Wehrpflicht

In etwas über zwei Monaten ist es soweit, die Volksbefragung über die Wehrpflicht wird stattfinden. Wie ich dazu stehe habe ich hier schon oft dargelegt, natürlich bin ich für die Beibehaltung, ich weiß mich da auch in bester Gesellschaft.

Natürlich besteht dringender Reformbedarf beim Bundesheer, und das nicht erst „seit gestern“, das ist aber die Aufgabe der Politik. Wenn man die grundlegenden Probleme nicht zu lösen bereit und imstande ist bringt ein Systemwechsel – abgesehen von grundlegenden Erwägungen – gar nichts, zumal diese ganze Diskussion ja nur aufgrund eines verzweifelten Wahlkampfgags eines abstrebenden Bürgermeisters aufgekommen ist und vom untragbarsten Minister aller Zeiten, UMAZ Darabos, zwar zunächst widerwillig, nun aber umso vehementer, aufgegriffen wurde.

Zu diesem Thema hat der Militärkommandant von Oberösterreich, GenMaj Kurt Raffetseder, gute und klare Worte gefunden, die Presse hat darüber einen Bericht gebracht dessen Lektüre ich meinen Lesern nahelegen möchte: Militärkommandant kritisiert Volksbefragung

Dem ist nichts hinzuzufügen.

20 Antworten zu “Wehrpflicht

  1. Pingback: Wochenrückblick 45/2012 | dagarser

  2. die europäische Idee wr einmal gar icht sooo schlecht. Sie ist nur schwer missbraucht wurden. Unter diesem Übel leiden wir jetzt.

  3. Wenn die allgemeine Wehrpflicht verloren gehen sollte, bekommt eben jeder sein Berufsheer, Ich auch.Das klingt einmal gar nict so schlecht. Meine Mannen werden die Schweiz überrollen und wenn die Schweiz zurückschlägt sind wir nicht mehr in der EU, zahlen mit Franken und haben auch gewonnen. In Wirklichkeit kannn uns nix passieren.Derzeit sind die Schweizer die intelligentesten Europäer,Wir müssen da hinein.

  4. Um die österreichische Wehr“pflicht“ zu beschreiben, passt wohl am besten dieser Satz: „Die Wehrpflicht ist der schwarze Fleck auf der weißen Weste, sie muss entfernt werden.“

  5. Mir ist gerade wieder dieser Zettel eingefallen den ich gestern in der Wiener U-Bahn gefunden habe.
    Er trägt den Titel „Gewerkschafter gegen Berufsheer“ und da gibt es auch eine Internetadresse dazu.
    http://www.gewerkschafter-gegen-berufsheer.at
    Sieht so aus als wenn sogar in solchen Kreisen ein Berufsheer verpönt ist.
    Man lese und staune.

  6. Anstelle dieser populistischen Abstimmung über die Wehrpflicht sollten sich lieber Profis aus dem Militärbereich zusammensetzen und ein neues Konzept für das ÖBH ausarbeiten was dann im Rahmen des finanziell möglichen auch umgesetzt wird.
    Da wäre Österreich und seinen Bewohnern mehr geholfen als in pseudodirektdemokratischer Manier irgendwo ein Kreuzerl auf einen Zettel zu machen.

  7. Lieber dgarser, ein sehr guter Artikel! Nur ein kleiner Fehler hat sich da eingeschlichen…. Reformbedürftig wurde das Heer erst als sich die Politik des Heeres angenommen hat. Verständlich, da sich die Politik für das Wohlergehen des Heeres einsetzten sollte, aber das genaue Gegenteil der Fall ist.

    Erst durch die Politik sind die grossen Mißstände im Heer entstanden. SPÖ und ÖVP betreiben Postenschacher und MAchtspiele innerhalb des Heeres, anstatt dem Heer ein anständiges Budget zukommen zu lassen. Wie soll da der motivierte Soldat seine Motivation an die GWD weitergeben?

    Karriere ist nur durch PArteibuch möglich, oder als Frau. Deshalb mussen die beiden wichitgsten Reformen lauten: Anständiges Budget und keine Politik beim Heer!

