Eine Wohltat!

Felix Baumgartner hat viel erreicht, mit seinen extremsportlichen Aktivitäten hat er viel Bewunderung geerntet aber auch schon für manches Kopfschütteln gesorgt. Unbestritten ist jedenfalls die Popularität die sich der 44jährige etwa durch seine Base-Jumps, vor allem aber seinen „Stratosphärensprung“ 2012 erworben hat. Baumgartner ist aber nicht „nur“ ein Extremsportler und ein „wilder Hund“, der Mann macht sich auch Gedanken über den Zustand unserer Gesellschaft und scheut sich nicht, diese auch offen auszusprechen.

Im gestrigen KURIER war ein ausführliches Interview mit Felix Baumgartner abgedruckt, sogar groß auf der Titelseite angekündigt als „Extrem. Provokant. Baumgartner.“. Ich bin ein Fan von dem Mann (mir wird schon mulmig wenn ich auf meinem Balkon stehe, der Kerl springt einfach einmal aus fast 39 Kilometer Höhe zurück zur Erde…), also habe ich die Aussagen Baumgartners natürlich gleich gelesen und ich wurde nicht enttäuscht:

So hat sich der Sportler etwa einmal für die „Ohrfeige“ als Erziehungsmittel ausgesprochen, zweifelsohne provokant, der KURIER-Reporter hat ihn darauf angesprochen und folgende kluge Antwort erhalten:

(…) Die Frage ist, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Intensität gebe ich eine Watsch’n. Was ist schlimm an einer Ohrfeige im richtigen Ausmaß? Schön, wenn man Kinder hat, die es nie brauchen, dann hat man es so geschafft. Und natürlich ist das Gespräch zu bevorzugen. Mir haben viele gesagt: ‚Sie haben recht, Herr Baumgartner, aber so was darf man doch nicht sagen.‘ Genau das ist es: Die meisten leben in ständiger Angst, ihre Meinung zu sagen. Und wenn die eine Hälfte nichts mehr sagt, versteht es die andere Hälfte als Zustimmung. (…)

„Die meisten leben in ständiger Angst, ihre Meinung zu sagen. Und wenn die eine Hälfte nichts mehr sagt, versteht es die andere Hälfte als Zustimmung“. Genau so ist es, das ist wie mit dem alten Spruch „Der Klügere gibt nach“. Klingt gut und vernünftig, tatsächlich begründet er aber – wie es so schön heißt – die „Weltherrschaft der Dummheit“. Der freie Bürger, der mündige Bürger, ist immer auch ein denkender Bürger, einer der hinterfragt und mit dem Ergebnis zu dem er gelangt nicht hinter den Berg hält! In einem irrt Baumgartner aber leider, es ist weit mehr als „die Hälfte“ die nichts sagt (und auch nichts denkt) und es ist nur eine Minderheit die das als „Zustimmung“ auffaßt und danach handelt bzw. handeln kann. Sehr unbefriedigend.

Was ich nicht wußte ist daß Baumgartner auch Waffenbesitzer ist, das macht ihn mir gleich noch sympathischer und untermauert gleichzeitig meine feste Überzeugung daß in den Reihen der Waffenbesitzer überdurchschnittlich viele kritische, freie, mündige und denkende Bürger zu finden sind. Was sagt Baumgartner also zum Thema „Waffen“?

(…) Ich lebe ein bescheidenes Leben, habe ein kleine Wohnung in der Schweiz. Dort werden mündige Bürger erzogen. Ich habe zwei Pistolen in die Schweiz eingeführt, weil ich viel Sportschieße. Dazu musste ich eine Stunde ein Gespräch mit einem Polizisten führen, der entscheidet, ob du eine Waffe führen darfst. War bei mir natürlich kein Problem. Im Gespräch erfuhr ich, dass jeder Reservist in der Schweiz sein Gewehr zu Hause hat. Ich habe gefragt, ob da nicht viel passiert. Er sagt: Überhaupt nicht, weil der Vater sich mit dem Kind zusammensetzt, wenn der ein gewisses Alter erreicht, und das erklärt. Mit 14 interessiert das Gewehr den Buben dann gar nicht mehr, weil er sagt: Ich habe mit 12 schon am Schießstand geschossen, habe den richtigen Umgang mit der Waffe gelernt, das reizt mich nicht mehr. Bei uns wird alles weggesperrt und wenn der Vater nicht schaut, passiert etwas. (…)

Wo er recht hat hat er recht, was sollte auch „viel passieren“ wenn man Waffen im Haus hat, was sollte daran gefährlich sein? Gefährlich ist einzig und allein die Tabuisierung des Alltagsgegenstands „Waffe“, wenn man Kinder in ruhiger und verantwortungsvoller Weise an dieses Thema heranführt fällt der „Reiz des Verbotenen“ weg und eine Schußwaffe ist für die Kinder dann auch nicht „gefährlicher“ als ein Küchenmesser oder ein Auto. Natürlich ist auch hier „Denken“ gefragt und unerläßlich, man muß sein Kind schon kennen und einschätzen können und aus dieser Kenntnis heraus entscheiden wann und wie der junge Mensch in diese Materie eingeführt wird. Das geht natürlich nur dann, wenn man auch seine Kinder zu denkenden Menschen erzieht und das nicht von Fernsehen, Internet und Schule erledigen läßt – allesamt Institutionen die dem selbstständigen Denken mehr als abträglich sind.

Idealerweise aber „interessiert das Gewehr“ den Buben auch mit 14 noch, dann nämlich wenn er regelmäßig mit dem Vater auf den Schießstand oder auf die Jagd geht und vielleicht bald besser schießt als sein alter Herr. Ich kenne einige solcher „Fälle“, das sind allesamt selbst- und verantwortungsbewußte, wohlerzogene Burschen!

Dieses Interview mit Felix Baumgartner war jedenfalls eine Wohltat, ich empfehle es meinen Lesern zur gefälligen Lektüre!

81 Antworten zu “Eine Wohltat!

  1. Nur so nebenbei: Heute gab es einen Ehrenbeleidigungsprozeß, den der grüne Steinhauser gegen mich geführt hat. Ich habe – so meinte er – ihn mit Nazis verglichen. Ich wurde freigesprochen und der Richter hat in seinem Urteil ausgeführt, daß mir das zustünde.

