Pro Wehrpflicht!

Ich bin ein glühender Verfechter der allgemeinen Wehrpflicht. Nicht etwa, weil ich grundsätzlich gegen alles bin was von UMAZ Darabos kommt, das wäre zu billig. Schließlich kommt diese Initiative ja auch nicht von ihm, der ja die Wehrpflicht als „in Stein gemeißelt“ angesehen hatte, sondern begann als verzweifelter Wahlkampfgag seines Genossen Häupl.

Doch die politischen Hintergründe will ich heute gar nicht näher beleuchten, nur soviel: Daß die Sozialisten ihr „Hainfelder Programm“ sowie die Zustände im Jahr 1934 so einfach vergessen haben sollen leuchtet mir nicht ein. Wobei: Heute sind sie im Vergleich zu damals an der Macht, vielleicht wollen sie ja deshalb keine Waffen im Volk haben?

Darum geht es mir aber wie gesagt heute nicht, sondern darum was die Wehrpflicht den jungen Leuten gibt: In erster Linie Disziplin! Ich kann mich noch gut erinnern als ich an einem klirrend kalten Jännermorgen in die Wiener Maria-Theresien-Kaserne eingerückt bin, ziemlich ratlos was mich wohl erwarten würde, und da ging es nicht nur mir so – war ja ein ziemlich bunter Haufen der sich da zusammengefunden hatte! Ein paar Langzottelige, denen man erst nach dem Besuch beim Kasernenfriseur angesehen hat daß es überhaupt Burschen sind, gespannte, (recht wenige) enthusiastische und auch ängstliche Gesichter waren dort zu sehen. Ich gehörte übrigens zu den „Gespannten“.

Dann gleich die erste Überraschung: Nach dem G’wandausfassen gleich aufsitzen auf den guten alten 680er Steyr und ab die Post! Wohin? Keine Ahnung, wurde uns nicht gesagt. Ziel der Reise war, wie sich dann herausstellen sollte, Götzendorf (übrigens ein ganz beschauliches Fleckerl Erde, besonders im Jänner und bei Ostwind…). Dort angekommen gleich einmal (ein noch recht unmilitärisches) Antreten, Begrüßung und die erste Befehlsausgabe: Quartier beziehen und anschließend Antreten zum Abendessen! Na bravo – Zimmer mit 7 wildfremden Menschen teilen, die meisten scheinbar ganz in Ordnung, 2 davon waren aber richtige „Ungustln“. Die ersten Gedanken an einen „Reiserücktritt“ wurden wach, manche haben das auch – teils lautstark, teils weinerisch – artikuliert. Aber bald war den meisten klar daß man sich eben arrangieren werde müssen, weil „es hilft ja nix“.

Bevor ich zu weit in die Erinnerung abschweife: Die Grundausbildung war hart, wer schon halbwegs selbständig war hatte es natürlich leichter als jene Bubis die nie zuvor ihr Zimmer aufgeräumt oder sich selbst die Schuhe geputzt hatten, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die hatten aber nach Dienstschluß und an den Wochenenden ausreichende Gelegenheit das bisher Versäumte nachzuholen, nach Abschluß der ABA waren jedenfalls alle firm in diesen zivilisatorischen Grundfertigkeiten. Kein Nachteil. Lustig auch die Exerzierübungen: Wenn da einer aus der Kompanie etwa die Handschuhe vergessen hatte galt für alle: „Handschuhe ausziehen!“ Der ewige Dank der Kameraden war den Vergesslichen gewiß, eine halbe Stunde im „Habt acht!“, Finger lang, Mittelfinger an der gedachten Hosennaht, bei minus 20 Grad und oben bereits erwähntem Ostwind – da wird’s schon ein bisserl kalt in den Griffeln. Keiner hat seine Handschuhe ein zweites mal vergessen, dafür haben die Kameraden schon gesorgt…

Immer wieder kommt auch das „Argument“, daß man sich beim Bundesheer „blödsaufen“ würde. Na ja, „blöd“ würde ich jetzt nicht sagen, aber es ist schon genug Alkohol geflossen. Hat sich aber recht schnell in Grenzen gehalten, weil am nächsten Morgen war nichts mit „Rausch ausschlafen“, die Tagwache war da ganz unerbittlich, geschweige denn wenn es um drei Uhr Früh einen „Alarm“ gab! Natürlich konnte man sich auch krank melden – aber nur wenn man an den nächsten Wochenenden nichts vorhatte… Und so war recht schnell Schluß mit den „Exzessen“.

