Gratwanderung?

Harold Pearson ist Journalist bei der „Kronen Zeitung“, das ist natürlich jetzt kein Indikator für seine journalistischen Fähigkeiten – oder etwa doch? Der Mann ist mir jedenfalls schon einmal ungut aufgefallen, das war im vergangenen April und ich habe das auch in einem Artikel thematisiert: Kehrseite

Vorigen Freitag hat Pearson sich nun wieder einmal zum Thema „Selbstverteidigung“ zu Wort gemeldet, und zwar in Zusammenhang mit dem von mir am Donnerstag behandelten Notwehrfall („Es geht doch!“).

Und wieder hat der Schreiberling eindrucksvoll unter Beweis gestellt daß er von der ganzen Thematik und Problematik der Selbstverteidigung und Notwehr keine wie auch immer geartete Ahnung hat und nur die „ja nicht wehren“-Ratschläge der Polizei nachplappern kann:

(…) Verzweiflung? Angst? Berchtigte Notwehr? Der Fall wird noch die Gerichte beschäftigen. Polizisten, die von der Polizei Zivilcourage verlangen, können nicht gemeint haben, dass das Opfer mit der Waffe gegen Eindringlinge vorgehen soll. (…)

Man kann förmlich Pearsons Hoffnung herauslesen, daß die bösen Selbstverteidiger mit aller Härte des Gesetzes für ihre unbotmäßige Handlungen bestraft werden. Ich persönlich hoffe – und glaube – ja, daß dieser Fall „die Gerichte“ nicht beschäftigen wird. Die Staatsanwaltschaft wird, da ja eine Körperverletzung vorliegt, natürlich ermitteln, wenn es aber zu einer Anklageerhebung kommen sollte wäre das ein Skandal der seinesgleichen sucht. Vielleicht sollte Harold Pearson einmal den § 3 StGB lesen, nicht nur irgendwelche obskuren „Ratschläge der Polizei“. Pearson weiter:

(…) Viele leben in ständiger Angst vor Einbrechern, vor allem aus dem Osten. „Sofort zum Telefon greifen wenn etwas Verdächtiges Beobachtet wird“, lautet der wiederholte Hilferuf und Rat der Exekutive. Sich wehren, ja, aber zur Waffe greifen? Eine sehr gefährliche Gratwanderung…

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wer sich etwa vor dem Autofahren fürchtet wird auch schlecht fahren und somit sich selbst und andere gefährden. Wer aber diese Angst überwindet, vielleicht das eine oder andere Fahrsicherheitstraining absolviert – der wird gleich viel besser und sicherer mit dem Auto unterwegs sein. Wer das nicht schafft, der sollte – schon in seinem eigenen Interesse – den Straßenverkehr meiden. Keinesfalls aber sollte er anderen das Recht absprechen mit dem Auto zu fahren.

Genauso verhält es sich auch mit der bewaffneten Selbstverteidigung: Wer sich das zutraut, wer das trainiert und gedanklich durchgespielt hat, der soll es auch machen. Merke: Eine Waffe in der Hand ist besser als ein Polizist am Telefon!

„Sich wehren, ja, aber zur Waffe greifen? Eine sehr gefährliche Gratwanderung…“  Ein selten dummer Satz. „Sich wehren, ja, aber …“ – wie soll man sich denn wehren, wenn nicht auf dem bestmöglichen Weg? Das muß natürlich nicht mit der Waffe sein, wenn es die Situation aber erfordert ist der Einsatz einer Waffe selbstverständlich das Mittel der Wahl. Und keine „Gratwanderung“!

28 Antworten zu “Gratwanderung?

  1. Pingback: Wochenrückblick 49/2012 | dagarser

  2. Ja, die Missverstaendlichkeiten in den Posts…….
    Ich muss zugeben, dass ich daran wohl ein geruettelt Mass an Mitschuld habe, weil ich recht maulfaul (oder schreibfaul), bin. Oder liest wer nicht sinnerfassend? 😀

    – Zur Sv gehoert ein sog. Force Continuum, man koennte das als Eskalationsskala bezeichnen. dh immer eine non- oder weniger letale Alternative dabei haben.