  2. Werter Salzkammergutler
    Einen letzten Versuch wage ich noch, ihren Blick nach allen Seiten zu öffnen:
    Zitat aus der Dissertation von Joachim Gmehling-Seite 747ff
    Kein Geringerer als Adolf Hitler sagte einmal, so Schlesinger,
    dass es
    mehr Verbindendes als Trennendes zwischen uns und dem Bolschewismus (gibt) (…) Vor
    allem die echte revolutionäre Gesinnung … Ich habe diesem Umstand immer Rechnung getragen und Anweisung gegeben, daß man die ehemaligen Kommunisten sofort in die Partei
    aufnimmt. Aus den kleinbürgerlichen Sozialdemokraten und Gewerkschaftsbonzen wird nie
    ein Nationalsozialist, aus Kommunisten immer.’ “
    Unter der Fußnote 1836 die Anmerkung,als Quelle für das Zitat diente dem Autor das Buch: Hermann Rauschning, Gespräche mit
    Hitler; indes ohne Angaben zum Erscheinungsjahr und -ort sowie ohne Seitenzahl.
    Weiß man nun, dass Rauschnings Zitat später als Fälschung entlarvt wurde, ist Rauschnig unter diesem Gesichtspunkt kein verlässlicher Zeitzeuge mehr.
    Wenn, wie sie in ihrem Kommentar v. 18.8. anführen –
    Diese Dinge basieren auf Aussagen von Zeitzeugen und zeitgenössichen Quellen – auf VIELEN davon
    ergibt sich für mich sofort eine Unklarheit in ihrer Argumentation. Treffen also sie die Auswahl der seriösen Zeitzeugen. Warum sind die von ihnen als Legitimation für ihre Ansichten zitierten Zeitzeugen glaubwürdiger als die Großeltern von Porscheraser (siehe Rauschnig). Wie ich also eingangs schon erwähnte, offen für alle Informationen erweitert ungemein den Blickwinkel.

    • Salzkammergutler

      Und ich muss mich wiederholen: Sie lesen etwas und ziehen die völlig falschen Schlüsse daraus. Vielleicht wollen Sie es so lesen, vielleicht können Sie es nicht anders lesen – wenn ich jedenfalls die von Ihnen zitierten Schriften lese, ist das lediglich eine Wiederholung von Aussagen, die ich schon kenne – und die eben nicht die Rückschlüsse zulassen, die Sie daraus ziehen.

      Für mich stellt es sich so dar: Sie haben eine Ansicht. Und mit der Absicht, diese Ansicht bestätigt zu sehen, lesen Sie Texte. Ich glaube Ihnen inzwischen sogar, dass sie der Ansicht sind, ICH würde nicht verstehen. Ich schlage folgendes vor: Nehmen Sie sich diese Bücher, gehen Sie auf die Uni und lassen es sich von einem Zeitgeschichtler erklären.

      Werden Sie nicht machen, das sind ja ihrer Ansicht nach zweifellos alle pöse Leute vom pösen System. Ja, „pöse“ ist absichtlich mit „p“ geschrieben. Vielleicht wissen Sie sogar warum…

      • Werter Salzkammergutler
        Haben sie bitte die Güte, mir mit ihrer Beschlagenheit auch noch den letzten Absatz zu erklären- und wenn sie mir dann bitte auch noch mit dem Namen eines kompetenten Zeitgeschichtlers aushelfen. Denn ich habe natürlich die Absicht, ihrem Rat zu folgen.
        Vorschlag: wie wäre es denn, wenn sie mir mit ihrem umfangreichen Wissen zur Seite stehen würden, dann kann ja gar nichts mehr schiefgehen.
        Aber die „Schwarzen“ wähle ich dann trotzdem nicht…..

    • Dr.Friedrich Frühwald

      Sehr geehrter Kamamur!
      Der Salzkammergutler hat eine einfache Philosophie: Er hat immer recht, er weiß einfach alles, alle anderen sind bestenfalls Dummköpfe, zumeist aber Idioten. Argumente können Sie mit Ihm nicht austauschen: Ihre versteht er nicht, selber hat er keine. Fazit: Der Salzkammergutler stiehlt Ihnen nur Ihre Zeit.

  3. Zitat Salzkammergutler: Wenn Sie glauben, der Nationalsozialismus wäre eine eine sozialistische Ideologie, glauben Sie auch, Zitronenfalter falten Zitronen.
    mein Einwand: wenn sie schon so versiert in der Deutung der beiden Ideologien sind, seien sie auch offen genug, zumindest im Kreise ihrer Gesinnungsgenossen eine Beurteilung der nachangeführten Sichtweise unter Bedachtnahme eines Goethezitates-
    Sich mitzuteilen ist Natur, Mitgeteiltes aufzunehmen, wie es gegeben wird, ist Bildung- vorzunehmen.

    – Es gehe nicht darum, „irgendwelche makabren arithmetischen Vergleiche aufzustellen, eine Art doppelte Buchführung des Horrors, eine Hierarchie der Grausamkeit.“ Die rund 100 Millionen Opfer des Kommunismus gegenüber rund 25 Millionen Opfern des Nationalsozialismus seien jedoch ein Faktum. Dieses solle „zumindest zum Nachdenken über die Ähnlichkeit anregen, die zwischen dem NS-Regime, das seit 1945 als das verbrecherischste System des Jahrhunderts angesehen wird, und dem kommunistischen besteht, dessen Legitimität auf internationaler Ebene bis 1991 unangefochten war…
    (Das Schwarzbuch des Kommunismus, Stephane Courtois)

    • Salzkammergutler

      Totalitarismen haben in der Regel viele Ähnlichkeiten – das liegt in der Natur der Sache, aber nicht in der zugrundeliegenden Ideologie.

      Was Sie hier zitiert haben ist weder eine neue Erkenntnis noch etwas überraschendes, wenn man sich mit der Struktur von totalitären Systemen beschäftigt hat – insbesonde mit den Paradebeispielen des 20. Jh. .

