Von Waffen und Vollidioten

In einem Kommentar zu meinem gestrigen Artikel „Wann kommt endlich das ZMR?“ hat mir ein Leser nahegelegt, mich darüber zu informieren was eine „Waffe“ eigentlich ist. Eine spannende Frage, deshalb habe ich zum ersten mal wirklich bewußt in meinen (seltsamerweise schon recht abgegriffenen) Hauer/Keplinger Kurzkommentar zum österr. Waffengesetz 1996 hineingelesen um meine diesbezüglichen offensichtlichen Wissenslücken auszugleichen.

Der Begriff „Waffen“ wird im § 1 WaffG 1996 definiert, es sind dies „Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, 1. die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder 2. bei der Jagd oder beim Schießsport zur Abgabe von Schüssen verwendet zu werden.“

Schön und gut, endlich weiß ich das jetzt. Das definiert freilich nur den waffenpolizeilichen Waffenbegriff, d.h. die dem WaffG 1996 unterworfenen Gegenstände. Daß es darüber hinaus natürlich auch noch andere „Waffen“ gibt ist im Kommentar zu § 1 schön dargelegt, ich zitiere:

(…) Vielfach ergibt die Auslegung, daß die nicht-waffenpolizeilichen Rechtsvorschriften einen anderen Waffenbegriff verwenden. So meint etwa § 143 StGB („Schwerer Raub“), wenn er auf die Verwendung einer „Waffe“ abstellt, nicht bloß Waffen im Sinne von § 1 WaffG, sondern alle Gegenstände, die „bezüglich Form, Wirkungsweise und Anwendbarkeit in einem Kampf den ersteren gleichwertig sind“ (etwa OGH vom 20. Jänner 1994, 15 Os 173/93: Stanley-Messer; vom 8. Juni 1994, 13 Os 71/94: Messer; vom 11. April 1991, 12 Os 8/91: Drahtschlinge). Im Hinblick auf das im Gerichtsorganisationsgesetz, RGBl 1896/217 idgF, normierte „Verbot der Mitnahme von Waffen im Gerichtsgebäude“ definiert § 1 Abs 1 letzter Halbsatz leg cit „jeden besonders gefährlichen, zur Bedrohung von Leib und Leben geeigneten Gegenstand“ als „Waffe“.

So, jetzt bin ich gescheiter. Mein Leser „Julius“ hoffentlich auch.

Der Waffenbegriff war gestern aber nicht Julius‘ einziger Kritikpunkt, er meinte weiters:

Das Registrieren aller Schusswaffen ist begrüßenswert und erhöht meine persönliche Sicherheit. Ich bin zudem stark dafür, dass das Besitzen von Waffen an wesentlich strengere Berechtigungsprüfungen gebunden wird – momentan kann jeder Vollidiot der noch nichts angestellt hat, eine Schusswaffe erwerben…. das kanns bitte auch ned sein.

Persönliche Sicherheit ist wichtig, schön, daß ich mich da mit Julius einer Meinung weiß. Das Zentrale Waffenregister bringt aber für die Sicherheit genau gar nichts, und das aus einem einzigen Grund: Es werden nämlich eben nicht alle Schußwaffen erfaßt, sondern nur alle legal besessenen. Die illegalen Waffen in Händen von Verbrechern (von denen die weitaus größte Gefahr für die „persönliche Sicherheit“ der Bevölkerung ausgeht) werden eben nicht registriert. Ob das im Sinne des Erfinders ist?

„Jeder Vollidiot, der noch nichts angestellt hat“ kann also eine Schußwaffe erwerben. Wenn sich „Vollidiot“ auf die Geisteshaltung und nicht auf eine geistige Behinderung bezieht stimmt das natürlich. Wer bestimmt aber, wer ein „Vollidiot“ ist? Spannende Frage.

Ein solcher „Vollidiot“ kann freilich nicht nur Waffen erwerben, er kann auch, da er ja „noch nichts angestellt hat“, also unbescholten ist, alles tun und lassen was alle anderen Menschen auch dürfen. Ein „Vollidiot“ darf autofahren, er darf sich frei bewegen, er darf Arzt, Lehrer oder Polizist werden. Es darf auch jeder „Vollidiot“ hier mitlesen, ja er darf sogar hier kommentieren.

Ich kenne „Julius“ nicht, ich weiß nicht wer er ist, ich weiß auch nicht ob er ein „Vollidiot“ ist oder nicht. Ich kann es aber nicht ausschließen.

54 Antworten zu “Von Waffen und Vollidioten

  1. Pingback: Wochenrückblick 48/2012 | dagarser

  2. Ich frage mich, warum irgendwelche Ideologien immer unversönlicher aufeinanderprallen. Hat es was mit Rechthaberei zu tun? Das ZMR (D = NWR) wird kein „MEHR an Sicherheit“ bringen. Und wenn ich zwischen den Zeilen von Julius lese, würde er wohl am liebsten bei den registrierten LWB mit gezogener Waffe in die Wohnung (die Tür) eintreten – die könnten ja….
    Zugegeben, es gibt Vollpfosten – in jedem Lebensbereich; warum sollten LWB davon ausgenommen sein, warum die Polizei oder andere Berufe?
    Zugegeben, eine (Schuß-)Waffe kann mißbraucht werden, dummerweise kann vieles zu einer Waffe – oder besser zu einem Tatmittel – umfunktioniert werden und wird es leider auch. Und gerade darum ist es so sinnlos, über die legale Schußwaffe als allein gefährliches Tatmittel zu diskutieren – zumal die meisten Taten mit illegalen Schußwaffen erfolgen (was dann leider nicht zur Kenntnis genommen wird). Daher bin ich verwundert, daß ausgerechnet ein Polizist angeblich mehr Probleme mit legalen als mit illegalen Waffen haben will. Liegt das vielleicht am Dienstposten? Kleiner ruhiger Ort in der Wallachei; schwerstes Verbrechen = Wirtshausschlägerei?
    Wir würden gut daran tun, uns nicht auf unsere Ängste und -phobien zu konzentrieren. Die Diskussion wäre sachlicher, wenn wir uns auf eine Risikoabwägung beschränken würden und die Schußwaffenmißbräuche als das sehen würden, was sie sind – ein Teilaspekt der Kriminalitätsstatistik. Ich persönlich möchte weder erstochen, erwürgt, erschlagen oder erschossen werden, schon gar nicht möchte ich, daß mit meinem Kopf Fußball gespielt wird. Und die zunehmende Gewalt in der Gesellschaft birgt leider zunehmend das Risiko, daß ich gerade als alter Mensch einmal Opfer dieser Gewalt werden könnte. Und anders als in Österreich habe ich in D leider keine Möglichkeit, mich gegen eine Gruppe gewaltbereiter Jugendlicher zu verteidigen. Und wie gut Deeskalationsstrategien funktionieren, zeigen einige Beispiele aus D sehr deutlich; diejenigen, die es versucht haben, wurden oft Krankenhauspatient oder Inhaber einer Grabstätte.
    Warum geht man nicht einfach dazu über, daß Strafmaß bei Einsatz einer Waffe zu erhöhen? So wird z. B. in D aus einem „Kleinen Warendiebstahl“ein Raub, wenn ich auch nur ein Taschenmesser dabei habe – auch, wenn ich es nicht benutzt habe. Bei den Schwerstkriminellen werden dann allerdings viele „Entschuldigungsgründe“ gesucht, um seine Taten zu „erklären“.
    Das ideologische Aufeinander eindreschen bringt uns in der Sache nicht weiter, die gegenseitigen Beschimpfungen sind nicht hilfreich und der der Generalverdacht unbescholtener, loylaler und meist ehrlicher Steuerzahler ist nun wirklich idiotisch.
    Ansonsten kann man die Österreicher nur beneiden um die kurze Definition einer (Schuß-)Waffe – das hört sich in D ganz anders an.