    – Wer benutzt VM zur SV???Einen Ausschuss brauchts nur beim jagern fuern Schweiss und da bewerkstelligt man dies eher per ueberschuessiger Energie.

    – Indoktrination bezog sich auf die Krone.

    – Vertraue darauf, dass meine Frau weiss, was zu Tun und Lassen ist. Unsere Differenzen beschraenken sich darauf, dass auf ihrer Seite des Betts eine Sig-Sauer liegt und sie First Defense praeferiert und ich EMBs.
    Aber tatsaechlich sind die nur Backup fuer die einlaeufige Baikal mit Laser. ( Ja, das ist legal)

    – Die Flinte hat fast nur Vorteile, ist in Oe sehr populaer, gehoert in baeuerlich gepraegten Gegenden oft noch immer zum Inventar. In den letzten Jahren wurden Coach Guns in manchen Waffengeschaeften, gleich mit Schaftmagazin und je einer Packung Gummislugs und 00 verkauft. Siehe oest. WaffG, Kat D. Sozusagen zweckorientiert.

    – Ich neige nicht zum Monday-Morning-Quarterbacking. Bin eher der Linebacker.

    – Warum will jemand unbedingt Zeugen haben? Welche sowieso ueberfordert waeren.

    – Wie beschrieben legt in der Situation bewaffnetes Gesindel vs. rechtstreuer Waffenbesitzer der Staatsanwalt meist schnell nieder.
    BTW Bei toetlichen Gegenstaenden gilt Waffenparitaet. Toetlich gegen toetlich.

    -Passiver Schutz ist die erste Verteidigungslinie, bringt aber immer nur Zeit.

    – I mog nimmer…..

  3. Ich bitte um Nachsicht, vielleicht habe ich einen schlechten Tag… aber Jörg: jetzt weiß ich warum Einbrecher immer so leise sind: sie wollen die Herzkranken nicht erschrecken, die Babys nicht wecken und dann noch die dünnen Wände….. Mann oh Mann, NOTWEHR heißt das, weil NOT herrscht!! Nämlich um Dein oder anderer Leben und was sonst noch durch NOTwehr ge- und beschützt wird. Das ist eine Ausnahmesituation. Du redest hier wie ein Richter, der schön gemütlich im Sessel sitzt und dann alle Eventuallitäten durchackert, die für den Täter schonender gewesen wäre. Der Einsatz einer (Schuss-) Waffe sollte sicherlich sehr wohl überlegt sein, aber wenn, dann konsequent.

    • Mein Mitgefühl, es ist ein sehr schlechter Tag. Morgen wirds sicher wieder besser.
      Lesen bitte: Ich schrieb nicht von Erschrecken sondern von tödlichen Nebenwirkungen auf Unbeteiligte. Einbrecher erfolgreich abgewehrt aber Kind erschossen oder Opa an Herzkasper verstorben. Nennt man beim Militär Kollateralschaden , aber egal – endlich mal einen Einbrecher erledigt.
      Ich habe nirgends geschrieben dass man sich nicht wehren soll aber ein Schußwaffeneinsatz in der Wohnung vermeide ich und zwar bis zu allerletzt , auch auf das Risiko hin dass man bei einem anderen Mittel den Kürzeren zieht.
      wenn du schon schreibst … was sonst noch durch Notwehr geschützt wird, also auch Eigentum, Ehre … dann lass ich den mit der Beute laufen als wie ich in einer Wohnung um mich ballere !
      Um das Wohl des Täters gehts mir gar nicht aber es gibt oft noch mehr Beteiligte die man auch beachten darf.
      Manchmal fürchte ich das manche gar keine Ahnung habe was ein Großkaliber alles kann.

