Das soll ein Polizist sein?

Der Leiter der Pressestelle der Bundepolizeidirektion Wien, Oberst Johann Golob, hat dem ORF ein Interview zum richtigen Verhalten bei der Konfrontation mit einem Einbrecher gegeben, sehr interessant: ORF „heute mittag“ vom 30.11.2012

Ich weiß nicht wie lange dieses Interview online bleiben wird, deshalb habe ich die interessanten Passagen herausgeschrieben und werde sie auch ein wenig kommentieren:

(Bei der Konfrontation mit einem Einbrecher) kann man viel richtig machen. (…) Der klassische Einbrecher hat es darauf abgesehen einen Diebstahl zu begehen, Wertgegenstände an sich zu raffen, Geld usw.; und in seinem Plan ist es nicht, daß er mit Menschen konfrontiert ist.

Na da kann man nur hoffen daß man an einen „klassischen“ Einbrecher gelangt, nicht etwa einen „modernen“. Stichwort: „heiße Einbrüche“, also Einbrüche trotz Anwesenheit der Bewohner. Solche Einbrecher haben womöglich einen ganz anderen „Plan“ als den, den der liebe Herr Oberst gemeint hat.

(…) Man muß davon ausgehen daß auch der Einbrecher bewaffnet ist, nicht wie herkömmlich mit einer Pistole oder einem Messer, sondern er hat eben einen Schraubenzieher mit der was (sic!) genauso gefährlich ist, oder er hat ein Brecheisen mit und das ist genauso eine gefährliche Situation. Also wenn ich mit dem Einbrecher konfrontiert ist (sic!) kann es auch sein daß er zu Panikreaktionen neigt, das bedeutet ich muß auf meine eigene Gesundheit achten und den Einbrecher eher nicht attackieren und vor allem nicht zu Panikreaktionen veranlassen, das bedeutet so gut wie möglich mich ruhig zu verhalten und ihm auch die Situation lassen daß er noch flüchten kann mit dem Gut, denn das einzig Entscheidende ist die eigene Gesundheit.

Richtig, die eigene Gesundheit ist entscheidend. Sonst nichts. Was ist nun aber, wenn der Einbrecher in Anwesenheit der Opfer nichts findet was „stehlenswert“ ist, oder er aber verständlicherweise unbedingt den Safeschlüssel haben möchte? Könnte ihn das nicht eventuell auch zu einer „Panikreaktion“ veranlassen? Beispiel: Frau ist allein zu Hause, Einbrecher findet den Waffenschrank und will ihn geöffnet haben, die Frau hat aber gar keinen Schlüssel dazu. Glaubt der Einbrecher ihr das, oder wird er versuchen sie zur Herausgabe zu „überreden“? Und ist die Gesundheit der Frau dann nicht in höchster Gefahr?

(…) Ich habe das sogar mit meiner Familie besprochen, wir haben ein Haus dort oben im Waldviertel und um dieser traumatischen Situation zu begegnen haben wir unseren unmittelbaren Schlafbereich besonders geschützt: Das bedeutet eine stabile Türe mit einem zusätzlichen Sperriegel und auch daß keiner beim Fenster hereinkommen kann ist ja schon für das subjektive Sicherheitsgefühl wichtig, daß ich es nicht im Hinterkopf habe „es könnte etwas sein“, sondern daß ich ruhig schlafen kann. Und dann habe ich ganz locker die Möglichkeit die Polizei zu rufen, ich muß halt nur ein Handy oder ein Telefon in meinem Schlafbereich haben. Der Einbrecher kommt nicht herein, ich rufe 133 und für Hilfe wird gesorgt.

Ich weiß zwar nicht was an einem Haus „dort oben im Waldviertel“ so „traumatisch“ ist, aber bitte. Ernsthaft: Ein „panic room“ ist sicher nicht schlecht wenn man sich nicht verteidigen kann oder will – aber der Mann ist ein Polizist! Zumindest trägt er die Uniform eines solchen. Ich könnte mir folgendes Szenario vorstellen:

P(olizei): Polizeinotruf, wie kann ich Ihnen helfen?