Diese Disziplin wurde uns beigebracht, das Wissen, seinen Tagesablauf nicht selbst bestimmen zu können und damit klarkommen zu müssen. War für viele völlig neu. Schön war aber auch anzusehen, wie sich eine Kameradschaft entwickelt und gefestigt hat – man half sich gegenseitig, man trainierte mit den Schwächeren und lernte von den Besseren, man deckte – wo es möglich war – die Kameraden wenn einer einen Blödsinn angestellt hatte, etc. So haben sich etwa die zuvor erwähnten 2 „Ungustln“ als ganz klasse Burschen entpuppt, mit einem davon treffe ich mich heute noch ab und zu auf ein Bier (oder zwei…). Aber man mußte auch zur Kenntnis nehmen daß es Leute gibt die auf Kameradschaft keinen Wert legen, auch das gab es. Trotzdem mußte man mit denen klarkommen und zusammenarbeiten. Auch eine wichtige Erfahrung fürs Leben!

Auch konditionell war die ABA gut: Hatte ich bei der Kleiderausgabe noch moniert, daß die Hose viel zu eng sei (Antwort: „Des paßt scho so, wirst seh’n!“), so paßte sie nach zwei Wochen wie angegossen, in der fünften Woche bin ich dann mit etlichen Kameraden in die Kleiderkammer aufgebrochen um mir die Hosen eine Nummer kleiner zu tauschen. Hat sicher nicht geschadet.

Auch die Gefechtsübungen auf dem GÜPL, das „Leben im Felde“, der Gefechtsmarsch waren Herausforderungen – man wurde an seine Grenzen herangeführt und hat ganz nebenbei auch noch wichtige und interessante Dinge gelernt, Feuer machen im Schnee etwa (und da war viel Schnee!).

Natürlich war auch die Schießausbildung ein ganz integraler Bestandteil der Grundausbildung, viele Kameraden hatten zum ersten mal in ihrem Leben eine scharfe Waffe in der Hand. Nach Beendigung der ABA haben alle ihr Ziel getroffen, konnten alle ihr StG77 blind in seine Hauptbestandteile zerlegen und wieder zusammenbauen! Ich könnte es wahrscheinlich heute noch. Erst die Schießausbildung macht den Soldaten zum Soldaten.

Zum Abschluß noch die Angelobungsformel:

„Ich gelobe, mein Vaterland, die Republik Österreich, und sein Volk zu schützen und mit der Waffe zu verteidigen. Ich gelobe, den Gesetzen und den gesetzmäßigen Behörden Treue und Gehorsam zu leisten, alle Befehle meiner Vorgesetzten pünktlich und genau zu befolgen und mit allen meinen Kräften der Republik Österreich und dem österreichischen Volke zu dienen.“

Wenn mir einer erklären kann was daran schlecht sein soll, so möge er es bitte tun. Überzeugen wird er mich nicht können.

Nun soll es also zu einer Volksabstimmung über die Wehrpflicht kommen, ein unwürdiges Schauspiel und ein Armutszeugnis für die Republik. Ich weiß schon wie ich abstimmen werde: Für Disziplin, Kameradschaft, Treue und Pflichtbewußtsein. Es lebe das Österreichische Bundesheer!

21 Antworten zu “Pro Wehrpflicht!

  1. Pingback: Wochenrückblick 36/2012 | dagarser

  2. Wehrpflicht am Arsch.
    Bei Gott, ein moderner Staat sollte sich auch eine moderne Armee leisten!

  3. Was ich hier sehr interessant finde das ist das einige Leute hier den Dienst beim Bundesheer als eine schöne Zeit in Erinnerung haben.
    Besonders diese Sätze von Noricus hat es mir angetan:

    Eine wunderbare Kameradschaft, super Ausbildner, die uns forderten und förderten, abenteuerliche Gweässerdurchquerungen, Märsche und weiß der Deibel was noch alles mehr. Um Fredl Fesl zu zitieren:
    “und wenn i hundert Jahr werd, daß i des net vergiß!”

