (sic!) zu geben wie man sich verhalten sollte wenn Einbrecher ins Haus kommen, recht interessant:

Verständigen Sie die Polizei über den Notruf 133 oder den Euronotruf 112. Spielen Sie keinen Helden. Von einer Bewaffnung ist dringend abzuraten.

Polizei verständigen ist fraglos gut, bis die da ist kann allerdings schon einige Zeit vergehen. Ob man „einen Helden spielt“ oder nicht muß aber jedem selbst überlassen bleiben, womöglich läßt einem der Einbrecher ja auch gar keine andere Wahl. In dem Fall ist aber aus meiner Sicht eine Bewaffnung dringend anzuraten!

Schalten Sie Licht ein und machen Sie sich lautstark bemerkbar.

Kein schlechter Rat, Einbrecher sind lichtscheues Gesindel und Lärm mögen sie auch nicht. Man sollte aber darauf achten daß die Lichtquelle zwischen einem selbst und dem Einbrecher ist, sonst beleuchtet man sich selbst als Zielscheibe. Alternativ könnte man natürlich auch den Einbrecher „hintergrundbeleuchten“.

Wenn Sie Laut von sich geben, wie z.B. „Ist da wer?“ rufen, oder Licht einschalten, wird der Einbrecher flüchten, weil er grundsätzlich keine Konfrontation will.

Jaja, die „Grundsätze“ der Einbrecher, darauf kann man sich halt noch verlassen! Obwohl – wie war das damals in Pachfurth? Da hatten die Heurigenbesitzer wahrscheinlich das seltene Pech an einen grundsatzlosen Einbrecher zu gelangen.

Sehr sinnvoll sind Handalarmgeräte mit einem schrillen Sirenenton, um dem (vermeintlichen) Einbrecher eindeutig zu signalisieren, dass er bemerkt wurde und es für ihn günstiger ist, wieder zu gehen.

Ich habe auch so ein Handalarmgerät. Gibt aber keinen schrillen Sirenenton ab sondern macht laut „Bumm!“, und das bis zu 17 mal. Da kann es natürlich passieren daß der Einbrecher nicht mehr gehen kann, aber das fällt unter „Berufsrisiko“.

Schlafend stellen ist nicht günstig, weil der Täter sonst im Glauben, er sei in einem unbewohnten Objekt, im Zuge seiner Beutesuche bis in Ihr Schlafzimmer kommen könnte.

Nein, schlafend stellen ist sicherlich nicht sinnvoll. Das machen kleine Kinder wenn sie die Augen zumachen und sich sagen „Ich seh‘ dich nicht, dann siehst du mich auch nicht!“. Daß das nicht funktioniert sollten Erwachsene aber wissen. Nebenbei: Wenn ein Einbrecher ungestört bis ins Schlafzimmer (oder Kinderzimmer) vordringen kann hat man schon viel falsch gemacht.

Einbrecher sind grundsätzlich nicht gewaltbereit, aber man sollte sich nicht anschleichen und versuchen, sie aufzuhalten oder den Fluchtweg zu verstellen. Auch Einbrecher stehen unter Stress. (Alle Zitate hier)

Da sind sie wieder, die „Grundsätze“ der Verbrecher. Begriffe wie „Notwehr“ oder „Anhaltung“ sind diesen famosen „Ratgebern“ offenbar völlig fremd. Aber wenigstens macht man sich Sorgen um den „Streß“ unter dem die armen Eigentumsumverteiler stehen. Wahrscheinlich braucht so ein unglücklicher ertappter Einbrecher nachher ein Kriseninterventionsteam.

Ich hab’s schon lange nicht mehr gefragt, jetzt ist es wieder einmal so weit: Cui bono? Wem nutzen derartige Ratschläge? Den Opfern – oder den Verbrechern?

23 Antworten zu “Tips der Polizei

  1. Pingback: Wochenrückblick 29/2012 | dagarser

  2. Sagt einer alten Frau (mit Luftgewehr unterm Bett), was eine „Coach Gun“ ist? Wo bekommt man die und wieviel kostet sie? 😉

    • Verdammt, gesamter Post futsch durch Tippfehler, also nochmal.

      Was:

      Kurzlaeufige, einfach zu bedienende, derzeit noch bewilligungsfreie, doppellaeufige Schrotflinte.

      Wo:

      Praktisch jedes Waffengeschaeft.

      Wieviel:

      Etwa 500€ und aufwaerts.

      Ach ja: Verteidigungswillen und Bereitschaft damit zu ueben ist Vorraussetzung.