O(berst): Ja hallo, hier spricht Oberst G., ich habe in meinem Haus verdächtige Geräusche wahrgenommen!

P: Aha, Herr Oberst, und – was war’s?

O: Weiß ich nicht, ich habe mich in meinem Schlafzimmer eingesperrt. Kommt’s schnell!

Der Herr Oberst wird ja nicht immer schon Oberst gewesen sein, irgendwann wird er ja auch einmal Streifendienst gemacht haben. Was hätte wohl der junge Inspektor Golob von einem solchen Anruf gehalten?

(…) Wenn ich überrascht werde wie gesagt den Einbrecher nicht attackieren, es fällt wahrscheinlich selbst mir das Herz in die Hose, man muß sich das ausmalen diese Situation, es kommt Gott sei Dank sehr selten vor, aber wenn es vorkommt dann bitte darauf achten daß es zu keinen Panikreaktionen kommt. (…) (Einen Einbrecher anzugreifen) ist eine sehr heikle Angelegenheit weil er natürlich völlig überreagieren kann und das nicht mehr unter Kontrolle ist, so eine Situation.

Wahrscheinlich fiele dem Oberst Golob mehr als nur sein Herz in die Hose, ich wünsche ihm nicht daß er das herausfindet. In einem aber hat er recht: So eine Situation muß man sich tatsächlich einmal „ausmalen“, das heißt mit allen Mitbewohnern verschiedene Szenarien durchdenken, eventuell sogar durchspielen. Was kann sein? Wie muß ich mich verhalten? Wo ziehe ich eine Grenze, bis hierher und nicht weiter? Wie kann ich mich nötigenfalls verteidigen, womit? Kurz: Von seiten der Opfer darf es zu keinen „Panikreaktionen“ kommen, sie müssen vorbereitet sein. Dann ist die Panik des Einbrechers sekundär.

„Wenn es um Sekunden geht, dann ist die Polizei nur Minuten entfernt!“ Ein guter Spruch, wenn „die Polizei“ dann womöglich in Gestalt eines Oberst Golob oder ähnlicher Helden erscheint hilft das dann wahrscheinlich auch nicht viel.

57 Antworten zu “Das soll ein Polizist sein?

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  4. Weiss jemand die Adresse von diesem Gartenhaus im Waldviertel?
    Einfacher gehts wohl nicht, oder ?

  5. Jörg: „Da meldet sich der Staatsanwalt und möglicherweise ein Verwandter südländischen Typs der Rache sucht. Kein schönes Leben danach…“
    Vor dem Staatsanwalt weiß ich mich zu verantworten und mit dem südländischen Typen, der Rache sucht,werde ich auch fertig, nur hat er kein schönes Leben danach. Gibt Jörg da eigentlich etwas zu- von wegen südländischen Typen…

    • Das mit dem südländischen Typ habe ich geschrieben weil ich dachte dass es hier glaubhafter rüberkommen. Na klar werden sie mit dem fertig aber ist es schön nur mit dem Rücken zur Wand zu laufen und immer unter Druck zu stehen ?
      Manchmal ist es klüger einem Konflikt zu vermeiden als ihn um jeden Preis auszufechten.

      • Es gibt Leute die nie wissen ob sie Abends gesund nach Hause kommen.
        Zum Beispiel Polizisten.
        Manchmal ist das Leben besonders lebenswert wenn man weiss, wofuer man steht. Ich empfehle da einen Satz aus dem ersten Akt von Zuckmayers Des Teufels General. Den ueber Bullterrier.

  6. Da fällt mir doch dieser alte Kottan Schmäh ein.
    „Wie kann man die grössten Trottel wiens auf einen Streich fangen ? Na man lässt ein Netz übers SB fallen.“ Irgenwie schein mir..der Major Kottan hatte da Recht gehabt………….