  8. Weiter unten beim Kommentar des G“enerals, ist UMAZ abgebildet, „er käme direkt aus dem Auge des Hurricanes“…..erzählt er…..da fällt mir nur Goethe dazu ein….“verweile noch – du bist so schön“……

  9. Man kann dem Militärkommandanten seine Zustimmung ausdrücken, indem man zur Befragung hingeht und für die Wehrpflicht entscheidet.

    • Könnte denn ein denkender Mensch anders entscheiden?

      • Das wäre schlimm ?

        • Wäre nicht nur schlimm, es wäre dumm.

        • Das wäre nicht nur schlimm, das wäre dumm.

          • Dumm ist wenn man anderen „denkenden “ (!!!!) Menschen nicht eine andere Meinung zubilligt.Das Ergebnis des Denkvorgangens muss nicht identisch mit dem hiesigen sein, kann falsch aber auch richtig sein.
            Keiner hier hat richtiges Denken gepachtet.

            Wenn Deutschland die Wehrpflicht abschaftt (immerhin von einer konservativen Regierung und nicht von rotgrün!) warum kann Österreich das nicht ebenfalls und was wäre so schlimm oder gar dumm daran?

            Wollt ihr wieder gegen die Preußen in den Krieg ziehen wir anno 1756 oder zu was braucht man das heute wo immer weniger aber hochqualifizierte Soldaten benötigt werden die man gar nicht mit der Wehrpflicht so ausbilden könnte ?

            Darüber nicht nachzudenken wäre dumm.und beim Militär wurden schon einmal alte Zöpfe abgeschnitten,aber manche halten sich eben hartnäckig.

            • Theoretisieren wir einmal vom Joerg’schen Sichtwinkel aus.

              Annahme:
              In der deutschen Politik gibt es einen maechtigen Rechtsruck (he, nicht lachen, man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen gesehen.) und die Linksparteien werden verboten.
              Waeren dann „Profis“ an den Waffen genehmer oder Buerger in Uniform?

              Zur aktuellen Bundeswehr:
              Hier ist doch kuerzlich das Verbot des Inlandseinsatzes, zeitnah mit der „Professionalisierung“, gefallen.
              Uebrigens lassen Werbeaktionen auf Mallorca nicht vermuten, dass man hier nach besonders intelligenten Exemplaren sucht.

              Wenn Deutschland vom Dach springt, braucht es Oe nicht nachzumachen.

              Wann wurden uebrigens in .de alte Zoepfe abgeschnitten? Die Bundeswehr hatte beispielsweise jahrzehntelang keine Scharfschuetzendoktrin, trotz der Erfahrungen in Russland. Hueben wie drueben werkten die Panzerkutscher.

              BTW nutzt der der Duesi hier oft Geraet aus heimischer Produktion, welches relativ stressicher, ergonomisch, einfach und schwer zerstoerbar ist.

              • Einfach nur so wie beim Einbrecher zuviele Angstphantasien oder Paranoia.(Sorry)
                Danke auch für soviel Vertrauen zum Nachbarn…

                Sollte doch ein Rechtsruck kommen hätte das kleine Österreich wahrscheinlich militärisch gegen den Wirtschaftsstandort D keine Chance und würde sich wahrscheinlich wieder freiwillig „heim ins Reich“ fügen..

                Leute kommt endlich mal im neuen Jahrhundert an – im Zeichen der Globalisierung und internationaler Zusammenarbeit .. der Großkonzerne.
                Kriege sind im europäischen Raum nicht mehr denkbar so wie wahrscheinlich die Sachsen nicht mehr gegen die Bayern ausrücken.
                Nun könnte ja auch in Frankreich ein neuer Napoleon an die Macht kommen oder die Schweden kommen zurück….

                Ich habe eher den Eindruck als geht es mehr um staatlich subeventionierte sichere Arbeitsplätze als um eine ernsthafte Bedrohung, nur wir könnten sinnvolleres machen mit dem Geld als Vernichtung und Tod planen.Komisch nur dass hier keine Bedenken wegen Steuerverschwendung angeführt werden.