    Vor meiner Einberufung hatte ich ähnliche Erwartungen, das es zwar hart und anstrengend sein wird aber man doch Kameradschaft und andere positive Sachen dort erlebt an die man sich nach Jahren noch mit Freude erinnert.
    Wie es wirklich war habt ihr ja gelesen auch wenn´s der Dagarser nicht wahr haben will. 😉

    Ich fürchte aber, daß es dieses Bundesheer heute kaum noch gibt…

    Ja scheint fast so als seid ihr bei einem anderen Bundesheer gewesen.
    Wäre mal interessant zu wissen in welchen Jahren ihr dort euren Dienst geleistet habt.

    • Wie es wirklich war habt ihr ja gelesen auch wenn´s der Dagarser nicht wahr haben will.

      Der eine macht diese Erfahrungen, der andere jene. Aus einer Erfahrung eine Allgemeingültigkeit ableiten zu wollen ist aber unzulässig. In meinem (gar nicht so kleinen) Bekanntenkreis überwiegt jedoch die positive Erinnerung an den GWD, das nehme ich (auch) als Maßstab.

      Natürlich gab es Ungerechtigkeiten, so hatte ich mir etwa beim freiwilligen Schleppen einer alten MunKiste (um mich vor dem Morgensport zu drücken) einen Schiefer eingezogen, am nächsten Tag hatte ich die feinste Blutvergiftung (roter „Strich“ vom Daumen bis zur Achsel…). Also natürlich ab zum Arzt, eine Woche Innendienst und Schonung der rechten Hand, Antibiotika gefr….. bis zum Gehtnichtmehr. Am darauf folgenden Wochenende – kein Ausgang, Befehl des KpKdt: „Die Gichtler bleiben da!“.
      Habe ich in meinem Fall als schwerst ungerecht empfunden, eine (im Dienst zugezogene) Blutvergiftung ist ja schon etwas anderes als ein eingebildeter Schnupfen!
      Und was soll ich sagen – habe diese „Strafe“ trotzdem ohne bleibende seelische Narben überstanden! Was soll’s? (Natürlich hatte ich damals keine lobenden Worte für den KpKdt übrig, wird ihn nicht sonderlich gejuckt haben. Die meisten anderen „Gichtler“ waren aber wirklich Simulanten und hätten eigentlich „in‘ Dschumbus“ gehört.)

      War übrigens ET I/95.

    • ET X/82 StbB 9 ; 9. PzGrenBrig: 1. PzDiv

  4. Ich war weder beim Heer noch beim Zivildienst, hab aber trotzdem eine Meinung. Das Heer war einmal wichtig, als wir noch Österreicher waren. Wir hatten einen Tag der Fahne und einen Tag der Arbeit. Das wurde dann geändert zum Nationalfeiertag, denn wir sollten uns nicht mehr als Deutsche, sondern als Österreicher fühlen.
    Heute kann man nicht einmal mehr die Namen seiner Nachbarn aussprechen, von Österreich ist kaum mehr was übrig. Ein kroatischer Wehrdienstverweigerer regiert unsere Wehrmacht. Im Kindergarten gibt es Onkel mit Zivildienstabzeichen.
    Die Zeiten werden schlechter, gute Nacht Österreich.

    • Isuse, Marijo i Josipe!

      „ein kroatischer Wehrdienstverweigerer regiert unsere Wehrmacht(sic!).“

      … Gott, ist dir gerade etwas im Schädel durchgeschmorrt?!

      Und Darabos ist in erster Linie Politiker, der die „österreichische Wehrmacht“ führt und erst zum Schluss ein Wehrdienstverweigerer(vor wie vielen Jahren war das nochmal?), der mit seinem Verweigern eine persönliche Entscheidung getroffen hat, die für Dich und andere wertungsfrei sein sollte.
      Überhaupt, wer sich über so etwas entrüstet, in so einer hetzerischen Weise, verdient keinen Respekt, sowas ist bigottes, hinterfotziges Verhalten.