      • HALLO JÖRG hier Erde…können Sie uns verstehen…!?
        Seien Sie sicher das die Mehrzahl der hier postenden Member wissen was Großkaliber ist,und was es kann.Genauso wie ein Jäger sein Wild anspricht,wird ein Sportschütze sein Ziel im Auge haben und nicht das ganze Magazin leerballern um „vieleicht“ die 10 zu treffen !
        Eine Person,ob Männlein oder Weiblein,wird sich in einer Notwehr schon seine Gedanken machen und nicht wild um sich schießen sondern gezielt den Agressor ins Visier nehmen.
        Und wenn ich den mit ein,zwei Schuß in der Enge einer Begegnung nicht stoppen kann,nützt mir auch kein 18-Schuß-Magazin…also übe ich den präzisen Treffer,wie ich es als Schütze gelernt und auch geübt habe.
        Wer dem nicht willens ist soll es lassen und die Polizei rufen…viel Glück 😉

        • An alle Theoretiker die glauben die schießen mit Paralysebeamer aus der Enterprise.

          Also setze Deinen „präzisen Treffer “ . Das Ding durchschlägt wie gewünscht den Aggressor , durchschlägt dahinter ein Fenster, eine Tür und dahinter steht sonst jemand. Auch vielleicht weil die Flugbahn durch einen Knochentreffer abgelenkt wurde oder Du im Streß und mangels Zeit nicht siehst dass dahinter auch noch was ist.Dahinter steht einer Deiner Liebsten oder einfach nur ein Unbeteiligter.Verstehste jetzt ?
          Geht nicht ? Doch – alles schon vorgekommen -im Polizeieinsatz.

          Es ist doch nicht wie auf der Jagd wo man sich vorher das Hinterland aussucht.Und selbst dabei passiert was.

          Also ich würde extrem zurückhaltend sein in einem bewohnten Gebäude zu schießen und lieber vorher noch was anderes versuchen.
          Drohen kann man damit sicherlich aber dann wirds zum Lotteriespiel.
          So oder so….

          Die Polizei kommt sicher und mit ihr der Staatsanwalt… und der hat Zeit für Dich ohne Ende. Zur Not Jahre und wehe Deine SV ist nicht lupenrein oder es gibt Zweifel und unerklärliche Umstände oder einfach die Polizei schlampt bei der Beweisaufnahme und Du hast keine Zeugen, solange schmorst Du im eigenen Saft.
          Dann aber auch viel Glück und hoffentlich einen sehr guten Anwalt.

          Denn jeder Schuß ist eine Gratwanderung, ballistisch und juristisch und damit sind wir wieder beim Thema.
          Ganz unrecht hat der Journalist vielleicht nicht wenn ich nachdenke.

      • Ja Jörg, ein sehr schlechter Tag, stimmt. Aber nicht bei dem was ich geschrieben habe, sondern weil ich mich hab hinreissen lassen auf das „Gurmenschengebrabbel“ zu antworten.

  4. Leute, ihr müßt auch in der „Krone “ eine freie journalistische Meinungsäußerung respektieren , selbst wenn sie falsch ist und unangenehm.
    Auch hier ist ein öffentliches Forum und sicher wird hier nicht jede Meinung die ihrerseits beim Leser etwas erzeugt korrekt sein, oder maßen wir uns das an ?

    Ich kenne den besagten Artikel nicht, kann ihn auch nicht in Gänze beurteilen auch finde ich keinen Link.
    Allerdings hat er teilweise recht dass jeder Waffeneinsatz eine Gratwanderung ist ( ein User -nicht ich – hier schrieb ja schon „Schieß oder schieß nicht du wirst es bereuen ).
    Es gibt durchaus auch Überlegungen die jemanden vom Waffeneinsatz abbringen können.
    Gefährdung Dritter:
    Beispiel: Das Haus hat dünne Wände und das Kinderzimmer ist nebenan. Einbrecher abgewehrt, Eigenes Kind durch Querschläger erschossen ?
    Oder jemand im Haus ist schwer herzkrank und pflegebedürftig und ein Schußknall würde ihn den Rest geben….
    Da lasse ich doch den Einbrecher lieber ziehen oder wähle eine andere wenn auch unsichere Verteidigungsform !

    Der Einsatz einer Waffe ist das Ultima Ratio aber nicht immer der beste Weg.Manchmal ist es wirkungsvoller das Gehirn als Waffe zu nutzen.

