Muß auch einmal sein

Mir wird ja immer wieder vorgeworfen daß ich immer nur auf die Sozialisten losgehe und bei anderen politischen Richtungen auch gerne einmal „wegsehe“, das stimmt natürlich nicht. Wenn andere Parteien „Mist bauen“ weise ich sehr wohl auch darauf hin, bei den „Roten“ kommt das halt überproportional häufig vor. Und ja, mir persönlich ist der Sozialismus gleich welcher Couleur (rot, dunkelrot, grün, braun) zutiefst zuwider.

Das heißt natürlich nicht daß es bei den Roten keine guten Leute gibt, einige meiner besten Freunde sind stramme Sozis, da gibt’s auch immer wieder tage- und nächtelange Diskussionen – bringen tut’s halt nichts, aber was soll’s.

Damit es aber nicht heißt daß ich immer nur über die Roten schimpfe bringe ich heute einmal einen positiven Artikel über die SPÖ, leider handelt es sich nur um eine kleine Ortsgruppe, aber immerhin:

Die Ortsgruppe Sulz im Weinviertel der SPÖ hat in einer Fraktionssitzung ein Bekenntnis zur allgemeinen Wehrpflicht abgelegt, gut formuliert, sachlich fundiert und weitblickend, ich empfehle meinen Lesern die Lektüre dieses Manifests unter obigem Link! Zwei Zitate daraus:

Es ist richtig, dass wir in einem Europa des Friedens leben und Kriege hoffentlich der Vergangenheit angehören. Selbstverständlich sind wir von Freunden umgeben und das ist gut so. Jedoch war auch 1918 die Losung „Nie wieder Krieg!“ und gute 20 Jahre spatter wurde Europa in den schrecklichsten Krieg der Menschheitsgeschichte gestürzt. Niemand kann eine Garantie dafür abgeben, dass der heutige Zustand für ewig Bestand hat, auch wenn wir dies Europa wünschen. Und für eine breite, umfassende Landesverteidigung ist ein Wehrpflichtigen-Heer, schon allein aufgrund seiner Größe, weitaus besser geeignet als ein reines Berufsheer.

Das nenne ich gesunden Menschenverstand, volle Zustimmung. Die SPÖ-Sulz hat dieses Bekenntnis auch gleich mit einem Antrag an die Bezirks- bzw. Landespartei verbunden:

Die SPÖ Sulz im Weinviertel hat in der Gemeinderatsfraktionssitzung am 6. November 2012 EINSTIMMIG folgende Forderungen beschlossen:
– Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht als Modell für die Zukunft.
– Reform des Österreichischen Bundesheeres um es für Wehrpflichtige wieder attraktiver zu machen und die Effizienz zu verbessern.
– Eine Ablehnung eines Berufsheeres ohne Wehrpflicht, nicht weil es realpolitisch nicht möglich wäre, sondern weil es für Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ideologisch nicht vertretbar ist.
Dieser Antrag ergeht somit an die SPÖ Bezirksorganisation GF und SPÖ Landesorganisation NÖ mit der Aufforderung, alle erforderlichen Schritte zu ergreifen, um diese Punkte umzusetzen.

Bravo! Wäre schön wenn die Landespartei das dann auch an die Bundespartei weiterleitet und das dort auch jemand liest der es intellektuell verarbeiten kann. Vielleicht sogar ein Historiker, der UMAZ wäre ja einer. Wobei – die Sache mit dem Intellekt…

21 Antworten zu “Muß auch einmal sein

  1. Natürlich kann auch eine kleine Orts- oder Bezirkseiheit der Sozialisten mal die Wahrheit schreiben, bzw. äußern.
    Dies ändert aber nichts am Sozialismus (egal welcher Farbe).
    Sozialismus ist Kollektivismus und Gleichmacherei und die Grundlage für Scharotzertum.
    Somit werde ich Sozialismus immer ablehnen.

  2. Pingback: Wochenrückblick 47/2012 | dagarser

  3. Ist jetzt zwar OT,aber unbedingt anschauen,auch der Jörg,bitte 😉

    http://meinungsterror.de/

    …bittere Wahrheit,odda ?