  3. Zum Thema Vollidioten möchte ich noch was nachtragen:

    Eine Geschichte ( Herr zakrajsek, auch ich liebe Geschichten ) die mir ein ehemaliger Arbeitskollege berichtet hat.
    Der ist tatsächlich einer der gegen Waffen in Privathand ist und selbst als langjähriger NVA Angehöriger wahrscheinlich länger und öfters mit Waffen herumgelaufen ist- der war Grenzsoldat.

    Er wohnt in einem Neubaugebiet , lauter 5 stöckige Neubaublocks … DDR Neubau eben.Kleinstadt 10 ooo EW…

    Er hätte aus dem Fenster geschaut … um 22.00 Uhr herum, die meisten Menschen schliefen wohl.
    Da hätte er gesehen wie zwei Männer paar Blocks weiter vor die Tür traten. Einer reckte eine Langwaffe in die Höhe ( Flinte, Büchse konnte er nicht erkennen ) und feuerte in die Luft. Es knallte jämmerlich laut in die Stille. Wohlgemerkt Nachts in einem Wohngebiet und es war nicht Sylvester.
    Die beiden lachten und verschwanden sofort wieder .
    Er wollte erst Anzeige erstatten und die Polizei rufen , hat sich aber wohl nicht getraut, auch weil die Entfernung zu groß war und das Licht spärlich.
    Er hatte auch Angst vor Racheakte, die Autos stehen nämlich dort alle auf der Straße.

    Was soll man da sagen – es sind Idioten und mir fiel es an dem Tag auch schwer vom unbescholtenen und zuverlässigen Waffenbesitzer zu schwärmen.
    Es gibt sie , die Vollidioten.

    • Hmm, ja, das waren sicher Legalwaffenbesitzer (eigentlich mag ich das Wort nicht)!
      Zum Arbeitskollegen: Das DER gegen privaten Waffenbesitz ist glaube ich sofort.
      Und ja, es gibt wahrscheinlich Vollidioten unter den Waffenbesitzern. Es soll auch schon Kinderschaender bei der Polizei gegeben haben.
      Aber ohne jetzt wieder einmal Benjamin Franklin zu bemuehen:

      Die geringe Chance Opfer eines Verbrechens zu werden, rechtfertigt keinen Waffenbesitz? Die minmale Chance, dass unser hier so oft bemuehter „Vollidiot“ an Waffen kommt rechtfertigt aber Restriktionen?

      Wenn wir nun unterstellen, dass der naechtliche Schuetze ein legalwaffenbesitzender Vollidiot (Muhaha) war, ist anscheinend das in oest. oder gar schweizer Augen laecherlich restriktive deutsche Waffenrecht fuern Hugo.

      Wenn ich einen Logikfehler in meiner Argumentation habe, bitte gerne darauf hinweisen. Ich bin nicht empfindlich.

      • Warum der Arbeitskollege so sicher gegen Waffenbesitzt sein muss wei er Grenzer war erschließt sich mir nicht. das ist seine individuelle Meinung die mit der Grenze nichts zu tun hat. Es gibt auch Grenzer die heute Sportschützen und Jäger sind.Ich habe es nur angemerkt damit niemand denkt der wäre unbeleckt.

        ja ich weiß wohin Du steuern willst: Grenzer, SED Genosse, Links….gegen Freiheit klaro.
        Ist aber falsch und Grenztruppe war hier Wehrpflicht , da gabs keine Wahl.. Unser sächsischer Ministerpräsident (Tillich ,CDU ) war auch dabei.

        Ich habe an keiner Stelle auch was dazu bemerkt dass ich keinen Waffenbesitzt wolle, ich bin nur dagegen dass Leute die damit nicht umgehen können das können, also gegen waffenbesitzende Vollidioten.

        Was die nächtliche Ballerei für einen Einfluß auf das Meinungsbild der Anwohner hatte wird sicher verheerend gewesen sein.
        Kinder die schlafen oder alte Menschen erschrecken . Rechnet man bei einem Aufgang mit 10 Wohnungen und 30 – 40 Personen haben die sicher für einige neue Grünwähler gesorgt.

        Wir sollten einfach unseren Heiligenschein ablegen, auch unter uns gibt es Idioten, wenige zwar aber sie gibt es und ich hätte es gerne dass in unserem eigenen Interesse es nicht mehr werden.

        • Punkt fuer Joerg, ich hatte NVA ueberlesen und dachte MfS.
          Nur wie angedeutet: Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Waffenbesitzer der ein waffenrechtliches Dokument besitzt ( muss er ja in .de), so was Bloedes macht?