  5. …und bestimmt ist dann auch der Akku vom Handy leer…

  6. Dieser Möchtegern-Journalist hat offensichtlich die »Lizenz zum Blödschreiben«. Hoplophobe Personen sollten sich an den Therapeuten ihres Vertrauens wenden. Der aber darf selber keine Hoplophobie haben, sonst verfestigt er das Leiden des Patienten. Wobei leider der Patient weniger unter der Hoplophobie zu leiden pflegt als die Menschen, die er mit seinem Schwachsinn beschwafelt…

  7. Es soll jedem selbst überlassen sein ob und wie er sich verteidigt.
    es soll ja auch Anhänger von Religionen geben die Gewalt grundsätzlich ablehnen ( Bhuddisten, strenge Christen… ) .Das sollen sie doch dann .

    Tatsächlich kann auch ein Griff zur Waffe eine Situation eskalieren lassen oder negativ ausgehen lassen wenn was falsch gemacht wird,das bestreitet sicher niemand.
    Auch im vorliegenden Fall hätte die Waffe entwendet werden können, es gab ja wohl ein Gerangel.
    Wenn Fehler gemacht werden mit der Waffe kann es insofern schon eine Gratwanderung sein, auch eine zwischen Gefängnis und Leichenhalle.Die Waffe multipliziert alles was geschieht.

    Aber entscheident ist dass die Weise oder Wahrnehmung der Verteidigung eine alleinige Entscheidung des Angegriffenen ist.
    Er, der der sich verteidigen muss entscheidet ob er das überhaupt möchte und wenn ja, wie er das tut. Ob das richtig war bewertet dann anschließend Petrus , der Notarzt oder ein Richter – aber nicht im Vorfeld ein beliebiger unbeteiligter Journalist.

    Der Schreiberling möchte doch auch keine Ratschläge von mir wenn er heiratet ob denn die Auserwählte die Richtige ist oder ob es nicht eine Gratwanderung wäre ? Die Waffen einer Frau sind ja auch gefährlich…..

    Ansonsten würde ich das als dumme ,aber freie Meinungsäußerung bewerten und mich nicht zu sehr aufregen.

    • Das Problem ist hier, dass der „Schreiberling“ fuer eine Tageszeitung mit sensationeller Reichweite schreibt. die hat in Oe schon Meinungsbildende Wirkung. Frueher war das Blatt eher Mitte-Rechts hatte aber trotzdem eine Glosse von einem alten, gebildeten Sozi. Meinungsvielfalt halt.
      Heute…..oh tempora, oh mores!

    • Wenn ich in der „Krone“ schreibe, ist das nur bedingt eine „freie Meinungsäußerung“ Da ist ein gutes Stück Meinungsmache dabei. Darum kann man solche Personen schon scharf kritisieren.
      Auch ein Lehrer in der Schule hat das Recht auf freie Meinungäußerung, wenn er das aber vor der Klasse macht, ist das schon anders zu gewichten.

      • Dann schreib ihn doch Leserbriefe !
        Übrigens wird in jeder Zeitung Meinungsmache heute betrieben oder glauben Sie dass die Springerpresse in D in jeder Frage korrekt und neutral ist ? Die CDU nahe BLÖD Zeitung ist ja hier schon sprichwörtlich.

        Die Frage ist nur ob in einem Presseerzeugnis auch und wenn möglich paritätisch konträre Meinungen zu Wort kommen ( also hier mal Pro Selbstverteidigung oder Pro Schießsport) oder ob immer nur die selbe Richtung verfolgt wird. Letzteres wäre erst Meinungsmache.

        Natürlich kann ein Lehrer vor einer Klasse seine persönliche Meinung vorbringen, wo sind wir denn ?
        Etwa zum aktuellen Tagesgeschehen .
        Er darf nur den Lehrstoff nicht verfälschen aber er kann durchaus kommentieren was er persönlich anders sieht solange ersichtlich ist dass es seine private Meinung ist.
        Gerade Geschichte ist da sehr auslegungsfähig.