  7. Zu dem ganzem Thema fällt mir nur noch eines ein :

    😦

  8. Weil es leider gerade zum Thema passt: http://salzburg.orf.at/news/stories/2561810/

    Ob sich die Frau auch gegenüber diesen Tätern kooperativ verhalten hat und keine Gegenwehr geleistet hat?
    Bevor ich mich von einem Verbrecher fesseln lasse und dann am Knebel ersticke leiste ich lieber Gegenwehr bis zum bitteren Ende weil schlimmer kann es dann kaum mehr kommen.

  9. Es sollte nie jemanden geben, der eine Situation anders schildert als Du.
    Und eine posttraumatische Belastungsstörung mit Amnesie ist durchaus glaubhaft.

  10. da kommen in mir zwei Fragen auf:
    1: Will man den Waffenbesitzer schleichend darauf vorbereiten, unangekündigte Kontrollen mit „Nachschlüssel“ zu legitimieren?
    2.Hat es einen Grund, dass der Herr mit nur einem Schulterstück auskommt?

  11. Wenigstens hat schon wer dem Herrn Oberst gesteckt, dass angeschliffene, grosse Schraubenzieher zur Standardausruestung einer bestimmten Taetergruppe gehoeren.
    Uebrigens: Wenige wissen dies: Waere der Schaden durch ein per se Eigentumsdelikt existenzbedrohend, ist es auch ok als Erster Gewalt anzuwenden, ohne das eine akute Notwehrsituation vorliegt. (vereinfachte Version)

    Was soll mam zum Rest sagen. Moeglicherweise unterbindet zuviel Gold am Kragen die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn.

  12. Nur Pfeifen tanzen immerfort nach irgendeiner Pfeife.
    © Martin Gerhard Reisenberg
    Mehr fällt mir spontan zu solch willfährigen Erfüllungsgehilfen der politischen Entscheidungsträger nicht ein. Wenn er aber den Unsinn glaubt, den er von sich gibt, ist es mit Sicherheit noch schlechter um die Reputation der Exekutive bestellt.

  13. Eines hat er noch vergessen, der werte Herr Oberst: Tritt der Fall des Einbruchs ein während man zu Hause ist, sollte man sich als vorbildliches Opfer zur Deeskalation der Situation, und um diese auch möglichst angenehm für den Täter zu machen (Stichwort: Panikreaktionen), in Embrionalstellung auf den Boden legen und ein beschwichtigendes Liedchen pfeifen.
    Und man sollte einer Religion angehören, die das Entleiben dem besseren Leben voranstellt. So kommt man leichter darüber hinweg und braucht keinen Groll gegenüber dem Täter zu hegen.

  14. Schon wieder die Einbrecher… muss ja ganz schön was los sein bei euch.

    Konnten wir nicht auch mal das Thema wechseln ? Asylanten hatten wir lange nicht..

  15. Einige gute Kommentare hab ich da gelesen, wie verhält man sich nun richtig, wenn man in seinem Haus einen oder mehrere Einbrecher antrifft?

  16. Ich würde niemals mein über Jahre hart erarbeitetes Gut so mir nichts, dir nichts vor meinen Augen aus der Wohnung schleppen lassen, wenn ich irgendwie die Möglichkeit habe dies mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern! Und jeder LWB hat von Notwehr und Notstand schon etwas gehört, das ist ein Teil der Sachkunde. Natürlich ist eine solche Situation NICHT alltäglich und einen Notfall wie diesen durchzuspielen macht in JEDEM Fall Sinn, denn ich habe dann doch lieber die Waffe in der Hand als den Polizist am Telefon….

  17. Wenn es um Sekunden geht, dann habe ich keine Minuten, um auf die Polizei zu warten. Soll ich während dessen einen Kaffee kochen für den Einbrecher und die Polizei?
    Mal im Ernst: dagarser hat exzellente Einwände und ich wünschte, es käme zu einer Fernsehdiskussion zwischen ihm und Hrn. Golub.

    • dagarser hat exzellente Einwände und ich wünschte, es käme zu einer Fernsehdiskussion zwischen ihm und Hrn. Golub.

      Danke sehr! Aber genau deshalb wird es nie zu einer solchen Diskussion kommen…

      • Die werden sich hüten in so eine Diskussion zu gehen. Darum versteckt sich ja auch die Frau Innenminister. Die würde sich auch nie in eine solche Diskussion trauen.