          Ich habe frueher in Wien auch in einem Viertel gelebt wo es oefters nachts geknallt hat. Das bedeutete eine Geburt oder Hochzeit……..
          Ja, ja diese Sportschuetze! 😀

  4. Was mich bei solchen Ansichten wie der zitierten immer wundert, ist der Generalverdacht, den manche Leute gegenüber ihren Mitmenschen in Bezug auf Waffen hegen. In anderen Bereichen wird gemeinhin angenommen, unser Gegenüber sei ein vernünftiger normaler Mensch, was ja auch zutrifft. Sonst würden wir uns ja auch nicht von Fremden beispielsweise die Haare schneiden lassen, uns von ihnen im Taxi durch die Gegend fahren lassen, oder uns sonstwie in deren „Gewalt“ begeben. Und unser Vertrauen wird auch (fast) nie enttäuscht. Wieso kann man nicht begreifen, dass das bei Waffe nicht anders ist. Würde der normale Mitbürger und Durchschnittsmensch eine Waffe tragen, würde er damit nichts anstellen. Er würde sie, so es mal nötig werden sollte, zu seinem eigenen Schutz oder zum Schutz seiner Mitmenschen einsetzen und so der Gesellschaft einen Nutzen erweisen. Ich vermute aus dem eingangs erwähnten Misstrauen spricht die typisch sozialistische Denkweise, die lautet, der Mensch könne nichts alleine und müsse immer an die Hand genommen und durch Verbote und Vorschriften gelenkt werden – in Konsequenz wird den Menschen unterstellt, sie seien dumm, oder böse. Diese Denkweise ist also eine zutiefst menschenfeindliche, die noch dazu in keiner Weise von der Realität gedeckt wird. Mich wundert wirklich, wieso sie trotzdem so häufig anzutreffen ist.

    • Der Beitrag ist wieder einmal der untaugliche Versuch eine Ideologie (gegen sozialistische Denkweise aber pfui ..) mit dem Waffenthemen zu verknüpfen um das irgendwie verpackt mit hinein zu mogeln.

      Ich weiß nicht was eine typisch sozialistische Denkweise ist aber es ist nicht so dass der Mensch permanent an die Hand genommen wird sondern es geht darum dass keiner in Stich gelassen wird. Aber das wäre ein völlig anderes Thema.

      Wenn denn alle Menschen so edel,hilfreich und gut wären dass man ihnen vertrauen könnte und bedenkenlos eine Waffe in die Hand drücken und verkaufen könnte ( natürlich etwas Umsatzfördernd mit $ in den Augen) -warum braucht die Hälfte der User hier unbedingt etwas zur Selbstverteidigung ? Gegen wen wenn alle soooo nett und lieb sind ?

      Merken Sie jetzt den Fehler in Ihrer Logik ?

      Die Realität ist eben dass es mehr Vollidioten gibt als einem lieb sein kann aber Umsatz ist ja auch was Nettes…..Beide Seiten eben aufrüsten, dann hält sich das die Waage..richtig ? ..Alkoholiker,zugedröhnte Junkies , pubertierende Halbstarke, religiöse oder politische Fanatiker … und und und…

      Sie schreiben „würde der normale Mitbürger und Durchscnittsmensch …würde er nichts damit anstellen “ Richtig, aber das Thema geht um
      nichtnormale Mitbürger die es eben auch gibt und gewisse Zeitgenossen die Julius unangenehm aufgefallen sind. die müssen wir doch nicht exclusiv bewaffnen lassen – oder doch ?

      • Hallo Jörg,
        da Du in einem vorherigen Kommentar Sportwaffen mit Mordwaffen gleichsetzt (was Dich stark in Richtung Waffenphobiker schiebt), fällt es mir momentan schwer, Deine Kommentaren mit einer gewissen Objektivität zu lesen.

        • Hallo, auch Du hast die Ironie aus meinem Posting nicht herausgelesen.Ich dachte eigentlich dass es offensichtlich und erkennbar ist.
          Ich habe über 20 Büchsen und Kurzwaffen in drei Schränken, warum sollte ich da ernsthaft von Mordwaffen reden ?
          Dass es manchen schwer fällt objektiv zu bleiben stimmt dennoch.

          • Ich muss leider feststellen – wie du offensichtlich auch – dass es doch einigen Leuten hier eher schwer fällt, sinnerfassend zu lesen. Wenn ich die Kommentare hier so durchlese, bist du der einzige, der die „Vollidioten“ richtig aus dem Zusammenhang heraus verstanden hat.

          • Ja o.k…. es ist halt manchmal schwierig, da geschriebene Worte nun mal keine Mimik und Gestik besitzen….

      • Die unangenehmen Zeitgenossen bewaffnen sich sowieso, da nützen Kontrollen & Verbote eh nix. Und es sind wirklich nur ganz wenige, so wenige, dass der Durchschnittsmensch wohl nie in seinem Leben mit einem konfrontiert wird. Aber da bei einer solchen Konfrontation das eigene Leben in Gefahr ist, möchten sich viele trotz der extremen Unwahrscheinlichkeit einer solchen durch eigene Waffen absichern, da sie nur 1 Leben haben.
        Was Sozialismus angeht, einfach mal das kommunistische Manifest lesen. Dass keiner im Stich gelassen wird steht da sinngemäß auch drin, aber eher als Drohung. Von Leuten die von „vorübergehend despotische[n] Eingriffe[n] in die bürgerlichen Produktionsverhältnisse“ und ähnlichem schreiben möchte ich gerne im Stich gelassen werden, ich fürchte nur das wird irgendwann keine Option mehr sein, wenn wir nicht den Anfängen wehren. Und die Anfänge sind schon lange gemacht, oder fragt dich irgendjemand, ob du Steuern zahlen möchtest? Und wen du mit deinen Steuern unterstützen möchtest? Aber dir hier libertäre oder anarchokapitalistische Ideen zu erklären würde wohl zu weit führen…

  5. Sehr geehrte Mitposter,

    ja es gibt Polizisten, die das wie Julius sehen. Ich habe Exekutivbeamte wie ihn kennengelernt als ich noch in Wien arbeitete.

    Die gute Nachricht: Sie sind sehr selten.

    Die bessere Nachricht: Meistens kann man mit faktenlastiger Argumentation etwas bewegen.

