Brunnenvergifter

In der „Badischen Zeitung“ ist ein Artikel zum privaten Waffenbesitz erschienen, nicht einmal besonders hetzerisch, da habe ich schon schlimmeres gelesen. In der dortigen Forumsdiskussion ist es aber ganz schön rund gegangen.

Beteiligt hat sich daran auch ein gewisser Gerold Schlatter, offensichtlich Vorstandsmitglied eines badischen Schützenvereins, bei einigen seiner Aussagen hat es mir die Zehennägel aufgerollt:

  • Ich gebe jedem Recht, der auf eine Reduzierung grosskalibriger Handfeuerwaffen (wie abgebildet) hinarbeitet. Über die Motivation derartiges besitzen (und auch abfeuern) zu müssen, kann man nur spekulieren. Es gibt jedenfalls keine vollwertige, international anerkannte und praktizierte Schiessportdisziplin ab Kal. 5,6mm (KK) aufwärts (mehr) – von den Wurfscheiben-Disziplinen und int. Militärwettkampfen (CISM) abgesehen.
  • Ich verwehre mich pesönlich immer wieder dagegen, mit allem was sich in allen ‚Randverbänden‘ so tummelt über einen Kamm geschoren und als ‚Sportschütze‘ diffamiert zu werden. Nicht alles, was sich ‚Jäger‘ nennt und über eine eigene politische Lobby verfügt, ist auch Jäger im waidmännischen Sinne. Auch da gäbe es einiges überprüfenswertes….
  • Sportschützen im eigentlichen Sinne – ich rede hier nur von den olympischen Disziplinen innerhalb des Deutschen Schützenbundes – werden bereits seit langem ‚geprüft‘ und entsprechend schon vor einer geplanten Anschaffung auf ‚Herz und Nieren‘ geröntgt – damit haben auch die meisten keine Probleme.

Das ließe sich noch fortführen, aber ich denke das reicht. Ich will auf diesen Unfug auch gar nicht näher eingehen, das disqualifiziert sich ohnehin von selbst. Bei solchen „Freunden“ braucht man keine Feinde mehr, unfaßbar daß so jemand eine Funktion in einem Schützenverein ausübt.

Dem Herrn Schlatter sei jedenfalls ins Stammbuch geschrieben: „Sie mögen ein Sportler sein. Schütze sind Sie keiner!“

15 Antworten zu “Brunnenvergifter

  1. Pingback: Wochenrückblick 30/2012 | dagarser

  2. Pingback: Brunnenvergifter/Teil 3 | dagarser

  3. Josip, Du meinst es ersichtlich gut, und Deine Mahnung zu Sachlichkeit und Gelassenheit ist auch sehr behrzigenswert. Nur passt sie hier nicht so ganz zum zugrunde liegenden Sachverhalt.
    Denn es geht hier um etwas Anderes als verschiedene Meinungen; der eine schießt eben Zimmerstutzen, der andere IPSC, jeder mag seine Disziplin. Das ist aber nicht der Punkt.
    Ich zum Beispiel kann nicht mit dem Bogen jagen; vermutlich würde ich selbst auf 10 Meter keinen sauberen Treffer setzen können. Dennoch respektiere ich Bogenjäger für ihr großes Können und ihre Passion; und schreie nicht nach einem Verbot der Bogenjagd, wie so manche andere „konventionelle“ Jäger mit Kugel und Schrot. Das ist der Unterschied zwischen einem Herrn Schlatter und mir. Und nicht, welche Disziplinen wir schießen.

  4. Pingback: Brunnenvergifter/Teil 2 | dagarser

  5. Bitte übertreibt nicht, erstmal steht jedem seine Meinung zu, mag sie noch so „unangenehm“ sein. Er sieht halt keinen Grund für GK, nun gut, ist halt so. Wir sollten jezze aber nicht wie die Verbieter reagieren und solche Meinungen verbieten. Das es Zwist und unterschiedliche Ansichten zwischen den Verbänden, Vereinen und den Schützen der jeweiligen Fraktionen gibt, ist ja nu auch nix neues und bestimmt genauso alt, wie der erste Ausstieg von Sportschützen, die sich erdreisteten ihren eigenen Verband zu gründen.
    Auch wenn sich einige oder viele nun „in den Rücken gestochen“ fühlen, so gilt halt erstmal auch die Meinungsfreiheit. Man muss ja die Meinung nicht akzeptieren, aber wenigsten tolerieren.

    Nehmt wenigstens seine Aussagen auf und diskutiert darüber, wie ja im Kommentarbereich geschehen ist, aber bleibt einfach sachlich. Den Ausschluss von Schützen zu fordern, nur weil sie ebenso gegen etwas sind, ist halt ein Umstand mit dem man leben muss. Betreibt weiterhin Aufklärung in dem ihr zeigt clip und klar auf, warum GK auch weiterhin seinen Grund hat – trotz aller Meinungen, die GK für überflüssig halten. Gibt halt genauso viele die GK für sehr wichtig halten.