    • Ich kenne diese Seite schon lange.Ist ja nicht so dass sie nicht in igendeinden Waffenblog erwähnt wurde.

      und Du wirst es nicht glauben,viele Beiträge sehe ich durchaus auch positiv, insbesondere die mit Jagd und Waffenrecht.Und die Grünenpolitiker sind nicht bedingungslos meine Lieblinge, die Künast und Roth schon gar nicht, Wenn ich aber auch sage dass sie in einigen Dingen ( Energiepolitik ) aus meiner Sicht richtig liegen.
      Das heißt nicht dass ich alles für wahr und korrekt halte auf dieser seite aber das wäre ja auch noch normal.

  4. Zuerst einmal: „Braun“ den „Sozialisten“ zuzuordnen machen genau zwei Arten von Menschen: Jene, die wirklich keine Ahnung haben und anderen nachplappern und jene, die ein ernsthaftes Interesse daran haben, Tatsachen zu verdrehen und die Geschichte ein wenig umzuändern. Jeder seriöse Fachmann wird die Unhaltbarkeit dieser in neo – Kreisen verbreiteten Geschichtsverzerrung bestätigen – nicht, dass das jemanden hier interessieren würde, aber es muss einfach mal gesagt werden.

    Zum Thema: Es hat grundsätzlich schon einen Sinn, politische Posten mit Politikern zu besetzen. Deswegen existieren sie, und das hat einleuchtende demokratiebedingte Gründe. Es würde wohl auch niemand auf die Idee kommen, den Posten des Innenministers mit einen aktiven Polizisten zu besetzen (hoffe ich jetzt zumindest mal – auch wenn es manches erheblich erleichtern würde).

    Die Entscheidung ob Berufs- oder Wehrpflichtigenheer ist eine, die sich an den Anforderungen orientieren soll, die an das Heer in Zukunft gestellt werden… .

  5. Der Verteidigungsminister muss ein Offizier des Bundesheeres sein, anders gehts nicht. Was uns der kroatische Wehrdienstverweigerer antut ist mit und ohne Wehrpflicht Stumpfsinn – und das ist in Stein gemeisselt. Wer hat diesen Darabos dorthin gesetzt und warum ihn ?

    • Weil er sich im burgenländischen Wahlkampf Verdienste erworben hat und außerdem seine Familie in Kroatisch-Minihof ein Wirtshaus hat. Reicht schon!

      • Nicht zu vergessen: die guten Geschäfte die die Familie des Herrn Trarabusch bei der Vermietung von Unterkünften an das ÖBH gemacht hat….

        P.S. Wenn ein Eisenbahner sich als Heeresfachmann gibt, dann kann ich wohl ganz sicher Verkehrsexperte werden… Bin Autofahrer und auch Öffinutzer… Das ist Qualifikation genug…. Oder bin ich damit schon überqualifiziert?

      • Zudem war dieser Ritter von der schaurigen Gestalt auch noch Bundesgeschäftsführer der SPÖ und Wahlkampfleiter von Heinz Fischer im Bundespräsidentschaftswahlkampf 2004. Klar, daß für diesen wackeren Parteisoldaten (die Bezeichnung ist zwar ein Hohn, aber bitte…) ein „Amtl“ herausschauen mußte.

        Dabei muß man noch froh sein daß er „nur“ Verteidigungsminister“ geworden ist, wie es heißt hatte er schon Begehrlichkeiten in Richtung Innenressort angemeldet…

        • Also viel schlechter als die Fekter und die Mikl-Leitner hätte er auch nicht sein können. Oder vielleicht doch? Mit dem neuen 42b WaffG regiert das BMLV ohnehin schon in das BMI hinein. Und die sagen nichts dazu.

    • … Muss ein Offizier des Bundesheeres sein…
      Halte ich nur bedingt für eine gute Idee… Wenn ich mir so diejenigen Offiziere anschau die sich für rot/schwarz stark machen…. Da sind die meisten so parteigeschädigt dass die zuerst zum Parteivorsitzenden gehen, bevor sie sich eine Meinung bilden (dürfen?).