    • »Wenn es um Sekunden geht, dann habe ich keine Minuten, um auf die Polizei zu warten.«

      Was soll dann eine Diskussion mit einem Typen, der sich »Polizeisprecher« nennt? Wenn es um Sekunden geht, weiß ich genau, was zu tun ist: ich oder er. Hatte die Situation schon zwei Mal. Wie man lesen kann, wußte ich, was zu tun ist. Sonst könnte man mich hier nicht lesen.

      • Du hattest schon zwei mal eine Selbstverteidigungssituation wo du deine Waffe benutzt hast?

        Wäre interessant zu wissen in welcher Situation es dazu gekommen ist und wie es dann abgelaufen ist wobei Infos über das polizeiliche und juristischen Nachspiel auch sehr willkommen wären.

        Ich hoffe du kannst uns darüber was erzählen sofern du das möchtest.

        • Ich will nur so viel drüber vermerken: Es war Messerangriff (Täter) gegen Schlagstock (ich). Da ich sehr oft (dienstlich) stichsichere Westen getragen habe, war ich in jedem Fall ganz gut dran. Keinerlei Nachspiel. Und nebenbei: ein Schlag- und Abdrängstock gehört in jeden vernünftigen Haushalt 😉 Über das zweite Vorkommnis schweige ich.

    • Die Einwände des Garsers sind rein theoretischer Natur – der Mann hat in seinem Leben noch keinen Einbruch erlebt, mit keinem Einbrecher zu tun gehabt, einen Einbrecher gestellt oder verhaftet – im Gegensatz zu Herrn Golub.

      Wenn überhaupt kann er mit Rehtorik (?) und zusammengeschusterten Theorien punkten. Was man dann davon halten kann… naja, Wirtshausbildung gegen reale Erfahrung. Die Meinung eines Polizeioffiziers mit Erfahrung ist doch etwas höher einzuschätzen als die des Garsers.

      Wird zwar niemanden hier gefallen – aber stimmen tuts 😉

  18. Der „Herr Oberst“ redet genau so, wie es ihm die Politik vorgibt, welche ihn auf diesen Posten gehievt hat, denn von Eignung für diesen Posten ist hier nichts zu erkennen. Das sind die Leute, welche für den Niedergang der Polizei verantwortlich sind- der Feind in den eigenen Reihen…

  19. D.H.: Ich muß mein Schlafzimmer vergittern und mit einer einbruchsicheren Türe versehen. (Die Rechnung zahlt wer? ) Damit ein Einbrecher mich in aller Ruhe und ungestört ausplündern kann…..ganz sicher NICHT.

    • Das macht jede Firma ( nicht Schlafzimmer ) . Jedes Unternehmen, obwohl sicher gut versichert, trifft Vorkehrungen gegen Einbrüche aber nicht dadurch dass man die Mitarbeiter bewaffnet oder Minen legt.

      Manchmal habe ich den Eindruck das es manche förmlich danach gieren endlich mal einen Einbrechern zeigen zu können was eine Harke ist.
      Seltene Form von Paranoia hier.

      Von Vergittern des Schlafzimmers muss man nicht reden , aber es gibt Fenster die Einbruchhemmend sind auch wenn man das denen nicht ansieht.
      Die Kriminalpolizei berät Sie gern….

      Mit einem Einbrecher der unverichteter Dinge wieder abzieht hat man weniger Streß als wie mit einem auf dem man schießen mußte.
      Da meldet sich der Staatsanwalt und möglicherweise ein Verwandter südländischen Typs der Rache sucht. Kein schönes Leben danach….

      • Also, ich kenne mehr Firmen die ihre Alarmanlage bei der Polizei oder Sicherheitsfirmen aufschalten.
        Da kommt dann ein Funkwagen oder ein Alarmfahrer. Seltsamerweise sind das Bewaffnete.