    Die schlechte Nachricht: Die hier gezeigte Denke entsteht auf zwei Grundlagen.

    1) Einmal schlechte Erfahrungen gemacht.

    2) Es wurde einem so von Vorgesetzten so eingetrichtert.

    Bei 1 laesst sich nix machen. Erfahrungen praegen uns alle. Bei 2 , siehe bessere Nachricht.

    Was die “ unbewaffneten“ Rechtsbrecher angeht: Ich zeige Julius (wenn er aus Ostoesterreich ist), gerne was ich mit einer 8cm Klinge in 2 s an einem frei aufgehaengten Stueck Schwein anrichte. (Dies auch fuer Joerg) Eine Schusswaffe ist eben nur dass: Eine Unterkategorie.

    Zu Joerg: In weiten Teilen Zustimmung daher Daumen hoch aaaaaber:
    Warum koerperliche Eignung? Ich kenne einige sehr gute Schuetzen mit Handicaps. Zur besonderen Gefaehrlichkeit von Schusswaffen siehe oben.
    Mein Off-Duty Trageset in Frankfurt besteht uebrigens aus einer rasiertauglichen, feststehenden, 7,6cm Klinge, einer 400 Lumen Lampe und einem Benchmade Kugelschreiber. Mit den beiden Letzteren bin ich schon ein Dutzend Mal Wien-Frankfurt geflogen.

    Bevor wer fragt: Nein, ich hab sie (zumindest fuer SV), noch nicht gebraucht.Aber ich passe auch nicht so recht ins Opferschema.

    • @glockzilla:
      Körperliche Eignung ( steht auch im WaffG) insofern dass der Kandidat unfallfrei eine Waffe bedienen kann ohne sich oder den Mitbürgern ( egal welche ) ins Knie zu schießen.Dazu gehört zum Beispiel auch ausreichende Sehkraft bei Jägern…“ ähmm ich dachte das war ein Wildschwein weil es im Gebüsch gegrunzt hat“ .
      Ich sage nicht dass jedes körperliche Gebrechen zum Verzicht führen muss und das ist ja sogar das Gute an unseren Sport dass man auch als Behinderter Spaß und Freude findet ( mir gehts auch so) ohne Extremleistungen bringen zu müssen.
      Aber mit Schüttelähmung würde ich nicht schießen, das streut zu sehr…..

      Zu der beindruckenden Grusel-Story mit dem Messer:

      Wenn das so gefährlich und effektiv ist dass man ein Schwein zerlegen kann, wozu braucht man dann eigentlich noch so eine teure Waffe ?? Hmmm ?
      Weil man nicht mit einem Messer zu einer Schießerei gehen soll ?

      Ich würde mich auch zurückhalten mit Vermutungen über Julius Denkweise, möglicherweise hatte er andere Erfahrungen als wir.Mit Einordnen in Schubladen ist das immer so eine Sache… das funktioniert nämlich nicht.

      • Unter drei Metern fuerchte ich eine Klinge mehr als eine Schusswaffe. Die Bilder die kamamur hier gepostet hat kannte ich bereits. Wie schon einmal erwaehnt ist die Mortalitaetsrate bei Schnitt- und Stichverletzungen hoeher als bei Schusswunden.
        Vier meiner FFW waren uebrigens billiger als das Messer, das sich meine Frau kuerzlich zugelegt hat.

        Der Vorteil der Schusswaffe ist die Moeglichkeit der Drohung und natuerlich die Distanzwirkung.

        Ich dachte ich haette erwaehnt, dass Julius‘ Einstellung vieleicht auf unguten Erfahrungen beruhen koennte……

    • http://www.ipsta.eu/bulletin/2008-03_IPSTA_Newsletter.pdf
      wie schon einmal übermittelt, passt es gerade wieder. Auf Seite 6 ist klar, warum ein -nicht illegales- Messer zu einer tödlichen Gefahr werden kann. Für Interessierte: Krav Maga/israelische Verteidigungslehre. Man beachte die Konsequenz, mit der gegen Angreifer vorgegangen wird. (YouTube)

    • Ich mache selbst seit 2 Jahren Security – Krav Maga (natürlich habe ich nicht damit begonnen). Was man mit einem Messer so alles machen kann weiß ich ziemlich genau, auch was man mit einem Tonfa, SDS, Stock, Taschenlampe, Handschellen, Hammerfaust usw. so alles machen kann.

      Aber irgendwie …. laufe ich trotzdem nicht rum und warte darauf, etwas davon einsetzen zu können. Krav Maga lehrt nämlich auch, wie man Konflikte vermeiden kann… etwas, das in die Köpfe mancher Leute hier rein sollte.

      • etwas, das in die Köpfe mancher Leute hier rein sollte.

        Sie wissen was in den Köpfen anderer Leute herumschwirrt, Sie maßen sich an zu bestimmen wer ein „Vollidiot“ ist, als nächstes können Sie wahrscheinlich Krebs heilen.

        Ich hoffe inständig daß Ihr großes Talent nicht im Streifendienst „verschwendet“ wird.

        • Wenn ich manches lese was hier herumschwirrt bin ich direkt froh dass es nicht in meinen Kopf stattfindet.
          Julius hat schon recht wenn er sagt dass es am allerbesten ist keinen Konflikt zu haben, ihn zu vermeiden und ihn erst recht nicht suchen.
          Deeskalation, beruhigen, Luft ablassen, durchatmen…. nichts ist passiert…. alles klar schönen Tag auch noch….

          Aber einige wollen mit roten Kopf und blankgezogener Waffe angeben „Auf ihn – mit Gebrüll“ ja wir sind ja im Recht !
          Man kann nämlich im Recht sein und dennoch den Kürzeren ziehen, was dann ? ein besonders schöner Grabstein ? Aufrecht gestorben ? herrlich !

  6. Also ich glaub nicht, das Julius beruflicher Waffenträger ist.

  7. …..nun, der gute Julius sieht die Gefahren eben aus seiner Warte, aber Polizist ist wie Soldat oder viele Andere Berufe, gefährlicher als Buchhalter.
    Zunehmend gefährlicher wird das Leben in Europa aber auch für jeden Normalbürger und um diesen geht es bei Privatwaffen in Bürgerhänden.
    Man bemerkt natürlich eher die Vollidioten, vorrangig im Strassenverkehr, vergisst aber, dass 99% der Leute keine Vollidioten sind.
    Wo ist Julius mit seiner Dienstwaffe, wenn ich mich, wie es schon drei mal in meinem Leben vor kam, mit meinem Revolver verteidigen musste?
    Ich würde das hier nicht schreiben……das ist meine Realität, lieber Julius!
    Ich werde aber, im Gegensatz zu Dir, nicht dafür bezahlt……
    Denke einmal darüber nach…..