    Also, stay cool – auch wenn man sich so schlecht am Rücken kratzen kann, der Juckreiz vergeht wieder. 😉

    grüße,
    zykez

  6. Heckenschütze

    Dieser Herr Gerold Schlatter würde ich nicht unbedingt in einen so schlechten Licht stehen lassen wie das viele hier tun.

    Herr Schlatter ist nicht der Vereinsobmann des SV Egringen e.V. sondern nur der 1. Schießwart was man hier nachlesen kann: http://www.schuetzenverein-egringen.de/der-verein/vorstand/

    Zum 2. möchte ich die Behauptung aufstellen das die Zitate von dagarser aus dem Zusammenhang gerissen wurden um diesen Herrn in ein schlechtes Licht zu rücken.
    Hier das Originalzitat in voller Länge:

    19. Juli 2012 – 16:16 Uhr

    ruhig Leute, gaaaanz ruhig………..
    Das politische – wie auch immer motivierte – Gezeter geht nach sowas immer los – und teils eben mangels Sachverstand meistens am Ziel vorbei.
    Fakt ist
    * Sportschützen im eigentlichen Sinne – ich rede hier nur von den olympischen Disziplinen innerhalb des Deutschen Schützenbundes – werden bereits seit langem ‚geprüft‘ und entsprechend schon vor einer geplanten Anschaffung auf ‚Herz und Nieren‘ geröntgt – damit haben auch die meisten keine Probleme. ‚Selbstverständnis‘ hin oder her.
    * Die sportliche Tätigkeit (aktive Teilnahme an Meisterschaften, etc.) muss regelmässig gegenüber den Behörden belegt werden – sogar bei Wohnsitz im Ausland. Die Aufgabe des aktiven Schiessports führt i.d.R. zum Verlust der entsprechenden Berechtigungen und der Waffen. Hier liegt aber auch bei den Vereinen wie Behörden ‚menschlicher Ermessenspielraum‘.
    * Waffenlagerung in Vereinen ist möglich, aber auch mit entsprechenden Risiken und Kosten verbunden. Und – viele kleinere Vereine werden/würden dadurch in ihrer Existenz bedroht, bzw. können derartige (dann zwangsläufig extreme hohe Sicherheitauflagen) nicht erfüllen. ABER es gibt meines Wissens auch noch keine rechtliche Ausführungsbestimmung dazu seitens der zuständigen LRA und entsprechende Unwissen- und Unsicherheit auf beiden Seiten.
    * Ich gebe jedem Recht, der auf eine Reduzierung grosskalibriger Handfeuerwaffen (wie abgebildet) hinarbeitet. Über die Motivation derartiges besitzen (und auch abfeuern) zu müssen, kann man nur spekulieren. Es gibt jedenfalls keine vollwertige, international anerkannte und praktizierte Schiessportdisziplin ab Kal. 5,6mm (KK) aufwärts (mehr) – von den Wurfscheiben-Disziplinen und int. Militärwettkampfen (CISM) abgesehen.
    * Ich verwehre mich pesönlich immer wieder dagegen, mit allem was sich in allen ‚Randverbänden‘ so tummelt über einen Kamm geschoren und als ‚Sportschütze‘ diffamiert zu werden. Nicht alles, was sich ‚Jäger‘ nennt und über eine eigene politische Lobby verfügt, ist auch Jäger im waidmännischen Sinne. Auch da gäbe es einiges überprüfenswertes….
    * Waffenmissbrauch wird kein Gesetz der Welt je verhindern können und ich gebe all denjenigen Recht, die die Probleme in unserer Gesellschaft als Ursache wahrnehmen. Auch wenn die Diskussion darüber leidlich ist, solange z.Bsp. Saufen gesellschaftlich immer noch als Kavaliersdelikt gilt und man die daraus resultierenden Toten und zerstörten Existenzen und Familien nicht sehen will, sind derartige politische Wirbeleien halt einfach auch nur wieder grad ins eigene politische Programm passend und billig.
    * Wenn sich unsere Familien-, Sozial-, und Arbeitsministerien so sehr um gesellschaftliche Veränderungen bemühen würden, wie es z.B. der oben erwähnte DSB seit den ganzen Tragödien in Sachen Zuverlässigkeit und Sicherheit der eigenen Mitglieder getan hat, würden die Zahl derartiger Tragödien vielleicht auch abnehmen. Aber auch das ist nur reine Spekulation.