            • Auch „denkende“ Menschen können zu falschen oder dummen Ergebnissen kommen.
              Außerdem hat Deutschland die Wehrpflicht nicht abgeschafft, man hat sie nur ausgesetzt. Ein großer Unterschied.

              • In Ordnung mit der Aussetzung haben Sie Recht ,korrekt, aber der Trend dürfte klar sein. die Deutschen gehen wohl mehr auf kleinere aber hochspezialisierte Truppe die auch für Auslands Einsätze trainiert wird.Man baut hier sogar eine Trainingstadt wo speziell Häuserkampf trainiert wird.Es gibt bereits jetzt ein Dorf in dem ein orientalischer Basar nachgestellt wurde und dort Einsätze unter diesen Bedingungen simuliert wurden.
                Die Zeit der Massenheere mit Millionen Fußlatschern und Mot-Schützen dürfte vorbei sein sowie die Zeit der Kavallerie vorbei ist.
                Selbst Piloten werden wahrscheinlich mal entbehrlich oder weniger benötigt. Die Amerikaner forschen jetzt schon an vollautomatischen autark handelnden Kampfjets ( keine Drohnen , sondern Robots )
                Die Kriege der Zukunft werden mehr Cyberkriege sein . Da braucht man berufsmäßig langjährig gebildete Spezialisten die sich auch ständig weiter bilden, keine Rekruten mit 8 Wochen Grundausbildung die Griffe klopfen gelernt haben.
                Was soll dann eine Wehrpflicht bei der Bäckerlehrlinge und Ofensetzer eingezogen werden ( die dann den Meister fehlen) ?

                Außerdem ist es ökonomisch unsinnig Leute an komplexen technischen Gerät auszubilden und nachdem sie das endlich beherrschen wieder zu entlassen mit der Gewissheit dass sie die Neuentwicklungen 10 jahre später als Reservisten dann nicht mehr packen.
                naja schießen und bettenbauen verlernt man nicht und kann man wieder verwenden aber das ist dann alles.

                Aber die Offiziere brauchen ja gut bezahlte Dienstellen,sonst müßten die ja in der Wirtschaft arbeiten gehen…..

                • Und am Ende des ganzen neuen Cyber-Krieges steht wieder der Mann mit seinem Gewehr. Er wird überbleiben, wenn der ganze Computerkram zum teueren Schrott geworden ist.

                • Bonnland wurde nicht neu gebaut, das steht seit laaaanger Zeit.
                  Den letzten Krieg in Europa hatten wir uebrigens in den Neunzigern.
                  Zur Paranoia: Ein weiser italienischer Sozi hat einmal gesagt:“Der Faschismus, wird zurueckkehren, nur wird er dann sagen: Ich bin der Antifaschismus.“ Wenn ich mir den schwarzen Block so ansehe……….
                  Verkrachte Existenzen, Versager,uniform, gewaltaetig,……..erinnert stark an die SA.
                  Waere Oesterreichs Politik anno 38 nicht feige eingeknickt, haette das pubertierende Dritte Reich schoen bloed geschaut.
                  Weiters:“ Anzunehmen, dass ein Land besiegt ist, weil seine Armee besiegt ist ist ein typisch hohenzoller’sches Konzept.“ Karl Marx ( kein woertliches Zitat)
                  Aber genug mit alten Sozen.
                  Ein Offizier soll abgesehen von fachspezifischen Kenntnissen, fuehren, planen, motivieren koennen. Dazu kommt ein solides Grundwissen diverser naturwissenschaftlicher Faecher und eine robuste Psyche und Physis. Ich schaetze diese Konkurrenz muessten heute viele privatwirtsvhaftliche Manager fuerchten.
                  Ach ja, als Contractor bin ich das Gegenteil von staatlich subventioniert.
                  Ich habe jetzt keine Lust mehr im Detail darauf einzugehen warum eine Truppe mit einer weiten Steuung von Professionisten, Vorteile hat.
                  Theorie und Praxis eben…..

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