  5. Ich war etwas länger bei dem Verein dabei. Besonders gut gefiel es mir beim LWSR 81 in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim bei Salzburg. Das Landwehrstammregiment gibt es heute nicht mehr, was ich sehr schade finde, da es wirklich eine Truppe mit sehr langer Tradition war: bis zurück zu den Landsknechten des 30jährigen Krieges!
    Als ich meinen GWD hinter mir hatte und in der Waffenkammer jedes Gewehr etliche Male zerlegt und gereinigt hatte, wurde es mir dann doch ziemlich langweilig, zumal noch kein neuer ET im Hause war.
    Doch quartierten sich bei uns Offiziersanwärter der Theresianischen MilAk bei uns ein, die ein ziemlich scharfes Programm abspulten.
    So meldete ich mich zum Rapport mit der Bitte, bei diesem Kurs als fünftes Rad am Wagen mitmachen zu dürfen. Meiner Bitte wurde stattgegeben!
    Was danach folgte, war beinahe die schönste Zeit meines Lebens – so kitschig sich das auch anhören mag. Eine wunderbare Kameradschaft, super Ausbildner, die uns forderten und förderten, abenteuerliche Gweässerdurchquerungen, Märsche und weiß der Deibel was noch alles mehr. Um Fredl Fesl zu zitieren:
    „und wenn i hundert Jahr werd, daß i des net vergiß!“

    Ich fürchte aber, daß es dieses Bundesheer heute kaum noch gibt – besonders, wenn ich sehe, was da manchmal mit Uniform herumläuft… ich hätte meine Probleme, diese Jungs als „Kameraden“ zu sehen…

    • Hallo Noricus, hab so ähnliche Erfahrungen gemacht – Die schönen Erinnerungen überwiegen – die vielleicht etwas weniger schönen sind schon verblasst. Leider ist die heutige „Armee“ nur mehr eine Arme!
      Es gibt noch einige motivierte Einheiten, die den GWD auch noch interessante und sinnvolle Ausbildungen bieten können.
      Doch auch diese werden immer weniger – dank der obersten politischen Führung (Führung kommt doch von führen, befehlen leiten…. na ja auch die Führung in die Auflösung ist eine Führung…)

  6. So hat also der junge Dagarser das ÖBH erlebt, na dann erzähle ich dir mal wie es einem Niederösterreicher ergangen ist der damals noch total überzeugt vom ÖBH und Österreich war und beim Einrückungstermin 4/99 in der 3 Fla1 in Hainburg eingerückt ist.
    Ich war ebenfalls am 1. Tag etwas neugierig und dachte mir „So schlimm wird es schon nicht sein“
    Danach die Vorstellungsrunde des Kaderpersonals und Kasernenkommandanten und die zuweisung der Leute auf die Zimmer usw.
    Am Tag 2 wurden Kleider und Ausrüstung ausgefasst und danach gabs vom Gruppenkommandanten bereits die ersten Einweisungen und auch das Auswendiglernen der Dienstgrade stand am Programm.
    Danach erfolgte in den nächsten Wochen die Grundausbildung und nach deren Abschluss war ich schon etwas ernüchtert was das ÖBH anbelang.
    Sinnloser Exerzierdienst im Regen, Strafen für lächerliche Sachen und Beschimpfungen von Vorgesetzten und er lächerlich niedrige Sold von 2900 Schilling dämpften nun mal die Motivation die nur durch Gruppenbestrafung aufrecht erhalten werden konnte.
    Nun dann begann die verwendungsspezifische Ausbildung in den jeweiligen Abteilungen.
    Ich wurde Aufgrund meiner beruflichen, elektrotechnischen Ausbildung den Funkern/Fernmeldern zugewiesen.
    Dort wurde es aber auch nicht gerade besser und gerade die Kriegsspielübungen nervten nach einiger Zeit nur noch und der Frust schlug so richtig durch.
    Alkoholmissbrauch und Agressionen untereinander waren an der Tagesordnung, von Kameradschaft war keine Spur, eher im Gegenteil.
    Oft genug wurden Kameraden bestohlen oder im Soldheim hatte einer in die Kassa gegriffen und ähnliches was wieder Gruppenbestrafung und noch mehr Frust und Aggressionen untereinander erzeugte weil die Täter nie ausforschbar waren.
    Dann waren da noch so lustige Sachen wie die kameradschaftliche Freunderlwirtschaft eines Schreibers der sich selbst und seine Freunde (und solche die dafür heimlich 500 Schilling oder mehr gezahlt hatten) immer wieder vom Bereitschaftsdienst, besonders dem Fre-Sa oder Sam-Son gedrückt haben und dessen Vorgesetzter nie dagegen eingeschritten war, wurde mir erst so richtig beswusst in was für einen Scheißverein ich da eigentlich hinein geraten bin.
    Auch der Heeresarzt war ein echter Kenner seines Faches und hat natürlich alle die zum Beispiel Fieber hatten frei weg gleich mal als Obezahrer, Weicheier und Simulanten beschimpft.
    Dumm nur wenn man so wie ich wirklich krank war und sich aus einer verschleppten schlecht behandelten Grippe eine Lungenentzündung entwickelt hat.
    Draufgekommen ist man aber erst im HSP in dem ich mich auch 3 Wochen erholen durfte.
    Dort hatte ich neben Atemnot, 40 Grad Fieber, Sauerstoffbehandlung und Antibiotikatherapie noch genügend Zeit um über das ÖBH, Österreich und diversen anderen gesellschaftlichen und persönlichen Sachen nachzudenken.
    Da ich am Anfang sogar mal daran gedacht habe das ich Berufssoldat werden wollte das lies mich echt erschaudern.
    Gott sei dank hab ich damals den Wisch für die Verpflichtung nicht unterschrieben.
    Danach saß ich die letzen 2 Monate beim ÖBH ab und war echt erleichtert als ich den Ausgang der Kaserne passiert hatte und nie wieder dorthin zurück musste.
    Die Heeresmedailie die uns vor dem letzten Abtreten ausgegeben wurde habe ich Provokant in Sichtweite des OvT der beim Ausgang am Schranken stand mit den Worten „Ich scheiß auf euch alle!“ in einen Mistkübel geworfen.