      Vergleiche der Strukturen und Ähnlichkeiten dürfen und sollen sogar vorgenommen werden, um solche Auswüchse in Zukunft zu verhindern – daraus aber abzuleiten, dass beide Auswüchse einer Ideologie sind ist schlicht und einfach falsch – und in der Regel mit einer ganz bestimmten, revisionistischen Motivation verbunden.

      Hier geht es nicht um Deutung oder Interpretation – wer sich mit der Materie auch nur ein wenig beschäftigt für den sind die grundverschiedenen zugrundeliegenden Ideologien offensichtlich gegensätzlich. Alleine schon die Herkunft ist eine völlig andere – wer sich hier auf die Nomenklatur stützt um Hinweise auf eine gemeinsame Basis zu konstruieren ist entwerder sehr bescheiden gebildet oder verfolgt, schlimmer, bestimmte Absichten.

      Warum Sie glauben, dieses Zitat würde mir in irgendeiner Weise widersprechen, oder was auch immer sich sich einbilden, weis ich nicht. Geschichtlich ist die Erklärung sehr einfach – beides waren totalitäre, verbrecherische Systeme, nur dass das eine einen existenzbedrohenden Krieg gewonnen, das andere diesen Krieg verloren hat.

      Das kommunistische Regime in China existiert bis heute – und dieses ist für wesentlich mehr Tote verantwortlich als die bereits genannten zusammen – so what? Das ist die Realität: Sieger überleben, Verlierer nicht.

      • Nun: Die Mittel sind die Gleichen und das Resultat ebenso, darüber scheint Einigkeit zu bestehen.
        Was dem Einen die SA war sind dem Anderen die Antifa Schlägertrupps.
        Ich lasse mir gerne vorwerfen ein schlichtes Gemüt zu haben, wenn ich dann postuliere: Wenn es quakt und watschelt wie eine Ente, ist es eine Ente.
        Ob es da irgendwo in der Genesis grundlegende Unterschiede gab, ist mir eher Wurscht..
        Naturgemäß muß nicht jeder der Meinung von Herrn Baumgartner sein. Ich bin es halt. Jede der vier Watschen die ich von meinem Vater bekam ist mir in Erinnerung (BTW zwei hatten mit unsicherer Waffenhandhabung und eine mit einer erschossenen Amsel zu tun.) Sie waren genau so wichtig wie die Hunderten Ratschläge und die Liebe die mir mein Vater gab.
        Ich war beruflich oft in der Schweiz und wäre ich nicht für meine Zukunft so auf Österreich fixiert, könnte ich mir vorstellen, den Rest meines Lebens dort zu verbringen. Auch hier gehe ich mit dem Interviewten konform.

        Manchmal ist einfach, einfach besser. Lange, komplexe Überlegungen kann man (muß man) im Vorfeld anstellen. Im Angesicht einer existenziellen (nicht materialistischen) Bedrohung, funktioniert nur Einfaches.

        • Salzkammergutler

          Gerade „existenzielle“ Bedrohungen verlangen ein überlegtes Vorgehen. Einfache Lösungen haben auf gesellschaftlicher Ebene noch nie funktioniert.

          • Das erinnert mich an „Gewalt hat noch nie ein Problem gelöst.“
            Also ich finde der zweite Weltkrieg hat zB das Problem Adolf Hitler ganz gut gelöst. Einfache, unreflektierte Gewaltanwendung so ca. 1938 hätte aber viel Leid und Tod erspart.

            Ich meinte allerdings eher Bedrohungen wie eine Böe bei einem Basejump.

            • Salzkammergutler

              Gewalt kann durchaus Probleme lösen, nur müssen diese Probleme dabei eben schon vorhanden sein und keine andere Lösung mehr erlauben.

              Das Beispiel mit Hitler hinkt, da er a) zu diesem Zeitpunkt schon Verbrechen begangen hat und b) er zu diesem Zeitpunkt den 2. Wk (ich nehme an, auf den beziehen Sie sich) noch nicht begonnen hatte.

              Man kann niemanden für etwas bestrafen, das er noch nicht begangen hat (eingeschränkt Vorbereitungshandlungen usw.).

              Klüger wäre es im Fall Hitler gewesen, die Weimarer Republik und deren nicht-radikale Kräfte zu stärken – dann wäre es gar nicht erst so weit gekommen. Oder gewissen Spekulationsgeschäften einen Riegel vorzuschieben. Dann hätte sich das Umfeld, das Hitlers Aufstieg ermöglichte, gar nicht erst entwickelt. Nur hätte das vorheriges kluges, langes und komplexes Überlegen bedarft.

              Leider kommt das nicht so gut an wir kurzfristige Maßnahmen – und schon damals wussten informierte Kreise, dass diese Entwicklungen ein Problem werden.

        • Salzkammergutler

          SA und sonstige Schlägertrupps waren gerade eben bekannt für einfache Lösungen.

          Sie scheinen das Vorgehen solcher Gruppen nicht wirklich schlecht zu finden, oder?

      • Um ihre Worte zu gebrauchen – „Sie haben es geschafft, viel zu schreiben“, doch auf die Ähnlichkeit beider geistigen Verwirrtheiten – gerade die habe ich aber angesprochen, gehen sie in bewährter Art nur oberflächlich ein. Allein alles Andersdenkende mit revisionistischer Motivation abzutun zeugt nicht von einem weiten Horizont oder der Bereitschaft, alle Aspekte ausreichend zu durchleuchen. Wenn in ihren Kommentaren immer wieder davon die Rede ist, dass eben nur gebildete Menschen ihren hochgeistigen Ausführungen folgen können, so stelle ich dem gegenüber, dass nur die allergescheitesten Leute ihren Scharfsinn nicht bloß zur Beurteilung anderer sondern auch ihrer selbst benützen. Doch wo finde ich diese Erkenntniskraft in ihren, ihrer politischen Ausrichtung genehmen, zumeist vereinfacht dargebotenen Zeilen.
        So muß ich ihnen, Salzkammergutler sagen, dass sie für mich mit ihrer oftmals verletzenden Scheuklappenmentalität kein zu schätzender Dialogpartner sind.

