Stielblühte

Wenn man mit offenen Augen durch die Gegend geht fallen einem oft die kuriosesten Dinge auf, so etwa mir gestern als ich (zum Glück mit meiner Kamera „bewaffnet“) auf den Garser Kirtag gegangen bin.

Auf dem Weg dorthin fiel mir auf einem Hauseingang ein handgeschriebener Zettel auf, neugierig wie ich nun einmal bin habe ich das gleich gelesen und dann sofort darauf die Kamera gezückt:

???????????????????????????????

So so – es „brühtet“ da also eine Schwalbenfamilie! Tatsächlich befindet sich auf der Innenseite des Tores ein Schwalbennest, Gott sei Dank, ich hatte schon die Befürchtung ein paar Schwalben in einem Topf mit heißem Wasser vorzufinden…

Jetzt könnte man natürlich meinen, der dagarser soll nicht auf einem kleinen Rechtschreibfehler herumreiten, so schlimm ist das ja auch wieder nicht! Grundsätzlich stimmt das auch, ich habe aber dennoch ein Problem damit, denn dieser Zettel hängt nicht an der Tür irgendeines x-beliebigen Hauses:

???????????????????????????????

 Nachdem ich aufgrund der doch recht schönen Schrift nicht davon ausgehe daß ein Kindergartenkind das geschrieben hat stellt sich doch die Frage, welches PISA-gestörte Wesen dahintersteckt und ob so jemand tatsächlich auf die Kinder losgelassen wird. Wenn dem nämlich so ist wundert mich bald nichts mehr… (A propos „nämlich“: Da gibt’s doch so einen alten Spruch, „Wer ’nämlich‘ mit ‚h‘ schreibt ist dämlich“. Fällt mir spontan ein: „Wer ‚brüten‘ mit ‚h‘ schreibt bringt mich zum Wüten!“)

_______________________________________________________

Besuchen Sie auch das neue dagarser – Forum: http://forum.dagarser.at

8 Antworten zu “Stielblühte

  1. Es ist traurig , wie oft gut qualifiziertes Personal , mit der Bemerkung :“ Sie sind Überqualifiziert , für diesen Posten !“ Abgelehnt wird , weil es um ein paar EURO mehr in der Bezahlung geht !
    Wenn man Leistung und Bezahlung gegenüber stellt , so sind bis zu 80% unser Politiker von Oberster Staatsspitze herab gerechnet – Unterqualifiziert aber ÜBERBEZAHLT!!

  2. Leider gibt es immer mehr Kindergartenpersonal , das selbst der deutschen Sprache nicht fähig ist. Hier kommt wieder der Geldfaktor zum tragen – leider . Den man sagt sich an kompetenter Stelle :“ Wer nicht gut ausgebildet ist , dem braucht man nicht viel zu bezahlen“. Ein Lob dem Kindergarten in Öhling bei Amstetten – hier werden die Kinder mit Liebe und Sorgfalt auf die Volksschule vorbereitet. Und nicht nur das – auch Benehmen älteren Personen und gegenüber den Eltern wird verständlich den kleinen neuen Schülern und späteren Bürgern und Bürgerinnen vermittelt.
    “ Was Hänschen nicht lernt – lernt Hans nimmer mehr !“ Ein altes aber weises Sprichwort!!

  3. Hopala,

    „Fall uns Sprach-Fehler aller Art sind bekannt und werden leider gemacht.“
    Jetzt habe ich einen Schreibfehler begangen:
    soll natürlich heißen:
    „Fall- und Sprachfehler aller Art …………………

  4. Wer kann heute „noch“ deutsch, stellst sich uns immer öfter die Frage.
    einige Beispiele gefällig:
    „Wer brauchen ohne zu gebraucht, braucht brauchen gar nicht zu gebrauchen.“
    Oder wie man beim ORF, im Radio oder eben bei Politikern auch zu oft hört:
    -„heute Vormittag´s“
    -„als wie“
    oder ein klassisches Beispiel:
    „wegen Umbau geschlossen“
    Fall uns Sprach-Fehler aller Art sind bekannt und werden leider gemacht.
    Traurig auch beim ORF, der ja angeblich einen Bildungsauftrag hat.

