Eindrücke von der JASPOWA

Scannen0001Dieses Wochenende findet ja in Wien die „JASPOWA“ statt, die Fachmesse für Jagd, Sport und Waffen. Am Freitag war ich dort, es hat mir ganz gut gefallen, wenngleich besonders der Sportwaffenbereich wie schon bei den letzten JASPOWAs unterrepräsentiert bzw. faktisch nicht vorhanden war. Das „SPO“ könnte man also durchaus aus dem Messenamen streichen, eigentlich ist es nur noch irreführend. Hat mich aber nicht wirklich gestört, die JASPOWA ist für mich in erster Linie eine Jagdmesse und als solche war ich mit ihr zufrieden.

Großartige Neuerungen habe ich keine kennengelernt, damit habe ich aber auch nicht gerechnet. Viel wichtiger sind für mich bei derartigen Veranstaltungen aber ohnehin die persönlichen Kontakte, sowohl die Pflege von alten wie auch die Knüpfung von neuen, da konnte ich mich am Freitag wirklich nicht beklagen!

Zunächst möchte ich mich bei jenen zahlreichen meiner Leser bedanken die auf der Messe auf mich zugekommen sind und sich die Zeit für einen kurzen „Plausch“ genommen haben: Vielen Dank, das hat mir wirklich viel Freude bereitet! Und ja: Meine Artikel werden jetzt wieder regelmäßiger erscheinen. Das hatte ich zwar ohnehin vor, ich will aber nicht verhehlen daß der Zuspruch sehr gutgetan hat!

Die meiste Zeit habe ich am Freitag am IWÖ-Stand verbracht, war sehr schön, aber zeitweise auch ernüchternd: Was man da für Geschichten von Behördenwillkür und pervertiertem Selbstverständnis unserer „Staatsdiener“ zu hören bekommt ist nichts für schwache Nerven! Von Schikanen bei der Ausstellung eines Waffenpasses für Jäger, über Schwierigkeiten bei der Erweiterung eines waffenrechtlichen Dokuments, hin zu absurden Verwahrungskontrollen. Bevor uns der „Feitl im Sack“ aufgegangen ist haben Karl Sousek, Christian Schamann und ich lieber gleich blank gezogen:

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Interessant war auch die IWÖ-Pressekonferenz am Freitag, Thema war „Waffengesetz und Kriminalität“. Georg Zakrajsek, Armin Probst, Karl Sousek und Gunter Hick haben – charmant von Carmen Schranz unterstützt – ganz klar dargelegt wieso Innenministerin Mikl-Leitner recht hatte als sie in den IWÖ-Nachrichten sagte: „Das Waffengesetz ist nicht dazu da, um Kriminalität zu bekämpfen!“ Wen das Waffengesetz stattdessen bekämpfen soll konnte aber auch diese hochkarätige Runde nicht sagen – oder besser: nicht erklären. Mußte sie auch nicht, das wissen wir sowieso alle. Oder etwa nicht?

Auf eine Messeneuheit wurde ich aber schon aufmerksam gemacht, zwar ist die Neuvorstellung bereits vor der JASPOWA erfolgt, dennoch bin ich begeistert und möchte sie meinen Lesern nicht vorenthalten. Leider waren die Prospekte schon alle vergriffen, deshalb hier ein Scan aus der aktuellen Ausgabe der Jagdzeitschrift „St. Hubertus“:

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Da ist dem Peter Brandl wieder ein toller Wurf gelungen, Gratulation! Ich spar‘ schon d’rauf!

Mein Fazit: Die JASPOWA 2013 war in Ordnung, mir hat’s g’fallen. Etwas mehr hätten sich die Veranstalter aber schon anstrengen können. Trotzdem werde ich auch 2015 wieder gerne hingehen, wer morgen in Wien ist und nicht weiß was er tun soll kann auch noch hingehen – einen Besuch ist die JASPOWA auch so allemal wert…

4 Antworten zu “Eindrücke von der JASPOWA

  1. Und auch der Schulz weiß, was man am 1. April so präsentiert.

  2. Einigkeit wäre schön. Aber sogar die Sportschützen streiten untereinander und die Jagdvereinigungen haben auch schwere Aufassungsunterschiede (vor allem beim Waffenpaß der Jäger). Einigkeit gibt es nur innerhalb der IWÖ und alle sollten hier beitreten.

  3. ja, war auch dort, der Schwerpunktn war wirklich nur auf Tier und Fischmörder ( Spasserl 🙂 ) gerichtet.
    Sportschützen total unterpräsent, ausser die Luftgewehr-Fraktion.Jede Menge kulinarische Standl inklusive Nationaldrogen wie Bier und Wein.
    i

  4. Es scheint so, dass der Zwiespalt zwischen Jäger, Sportschützen und Waffensammlern noch immer in der Luft hängt. Manche Jäger sehen sich immer noch als die Krone der Schöpfung, sehen quasi von oben herab auf Sportschützen und Waffensammler. Diese Erfahrung habe ich gemacht- und mache sie manchmal noch immer. Dies sollte aber nicht so sein, denn wir müssten, um den Jagd-und Waffengegnern wirkungsvoll entgegen treten zu können, ALLE an einem Strick ziehen, denn nur gemeinsam sind wir stark- wir können auch Wahlen entscheiden…

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