        • Alarmanlage ist schon mal passiver Einbruchschutz, ebenso Videoüberwachung.
          Aber erst sind die bösen Buben schon mal drin gewesen , haben fix was eingesackt und wieder weg….danach geht die Klingel und irgendwann kommt die Polizei…genauso als ob ein Privatmann per Telefon die Polizei holt . Nur wird das hier automatisch erledigt.

          Bei unserer Firma wurden auch Fenster eingeschlagen… und dann sind die kläglich an stabilen Brandschutztüren gescheitert, ganz unblutig.
          Der private Wachschutzt machte nur zweimal Nachts die Runde, der hat nichts gesehen.

          • Wenn ich da unbewaffnet rumgurken muss, ueberlege ich mir auch ob ich was sehe…..uebrigens hoert sich das danach an, als ob da 2x ein Revierkutscher vorbeikommt, seinen Stich holt und weiterfaehrt. Das taugt nur fuer die kleinere Versicherungspraemie.
            Ich rede von stillem Alarm und Aufschaltung.

      • Was Firmen machen oder lassen ist mir ehrlich gesagt wurscht und die Mittel einer Firma habe ich als Privater sowie nicht. Im Endeffekt ist MEIN Eigentum und MEINE Erinnerungsstücke unwiederbringlich weg. Bürokram und Portokasse ist leicht ersetzbar.
        Die Mitarbeiter zu bewaffnen würde ja auch nichts bringen, zu üblichen Dienstzeiten wird eher nie eingebrochen.

        Ich will keinem zeigen was ein Harke ist wozu auch, ich bin froh wenn keiner glaubt bei mir ist etwas zu holen. Das führt zum nächsten Thema:
        Die Profis erkennen ein einbruchhemmendes Fenster mit Sicherheit, spätestens, wenn es unter dem Brecheisen nicht so nachgibt wie gewohnt…na dann wird eben später mit mehr und massiveren Mitteln wiedergekommen…da muß ja was zu holen sein… dabei auch zu bedenken: Es wäre nicht das ersten mal das Einbrecher nach Überwindung guter Schutzmassnahmen dann aus Enttäuschung über keine oder zu wenig Beute auf die (schlafenden) Bewohner losgehen.
        Den Gelegenheitseinbrecher wird es sicher abhalten, keine Frage, das heißt aber nicht das der keine Tipps weitergeben kann wo was zu holen wäre.

        Das Thema ist offensichtlich komplexer als man denkt und der Waffenbesitz zum Selbstschutz sollte von offizieller Seite nicht derartig verteufelt werden. Er ist eben auch eine Möglichkeit sich zu schützen. Wer keine Waffen mag muß sich eben selbst wegsperren.

        • Ach bei der Firma ist es sicher „nur “ Bürokram bei Dir Erinnerungstücke ( was soll ein Einbrecher überhaupt damit machen ? )
          Bei einer Firma können das geheime Geschäftsnterlagen sein die auch die Konkurenz gerne hätte, teure Software ( samt Rechner) unwiederbringliche Daten oder nur einfach Sabotage an teuren Anlagen bis hin zur Brandstiftung.
          Wir reden nicht von Kaffeekasse 15 Euro – das sind Amateure oder Kinder die das brauchen.
          Oder frag mal die Autohäuser was es kostet 20 Airbags wieder einzubauen samt Reparaturen an deformierten Türen und Karossen…..
          Das kann die Existenz kleiner Händler kosten.

          Der Profi kommt nicht wieder wenn er einmal hängengeblieben ist denn er weiß dass der Eigentümer gewarnt ist.
          Geht nach Überwindung guter Schutzmaßnahmen auf schlafende Bewohner los…. häh und das geht lautlos vor sich eine stabile Tür aufzuhämmern und die schlafen immer noch ?
          Gerade wenn es stabil ist macht es Lärm … und es ist kein Geheimnis dass Enbrecher sehr selten bei Anwesenheit der Bewohner einsteigen. Die kommen wenn ihr nicht da seid, im Urlaub. Das wird sehr sauber vorher systematisch ausgespäht.