        • Salzkammergutler

          Es ist ganz einfach – so wie es Glockzilla verlangt: Die Behauptung, dass Nazis Sozialisten sind, ist falsch.

          Da gibt es keine andere Sichtweise oder Spielraum für Diskussion, das ist ein Faktum, das jeder, der willens ist, selbst anhand bereits genannter Bücher für sich selbst recherchieren und bestätigen kann.

          Wir können den ganzen Tag auf Ähnlichkeiten der Totalitarismen eingehen – da gibt es ganze Vorlesungen zu dem Thema. Nur ändern die alle nichts, dass sie andere Grundlagen, eine andere Ideologie als Basis haben.

          Sie wollen auf einzelne Gemeinsamkeiten eingehen? Gerne, warum nicht – ich sehe nur den Sinn dahinter nicht. Es gibt viele Aspekte, die interessant sind – nur ändert das nichts daran, ich wiederhole mich, dass die Behauptung, Nazis wären Sozialisten, FALSCH ist.

          • Und warum haben sie sich dann selbst so genannt?

            • Salzkammergutler

              Stimmenfang. Es war ja zuerst auch die DAP – erst später die NSDAP.

              Man muss sich nur das Zielklientel anschauen, um zu erkennen, warum es wahltaktisch eine gute Idee sein könnte, das „sozialistisch“ im Parteinamen zu haben.

              Davon abgesehen – jegliche sozialistische Ideologie hat irgendeinen Bezug zu Marx, Marx und Sozialismus ist nicht zu trennen – der „Nationalsozialismus“ hat diesen Bezug nicht. Wie gesagt – wenn man sich auch nur ein wenig mit diesesn Totalitarismen und den Ideologien des späten 19., frühen 20. Jh. beschäftigt, kommt man selbst zu dieser Erkenntnis.

              Ich würde Ihnen das wirklich ans Herz legen, sich endlich einmal ordentlich mit gewissen Grundbegriffen auseinanderzusetzen und von Ihrem hohen Ross herunterzusteigen. Sie liegen sachlich einfach meilenweit neben den Tatsachen.

              • Von einem hohen Roß hat man den besseren Überblick. Außerdem bin ich Reiter.

                • Salzkammergutler

                  Sachlich also kein Widerspruch? Damit wäre das Thema dann erledigt.

                  • Das heißt also, wenn man dem Salzkammergutler nicht sofort und ausdrücklich widerspricht, wäre das Thema erledigt und zwar deshalb, weil er mangels Widerspruch recht hätte. Das ist aber keineswegs der Fall. Der Herr überschätzt sich.

                    • Salzkammergutler

                      Der Herr hat dennoch recht. Sachlich kommen von Ihnen keine Argumente – weil es schlicht und einfach keine gibt. Mehr als persönliche Angriffe haben Sie noch nicht geliefert – und auf meine Argumente haben sie es tunliches vermieden zu reagieren. Wenn dem nicht der Fall ist, dann liefern Sie doch endlich ein vernünftiges Argument…

      • Die Diskussion hatten wir hier schonmal. Ob die Nazis Sozialisten waren, ist eine ökonomische Frage. Und der Ökonom Ludwig von Mises, der übrigens noch gerade rechtzeitig vor den Nazis fliehen konnte, hat sie eindeutig bejaht: https://dagarser.wordpress.com/2012/11/19/mus-auch-einmal-sein/#comment-3784

        • Ergänzend zur Nähe oder teilweisen Überschneidung beider Ideologien gibt die Dissertation von Joachim Gmehling -Kritik des Nationalsozialismus und des Sowjetkommunismus in der
          Zeitschrift „Der Monat“
          http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5240/pdf/Dissertation.pdf
          vom September 2010 erschöpfend Auskunft.

          • Salzkammergutler

            Was genau das ist, was ich schon angesprochen habe – und absolut nicht aussagt, dass Nazis Sozialisten sind. Steht auch nirgends in der Dis…

            Es ist ja ganz nett, dass ihr versucht jetzt was zu finden, wo das drinnen steht, aber da würde ich schon raten, genau zu lesen, was da geschrieben steht, denn eurer Standpunkt wird da nirgends unterstützt.

        • Salzkammergutler

          Soweit ich das herauslese, geht es um die Tatsache, dass beide Regime interventionalistisch waren.

          Wo genau schreibt er, dass Nazus Sozialisten waren?

          • Wenn die Interventionen ins Eigentum überhand nehmen, landet man beim Sozialismus, womit natürlich nicht gesagt ist, dass alle Sozialisten sich auf ein Ziel einigen:
            http://mimiandeunice.minimalstaat.de/content/die-welt-retten

            Soviel zur Theorie. Der Historiker Götz Aly geht konkret auf die Sozialpolitik der Nazis ein:
            http://www.parteidervernunft.de/sites/default/files/interview-goetz-aly.pdf

            • Salzkammergutler

              Intervention ins Eigentum macht aus einem extrem Nationalistischen System kein sozialistisches, das ist Blödsinn. Hitler Deutschland hatte ein funktionierendes privatwirtschaftliches System, das natürlich sehr stark auf Rüstung und Krieg ausgelegt war – nicht mehr, nicht weniger. Große Eingriffe in Privateigentum hat es bei jenen gegeben, die in die KZ geschickt wurden – Juden, Sozialisten, Kommunisten, Zeugen Jehovas,… deren Eigentum ging in Besitz des Staates bzw. von „deutschen“ Privatpersonen über.

              Jedenfalls gibt es auch in diesen Beiträgen keine einzige Aussage die besagt, dass Nazis Sozialisten waren. Das ist ein Konstrukt, das auch nicht von den verlinkten Quellen bestätigt wird. Ich frage mich langsam, inwieweit Sie die geposteten Quellen selbst verstehen.

              • Das Eigentum bestand in der NS-Zeit nur noch dem Namen nach. Tatsächlich bestimmten die Betriebsführer und das Reichsführerwirtschaftsministerium:

                https://dagarser.wordpress.com/2012/11/19/mus-auch-einmal-sein/#comment-3887

                • Salzkammergutler

                  Die Verfassung der Weimarer Republik bestand weiterhin, privatwirtschaftliche Unternehmen wurden sogar in den Kriegsjahren gegründet (berühmt: Schindler). Dass die wirtschaftliche Kapazität auf die Kriegswirtschaft ausgerichtet war, dürfte klar sein – dennoch wurden Ausschreibungen an die einzelnen Rüstungsfirmen gemacht (man beachte die Vielzahl an Marken etwa bei Flugzeugen).