        • Na das möchte ich sehen, wenn ein Lehrer z.B. über den Hitler-Stalin-Pakt vor der Klasse referiert und eine andere als die abgesegnete Meinung vertritt. So schnell könnte der nicht schauen, wie er suspendiert wäre.
          Wo sind wir denn? Eine berechtigte Frage..

          • Es gibt immer noch Zwischentöne zwischen schwarz und weiß und rot und braun.
            Der Hitler Stalin Pakt wird sicher das von Historikern ( nicht von braunen ) nachvollzogene durch Fakten belegte Grundgerüst bringen aber dennoch kann der Lehrer auch Erkenntnisse herausziehen ohne die Wahrheit zu verfälschen.Etwa wie die heutige Politik funktioniert….
            Er muss ja weder die NPD Ansicht vertreten noch Stalin nachträglich rein waschen.

        • Es gab da einmal die schoene Sitte, Meldung und Kommentar deutlich zu trennen. Dahin.

          Leider geht es fast immer in eine Richtung. Jetzt 3 x raten in welche….

          Der Leserbrief ging vor zwei Stunden raus.

          Uebrigens fallen mir momentan aus den letzten zwei Jahren in Oesterreich spontan vier Faelle von Schusswaffengebrauch durch Privatpersonen in Notwehr (in allen Faellen legte schon der Staatsanwalt nieder) ein, in denen es zur Schussabgabe kam. Zwei davon durch private Sicherheitsdienstleister.

          Einer davon war toetlich, uebrigens eine Putativnotwehr. Wenn der Vollpfosten einen Trafikanten auch mit der Softgun ueberfaellt……..

          Aber mir ist kein Fall erinnerlich in dem eine Schusswaffe entrissen worden ist. Vieleicht faellt einem Blogleser etwas ein. So aber erscheint mir dieses Risiko lange nicht so hoch wie behauptet.

          Zur „Durchschussproblematik“: Die beliebteste Heimverteidigungswaffe in Oe ist die 12 er Coach Gun. Einfacher Ziegel reicht da selbst bei Sauposten. Ich habe es gern etwas chirurgischer, ich hab aber auch dicke Waende. Worueber man sich im Vorfeld Gedanken machen muss.

          Anyway: HIER haben wir wirklich einen schmalen Grat. Zwischen persoenlicher Meinungsaeusserung und Indoktrination.

          • Der Durchschuß war nur eine Überlegung von vielen und es ist tatsächlich ein schmaler Grat zwischen verstehen und nichtverstehenwollen. Andere Variante : Querschläger fliegt zum Fenster raus….. Du hast Ziegelwände , andere Leichtbau und Gipskarton.
            Was bei Dir geht muss nicht bei anderen möglich sein.Denkst Du wirklich imm Streß daran wie Deine Wand beschaffen ist und wenn man zur Miete wohnt weiß man es sogar nicht.
            Was ist wenn noch deine Frau im Zimmer ist und tödlich verletzt würde… oder oder …..es kommt immer dämlicher als man sich das denkt – sagt Murphy.
            Im Vorfeld Gedanken machen funktioniert auch manchmal nicht weil niemand weiß wo die Konfrontation überhaupt statt findet. Im Flur, in der Werkstatt, auf dem Hof , im Garten …?
            Schon ändern sich die Bedingungen radikal.

            Wer nicht versteht dass das Abfeuern einer Waffe in einem bewohnten Gebäude immer eine Gefahr darstellt sollte schnellstens eine Nachschulung besuchen und sich mal anschauen welche Energie in den Projektilen steckt und wo die überall durchhuschen.

            ….und das mit der Coachgun kaufe ich dir nicht ab, denn die meisten sind stolz darauf Faustfeuerwaffen zu haben und ich habe hier noch nirgends gelesen dass Home Verteidigung nur bitte mit Flinte erlaubt sein soll.

            Wer von uns beiden indoktriert ist das lassen wir besser offen . Auch eine Pro Selbstverteidigungshaltung kann in paranoider Indoktrination ausarten, man muss nur hartnäckig genug sein.