          Ich weiß ja dass Antiwaffeneinstellung oft Hoplophobie genannt wird aber hier erlebe ich das Gegenteil davon, Verfolgungswahn.
          Aber dennoch – selten so geschmunzelt hier….

          oder hier wollen paar Händler bissel den Umsatz ankurbeln, kann ich verstehen wenn das Geschäft mau ist . Musss man eben Bedarf erzeugen…..Angst machen…..

          • Sorry ich kann auch nichts dafür, daß deine Erinnerungsstücke monetär wertlos sind.
            Und wenn eine Firma nach einem Einbruch durch Datendiebstahl oder Vandalismus ruiniert ist, dann hat sie schon vorher was falsch gemacht.
            Deine Ausführungen bezüglich Sachschaden, Airbags etc. sprechen für eine Bewaffnung und Wohnung im Objekt. Alles andere inkl. ÖWD, Polizei, Feuerwehr kommt sowieso zu spät, da sind die Airbag schon weg.

            Zu Raub und Mord:
            Das echte Leben ist leider gegen Dich:
            http://salzburg.orf.at/news/stories/2561810/

            • Ich vermute stark das persönliche Erinnerungstücke generell monetär wenig wert sind , außer es sind Schmuckstücke.
              Ich wüßte nicht an wen ein Dieb mein Fotoalbum von meinen vielen Freundinnen vertickern soll und wer so etwas braucht .

              „Wenn eine Firma … dann hat sie vorher schon etwas falsch gemacht “

              Das Gleiche gilt aber auch für den Privatmann.Hätte er eben mehr vorbeugend in bauliche Sicherung investieren sollen – wie die Firma.
              was hilft den die Flinte hinter dem Bett wenn der Einbrecher ( möglicherweise damit rechnend ) kommt wenn niemand zu Hause ist ?Oder seid ihr alle ständig zu Hause- Waffe griffbereit ,geladen am Mann , auch im Garten beim Rasenmähen , aufm Klo ?

              In dem Link ist es schon Raub , kein Einbruch… dazu gehört schon mehr kriminelle Energie.
              Wieviele Fälle solcher Art gab es ? wollen wir auch Einzelfälle hochrechnen wie die Waffengegner den Mißbrauch ?

              Ich sag ja nicht dass man sich nicht wehren soll wenn es möglich und notwendig ist, aber doch nicht so einen Hype daraus machen als ob alle 5 min in meiner Nähe jemand Einbrecher bei Nacht im Haus hat.
              In Grenznähe zu Tschechien und Polen gibt es solche Probleme mit Hühnerdiebe und Automardern -und die Polizei war überfordert.Da haben sich eben Bürgerwehren gegründet, mit paar Knüppel sind sie Streife gelaufen .

              Muss ja eine verdammt unruhige und ärmliche Gegend sein wo ihr wohnt..

              • Nur eine Frage am Rande: was nützt eine Waffe im Fall des Falles, wenn sie in einem Safe eingesperrt ist? Lieber geladene Waffe am Mann als Tätermesser in der Gurgel…

              • Erinnerungsstücke…ist eben bei jedem anders…ist mir keiner weiteren Erörterung wert.

                Hier beginnt es wieder von vorne: Als Privatmann habe ich keine Lust (und Geld) mein Heim zu vergittern und Panzertüren einzubauen.
                Die Maßnahmen die ich treffe, wenn keiner zuhause ist werde ich niemanden auf die Nase binden.

                Als Firma kann man die Wertsachen + Unterlagen wegsperren (muß man auch wegen der Versicherung). Die Daten liegen auf einen oder mehreren externen Servern. Die Büroausstattung/PC/Kopierer kann man mieten oder leasen. Also kein Grund durch einen Einbruch (oder Vandalismus, Brand etc..) pleite zu gehen. Bauliche Maßnahmen im Vorfeld sind natürlich nie verkehrt, da stimme ich zu.

                Einzelfälle….die Kriminalstatistik ist voller Einzelfälle…glaube lieber was draußen los ist und nicht was dir die Politiker in einer Statistik vorlügen.
                Es gibt viele Fälle die nie zur Anzeige kommen, diese erfährt man nur im Gespräch, dazu muß man nicht einmal ins Wirtshaus gehen die Leute erzählen einem das über den Gartenzaun hinweg…der Frust ist groß in bestimmten Regionen Österreichs.