  8. Ich kenne “Julius” nicht, ich weiß nicht wer er ist, ich weiß auch nicht ob er ein “Vollidiot” ist oder nicht. Ich kann es aber nicht ausschließen.

    Chapeau!!

  9. Solange jene Personen, welche nicht in der Lage sind uns Bürger zu schützen, so unsachlich gegen den legalen Waffenbesitz argumentieren, wundere ich mich über nichts mehr! Es scheint so, als hätten in Österreich die illegalen Waffenbesitzer und Anwender die größere Lobby in Form der Politiker, Richter, Exekutivbeamten und Nestbeschmutzer (z.B. unter der Jägerschaft).

  10. Dieser seltsame Herr Julius hat seinen Beruf verfehlt. Solche Menschen gibt es und solange man noch die Konsequenzen ziehen kann, wäre es gut, das zu tun.

    • Wenn ich Ihre Beiträge so lese frage ich mich wer hier eigentlich seltsam ist.

      Wenn Ihnen eine Meinung nicht paßt wird die persönliche Ebene angegriffen. Julius ist Polizist , Mehr kann man eigentlich gar nicht mit Menschen arbeiten und sie kennen lernen , außer man hockt wie Sie hinter einem Schreibtisch ….

      • Julius ist Polizist. Schreibt er. Seine Ansichten sind aber mit der Vernunft, die ein Polizist durch seine Tätigkeit erworben haben sollte, nicht in Einklang zu bringen. Daher meine ich, daß er nicht den richtigen Beruf ausübt.
        Ich selbst hocke nicht hinter sondern vor einem Schreibtisch und auch nur dann wenn ich schreibe. Sonst bin ich auf der Jagd, auf dem Schießplatz, im Wald, halte Vorträge oder ich diskutiere mit „Fach“beamten, Politikern, Jägern und Sportschützen – auch mit Polizisten. Und die erzählen mir ganz andere Geschichten als der Herr Julius.

    • Für jemanden ohne jegliche Erfahrung mit Notwehr, Nothilfe, Verbrechen, Sicherheit oder ähnlichem nehmen Sie sich schon sehr viel heraus.

  11. Waffen und Vollidioten?
    Das würde eher zu dem Typen hier passen:
    http://burgenland.orf.at/news/stories/2560830/

  12. Und ich habe mich schon immer gefragt warum es überhaupt so etwas wie die „Unschuldsvermutung“ gibt.
    Alle Menschen sind potentielle Verbrecher, sie haben nur noch nichts angestellt!!

    Gruss
    wakeupeverybody

    P.S.
    Versucht doch mal einer von den Schlaubergern (z.B. Julius) die obigen Aussagen mit den Grundsätzen zur Menschenwürde in Verbindung zu bringen, das „wie“ würde mich interessieren :-)!

    • „Unschuldsvermutung“ – wird über „Schuld“ und „Unschuld“ nicht vor Gericht entschieden?
      Die Polizei hat damit mal nichts zu tun.

  13. »Ich kenne “Julius” nicht, ich weiß nicht wer er ist, ich weiß auch nicht ob er ein “Vollidiot” ist oder nicht. Ich kann es aber nicht ausschließen.«

    Da ist nix hinzuzufügen. Naja. Vielleicht doch. Man könnte im letzten Satz das »kann« durchaus auch durch »will« ersetzen. Zumindest meiner Meinung nach.

  14. Ich führe dienstlich Waffen (Polizei) und habe in dieser Funktion zumindest ein paarmal im Monat mit Waffenbesitzern zu tun – teils regulär (Waffenkontrollen), teils wegen Strafrechtsdelikten (meist gefährlichen Drohungen, KVs, Wegweisungen- und Betretungsverboten).

    Meine persönliche Sicherheit wird bei allen Amtshandlungen durch jede zusätzliche Information, die zur Verfügung steht, erhöht. Illegale Waffen in den Händen von „Verbrechern“ sind für mich kein Problem – ein „Räuber“, ein „Dieb“ wird schon mal anders angegangen.

    Was mir aber extrem auffällt: Hier werden immer wieder „illegale Waffen“ und „Verbrecher“ beschworen, die über solche verfügen. Fakt ist, bis dato hatte ich noch mit keiner einzigen (!) illegalen Schusswaffe zu tun – nur mit „legalen“. Welches Gefühl es ist, wegen einer 08/15 Amtshandlung zu einem Menschen zu kommen, der völlig legal über eine Langwaffe verfügt und diese mal schnell aus einer Ecke greift – weiß der Geier warum – kennt hier mit Sicherheit niemand.

    Deine Theorien in allen Ehren, ich habe täglich damit zu tun, meine Wahrnehmung ist eine andere.

    • „er völlig legal über eine Langwaffe verfügt und diese mal schnell aus einer Ecke greift – weiß der Geier warum – kennt hier mit Sicherheit niemand. “

      Wie trittst Du denn bei diesen „08/15“-Amtshandlungen auf?

      Bedenke, wie man in den Wald hineinruft….

    • Es geht aber nicht um eine subjektive Wahrnehmung, sondern um statistische Werte. Wenn ich als Polzist schon im Vorfeld Menschen als Vollidioten abstemple, sollte ich eventuell an meinen Manieren feilen, dann nimmt man mich auch als den respektablen Beamten wahr, der ich zu sein vorgebe und greift nicht nach der Waffe, wenn ich ein Haus betrete. Mal ehrlich: wenn ich mich so übel verhalte, dass bei Fremden der Griff zum Gewehr schon auffällig oft vorkommt, liegt das nicht am Waffenbesitzer, sondern am Polizisten.