      • Kleiner Zusatz: Der Name „Coach-Gun“ stammt aus dem Wilden Westen, das waren die Flinten die die Postkutschen(=Coach)-Fahrer geführt haben. Sieht man in fast jedem Western.

  3. Das sind Leute! Meinen sie wissen, wie man Tip schreiben soll, und können nicht einmal die primitivsten Rechtsschreibregeln. Ich kenne den Musti, ein wahrer Ungusti.

  4. Ich freu‘ mich ja über jeden Leser, daß der eine oder andere Trottel darunter sein mag liegt bei den aktuellen Zugriffszahlen in der Natur der Sache. Persönlich fände ich es furchtbar wenn alle meiner Meinung wären, dann wären wir nämlich dort wo ich nie sein will: im tiefsten Kommunismus.

    Entsprechend lasse ich hier natürlich auch divergierende Meinungen stehen – vorausgesetzt ein gewisser Grundton bleibt gewahrt. Das „Hausrecht“ übe ich hier aus, wem das nicht paßt kann sich schleichen. Wenn ich im Spamordner so eine Nachricht finde: „Hahaha
    Wieder einmal gewonnen!
    Ihr habt keine Chance!
    Gebt auf und hockts euch mit einem Bier vor dem Fernseher und hört auf das Internet zu verseuchen 😉
    bin ich zwar kurzfristig amüsiert, a la longue überwiegt aber dann doch das Mitgefühl für den minderbemittelten Schreiber. Dennoch will ich das meinen Lesern nicht zumuten und werde ich derartigen Schwachsinn, der keiner Diskussion dienlich ist, hinkünftig kommentarlos entsorgen. Get a life you moron!

    • uhh jetzt hast mich aber kalt erwischt
      ich gebs ja zu das ich ein trottel bin aber wenn mir fad ist dann überkommts mich immer un da pöble ich irgendwelche leute im internet an
      in letzter zeit hjats halt euch erwischt
      mich sollte man lieber in die mülltonne werfen ich taug eh zu nix 😥

  5. Da hat sich ja mit dem Musti eine wahre Lichtgestalt hierher verirrt.

    • Herr Zakrajsek!
      Schön das es sie auch noch gibt.
      Das interesse für Waffen dürfte trotz Waffenverbot ungebrochen sein.

  6. Dagarser du weist eh sicher das man Tip eigentlich mit zwei p schreibt oder?
    Und so nebenbei mal gesagt kannst du deine moderierte Kommentarfunktion gleich wieder abstellen weil wenn man will kommt man ja durch und kann euch jederzeit mal eine andere Meinung sagen.
    Ätsch Bätsch 😀

    Wie wäre es wenn du dein Blog umbenennen würdest in „Geil in Gars“ oder so ähnlich?
    Da könntest du über das Waldviertler treiben in Wald und Bett referieren und hättest vernünftigere und interessiertere Kommentatoren als die üblichen Bravo-Schreier die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und angenommen fühlen weil es noch andere kritikwürdige Charaktäre gibt die ebenso komische Gedanken haben.

    • Acha wir Tschuschn werden eines Tages Österreich übernehmen weil wir besser , härter und flexibler sind als der typisch österreichische Schwabo.
      Ihr habt ja nicht mal in den eigenen Familien zusammenhalt wo wollt ihr dann im Volk zusammenhalt schaffen?

      Also wehrt euch nicht wenn die Herren sich nehmen was ihnen eigentlich schon gehört!
      Das gilt auch für Einbrüche weil die meisten Schwabos eh zu deppert sind sich selber zu verteidigen.
      Wenn man sich den scheiß ansieht den eure Politiker und andere Depperte verzapfen und wieviele daran glauben dann kann man sich echt an den Kopf greifen.

      Also nicht wehren, niergends, niemals, aber schimpfen und jammern dürft ihr das soll euch erlaubt bleiben weil das ist echte österreichische Kultur das man alles bejammert und seinen Arsch nicht hochkriegt um für seine Interessen, sein Land oder zumindest für seine Familie zu kämpfen.

      Wartet ab bis wir die magischen 51% ds österreichischen Volksanteils erreicht haben, dann bestimmen wir und zeigen euch wie es geht!

  7. Vielleicht sollte man den Leuten noch sagen das sie neben 2Sich nicht wehren“ noch einen Satz Reserveunterhosen bereithalten sollen damit sie nachher nicht angschissn durch die gegend rennen wenn der Einbrecher mit den ganzen Wertsachen und den eigenen Waffen über alle Berge ist.