                Niemand macht einen Hype daraus, wenn aber ein Polizist sagt er würde sich in seinem (gesicherten) Schlafzimmer mit dem Handy unterm Bett verkriechen (überspitzt formuliert), wenn Einbrecher ins Haus kommen, dann muß man gegenhalten..Es gibt auch andere Möglichkeiten als sich widerstandslos ausplündern zu lassen.

        • Das Problem von Waffen zum „Selbstschutz“ ist ganz einfach: 99% der Leute, die Waffen zum Selbstschutz besitzen, haben keine adäquate Ausbildung, kein Training um sich selbst oder andere zu schützen. Wenn überhaupt sind sie ein, zweimal in der Woche am Schießstand, stanzen Löcher in Papier und denken, sie wären „gewappnet“.

          Schwachsinn! Wer eine Waffe zur Selbstverteidigung will, soll eine umfangreiche Ausbildung machen müssen um sicherzustellen, dass er das auch ordentlich und sicher kann. Vorstadtrambos die sich jahrelang eintrichtern, dass sie den ersten Einbrecher erschießen, auf den sie stoßen, sollten tunlichst von einer Waffe ferngehalten werden.

          • Es reicht doch völlig, wenn man sich mit Waffe besser verteidigen kann als ohne. Meines Wissens gibt es z. B. keinen Markt für Selbstverteidigungskurse mit dem Messer. Die Leute vertrauen wohl zurecht darauf, dass sie mit Messerstichen schneller jemanden unschädlich machen können, als wenn sie jahrelang waffenlose Selbstverteidigung trainieren.

            Segensreich wäre in Deutschland die Abschaffung des Verbots von Faustmessern, weil diese (laut BKA-Bescheid) besonders schlecht abzuwehren sind. Die Drohung mit einem Faustmesser könnte daher noch ausreichend sein, in Situationen, wo man mit einem normalen Messer lieber unvermittelt zustechen sollte.

  20. „Leiter der Pressestelle der Bundespolizeidirektion Wien“ … was für ein weichgespülter Bulle, der sollte sich schämen und in den Ruhestand gehen

    • So einen weichgespülten »Polizisten« sollte man nicht in den Ruhestand schicken, sondern schlicht und ergreifend fristlos entlassen.

    • Ich glaube nicht das der Oberst hier der weichgespülte Warmduscher ist.
      Der hat sicher auch noch Vorgesetzte die ihm vorgeben wie er sich in der Öffentlichkeit zu verhalten hat und welche Statements er gegenüber den Medien abgeben darf.
      Sollte er abweichende Meinungen von sich geben könnte seine Karriere ein schnelles Ende nehmen und er sich in einer zum Büro umfunktionierten Besenkammer wieder finden wo er auf die Pension warten darf.
      Ich glaube die Sachen die der Oberst da medial von sich gibt und was er sich wirklich denkt sind ungefähr so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

      • Das hieße er würde hier die Öffentlichkeit belügen um seinen bequemen Posten zu behalten.

        Wäre irgendwie auch unbefriedigend, oder?

        • Ja ein fauler Kompromiss ist das auf alle Fälle aber so geht es ja vielerorts zu.
          An meinem Arbeitsplatz ist es auch nicht viel anders.
          Wenn man da Missstände uns kleine Skandale anprangert ist man ruckzuck gekündigt wenn man dienstlich sich am unteren Ende der Karriereleiter befindet und in den höheren Dienstebenen wird man schnell mal auf eine unwichtige Diensstelle oder in das Besenkammerl-Büro abgeschoben wird.

          Da bleibt einen dann nur noch die Jasagerei / Ar…kriecherei wenn man dort was werden will oder man hält zumindest im Umfeld der Firma den Mund wenn man keine Schwierigkeiten haben möchte.
          Bei der Polizei wird es leider nicht anders sein. 😦

  21. Ein Oberst muß ja kein Held mehr sein, der hat ja einen schönen weichen bequemen Sessel und wenns not tut einen Panikraum.

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