  5. …..absolut Deiner Meinung!
    Aber wir leben halt in einer anderen Zeit, wie mir immer wieder erklärt wird…und mich wie einen Dinosaurier milde belächelt – was der alte Trottel so alles glaubt….

  6. ….diese Frage ist berechtigt – oder auch nicht so ganz.
    Ein Dilemma, denn es erhebt sich die Frage, was können wir von Kindergärtnerinnen verlangen, was ist sinnvoll in deren Hände gelegt und was übersteigt eindeutig deren Kompetenz, schon von der Ausbildung und letztendlich deren Bezahlung?
    Es gab Zeiten, in denen gutes Deutsch und deren Recht-Schreibung, unabdingbare Voraussetzung jedes Bildungsbürgers war – und auch teils noch ist.
    Das waren Zeiten einer möglichst breit angelegten Bildung.
    Heute erscheint mir das eher ein Hindernis und ich erhielt auf diese Bildung einfordernde Fragen, öfters die Antwort – Na was willst denn noch alles von den Leuten….die haben ohnehin genug mit ihrem Lebenskampf zu tun!
    Auf meinen zaghaften Vorschlag, einfach anstatt ORF-Serien, ARTE und ähnliche Sender zu konsumieren, oder sich um ein Zweitbuch, oder gar ein Drittes zu bemühen, müssen sich diese „Menschen“ ja auch einmal entspannen.
    Das Bücher entspannend sein könnten, ist infolge der grassierenden Leseschwäche nicht mehr selbstverständliches Allgemeingut.
    In Zeiten, in denen Schulausbildung ständig dem (zugewanderten) Angebot nach unten angepasst wird und das noch durch Gesamtschule auf alle ausgedehnt werden sollte, legt den Verdacht nahe, es liege dem System zugrunde – nein, keine Verschwörung….( ihh wooo…).aber Brot und Spiele kannte man schon im alten Rom…und für Interessierte: Jede Menge Erfahrungsweisheiten bezüglich Staatsführung und menschliche Stärken und Schwächen – man mußßß sich nur etwas Mühe machen, es auch zu lesen…

    • „Ein Dilemma, denn es erhebt sich die Frage, was können wir von Kindergärtnerinnen verlangen, was ist sinnvoll in deren Hände gelegt und was übersteigt eindeutig deren Kompetenz, schon von der Ausbildung und letztendlich deren Bezahlung?“

      Früher hat man zur Kindergärtnerin noch „Tante“ gesagt, da wurde gespielt, gebastelt, gefördert, auf die Schule vorbereitet. Zu meiner Zeit konnten die „Tanten“ das recht gut (wahrscheinlich können sie das heute auch noch), ich kann mir aber nicht vorstellen daß meine heißgeliebte „Tante Tilde“ so einen eklatanten Rechtschreibfehler gemacht hätte.

      Heute bestehen die „Tanten“ darauf „Kindergartenpädagoginnen“ genannt zu werden, wer sich aber „Pädagogin“ schimpft sollte meiner Meinung nach Rechtschreibung über Förderklassenniveau beherrschen. Soviel Kompetenz muß man erwarten können, sonst ist jeder einzelne Cent zu viel bezahlt!

      • ….in der heutigen Ausgabe der „Salzburger Nachrichten“, finden sich auf der Titelseite erstens ein Waffenthema und auch ein sehr guter Beitrag über Kindererziehung.
        Ein Satz daraus: Ein afrikanisches Sprichwort sagt, es bedürfe eines ganzen Dorfes, um ein Kind zu erziehen – übersetzt in unsere vernetzte Welt, es braucht unsere ganze Gesellschaft, den Staat, um ein Kind zu erziehen.
        Ich sage, Kinder werden in der Familie zu dem gemacht, was sie einmal werden – das Vorbild der Eltern….

Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s