      • Bitte korrekt lesen und fair bleiben:
        Julius hat nicht alle Menschen als Vollidioten bezeichnet sondern nur gesagt dass nicht jeder jener Zeitgenossen eine Waffe haben sollte oder diese zu leicht erwerben kann.
        Wer Vollidiot ist und wer nicht bedarf eben einer Prüfung.

        ich denke doch dass wie uns da alle einig sind ?
        ( außer vielleicht paar Händler die Umsatz um jeden Preis brauchen )

        Ich bin auch dafür dass der Selbstschutzanspruch viel stärker berücksichtigt werden sollte und WS ( in D ) leichter erworben werden können, aber auch ich bin dagegen dass Waffenverkauf zu freizügig ist.
        Tatsächlich sollte, wie beim Führerschein übrigens auch, eine geistige Mindesteignung und Sachkunde nachgewiesen werden und diese durchaus etwas höher liegen darf.
        Ich denke das meint Julius.

        Wir würden uns in die Tasche lügen wenn wir sagen das Waffen total ungefährliche Gegenstände sind und nicht mißbräuchlich verwendet werden können oder zu Unfällen führen können und …. anders als Messer und Drahtschlingen erheblich effektiver sind. Das ist ja auch das Geheimnis warum sie auch bei SV effektiv sind- da sind sie es ebenso bei Mißbrauch.

        Ich kenne hier zahlreiche Zeitgenossen die zwar keine Vollidioten sind aber deren tiefer Intellekt und vorhandene Verhaltenstörungen bei Besitz einer Waffe nichts Gutes ahnen lassen würden und ich ganz froh bin dass sie doch paar gesetztliche Hürden haben sich zu bewaffnen, auch wenn man das auf illegalen Weg nie ausschließen kann.
        Aber zum Glück sind manche selbst dafür zu dumm.

        Wie zuverlässig und verantwortungslos manche mit Technik ungehen sieht man auch täglich im Straßenverkehr und nun stelle man sich vor einer jener Spinner der betrunken auf der Autobahn wendet ist im Besitzt einer großkalibrigen Waffe. Auch nicht nett für Beamte die eben nicht davonlaufen dürfen.

        Das Zentralregister kann aber dazu nicht viel beibringen weil ein Polizist sich sowieso nie darauf verlassen darf dass der Gegenüber unbewaffnet wäre, da würde ein ZR sogar falsche Sicherheit simulieren.

        ich bin auch für einen Mitelweg.
        Waffenverkauf ohne viel Bedürfnisbürokratie aber mit Prüfung von Mindestansprüchen zur körperlichen und geistigen Eignung.

        • Schusswaffen sind sehr primitive Maschinen, die auch der Dümmste bedienen kann. Ich sehe nicht wieso man dafür eine „höhere geistige Mindesteignung“ oder ähnliches bräuchte. Wer bei der Antragsstellung ganze Sätze spricht, ohne zu sabbern und das Formular sturzfrei ausfüllen kann, ist intelligent genug für die Handhabung. Was die moralische Eignung angeht, gilt die Unschuldsvermutung. Wer nichts Gegenteiliges bewiesen hat, belegbar durch gültigen Verurteilungen für ein Gewaltdelikt beispielsweise, dem darf unterstellt werden, dass er auch in Zukunft eine Waffe nicht missbrauchen wird. Falls er es doch tut, würde es genug bewaffnete Mitmenschen geben, die ihn schnell stoppen werden, wenn endlich die Binsenweisheit „More guns less crime“ Einzug in die Köpfe der Menschen gehalten hat.

          • Wenn sie die „Bedienung “ von Schußwaffen und die Intelligenzanforderungen nur auf das Laden derselben und das Krümmen des Zeigefingers reduzieren dann wirds mir übel.
            Die geistige Mindesteignung umfaßt doch etwas mehr, nämlich die Fähigkeit zu erkennen auf was und wen man schießen darf und besser nicht.
            Nicht die einwandfreie Motorik ist gefragt werter User sondern solche abstrakten Dinge wie Verantwortungsbewußtsein…und das hat eben nicht jeder auch wenn die Motorik noch geht.
            Ich möchte nämlich nicht dass der „Dümmste “ da Zugriff hat.

            Na klar, wer lauthals „Allahu Akbar“ ruft “ Sieg eil “ oder einfach nur “ Hicks “ macht hat sich bis dato u.U. auch nichts zuschulden kommen lassen ist aber ein guter Kunde den man unbedingt schnell noch etwas verkaufen sollte.
            Dann finden sich sicher genug Legalwaffenbesitzer oder Polizeibeamte die unter Einsatz ihres Lebens und mit nachträglichen Justizermittlungen das wieder gerade biegen dürfen und sie – wie Sie sagen “ stoppen “ dürfen ( wann haben sie zuletzt einen mit einer .357 iger „gestoppt “ ? war bestimmt ne geile Sache nicht ?

            Auf diese Weise schaufeln wir uns unser Grab selber, immerzu verkaufe an potentielle und offensichtliche Idioten die immerhin gerade mal noch in der Lage sind das einfache Gerät zu bedienen.Je mehr passiert desto einfacher wirds für die Gungrabber.

            Erinnert mich an „Lord of War“ …….was bedeute, dass jeder zwölfte Mensch auf der Welt eine besitze. Die Frage sei nur: „Wie bewaffnet man die anderen elf?
            http://de.wikipedia.org/wiki/Lord_of_War_–_Händler_des_Todes

            • Richtig, wer nur Dinge ruft hat sich auch nichts zu schulden kommen lassen. Wer anfängt, seine unschuldigen Mitmenschen gesinnungstechnisch und psychologisch zu durchleuchten, bevor er ihnen Dinge wie Waffen zur Selbstverteidigung zugesteht, die eh zu den Grundrechten zählen und daher vorher widerrechtlich vorenthalten wurden – der landet in letzter Konsequenz bei Orwell, mit Gedankenpolizei und Ministerium für Liebe und allem drum und dran. Darum, wehret den Anfängen.
              Was ich nicht verstehe ist, wieso du auf das Geschäft im Zusammenhang mit Waffen so stark verweist. Waffen sind nicht nur simpel in der Handhabung, sondern auch simpel und billig in der Herstellung. Darum wird es immer jemanden geben, der sie bauen wird, weil die Menschen sie nunmal brauchen. Ist dasselbe wie mit Drogen, entweder überlässt man das Geschäft gleich den Kriminellen und verzichtet somit auf jegliche Kontrolle, oder man lässt die Menschen eigenverantowrtlich handeln und akzeptiert die Tatsache, dass das Leben nunmal voller Risiken ist und Verbote und vorsorgliche Kontrollen und Gehirnchecks mehr schaden als nutzen.
              Wie kann man sich im übrigen über die paar Euro Umsatz mit Handfeuerwaffen für den Privatmarkt aufregen, wenn gleichzeitig Dinge wie die gewaltige Umverteilung von Vermögen aus den Taschen der Sparer und Festeinkommensbezieher in die Taschen der Banken und Staatskassen durch massenhafte Erhöhung der Geldmenge stattfinden? Dagegen sind Waffenhandel Peanuts, darüber z.B. lohnt es, sich aufzuregen!