    Zusammenfassend hatte ich folgende Erkenntnisse über den Präsenzdienst beim ÖBH sammeln können:
    Du hast keine Rechte, musst für 2900 Schilling 24 Stunden den Trottel für diese Leute runtereißen und darfst dich noch meist grundlos beschimpfen und bestrafen lassen.
    Danach hast du nichts in der Hand was dir beruflich noch privat irgendwie im leben weiterbringt.
    Es war total sinnlos und niemand hatte wirklich etwas davon außer die Leute die davon Leben das sie GWDs zur Sau machen.
    Da hab ich mir echt geschworen das ich nie wieder etwas für Österreich oder für irgendeine Organisation mache die nur ansatzweise solche Strukturen hat wie das ÖBH.
    Achja die sogenannten Tugenden die man beim Bundesheer lernen soll werden auch im beruflichen Alltag vermittelt.
    Wer weder Fleiß, Pünktlichkeit, Ordnung und halbwegs vernünftige Umgangsvormen erlernt hat der wird schon vorher beruflich wie auch privat keinen Erfolg im Leben haben.
    Solche Tugenden kommen normalerweise aus einem selber und werden vom eigenen Umfeld vorgelebt und sind auch eher eine Charakterfrage und beruhen aus Einsicht und sozialem Verhalten und wer beides nicht hat dem kann es auch nicht dauerhaft aufgezwungen werden auch wenn manche das glauben das aus den jungen Burschen beim GWD dann echte Männer mit ordentlichen Umgangsformen rauskommen.
    Aber meine Meinung und meine Erfahrungen zählen ja nicht bzw. schaltet ihr euer Hirn eh gleich nachd en ersten zeilen auf Durchzug.
    In diesem Sinne…scheiß drauf!

    • Aber meine Meinung und meine Erfahrungen zählen ja nicht bzw. schaltet ihr euer Hirn eh gleich nachd en ersten zeilen auf Durchzug.
      In diesem Sinne…scheiß drauf!

      Na ja, wär‘ doch schade um den langen Kommentar.
      Wieso diese Meinung hier nicht zählen sollte erschließt sich mir auch nicht, erinnert aber frappant an weinerliche Kommentare eines gewissen Kürbis‘ („Ihr wollt’s das eh nicht lesen…“)

      Aber gut – solche Schauergeschichten wurden und werden immer wieder kolportiert, wird schon was dran sein. Gibt es beim Bundesheer ungerechte „Kollektivstrafen“? Ja, und? Ist ja schließlich kein Mädchenpensionat.
      Gibt es ungerechte Vorgesetzte? Ja, und? Gibt’s in der Privatwirtschaft noch viel mehr, die gehen halt etwas subtiler vor.