                  Dass man die Wirtschaft eines Landes, das sich auf den Krieg vorbereitet bzw. sich in einem solchen befindet, nicht mit den Zuständen zu Friedenszeiten vergleichen kann dürfte klar sein. Rechtlich gesehen – und das ist die einzige entscheidende Instanz – hatte Eigentum den gleichen Stellenwert wie in der Weimarer Republik.

                • Salzkammergutler

                  Und was ihre Quelle betrifft: Genau lesen. Ich lese sie interessiert, und so wie Sie das verstehen ist es nicht.

            • Werter Th. Leske
              Da ich ganz sicher bin, dass S. die angefügte Analyse so wie die von mir zitierte 952 Seiten umfassende Dissertation nicht gänzlich verstehen wird wollen bin ich mir weiters ganz sicher, dass der überwiegende Teil der Leser meinen Gedanken zum Thema folgen wird können.
              Der nationale Sozialismus –
              Eine wichtige Untersuchung zur deutschen politischen Ideengeschichte zwischen 1918 und 1945 Von Kurt Sontheimer
              Es ist erstaunlich, daß ein solches Buch nicht schon früher geschrieben wurde. Der Nationalsozialismus, der 1933 mit Hitler an die Macht kam, bezog einen wesentlichen Teil seiner ideologischen Wirkung und Attraktivität aus der Zusammenführung von zwei mächtigen Ideenbewegungen des 19. Jahrhunderts, dem Nationalismus und dem Sozialismus, die ursprünglich gegeneinander standen und sich bekämpften, aber im 20. Jahrhundert in der Ideenbewegung eines Nationalen Sozialismus miteinander verbunden und verschmolzen wurden. Gewiß bot der historische Nationalsozialismus zu keiner Zeit eine klare, in sich schlüssige Ideologie des nationalen Sozialismus, und für Hitler selbst, der an ernsthaften ideologischen Diskussionen nicht interessiert war, bedeutete Sozialismus lediglich „eine Phrase unter vielen, mit der er sich schmückte, wenn es ihm gerade paßte“. Dennoch kamen die ideologischen Versuche der Zusammenführung von Nationalismus und Sozialismus, die in der geistig-politischen Welt der Weimarer Zeit im Schwange waren, dem historischen Nationalsozialismus zugute, der dieser Diskussion ideologische und konzeptionelle Versatzstücke entnahm, aber selbst jeder geistigen Originalität entbehrte.
              Das Verdienst der Arbeit von Christoph H. Werth liegt einerseits in der Darstellung der geistigen Ideenbewegung, die Nationalismus und Sozialismus zusammenzuführen suchte, andererseits in der genauen Analyse des Ideenkonglomerats, mit dem Hitler und der historische Nationalsozialismus arbeiteten.
              Karl Dietrich Bracher, der den begabten Autor zu dieser wichtigen Doktorarbeit inspiriert hat, schreibt in seinem Vorwort, die Denkfigur Sozialismus-Nationalsozialismus habe im „Dritten Reich“ eine ideologisch wie politisch verhängnisvoll effektive, weil ungemein verführerische Rolle gespielt. „Ohne die fast unbegrenzbare Abrufbarkeit der wie immer jeweils definierten sozialistischen (= Volksgemeinschaft) und zugleich nationalistischen Komponente (= Rassenideologie) dieses Denkens wäre der illusionsträchtige deutsche Weg in ein so totalitär erfassendes, letzthin verbrecherisch-unmenschliches Staats- und Herrschaftssystem wie das des ,Dritten Reiches` nicht möglich gewesen.“
              Schon um die Jahrhundertwende waren Nationalismus und Sozialismus die beiden beherrschenden, jedoch einander radikal entgegengesetzten ideologischen Strömungen und politischen Bewegungen. Was lag da näher, als, zunächst im Bereich der Gedanken, dann dem der politischen Tat, den Versuch zu machen, diese mächtigen Strömungen in einer Synthese zusammenzufassen und ihren politischen Antagonismus zu überwinden! Das Modell eines nationalen Sozialismus, so schreibt Werth, „avancierte zum Epochengedanken“. Ein charakteristisches Beispiel: Der Bonner Romanist Ernst Robert Curtius schrieb 1932 in seinem Buch „Deutscher Geist in Gefahr“: „Wer die Verantwortung für die deutsche Zukunft auf sich nimmt, muß das Nationale und Soziale mit eisernem Willen zusammenbiegen. Wir können gar nichts anderes wollen.“
              Wie dieser geistige Prozeß der Zusammenführung von Nationalismus und Sozialismus vor sich ging, welches seine herausragenden Repräsentanten waren und wie diese Geistesbewegung in den historischen Nationalsozialismus mündete, ist das Thema dieser Untersuchung, die sich durch eine klare Gedankenführung, eine unpolemische, jedoch kritische Auseinandersetzung mit den führenden Vertretern einer Idee des nationalen Sozialismus auszeichnet und als ein wichtiger Beitrag zur politischen Ideengesc hichte Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anzusehen ist.
              Ohne die Frage nach den politisch-historischen Ursachen für diese Ideenbewegung ganz außer acht zu lassen, konzentriert sich die Untersuchung hauptsächlich auf die Darstellung des diesbezüglichen politischen Denkens folgender Autoren: Friedrich Naumann, der als erster versuchte, mit seinem Nationalsozialen Verein auch politisch die beiden Pole miteinander zu verbinden, aber damit scheiterte sodann Oswald Sprengler mit seiner enorm einflußreichen Schrift „Preußentum und Sozialismus“ Fer dinand Tönnies mit seiner wirkungsmächtigen Entgegensetzung von Gemeinschaft und Gesellschaft Walter Rathenau mit seinem Modell der Gemeinwirtschaft Wichard von Möllendorff mit seiner Idee des konservativen Sozialismus Arthur Moeller van den Bru ck und seine wolkige Idee des „Dritten Reiches“ ferner Ernst Niekisch und der „Tatkreis“, gefolgt von Ernst Jünger mit seiner wegweisenden Schrift von 1932 über den Arbeiter schließlich Werner Sombart, der vom bürgerlichen Verteidiger des Marxis mus zum Propagandisten eines deutschen Sozialismus wurde. Sie verfochten keine einheitliche Doktrin, doch sie waren alle bestrebt, den Gegensatz von Nationalismus und Sozialismus zu überwinden.
              Die Idee eines nationalen Sozialismus richtete sich gegen den marxistisch inspirierten internationalen Sozialismus der Arbeiterbewegung usf.
              Quelle DIE ZEIT, 12/1997
              PS für S..: im übrigen versuche ich nicht etwas zu finden, sondern ich besitzte und verstehe dieses Buch