      • Ich würde nahelegen, sinnerfassendes Lesen ein wenig zu üben – wenn du die „Vollidioten“ im Zusammenhang nicht verstanden hast, hilft vielleicht auch mehrmaliges Lesen. Auch weiß ich nicht, was du unter „auffällig oft“ verstehst oder wie du zu dieser Behauptung kommst.

    • Ich erfreue mich immer wieder an solchen Posts.
      Vielen Dank, dass mich mit deinem vollkommen an dern Haaren herbeigezogenen Post erheitert hast.

    • Lieber Julius
      Natürlich bin ich auf deiner Seite, obwohl mir deine Argumentation etwas überheblich oder patzig erscheint. Ich selbst ( Pensionist mit 38 Jahren Erfahrung an der Front/STAPO-KRIPO ) habe illegalen (keine Genehmigung BMI und BMLV) Sprengstoff, MP’s, FFW, Handgranaten sicherstellt. Resumee daraus: es gibt nichts, was es nicht gibt. Daher gibt es auch illegale Waffen/Schusswaffen und derer nicht wenige im Umlauf. Ich meine damit ist immer und überall zu rechnen. Aufgrund deiner Schilderung über deine Tätigkeit gehe ich davon aus, dass du in Uniform Dienst versiehst. Deine „teils“ angeführten Amtshandlungen lassen dich aber in diesen Fällen nicht wirklich uninformiert einschreiten, vergiß aber dennoch die unvorhersehbaren Ereignisse nicht. Es ist dir sicher im Dienstbereich ein leichtes festzustellen, wie oft mit illegalen Schusswaffen Straftaten begangen werden. Außerdem bietet die Durchsicht der parlamentarischen Anfragen zu illegalem Waffenbesitz eine weitere Möglichkeit, seinen Informationsstand in diese Richtung hin zu erweitern. Trotzdem viel Glück und vor allem Gesundheit in einem nicht leichten Beruf.

      • Wien? Wien ist anders Herr Kollege 🙂
        Ich schätze die Wiener Kollegen, das Wiener SPK ist eine gute Truppe und um manche Einrichtungen beneide ich sie sogar (der Kletterturm in der Rossauer… feine Sache, macht wirklich Spass).

        Aber ich bin trotzdem davon überzeugt, dass auch in Wien nicht Krieg herrscht – und dass sich auch die Straftaten in Wien mit illegalen Waffen in Grenzen halten (wo die Teile wirklich benutzt werden). Granaten fliegen ja auch in anderen BL manchmal (erst vor ein paar Jahren bei uns), gottseidank alles glimpflich ausgegangen.

        Die Konzentration auf illegale Waffen und „Verbrecher“ hier in diesem Forum …. sehr reißerisch, sehr überzogen. Du weißt genausogut wie ich, dass Banden usw. ein Problem sind… aber du weißt auch, dass wir auch einfach unsere „Pappenheimer“ haben, die eben keine Berufsverbrecher sind, keine illegalen Waffen haben – und diese sind weitaus aktueller und eine konkretere Gefahr. Nur halt leider keine „einfache“ Gefahr von „außen“, sondern eine, die man oft gut kennt, die neben einem wohnen…. und dieser Gedanke ist unangenehm.

        Und: Im Vergleich dazu, was hier manche abziehen – bin ich da wirklich „patzig“? Oder bin ich eher „patzig“, weil ich nicht mit den Schafen blöke?

        • Lieber Julius,

          nun ist Wien bevoelkerungstechnisch schon einmal ein Viertel von Oesterreich.

          Ich wuerde dann einmal Wiener Kollegen dazu befragen.

          Ein paar Saetze an die ich mich erinnere:

          “ ..die Zeitverschwendung mit den Waffenkontrollen..“
          „…. sinnlose Belaestigung….“
          „…. da sollt mer lieber woanders,….aber das ist ja nicht erwuenscht…“

          zugegeben auch:

          „Ja, dort gibt’s viele illegale Puffer, aber meistens feiteln die eher.“

          Besonders erschreckend:

          „Wenn die Zeitung immer drueber schreiben wuerd‘ , wenn einer von uns verletzt wird haetten’s viel zu tun.“

          Uebrigens:

          Wenn ich naechtens in Planquadrate gekommen bin, habe ich den WP immer mit rausgereicht. So kenne ich das von Anderswo. Das wurde in Wien als ruecksichtsvolle Geste anerkannt und mit sehr schneller Abwicklung quittiert.

        • Lieber Julius
          Nachsicht zu üben mit jenen, die manches von unserer Denkweise nicht verstehen, musste auch ich erst lernen. Aber sie meinen es nicht ernsthaft böse. Meistens endet der direkte Kontakt sogar mit freundlichen Worten. Und das unser Beruf leider nicht das beste Ansehen genießt, hat sich unser Berufsstand leider selbst zuzuschreiben. Die Veränderungen in den letzten Jahren, gerade in unserem Bereich, haben dazu beigetragen, den Unmut in der Bevölkerung anwachsen zu lassen. Und wenn du wachen Auges bist wirst du erkennen, dass sich zumindest ein Teil der Bevölkerung nicht mehr durch die Polizei beschützt fühlt ( ist zB. in meinem eigenen Bekanntenkreis so). Ist es da verwunderlich, wenn als Ventilfunktion manchmal deftigeres von sich gegeben wird.
          Und allen strammen Kritikern der Polizei insgesamt sei aber zum besseren Verständnis oder vielleicht sogar Verändern ihrer Negativansicht die kleine Bettlektüre – Der Polizist, Polizeialltag in Österrreich ans Herz gelegt. Denn ohne die Einsatzbereitschaft der Polizeibeamten wäre das Leben ohne Zweifel noch unsicherer.