      Eines darf man nicht vergessen: Wenn man beim BH einrückt ist man idR 18 Jahre alt oder älter, ist also – auf dem Papier zumindest – erwachsen und somit selbst schuld, wenn man sich auf den Schädel scheißen läßt.

      Aber das sind ohnehin nur aufgebauschte Einzelfälle. Ich kenne keinen, dem das BH geschadet hätte.

      • Na ja, wär’ doch schade um den langen Kommentar.
        Wieso diese Meinung hier nicht zählen sollte erschließt sich mir auch nicht.
        Aber das sind ohnehin nur aufgebauschte Einzelfälle. Ich kenne keinen, dem das BH geschadet hätte.

        Siehst du werter Dagarser, genau das meine ich mit „Hirn auf Durchzug“


        Eines darf man nicht vergessen: Wenn man beim BH einrückt ist man idR 18 Jahre alt oder älter, ist also – auf dem Papier zumindest – erwachsen und somit selbst schuld, wenn man sich auf den Schädel scheißen läßt.

        Das Bundesheer ist ein Scheißverein der seine fast rechtlosen Grundwehrdiener nur zur Systemerhaltung ausnutzt und schlecht entlohnt.

        • Larne, da hast aber eine ziemlich miesen Verein erwischt. Hainburg??? lass mich mal kurz nachdenken…. ist da nicht der Seitenbilcke Werner daheim? Neun Jahre Seitenblicke und Heeres Hass – das muss Spuren bei denen hinterlassen, die direkt unter der Fuchtel des Ministers waren. Direkte Telefonverbindung in die Ministerwohnung und und und….

          Schade dass du nicht bei einem Kampfverband warst. Du würdest mit Sicherheit heute anders reden.

          • Ich glaub du meinst mit dem Seitenblicke-Werner den Fasslabend und der wohnt nicht in Hainburg sondern in Marchegg.
            Ist aber nur ein paar km von Hainburg entfernt.
            Zumindest steht das so in seinem Lebenslauf den ich im Netz gefunden habe.

  7. Lieber dagarser!
    Götzendorf an der Leitha! im Winter ist dort ziemlich „lustig“ – aber im Sommer unerträglich! Warum? im Sommer regiert dort am GÜPL die „mutierte 2 cm Kampfgelse“ !

    Liebe Mitleser ihr lacht vielleicht jetzt über diese Kampfgelse. Doch wir haben Nachtübungen abbrechen müssen, da es unmöglich war noch irgendetwas draussen zu tun. Und sogar die „härtesten Kampfschweine“ mussten vor diesen Tierchen kapitulieren.

    Im Gegensatz zu Dir, lieber dagarser, war ich nicht bei der Garde (deren Hauptzweck das Geradestehen und als Dekoration für den HBP dienen) sondern bei DER Elite Kampfeinheit des III Korps. Doch wie so üblich bei unseren Verteidigungsministern wurden alle jene funktionierenden und kampfstarke Verbände aufgelöst. Wohl damit die andern (Schleimer und politisch genehme) besser darstehen. Wie sonst könnte es sein dass ein Teil der 9. PzGrenBrig. als Feinddarsteller die 2 anderen Brigarden „zum Jausenholen“ schicht?
    Für den Waschmittelvertreter war die Lösung dieses Dilemmas ganz einfach: er hat die 9. einfach aufgelöst – doch den Geist der 9. konnte er nicht auflösen. Außerdem hat er mit der Auflösung gleich einen unbequemen Kommandanten entsorgt, der immer wieder auf die fehlenden Mittel aufmerksam machte und diese auch für die Truppe forderte.

