Vertrauensbeweis

Was haben Fred Sinowatz, Viktor Klima und Alfred Gusenbauer gemeinsam? Nun, zunächst einmal waren sie alle Bundeskanzler, alle von der SPÖ und alle – gelinde gesagt – eine politische Katastrophe. Aber noch etwas eint sie: Keiner von ihnen hat jemals eine so geringe Zustimmung bei einem Bundesparteitag der SPÖ erhalten wie der derzeitige Bundeskanzlerdarsteller Werner Faymann.

Ganze 83,43 Prozent der SPÖ-Delegierten haben bei der gestrigen Wahl zum Parteipräsidium für den Inseratenkanzler gestimmt, rund 10% weniger als bei seiner letzten Wiederwahl 2010, eigentlich mehr eine Ab- als eine Wiederwahl. Der neue/alte SPÖ-Vorsitzende ist wohl nur noch mangels Alternativen am Ruder, der Charly Blecha wird sich das wohl nicht mehr antun wollen. Dabei hätte der dem Faymann wenigstens eine rechtskräftige Verurteilung voraus – obwohl das beim Untersuchungsausschußverweigerer sicherlich auch noch kommen wird.

Es ist aber zu billig nur auf das Kanzler herumzuhacken, der Rest der roten Truppe ist ja nicht viel besser. Sehr schön festgehalten ist das im aktuellen OGM/APA-Vertauensindex für SPÖ-Politiker, ganz interessante Zahlen möchte ich da hervorheben: 42% der Befragten haben demnach Vertrauen zu Faymann, 49% nicht, der Rest kennt ihn nicht (oder will ihn nicht kennen). Ein paar andere Werte für SPÖ-Politiker: Grünverbinder Häupl – 36 zu 45%, Fräuleinwunder Rudas – 21 zu 45%, Unbildungsministerin Schmied – 36 zu 46%, Altlast Cap – 29 zu 47%, Schildknappe Ostermayer – 17 zu 33% und mein persönlicher Liebling UMAZ Darabos gar nur 23 zu 61%.

Ich verstehe zwar die positiven Nennungen nicht wirklich, es macht aber durchaus Hoffnung daß die negativen da überwiegen. Die Zeit dieser Apparatschik- und Dilettantentruppe ist abgelaufen. Das haben offensichtlich nun auch die eigenen Funktionäre erkannt.

Ich bin schon gespannt was Werner Faymann nach seiner Politkarriere machen wird, er sollte sich da schon Gedanken darüber machen. Mein Tip: Leiter der Inseratenabteilung bei der „Krone“. Qualifiziert ist er dafür zwar wahrscheinlich nicht, aber wenigstens kennt er die Telefonnummer auswendig.

16 Antworten zu “Vertrauensbeweis

  1. Pingback: Wochenrückblick 42/2012 | dagarser

  2. „Aber noch etwas eint sie: Keiner von ihnen hat jemals eine so geringe Zustimmung bei einem Bundesparteitag der SPÖ erhalten wie der derzeitige Bundeskanzlerdarsteller Werner Faymann.“

    Den Satz verstehe ich nicht und er ist unlogisch.
    Wenn jemand eine außergewöhnlich geringe Zustimmung erhält wieso ist das eine Gemeinsamkeit mit anderen Kandidaten die wohl mehr Zustimmung hatten ?

    Egal, Hauptsache bissel gegen Sozis gewettert.
    Aaaah das tut gut..
    Wenn ich nicht wüßte dass der Sommer vorbei ist würde ich sagen das ist eine Sommerlochdebatte auf Dargaser.Verspatete Sommerlochfüllung halt… aber man kann ja auch noch grillen im Freien.

    Ich könnte ja auch aufzählen welche Sympatiewerte einige Liberale oder Konservative in D so haben aber es ist egal.
    Geringe Zustimmung heißt dann dort eben Meinungsvielfalt oder lebendige Demokratie.Bei den Linken sind es wieder Grabenkämpfe , bei den Grünen Querelen.
    Hätten statt dessen 95 % für das Hanserl gestimmt wäre gerantiert der Kommentar gekommen… “ fast Volkskammerverhältnisse der alten SED“
    Man dreht halt wie man es gerne hätte, so wie die Grillwurst.

    Aber ob man dadurch glaubwürdiger wird… ich weiß es nicht.

    • Erklaerungsversuch.

      Die drei hatten Resultate in den hohen Achzigern. Bald darauf waren sie weg. Bei den Konservativen gibt es da andere Signale, aber deren Chef steht auch auf toenernen Fuessen.
      OGM ist nicht gerade als rechtslastig anzusehen. Wenn dort solche Werte produziert werden, na Mahlzeit!