  8. »Es sollte mehr Werbung fuer Coach Guns gemacht werden…….«

    Zum Beispiel für die Baikal 12 Gauge mit außenliegenden Hähnen…

    • jaja die Coachgun mit der jeder Ruderlaiberlprolet dann seine Frau und Kinder tot schießen kann wenn ihm was ned passt aber Puffn braucht ma gegen Einbrecher die komischerweise nie kommen

  9. Zitat
    Einbrecher sind grundsätzlich nicht gewaltbereit…

    Jaja dumm nur wenn sich der Täter an einem vergeift weil er die Kombination des Wandtresors wo die eigene Waffe drinnen liegt haben will oder den Code für die eben entwendete Bankomatkarte herausprügeln will.

    Für den Schutz vor Gangstern gibt es keine Patentlösungen da muss man selber nachdenken wie man sich am besten verteidigt und was man sich selber zutraut.

  10. …..als vor einiger Zeit, ein betrunkener Giftler(Superkombination von Individium) meinem Türnachbarn mit einer abgeschlagenen Weinflasche in der Hand, mit dem Ermorden gedroht hatte und er gebrüllt hatte, ich bringe euch alle um, habe ich die Polizei gerufen – Notruf.
    Die Polizei kam 20 Min. später, aber da hatte ich die Sache schon geklärt, nachdem er auch an meine Tür getreten hatte.
    Mit dem S&W in der Hand öffnete ich die Tür, worauf er meinte, dass er MIR ja nichts tun wolle, worauf ich dann sagte – und den Anderen tust du auch nichts….Er hatte vorher schon die Hauseingangstür gewaltsam aufgebrochen und war dabei, eben unsere Türen aufzubrechen – das Ganze hatte sich tagsüber um 14 Uhr abgespielt.
    Die Polizei meinte, sie hätte sich in der Hausnummer geirrt…..daher die Verspätung…..

    • Jaaaaa,das kann bei langen Adressen schon vorkommen. Bei einer Waffenueberpruefung wurde ich einmal von den Beamten angerufen, an meiner Adresse sei ein Kindergarten. Die EDV hatte beim Ausdrucken einfach die letzte Zahl abgeschnitten und so aus 32 eine 3 gemacht.

      Ich fragte damals nach der Ueberpruefung den aelteren Beamten, der einen Aspiranten dabei hatte, ob das auch bei einem Notruf passieren koenne.

      Gegenfrage mit Seitenblick auf Lampenbewaehrte Glocks und, unter Anderem, einen stummeligen .44er: „Wuerden Sie uns denn brauchen?“

    • Ein schönes Beispiel wirksamer Deeskalation. Gratuliere! Das Gewaltmonopol kommt immer zu spät und kann aber meistens nichts dafür.

  11. In den IWÖ-Nachrichten spricht ein ehemaliger Polizeibeamter Klartext über die Selbstverteidigung:

    http://www.iwoe.at/img/IWOE2-12.pdf

    Auf den Seiten 7 bis 9 geht er auch mit seinen sozialromantischen Kollegen gar nicht sanft um.

  12. Man müßte diesen behördlich approbierten Idioten endlich das Handwerk legen. Wer macht es? Unsere Sicherheitspolitiker nicht, bleibt nur der Wähler übrig, der diese Bande zum Teufel jagt.

  13. ….übrigens: In den Nachrichten von N24 ist das jetzt zu sehen….

  14. ….heute früh auf N24 Nachrichten.
    Überfall auf ein Wettbüro,ein 71jähriger schießt beide Täter nieder – perfekte sichere Schußhaltung in einem gut besuchten Lokal, keine Gefahr für Unbeteiligte. Komentar des Sprechers: Beide Täter konnten trotz Schußverletzungen noch kurz flüchten, wurden aber dann festgenommen.
    Dem Schützen droht keine Anzeige, denn er hatte einen Waffenschein!!!
    Preisfrage: In welchem gelobten Land, war dieser Vorfall?

    • Ich wuerde einmal auf den mittleren Westen oder den Sueden der USA tippen.
      BTW lieber Garser, wenn ich demnaechst wieder ein paar Tage in Oesterreich verbringe habe ich auch die G19 neben dem Bett. Aber nur solange, bis ich einen Revolver mit Picatinny Schiene habe. (Wegen der Lampe) Wie meine Kollegen von der anderen Feldpostnummer immer sagen: „Bring enough gun!“

      Obschon die Reaktionszeiten der Polizei in Oesterreich viel kuerzer sind als hier in Deutschland sind die oben zitierten Ratschlaege natuerlich ein schlechter Witz.

      s sollte mehr Werbung fuer Coach Guns gemacht werden…….

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