Dumm gelaufen

ist es für einen Einbrecher in Jacksonville/Florida, da ist er gleich zweimal an die „Falschen“ geraten:

Als sich der 32jährige Alejandro Carlson in den frühen Morgenstunden mit einem Messer Zugang zu einem Haus verschafft hatte wurde er vom Besitzer Maya Trout, der durch seinen Hund vor dem Einbrecher gewarnt worden war, mit einer Ladung Schrot empfangen.

Verwundet flüchtete der mit Drogen vollgepumpte Verbrecher ins nächste Haus des 68jährigen Ehepaars Farley, begann zu randalieren, schrie „Sie sind hinter mir her, ruft die Polizei!“ und verschanzte sich im Badezimmer. Dann kam es zunächst zu einem Gerangel mit der Hausbesitzerin Joanne Farley in das sich dann auch ihr Mann Joseph, der im Vorjahr einen dreifachen Bypass bekommen hatte, einmischte. Der Verbrecher konnte sich losreißen und stürmte wie wild durchs ganze Haus bis ihn Joanne Farley schließlich im Wäschezimmer fixieren konnte und wo er dann von Joseph Farley mittels dessen eigener inzwischen hervorgeholter Waffe bis zum Eintreffen der Polizei in Schach gehalten wurde.

 “My home is my domain, and I’m going to protect it,” she said. “Any woman would.” („Mein Heim ist mein Reich und das werde ich auch verteidigen“, sagte Joanne Farley. „Das würde jede Frau machen.“) (Quelle: jacksonville.com)

Ja, da hat Carson zweimal „Pech“ gehabt, beim ersten Einbruch wird er gleich angeschossen, beim zweiten von einem 68jährigen Ehepaar überwältigt. Bemerkenswert ist die Reaktion der Farleys: Aus dem Schlaf gerissen haben sie nicht lange überlegt, sondern instinktiv ihr Heim verteidigt. Das war eine gefährliche Situation, im Nachhinein betrachtet hätten sie das wahrscheinlich besser und für sie ungefährlicher lösen können, aber sie haben eben nicht lange nachgedacht sondern einfach gehandelt! Wahrscheinlich weil es in Florida keinen kriminalpolizeilichen Beratungsdienst gibt der den Leuten fortwährend vorbetet wie man sich nur als „Opfer“ zu verhalten hat…

Wie würde eine solche Situation in Österreich oder Deutschland wohl ausgehen? Wahrscheinlich gut – für die Kriminalstatistik. Denn hier würde den Täter vermutlich schon im ersten Haus keine Gegenwehr erwarten und er könnte in aller Ruhe die Bewohner abschlachten und anschließend das Haus ausräumen. Und die Nachbarn könnten seelenruhig weiterschlafen.

Bis wir irgendwann alle munter werden.

11 Antworten zu “Dumm gelaufen

  1. Pingback: Wochenrückblick 32/2012 | dagarser

  2. Sehr amerikanisch, aber köstlich !

  3. ….auf das Munterwerden, warte ich in Österreich schon seit Jahrzehnten….

  4. Kronenzeitung von heute, 08.08.2012, Seite 16
    „Plötzlich löst sich ein Pistolenschuss“
    Schussunfall in Wien-Meidling – wie berichtet wurde in einer Werkstatt in der Breitenfurter Straße eine 37-jährige durch eine Kugel verletzt. „Ich fand auf dem Schreibtisch einen Plastiksack. Ich griff hinein, ohne zu ahnen, dass eine Pistole drinnensteckte und kam am Abzug an“, schildert Esad A. Der Schuss traf die Schwester einer Bekannten. Woher die Waffe kam? „Offenbar wollte mir jemand einen bösen Streich spielen“, so der
    40-jährige.
    Mein Kommentar: Gott-sei-Dank, dass Dummheit keine Schmerzen verursacht. Es wäre nicht zum Aushalten

    • Dummheit wäre es höchstens diese Geschichte zu glauben.

      Warum in Dreiteufelsnamen sollte jemand dem „Esad A.“ eine geladene Waffe auf den Schreibtisch legen? Das ist kein Scherz (worin läge der Witz?) und auch keine Drohung, meiner Ansicht nach eine reine Schutzbehauptung damit der Esad nicht erklären muß woher er die illegale Waffe hatte.

    • …erstaunlich, wie viele böse Menschen und womit böse Streiche machen…
      Esad A. klingt aber ganz nach der Wahrheit, das muss man hier schon mit aller Deutlichkeit festhalten….

  5. ZITAT: „Wahrscheinlich weil es in Florida keinen kriminalpolizeilichen Beratungsdienst gibt der den Leuten fortwährend vorbetet wie man sich nur als “Opfer” zu verhalten hat…“ ZITAT Ende

    So ist es leider. Es ist eine Schande, daß beamtete Ratschläger die Bürger, meist über unsere Hofberichterstattungsmedien desinformieren und vertrotteln dürfen. Man sollte solche Ratschläger zur Verantwortung ziehen. Ihre Desinformationen grenzen an (Täter-) Begünstigung.

  6. Hoppe Gottfried

    Herr Zakrjsek,wir sind bereits munter,nur unsere Sicherheitspolitiker habens noch nicht geschnallt.sind halt vetrottelte Gutmenschen und Verbrecherfreunde.

  7. Ja, wir sollten wirklich alle bald munter werden.

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