              • Salzkammergutler

                Das Witzige ist: Dieser Text bestätigt meine Kommentare. Danke Kamanur!

                Er definiert nämlich schon zu Beginn die Unterscheidung zwischen nationalem Sozialismus und dem historischen Nationalsozialismus, welcher damit nur sehr bedingt zu tun hatte. Das ist eine Ideengeschichtlich Abhandlung, die an keiner Stelle den Nationalsozialismus mit dem Sozialismus gleichsetzt – wie es hier getan wird.

                Und ich bleibe dabei: Ich bin überzeugt, dass ihr hier echte Probleme habt sinnerfassend zu lesen, ansonsten würdet ihr euch nicht immer wieder selbst ein Bein stellen bei euren Versuchen, Nazis und Sozialisten gleichzusetzen.

                Die Quellen die ihr liefert kann man nur auf eure Weise verstehen, wenn man den Inhalt besagter Quellen nicht verstanden hat.

                • Auch ich danke, hochgeschätzter Salzkammergutler. Sie beweisen wieder einmal sehr deutlich, dass zwischen Lesen nicht nur der ersten Zeilen, sondern auch verstehen des nachfolgenden und vor allem erkennen der Parallele oder der immer wieder von mir angesprochenen Ähnlichkeit der Systeme Welten liegen. Eine Öffnung ihrer Gedanken nach allen Seiten werden sie aber sicherlich nicht im Kreise ihrer kompetenten Parteigenossen erreichen.

                  • Salzkammergutler

                    Es ist schön für Sie, dass Sie davon überzeugt sind, irgendetwas wesentliches ausgesagt zu haben – in Form von Zitaten oder Beiträgen. Leider erkennen Sie einfach selbst nicht, dass nichts, aber auch gar nichts ihrer Beiträge meiner Position widerspricht – im Gegenteil, sie sogar unterstreicht.

                    Wenn es nur um das Erkennen von Parallelen oder Ähnlichkeiten geht – das habe ich schon sehr viel weiter oben kommentiert.

                    Und jetzt oute ich mich mal – ich bin Schwarz. So schwarz wie es nur geht. Ein VPler in der xten Generation. Mit Rot habe ich absolut nichts am Hut, ich komme vom Land, da interessieren mich die Roten herzlich wenig. Aber was hier an Blödsinn betreffend der Roten verzapft wird geht auf keine Kuhhaut ^^

                    • Touche- aber nur für ihr Outing. Es ist ja ihre Sache und auch nicht unbedingt negativ anzurechnen, wenn sie als stark pigmentierter
                      ( mittlerweile ist ja aufgrund der Farbenlehre Schwarz verpönt) die der ÖVP zugeordnete Achillesferse – „im Liegen noch umgefallen“ unterstützen, Doch wenn sie meinen, dass meine Beiträge nicht ihrer Auffassung widersprechen, so ist es sicherlich kein Fehler, die beiden übermittelten Informationen auf „Wesentliches“ nochmals zu überdenken. Wenn sie alleine aus den beiden zur Verfügung stehenden Beiträgen nicht herauslesen, dass ihre These durch die Inhalte der Unterlagen weder bestätigt oder unterstützt werden sondern dass sehr wohl eine ideologische Verwandtschaft/Annäherung zwischen beiden verwerflichen Herrschaftsphantasien bestanden hat, dann werden wir wohl diese Thematik nicht zufriedenstellend lösen können.
                      Aber da es noch eine Vielzahl von Informationen gerade zu diesem Bereich des Nationalsozialismus im Konnex mit Sozialismus gibt, gehe ich doch davon aus, dass sie diesbezüglich offen für neue Sichtweisen sein werden.

                    • Salzkammergutler

                      Bisher haben sie nichts neues präsentiert. Ähnlichkeiten bedeuten nicht, dass etwas gleich ist. Zwei totalitäre Systeme zur selben Zeit, in der selben Kultursphäre, mit miteinander verwobener Historie… nonaned wird sich da einiges gleichen.

                      Aber ich verweise wiederum auf das kommunistische Manifest und das Kapital sowie auf „Mein Kampf“ – da drinnen enthalten sind die zugrundeliegenden Ideen. Wenn man diese betrachtet ist es offensichtlich, dass diese totalitären Systeme auf anderen ideologischen Beinen standen.

                      Dass es hier einigen nicht schmeckt, dass FPÖ und ähnliche Organisationen aus den Überresten der Nazis in Österreich hervorgegangen sind… ist mir schon aufgefallen. Nichts bleibt unversucht, die FPÖ schön weit weg von den Nazis zu stellen und stattdessen Rot und Braun gleichzusetzen.

                    • Dass es hier einigen nicht schmeckt, dass FPÖ und ähnliche Organisationen aus den Überresten der Nazis in Österreich hervorgegangen sind… ist mir schon aufgefallen. Nichts bleibt unversucht, die FPÖ schön weit weg von den Nazis zu stellen und stattdessen Rot und Braun gleichzusetzen.

                      Sagt Ihnen der „BSA“ etwas? Hier ein Artikel aus dem rechten Kampfblatt „profil“ aus dem Jahr 2005 zu diesem Thema: http://www.profil.at/articles/0502/560/102743/zeitgeschichte-die-nazi-waschmaschine

                      Es ist ja löblich daß die SPÖ diese „braunen Flecken“ selbst thematisiert und wohl teilweise auch ausgemerzt hat (wo das nicht bereits der Zahn der Zeit erledigt hatte), es zeigt aber auch deutlich wes‘ (Un)Geistes Kinder die Sozialisten jedenfalls damals waren. Und genau darum geht es hier.