          • kamamur:

            Ich habe durch meinen ungewoehnlichen Beruf viel mit Polizisten zu tun. Mit oesterreichischen, deutschen, aber auch anderen Nationalitaeten.

            Die Oesterreicher stehen Waffenbesitzern dabei ueberdurchschnittlich positiv gegenueber. (OK, nicht so wie die Amis, aber das ist ein anderes Kapitel)

            In .de schaut es da viel schlechter aus. Auch allgemein beim Kontakt mit dem Buerger koennten sich die Deutschen einiges von den Oesis abschauen.

            Ich fuerchte, die Uebernahme des Piefke Systems mit der BePo wird das negativ beeinflussen.

            Es ist nicht so sehr die Polizei selbst die ihren Imageverlust verschuldet, sondern Politik und Justiz. Natuerlich sind mir auch schon Depperte Kappelstaender untergekommen. Aber die kann ich an einer Hand abzaehlen. Es ist nun einmal so, dass schlechte Erfahrungen staerker weitergegeben werden als Gute.

            • Ja, Glockzilla, ich gebe dir recht. Denn einen jeden Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
              Und: solange es Menschen gibt, wird es auch Fehlentscheidungen oder ganz schlechte Entscheidungen geben.
              Aber umgelegt auf das vorgegebene Thema sehe ich das pragmatisch. Da es eine Meinungsvielfalt zur aktuellen Frage -Waffen und Vollidioten- gibt nehme ich die, mir am einleuchtensten erscheinende Erklärung dazu.
              Geltendes Waffenrecht ermöglicht eben Besitz von Waffen. Wer es möchte, wird dies anstreben.
              Wer Waffen ablehnt, wird auch entgegen allen Überzeugungs oder Aufklärungsversuchen in seinem Standpunkt nicht zu ändern sein.

              Wer eben wie zB. Julius strengere Bedingungen zum Erwerb von Waffen ins Auge gefasst hat , hat seine Meinung, auch wenn ich sie nicht teile. Aber in einer Demokratie sind glücklicherweise unterschiedliche Standpunkte möglich.

              Aber muss jemand, der konträr einer Meinung ist als Volltrottel gesehen werden? Wären solche Volltrottel nicht besser in jenem Kreis zu suchen, die jahrzehntelang immer wieder jenen Parteien die Stimme geben, die letztendlich erst solche Diskussionen in Gang bringen. Stundenlang könnten wir alle darüber unsere Überlegungen vorbringen. Wenn es aber von der Mehrheit gewünscht wird, dass ein Waffenrecht dem Bürger dienlich ist, dann sollten man an einem Strang ziehen. Und die Entscheidung darüber müssen wir sowohl als Waffenbefürworter oder Gegner zur Kenntnis nehmen.

              • Na gut, noch einmal in den „verbrauchten“ thread……

                Aus meinem ereignisreichen Leben:

                Nach mehrmaligen erfolglosen Klingeln, hatte einmal ein ueberpruefender Polizist einen Tag mit mir ausgemacht. ich war etwas spaet dran und traf ihn im Lift nach oben.
                Wir betraten meine Wohnung, er bemerkte wohlwollend die Tuer und wir gingen direkt zum Tresor und legten los.
                Dann kamen die letzten zwei. Ich erklaerte ich kaeme von der Arbeit, wuerde sie tragen und wies darauf hin, dass die zholzverkleidete Kaminwand neben dem Safe als sichere Richtung zu betrachten sei. Dann nahm ich die G17 mit Lampe unter dem Sakko hervor stellte Sicherheit her und Uebergab sie.
                Anschliesend das selbe Spiel mit der G26 vom Knoechel. Dann die 17er wieder geladen und eingesteckt. Der Beamte muss auch gesehen haben, dass sich an meinem Guertel noch Pfeffer, Schliessmittel und ein substanzielles Messer befanden. Kein Kommentar.
                Dann zum Kaffee gesetzt, ein paar Resultatslisten auf den Tisch gelegt und nach insgesamt 20 min war es das.

                Ein angenehmer Kontrast zu einem LVTler der mir ein paar Wochen zuvor bei der Arbeit untergekommen war und meinte ausser der Polizei brauche niemand Waffen und ueberhaupt warum sei da so eine Privatarmee. Ein Kollege von ihm sah, dass ich etwas unrund wurde (technisch gesehen waren die Polizisten dort geduldete Gaeste) und meinte “ moch da nix draus, den …… nimmt kana ernst, der mecht a in Adi zruck.“

                Wie waere die Aufbewahrungskontrolle mit Julius gelaufen?
                Welche Bezeichnung faellt uns spontan fuer den Anderen ein?

                • Ich hab viele solcher Kontrollen hinter mir und allsamt sind sie so gesellig wie die erstgeschilderte verlaufen. Übrigens gibt es zu Waffenüberprüfungen in Österreich einen sinnigen Artikel in einer Polizeizeitung, in dem der Waffenmeister und gerichtlich beeidete SV aufgrund vieler Beschwerden von Betroffenen die Kollegenschaft aufklärt, wie Waffenüberprüfungen korrekt durchzuführen sind. Es kam immer wieder zu Belehrungen durch die kontrollierten Beamten, Waffe und Munition müssen zuhause getrennt und besonders gesichert in einem Behältnis aufbewahrt werden. Ich hoffe, jetzt nicht gleich als Nestbeschmutzer abgestempelt zu werden, aber es liegt wohl auch daran, dass manche Kollegen mit einer Waffe nicht besonders viel anfangen können und sie sich daher nur oberflächlich mit dieser Materie auseinandergesetzt haben. Übrigens: bei der Vorgängerorganisation des LVT habe ich 24 Jahre gedient – also es gibt auch andere.

                  • Oh, das sollte nix gegen jene welche sein! Die Zusammenarbeit mit den anderen war auch im geschilderten Fall exzellent und frei von Beruehrungsaengsten. Gerade im Gegensatz zur BRD wo man den Huetern des Grundgesetzes ( Verfassung haben’s ja lustigerweise keine ), immer ein Dorn im Auge ist.

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