    Gerold Schlatter,
    ‚echter‘ Sportschütze seit mittlerweile über 30 Jahren und bislang in allen Ländern des Dreiländerecks ohne Probleme jeglicher Art betr. Waffenrecht und Sicherheit unterwegs und wohnhaft…….

    ZITAT ENDE
    Na das liest sich doch gleich ganz anders als es uns vorgekaut wurde und es Herrn Schlatter´s gutes Recht seine persönliche Meinung kund zu tun und ich finde sie ist nicht so negativ wie es in diesem Blog präsentiert wurde.

    Ein wenig Kontrolle der hier dargebotenen Schriftstücke tut leider wirklich not da auch in Pro-Waffen Foren/Blogs/Internetseiten nicht immer die volle Wahrheit verkündet wird und genauso wie bei allen anderen Interessensgemeinschaften ein wenig „unscharf“ berichtet wird.

    PS:
    Man brunze nicht in das Wasser was man noch trinken möchte…

    • Dieser Kommentar war in den Spamordner „gerutscht“, deshalb habe ich ihn erst jetzt freigegeben.

      Replik:
      Ich habe nirgends geschrieben daß Schlatter Vereinsobmann ist, ich habe „Vorstandsmitglied“ geschrieben. Nachdem der von Heckenschütze genannte Link auf den Vorstand des gegenständlichen Schützenvereins verweist und Schlatter dort aufgeführt wird ist das ja wohl nicht falsch.

      Zum Vorwurf ich hätte die Aussagen „aus dem Zusammenhang gerissen“: Ich habe explizit von „einigen seiner Aussagen“ gesprochen und diese dann zitiert. Deutliche Aussagen die keinen Interpretationsspielraum zulassen. Somit weise ich die o.a. Behauptung zurück. Ins „schlechte Licht“ hat sich Schlatter selbst gerückt, kein anderer.

      Zudem habe ich auf den ggstdl. Artikel verlinkt, wer wollte konnte sich das zur Gänze durchlesen. Wenn ich hier schreibe „wollte“ dann deshalb, weil die Kommentare Schlatters mittlerweile verschwunden sind. Ich habe sie aber gesichert.

      Das post scriptum verstehe ich nicht.

  7. Was soll man sagen. Die Deutsche sind an ihrer Misere selber schuld. Wenn es solche Schützen gibt, darf man sich nicht wundern.

  8. …..Hirn aus dem Schädel gesoffen – was sonst könnte der Grund für solche Worte sein?
    Er möge besser Briefmarkensammeln….

  9. Bei uns im Verein wird man auch mal mit „Moin Moin, Sportskamerad!“ begrüßt (Moin Moin steht im norddeutschen Raum für Guten Tag). Das Wort „Kamerad“ würde mir in Bezug auf obigen Namen niemals einfallen!

    Pfui Deibel!

  10. Kordian, der Verein ist ein fast reiner, kleinerer Gewehrverein im Luftdruck- und KK-Bereich. Sie haben ein paar gute Nachwuchsschützen und halt den Schlatter selbst, sind aber keiner der südbadischen Spitzenvereine, nicht im dortigen Schützenkreis und erst recht nicht nicht im Bezirk und Land.

    Wer sich ärgert, möge nicht _hier_ schimpfen, sondern einen Brief bzw. eine Email an den Südbadischen Sportschützenverband senden (mail@sbsvog.de) und möglichst sachlich (also keine Invektiven / Beschimpfungen) darauf hinweisen, dass diese öffentliche Äußerung im klaren und ein deutigen Gegensatz zur wiederholten bekräftigen Haltung und Politik sowohl des DSB (Ambacher, Kohlheim) als auch des SBSV steht, und eindeutig verbandsschädigend ist.

  11. Gerade auf der Seite des Vereins hinterlassen:

    Herr Schlatter,

    ich empfehle ihnen den sofortigen Austritt aus ihrem Verband und Verein incl. Abgabe aller in Ihrem Besitz befindlichen Waffen und WBKs. Sollte ich bis zum 01.08.2012 keine diesbetreffende Nachricht erhalte, werde ich ein Vebandsausschlussverfahren gegen Sie eröffnen lassen.
    Wer als Sportschütze solche intoleranten Aussagen in der Öffentlichkeit macht, hat in unserem Sport nichts verloren.

    Erik XXXX

  12. Man sollte sofort ein Ausschlussverfahren eröffnen, Das schlimmste ist das dieser „Schütze“ das GK-Schiessen angreift aber selber fast alle Rekorde im GK seines Verbandes hält.

  13. Kordian Kokott

    Was ist das für ein Schützenverein, der das durchgehen lässt???

  14. Ich verweigere diesem Menschen auch die Anerkennung als Sportler.

    Zu sportlichem Verhalten gehoeren Fairness und Wahrheitsliebe.

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