      Uebrigens bekommen hier die Schwarzen genauso ihr Fett ab. Diverse OeVP Innenminister gehoeren zu den Lieblingsfeindbildern der IWOe. Zu Recht!

    • Den Satz verstehe ich nicht und er ist unlogisch.

      Was gibt es da nicht zu verstehen? Drei schlechte Bundeskanzler, keiner hatte derart schlechte Werte/Zustimmung wie das derzeitige.

      Die Gemeinsamkeit bezieht sich ganz klar auf Sinowatz, Klima und Gusenbauer, wenn man das nicht (heraus)lesen kann liegt das nicht an meiner Formulierung.

      Nebenbei: Gegen die „Sozis wettern“ tu‘ ich tatsächlich sehr gerne, der Sozialismus hat noch alles ruiniert wo er die Hände drin hatte. Egal welches Farbmäntelchen er sich gerade übergestreift hatte.

      • Drei schlechte Bundeskanzler ( hatten wir übrigens auch ) aber keiner hat so schlechte Werte… also hat er keine Gemeinsamkeit mit den anderen. Er ist etwas Besonderes .Die anderen hatten bessere Werte wie Sie schreiben.
        Gemeinsamkeiten hätten die wenn alle drei gleich schlechte Werte gehabt hätten,jetzt verstehen meine Kritik ?Es eint sie eben gerade nicht.

        Wenn wir über Zustimmungen in einer Demokratie reden dann wäre ich sogar dagegen dass ein Kandidat zuviel (innerparteiliche ) Zustimmung erhält, denn dadurch muss er sich täglich beweisen und kann nicht autoritär handeln.Wenn in einer Partei 99 % einer Meinung sind dann ist diese Partei tot.

        Außerdem möchte ich festhalten dass Sozialdemokratie nicht unbedingt was mit „Sozialismus“ so wie wir das bisher erlebt haben zu tun hat. Ich habe beide Seiten der Geschichte erlebt und kenne den Unterschied.
        Natürlich wird die Gegenseite das immer behaupten das alle Wege nach Moskau führen und als Schreckgespenst an die Wand malen aber dadurch wird das nicht wahrer.
        Im Moment erlebe ich gerade die Schattenseiten des totalen Kapitalismus, da wäre ich auf ein wenig mehr Sozialismus gerne angewiesen .

        • A hat 4 Punkte, B 3 Punkte, C 2 Punkte und D 1 Punkt.
          Was haben A, B und C gemeinsam? Sie haben mehr Punkte als D.

          Jetzt verständlich?

          • Ja, jetzt verstehe ich es. Du beziehst es auf die drei ersten im Vergleich mit dem letzten.Die Altbundeskazler eint etwas.
            Ich habe den letzten mit einbezogen „das eint sie “ und damit mißverstanden.
            Manchmal hakt halt was….hat sich wohl was im Auswurffenster verkeilt.

  3. Die Herrschaften fallen i. A. weich. Wenn es nicht einmal mehr fuer einen Aufsichtsratsposten reicht, gibt es immer noch die EU mit diversen Kommisarsposten (nomen est omen?).

    • Leider nein, die sind mit Öttinger und Stoiber schon besetzt……

      • Ja, leider schiebt Ihr auch die groessten Deppen nach Bruessel ab.
        Kallenbach….:D

        • Die geht mich nichts an, ich bin ka Grüner

          • Aber deutsch und dumm oder gefaehrlich, was ja bei Politikern aufs Gleiche rauskommt. Wer bei uns den Parteien zu peinlich ist kommt auch ins EUParlament.

            • Sorry, falls das missverstaendlich war. Gisela Kallenbach ist gemeint. Ich mag zwar auch viele Joerg’sche Erguesse nicht, achte aber im Allgemeinen auf etwas Respekt fuer Diskussionspartner.

              • Hab schon verstanden,kein Problem. Wenn nur alle so einen gepflegten Diskussionstil hätten wie Sie.
                Wenn es tröstet, ich mag die Kallenbach wegen ihrer bornierten Haltung zu waffenrechtlichen Fragen ganz und gar nicht, aber vorsicht, dumm sind die nicht aber umso mehr ideologisch borniert.Zumindest in Fragen Waffenbesitzt.

  4. Vermutlich wird er von irgendjemandem einen »Berater«posten zugeschoben bekommen. Aber sicherlich einen, bei dem er nichts ruinieren kann. Oder aber die Bilderberger finden etwas anderes für ihn. Taschelträger für den Barroso etwa.

  5. ……ich hätte etwas besseres: Leiter der öffentlichen Toiletten am Naschmarkt – die stinken besonders….gleich gegenüber der Gräfin….

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