      Die Offiziere die Mumm in den Knochen haben und auch sagen was Sache ist sind leider schon in Pension oder sonst irgendwie kaltgestellt.

      Ich bin mir sicher dass es einige Generalstabsoffiziere gibt, die auch für das ÖBH sind und nicht auf Zuruf eines Besoffenen Dinge umkehren die ïn Stein gemeisselt¨ sind!

    • Ich melde mich. War zwar nur Gefreiter . . .

    • „Der Verteidigungsminister muss ein Offizier des Bundesheeres sein(sic!), anders gehts nicht. Was uns der kroatische(sic!) Wehrdienstverweigerer antut(sic!) ist mit und ohne Wehrpflicht Stumpfsinn – und das ist in Stein gemeisselt(sic!). Wer hat diesen Darabos dorthin gesetzt und warum ihn ?“

      Sag mal, Barbara, der kroatische Wehrdienstverweigerer hat Dir doch gar nichts angetan und schon gar nicht uns.
      Überhaupt, es lässt tief auf deine gottgegebene Sozialisation blicken, wie Du ohne wirkliche Berechtigung von einem „uns“ sprichst, oder überhaupt, dich als Frau über dieses Thema mokierst.
      Und bisher waren in Österreich ziemlich wenige Offiziere Verteidigungsminister.

      Übrigens, schon interessant, welche Methoden man anwendet um den österreichischen Verteidigungsminister Darabos auf hinterfotzige Art und Weise zu diffamieren, weil „Wehrdienstverweigerer“ wird wahrscheinlich das Unwort 2013.

      • Diffamierung waere per Definition das Verbreiten von Geruechten.

        Nun ist der Verteidigungsminister natuerlich nicht der einzige unterqualifizierte Politiker, aber ist es denn ein Geruecht und nicht ein allgemein bekannter Umstand, dass der Mann keine Ahnung von seinem Job hat?

  6. ……und wohin diese auf Neid, Missgunst, Dummheit aufgebaute und benützte Ideologie hinführt , zeigt sie seit ihrem Bestehen: In Russland schlug man die reichen Bürger tot, bei uns die ausbeuterischen Juden uns so weiter ohne Ende???
    Die frühen Sozialisten haben sehr wohl erkannt, dass Bildung, Leibeserziehung und geregelte Arbeit zu breitem Volkswohl führt und nicht Hängemattenpolitik für Neuzuwanderer, Faulenzer, Schulabbrecher, nur zwischenzeitlich sind den Sozis genau diese aufgestiegene Schicht abhanden gekommen – eben, weil sozial aufgestiegen.
    Wohlstand für alle kommt aus Bildung und Arbeit für Alle und das nicht nur freiwillig – für die ohnehin gescheiteren….

  7. Hainfelder Programm, da stand das schon drinnen. Inzwischen ist die SPÖ aber an die Macht gekommen und da ist die Volksbewaffnung eher hinderlich. Daher ist man jetzt für ein Berufsheer.

  8. ……es ging ja nie darum, ob diese Sozialisten von dunkelrot bis dunkelbraun, grün, oder sonst was sind, sondern um die Grundeinstellung – die Partei ist alles und sorgt weise für unser Wohlergehen – weil ihr seid ohnehin nur lauter Vollidioten, was möglicherweise, ausdrücklich möglicherweise, für alle braunen, grünen und roten Sozialisten und Kommunisten – möglicherweise zutrifft, denn so die Diktion, ist Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Selbstdenken, nichts für einfache Gemüter.
    Selbstdenker werden dann einfach zum Finanzieren der Hängematten-Ideologie herangezogen – sollen sie sehen, was sie davon haben, nicht an die Allmacht und Weisheit der Partei zu glauben…..wenn ich mir nur die Akteure ansehe…..mir kummt dos Speibn….
    Früher gab es auch unter Sozialisten wirklich gute Politiker und grosse Geister…..lang, lang ist es her….
    Diese erwähnte Ausnahme, gehört wohl zu einer bedrohten Art, im Sozialistenwald, in dem man den Wald vor lauter Bäume nicht mehr sieht….

Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s