          • In „Omnipotent Government“ macht Mises diese Behauptung sogar in der Überschrift eines Unterkapitels:
            III. Etatism 5. „Socialism in Russia and in Germany“ (S. 55)

  4. Als bekennender gegner ds blauen pleiters kann ich aber trotzdem nur sagen: was ist mit den linksradikalen bzw den linksextremisten? Ein hochstapler der sich als dr. ansprechen lässt, und grüne die alles lieben nur das vaterland hassen??? Und eine ideologie unterstützen die an rassismus und hass nich einmal in den 30 ern des vergangenen jahrhunderts zu überbieten war. Ich lese hier schon lange mit, aber was aus dem salzkammergut gerülpst wird ist kaum zu überbieten, das ist der lebende beweis der heutigen niveaureduzierung

    • Salzkammergutler

      Manchmal führt ein Poster seinen eigenen Beitrag so ad absurdum, dass man es nicht einmal groß kommentieren muss 😀

    • Unsere Linken, nämlich die SPÖ und die Grünen sind die legitimen Nachfolger der Kommunisten und der Nazis, was ihre totalitäre Einstellung betrifft. Die Grünen natürlich noch mehr. Bei der SPÖ gibt es immer noch einen Rest Vernunft und Anständigkeit, bei den Grünen aber nicht.

      • Salzkammergutler

        Sie wissen aber schon, dass sich Kommunisten und Nazis schon rein ideologisch gegenseitig ausschließen? Wenn überhaupt können SPÖ und Grüne höchstens Nachfolger einer dieser Ideologien sein 😉

        • Die schließen sich überhaupt nicht aus, sie sind sogar eng verwandt und haben auch lange genug sehr gut zusammengearbeiitet. So sind die KZs auch nach dem Muster des GULAG errichtet worden und die SS hat sich bis 1941 wertvolle Tips von den Bolschewiken geholt. Sozialisten eben.

          • Salzkammergutler

            Sie sind ideologisch nicht miteinander verwandt – eine Lektüre des Manifests/Kapitals bzw. vom „Kampf“ sollte diese Fehleinschätzung beseitigen.

            Konzentrationslager wurden schon lange vorher gebaut und verwendet – sie bezeichnen nämlich urpsrünglich jegliches Lager, in dem Gruppen von Menschen „konzetriert“ untergebracht werden. So hatten etwa die Briten während des ersten WK in Indien eine Reihe von Konzentrationslagern für Deutsche (Heinrich Harrer etwa wurde in so einem festgehalten), die Deutschen bauten Konzentrationslager während des Boxeraufstandes, usw.

            Nazis sind keine Sozialisten. Jeder der nur ein WENIG Ahnung von der Materie hat wird das bestätigen – davon mal abgesehen, dass, wie gesagt, eine Lektüre der zugrundeliegenden, niedergeschriebenen, Werke jedem klar desen Umstand vor Auge führt.

            • Nazis sind keine Sozialisten.

              Nein, sie waren – wie der Name schon sagt – NationalSozialisten. Der Unterschied zu den heutigen Internationalsozialisten (die sich interessanteweise Sozialdemokraten nennen) besteht in der vergleichsweise doch noch etwas eingeschränkten Machtfülle letzterer.

              Wer hat denn „die Nazis“ an die Macht gebracht? Das Bildungsbürgertum?

              • Salzkammergutler

                Ich denke Sie benötigen einiges an Nachbildung was Politik und Geschichte betrifft. Diese Umdeutung jedenfalls entspringt jedenfalls Kreisen, die den Nazis nahestehen – und einen Etikettenwechsel durchführen wollen.

                Ich verweise wieder auf die zugrundeliegenden Ideologien und schlage vor, Sie lesen sich diese mal – damit sie den Unterschied selbst sehen.

                • Um meine Bildung müssen Sie sich wirklich keine Gedanken machen!
                  Ich mache mir um die Ihre ja auch keine, dafür sind Sie mir schlicht zu irrelevant.

                  • Salzkammergutler

                    Angesichts dessen, dass Sie mit vielen Behauptungen und Meinungen kommen, jedoch nie mit Sachargumenten verzeihen Sie mir, wenn mich das nicht berührt.

                    • verzeihen Sie mir, wenn mich das nicht berührt

                      S.o. – irrelevant.

                    • Salzkammergutler

                      Nicht irrelevant genug um nicht zu antworten – offensichtlich. Ich verweise auf meine erste Antwort auf „Kalle“.

                    • Sie verkennen hier etwas ganz Grundsätzliches, Salzkammergutler: Dies hier ist meine Seite, wann ich wem was schreibe ist ganz allein meine Sache! Wenn ich auf eines Ihrer Postings eingehe heißt das nicht, daß ich zwingend direkt auf Sie eingehen muß, es heißt vielmehr daß ich – wie in diesem Fall – ein virtuelles Hundstrümmerl in meinem virtuellen Wohnzimmer thematisiere.

                      Ihre war-room-gesteuerten Revisionismen seien Ihnen unbenommen, als Inhaber und Verantwortlicher dieser Plattform sehe ich mich aber dazu veranlaßt das so nicht unkommentiert stehen zu lassen. Sie sind und bleiben für mich irrelevant, aber was hier steht fällt indirekt auch auf mich zurück und deshalb beziehe ich dazu Stellung. Selbst wenn sich manches liest als wollte es das Infinite-Monkey-Theorem beweisen.

                      Ich schreibe was ich will solange ich will.
                      Sie schreiben auch was Sie wollen – aber auch nur solange ich will.

                      Ist das verständlich?

                    • Salzkammergutler

                      Aber natürlich.

                      Ihnen sollte allerdings bewusst sein, dass die von ihnen vertretene Theorie, was der Nationalsozialismus ist, objektiv falsch ist. Woher Sie diesen Blödsinn haben weiß ich nicht, aus welcher Ecke er jedoch kommt schon.

