Daß ich das noch erleben darf

Medienberichterstattung über den legalen Waffenbesitz zeichnet sich in aller Regel durch Uninformiertheit, aber auch durch ideologische Hetze aus. Da kommt es bald einem Wunder gleich wenn man einmal einen vernünftigen Artikel zu diesem Thema findet.

Aber es gibt sie, diese raren Momente wo man einen Artikel ein zweites, ja ein drittes mal lesen muß um sicherzugehen daß man sich nicht verlesen hat, nein, tatsächlich einmal ein ausgewogener, kluger Beitrag! So etwa hier auf news.de, Isabelle Wiedemann bricht da „Eine Lanze für die Sportschützen“, ein absolut lesenswerter Artikel, hier ein paar „Schmankerl“ daraus, außer „Gut gemacht!“ und „Bravo!“ ist jeder weitere Kommentar meinerseits überflüssig:

… Rational betrachtet ist es allerdings unter den gegenwärtigen Bedingungen sinnlos, in Deutschland Waffen im Privatbesitz zu verbieten. …

… Die Kontrolle der legalen Waffen funktioniert gut – und jeder weiß, dass der illegale Markt durch ein Verbot eher wächst als schrumpft. …

… Bestes Beispiel, wie wenig ein Waffenverbot in Bezug auf Kriminalität bringt, ist Großbritannien. …

… Die Illegalität gilt es zu bekämpfen, nicht die Sportschützen. …

…  Natürlich wäre es wünschenswert, dass Menschen, die zu Gewalt neigen, keine Waffe in die Hand bekommen. Das jedoch lässt sich durch ein Verbot von Schusswaffen für Schützen und Jäger nicht erreichen. So viel ist klar.

9 Antworten zu “Daß ich das noch erleben darf

  1. Pingback: Wochenrückblick 31/2012 | dagarser

  2. Nicht vergessen: unser Sportminister ist Wehrdienstverweigerer und hat daher ein Waffenverbot (vielleicht schon ausgelaufen). Aber Waffe hat er sicher keine und geschossen hat er sicher auch noch nie (außer mit einem Tischtennisball).

    • Hat jemand das mit dem Sportminister (Darabos) und der Sportlerförderung mitbekommen?
      Guckst du da: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100409_OTS0148/darabos-sportfoerderung-in-oesterreich-auf-voellig-neue-beine-stellen

      Zitat aus oben genannter Quelle:

      Der Minister spricht sich seit seinem Amtsantritt für die Etablierung
      von Prime-Sportarten in Österreich aus und möchte diese im Rahmen der
      Förderreform etablieren

      Zitat Ende

      Ich schätze mal das der Sportminister unter den Prime-Sportarten so Sachen wie die Leichtathletik- und diverse Schwimmdisziplinen versteht.
      Ich denke nicht das da die Schießsportler drunter fallen.
      Aber wahrscheinlich stinkt es dem Herrn Sportminister nur gewaltig das Österreich bisher noch keine Medaillie abgeräumt hat.

      • Der will sich doch nur herausreden. Ein neues Gesetz bringt nichts, lenkt aber ab und man kann dann jemand anderem die Schuld geben. Diese jämmerliche Figur ist politisch zu entsorgen. Geht bei der nächsten Wahl wahrscheinlich ganz problemlos.

  3. Hallo!

    Hier habe ich was bei dem der Dargarser wieder mal was zum aufregen hat 😉

    Wem es interessiert der möge sich bitte die „Ganze Woche“ Ausgabe 1. August kaufen und auf Seite 32 nachschlagen.
    Überschrift: „Feuergefecht einer aussterbenden Art“
    Da geht es um den Büchsenmacher und Olympiaschützen Christian Planer und der Artikel war bis zu den letzten paar Zeilen sehr gut gemacht worden.
    Aber leider genau die letzten paar Zeilen waren meiner Meinung nach irgendwie verunglückt.

    Hier das Zitat aus dem Text des oben genannten Schriftwerkes:

    Denn privat sieht der Familienvater Waffengebrauch durchaus kritisch.
    „Ich besitze kein einziges Gewehr und die Verherrlichung von Schusswaffen im Fernsehen sowie in Videospielen finde ich furchtbar. Ein Glück das mein Sohn bisher kein Interesse daran gezeigt hat.“
    Doch das generelle Ablehnen von Feuerwaffen sieht Planer auch als schlechte Einstellung.
    „Die Politik unseres Landes will das Waffengesetz verschärfen, für mich ist das der falsche Weg.
    In England wurden Waffen verboten und die Kriminalität stieg.
    In einem Ort in den USA musste jeder verpflichtend eine Waffe besitzen und die Stadt wurde sicherer.“

    Zitat Ende

    Das ist irgendwie komisch für jemanden der beruflich mit Waffen zu tun hat und auch im sportlichen Bereich Höchstleistungen erbringt.
    Ich schätze mal das der Journalist der das Interview gemacht hat da ein wenig getrickst hat.

  4. ….da gerade Olympia ist: Früher hatten wir ja einige olympisch sehr erfolgreiche Sportschützen, ich erinnere an Petritsch uva. und es war schon damals den Reportern immer irgendwie peinlich, einen Schützen zu befragen und keinen z.B. Läufer…
    Dass dann Schützen auch noch intelligente Antworten auf dumme Fragen fanden, haute dem Fass den Boden aus….

    • Koennte dies damit zu tun haben, dass der Schiessport vom Ausuebenden Kenntnisse in Physik (Mechanik, Ballistik) und Mathematik verlangt? 😀

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