            Besser wäre es auch als Waffenbesitzer mal einen Schritt zurückzutreten und sich die Lage selbstkritisch zu betrachten anstatt wie bei einem Fußballverein gleich jeden Pfiff des Schiedrichters zu beanstanden.
            Weder sind wir perfekt noch haben wir die alleinige Wahrheit gepachtet aber Selbstkritik und vorsichtigere Selbsteinschätzung ist sehr sehr konstruktiv.–
            Man erkennt dann auch eigene Schwachstellen in der Argumentation.

          • Edith: Das mit dem Leserbrief ist aber lobenswert !

            • Naja, ich sag’s mal vorsichtig so: Ich habe am Wochenende erst wieder 40 Schuss 9mm Pistole im Wettkampf auf 25 Meter geschossen. Von den 40 Schuss wäre kein Querschläger dabei gewesen. Und schieße nichtmal besonders gut Kurzwaffe.
              Ich will damit sagen: Wer sich mit Waffen wirklich selbst verteidigen will, der muss schon wissen was er tut und das schießen auch trainieren. Sonst ist es in der Tat gefährlich.
              Ich persönliche brauche für die SV keine scharfen Schusswaffen. Da gibt es auch nicht tödliche Alternativen.

              • Stimmt aber Du schießst auf dem Stand auf einen weichen Kugelfang und auf Pappe und rechts und links von der Scheibe befindet sich niemand.

                In einer Wohnung gibt es tausend harte Gegenstände die geeignet sind eine 9 mm in ungeahnte Richtungen zu lenken und dann noch Vollmantel.
                Wir mußten auf unseren Stand Scheibenrahmen aus Winkeleisen entfernen weil bei einem seitlichen Treffer die Dinger sssrrrrrrr in die Botanik sausten.

                Richtig SV muss man üben, aber mal ehrlich – wer tut das aus dem privaten Bereich der kein behördlicher Waffenträger ist ?Wieviele geben Geld für einen Lehrgang aus ?
                Wie Du schreibst – dann wäre es in der Tat gefährlich und sehr lobenswert was du schreibst und es mal erwähnst: Es gibt tatsächlich nicht tödliche Alternativen, wer hätte das gedacht – vom passiven Einbruchschutzt reden wir gar nicht…

                • Kampfmäßiges Schießen macht mehr Spaß als sportliche Disziplinen. Es ist abwechslungsreich und im Ablauf unvorhersehbar. Für die Nachwuchsgewinnung in Generation-Ego-Shooter müsste man den Schießsport in der Richtung weiterentwickeln.

                  Ich denke mit Farbmarkierern kann man auch ohne Ausbilder realistisch üben. Wenn ein Angreiferteam das Verteidigerteam überfällt, dann lernen beide Seiten mit jedem Überfall dazu.

  8. ……die Zwickmühle liegt in der Faulheit und dem „Für sich denken lassen“ -weil es ja so bequem ist.
    Selbstverteidigung auf allen Ebenen und mit allen Mitteln, erfordert vor allem Zeit, Arbeit und Training – schlußendlich auch Geld…..lauter Dinge, welche dem Durchschnittsbürger nicht erstrebenswert erscheinen…..machen ja eh die Politiker für mich – sagen sie halt vor sich hin….

  9. Auch wenn sich jemand dafuer entscheidet passiv zu bleiben, sollte er die Moeglichkeit haben, sich mit einem effizienten Verteidigungsmittel zwischen den Eindringling und seine Lieben zu stellen.
    Dies ist schon einmal die Mindestanforderung. Die beiden Herrschaften in der Steiermark hatten vorausgedacht, mit Schutzausruestung, non-letalen und Schusswaffen.
    Was man tut sei jedem selbst ueberlassen, aber was der Mann dort schreibt erzwingt wieder einmal einen Brief an die Krone. “ iihhh, Waffe!“ , die reflexartige Speichelabsonderung beginnt.

  10. Der Pearson ist ein schon oft in Erscheinung getretener Journalisten-Dodl.

    • ……die meisten dieser an sich armen Schweine von Jounaillisten, arbeiten doch auch nur um ihr Geld und wenn höherenorts dieser Befehl gegeben wird, dann tun die das auch – wider besseren Wissens….
      Ich habe da einiges an Insiderwissen…..

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