    Der letzte echte Verteidigungsminister war der „RevolverRobert“ Lichal! Alles was danach kam hat getrachtet das ÖBH zu vernichten. Der Seitenblickewerner hätte es fast geschafft (vormittag als ÖGB Chef fordern und am Nachmittag die eigene Forderung als Minister ablehen!) Scheibner der alle förderte die nicht Blaue waren und brav die Forderungen der Heereshassenden ÖVP umsetzte, Platter den sowiso keiner ernst genommen hat (hat angeblich nicht einmal einen „C-Kurs“) und dann der Zivi den sowiso keiner braucht.

    Ich möche meine Zeit als Soldat nicht missen. Es war eine schöne Zeit, anstrendend, oft mit Anzipf aber die Kameradachaft und der Geist der 9. haben aus uns allen immer weitergeholfen.

    In diesem Sinne: JA zur Wehrpflicht! JA zur Demokratie! Niemals wieder 1934 oder 1938!

    • Im Gegensatz zu Dir, lieber dagarser, war ich nicht bei der Garde (deren Hauptzweck das Geradestehen und als Dekoration für den HBP dienen)

      Gut erkannt, ABA war tatsächlich bei der Garde. Danach bin ich aber versetzt worden, als Wachsoldat zum KdoB – und gut war’s!

      Während der Wachkommandantenausbildung mußte ich einmal befohlenermaßen in die MTK (evang. Religionsstunde, oder wie immer das auch geheissen haben mag) und habe dort ein paar Kameraden von der ABA, die bei der Garde geblieben waren, getroffen, die haben auch gerade die Wachkommandantenausbildung gemacht. Während wir eine Woche lang Paragraphen gebüffelt und sonstige wichtige Dinge gemacht haben haben die – erraten! – hauptsächlich exerziert. Hab‘ mich mit dem jägergrünen Barett dort irgendwie wohler gefühlt als mit dem scharlachroten…

      • Das kann ich sehr gut verstehen und dir auch gut nachfühlen.

        Das KdoB so wie du es kanntest ist heute ein – ich sags mal vorsichtig – Sauhaufen. Ein Sammelbecken für viele „neuen Österreicher“ von denen machen die grauen Wölfe mehr achten als die Republik für die sie den Dienst leisten.

        Über die Qualität möchte ich mich nicht auslassen. Beispiel: Wie kann es sein, dass ich mit meinem Privatwagen zu einer Wiener Kaserne zum Tor hinfahre und mir die Wache (von Aussehen nicht unbedingt als Autochonter einzustufen) den Schranken ohne Kontrolle aufmachte. Und ich war das ERSTE MAL in dieser Kaserne!

        • Beispiel: Wie kann es sein, dass ich mit meinem Privatwagen zu einer Wiener Kaserne zum Tor hinfahre und mir die Wache (von Aussehen nicht unbedingt als Autochonter einzustufen) den Schranken ohne Kontrolle aufmachte.

          Ich habe Jahre nach dem Abrüsten irgendetwas vom KdoB gebraucht, mittlerweile waren die ins KGFMR übersiedelt.Ich fahre also hin, aus nostalgischen Gründen mit dem Wehrdienstbuch als Ausweis. Zeige der Torwache das WDB, der winkt mich durch. Ich: „Brauche ich keinen Tagespassierschein?“ Wache: „Nein, sie haben ja ein WDB.“ Ich: „Ja, aber ich bin doch schon vor Jahren abgerüstet!“ Wache: „Glauben’s ma des, des paßt scho‘!“ Na gut, fassungslos bin ich halt weitergefahren.

          Habe dann nachher noch mit dem Spieß geplaudert und ihn darauf angesprochen. Seine Antwort: „Wos wüst mocha, de san so deppat.“

          Naja, hat mich auch irgendwie fasziniert. Unterm Obst D. hätt’s das wahrscheinlich nicht gegeben…

  8. Die Volksbefragung ist ein Witz, eine Volkstäuschung. Denn ohne Verfassungsmehrheit geht gar nichts und in Wirklichkeit wäre eine Volksabstimmung erforderlich, weil das ja eine Gesamtänderung der Verfassung ist.
    Aber unsere Politiker halten uns für Idioten (was viele leider tatsächlich sind).

    • Wenn Volksabstimmungen oder Wahlen wirklich was verändern könnten so wären sie schon längst verboten worden. 👿
      Das ist alles nur Verarschung fürs Volk damit sich ein paar Politiker ein wenig politisches Kleingeld abgreifen können.

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