            • Heinrich Harrer im Ersten Weltkrieg? Wieder was gelernt und etwas mehr gebildet. Dank Salzkammergutler.

              • Salzkammergutler

                Stimmt, 2. WK.

              • Hitler war Sozialist, Goebbels war Kommunist und Freisler war auch Kommunist, bevor sie zu den National“sozialisten“ gekommen sind. Umlernen mußten sie da nicht viel. Und bis 1941 hat die Zusammenarbeit mit den Kommunisten und vor allem mit Stalin ganz wunderbar geklappt. Ideologieprobleme hatten diese Massenmörder nicht.

                • Salzkammergutler

                  Sicher, und deswegen spricht Hitler schon in „Mein Kampf“ vom Lebensraum im Osten und vom Krieg gegen den Sozialismus.

                  Wenn Sie glauben, der Nationalsozialismus wäre eine eine sozialistische Ideologie, glauben Sie auch, Zitronenfalter falten Zitronen.

                  Setzen Sie sich mit kompetenten Leuten zusammen und lassen Sie sich die Totalitarismen des 20 Jh. mal ordentlich erklären.

                  • Ich warte, daß sich die kompetenten Leute bei mir melden und sich mit mir zusammensetzen. Ich mache gerne einen Sitzkreis. Anmeldungen unter den Querschüssen.

                    • Salzkammergutler

                      Ich bezweifle dass sich solche Leute mit ihnen zusammensetzen würden. Wenn Sie wirklich Interesse an der Wahrheit haben, genügt es schon absolut, wenn Sie sich mit Fachliteratur beschäftigen.

                      Das horcht sich alles an als würde es vom rechten Dunstkreis um „unzensuriert.at“ stammen.

                  • Salzi:
                    Von welchen kompetenten Leuten schreibst denn???
                    von den 35 jähigen Systembraven HistERikern, die uns heute erklären, was die Leute damals alles tun hätten sollen???

                    Oder von Leuten die damals dabei waren? Die den ganzen Mist mitmachen mussten??? So wie meine Eltern und Grosseltern?

                    Und wenn die mir sagen, dass die Nazis die LINKEN waren, neben den Sozis und Kommunisten, dann glaube ich denen wesentlich mehr, als denen die ihre Karriere mit politisch genehmen Statements vorantreiben!

                    Freundschaft VOLKSGENOSSE

                    • Salzkammergutler

                      Und du glaubst, Geschichte als Wissenschaft, die Analyse politischer Systeme, die Analyse von Ideologien usw. würde sich irgendwer aus den Fingern saugen?

                      Diese Dinge basieren auf Aussagen von Zeitzeugen und zeitgenössichen Quellen – auf VIELEN davon.

                      Mein Gott, deine Großeltern haben halt was gesagt. Ich weiß nicht wer sie sind/waren – aber das wäre da dann mal interessant.

                      Ich kannte einen 15 Jährigen der mir erklärt hat, dass der 2. WK ein reiner Verteidigungskrieg der Deutschen war – weil das hat ihm sein Opa und sein Papa erzählt. Macht es das dann wahr?

                      Was deine Eltern und Großeltern erzählt haben stimmt nicht. Es sei denn, alle anderen Zeitzeugen lügen. Und alle Bücher sind gefälscht. Für jemanden der sich offesichtlich etwas verfolgt fühlt, sicher glaubhafter 😀

                    • Porscheraser

                      Also sind meine Eltern LÜGNER!

                      Dann bin ich auch ein LÜGNER?
                      Dann sind die Leute die von diesen Historiker-Bürschleins befragt wurden, wahre Helden! Vielleicht Helden der SOZIS?

                      TATSACHE ist es – und das geben sogar die Systemlinge zu – dass zu Beginn des WK II eine sehr intensive Freundschaft zwischen AH und Dschughaschwili bestanden hat! WEIL sie die gleichen Ansichten hatten!
                      Dass der AH berits den Lebensraum im Osten im Visier hatte …. Linke Freundschaften halt…

                      Meine Vorfahren sind politisch uninteressiert gewesen… die haben mit nur Dinge erzählt wie sich verschiedene Menschen zur damaligen Zeit verhalten haben… ohne Präferenz in die eine oder andere Richtung…

                      Andererseits gibt es heutzutage noch immer Leute, die den Kommunismus loben, der – bei objektiver Betrachtung – bei so ziemlich allen Bereichen VERSAGT hat! Kolportierte 200 Millionen Tote sollten schon mal zu denken geben…

                      Und dann soll es Historiker geben die diese Form des Versagens als die Ideale Regierungsform in der Vergangenheit betrachten… MIT WEM haben diese Historiker geredet????

  5. @E.J.P.: Was Faymann und Pröll beim Heurigen für Absprachen führen, kann zutreffen oder nicht, sie machen die Rechnung ohne den Wirt, den letztendlich liegt das NOCH in der Hand der Wähler. Leider ist es so, dass die Wähler wieder auf die falschen Versprechungen, Wahlkampf-Lügen von schwarz-rot-grün-Strohsack hinein fallen werden. Damit kann der Untergang, wie von diesen vorgesehen, weiter gehen.

  6. Einfache Sichweisen sind bitter nötig. Die Quer- und Herumdenker haben uns lange genug in die Irre geführt.
    Daher – gesunde Watsche wieder einführen, vor allem für die Billdungs“experten“
    Demokratie reformieren
    Waffenbesitz und Tragerecht nach dem Muster der USA

  7. Salzkammergutler

    „Es ist wirklich eine Wohltat das zu lesen. Es gibt also doch noch Leute, die offen und ehrlich dazu stehen, was sie tun und sagen. “

    Derer gibt es viele. Nur können jene, die eher einfache, plakative Sichtweisen haben, praktisch unmöglich verstehen, dass es Menschen gibt, die etwas komplexere Ansichten haben, die eben nicht schwarz/weiß, gut/böse usw. sind.

    Es ist ein Fehler anzunehmen, dass einfache Sichtweisen, unverblümt dargebracht, eine Person kennzeichnet, die „ehrlich“ ist oder dazu steht, was sie tut oder sagt.

    Ich erinnere nur an den „Humpf“ oder die Bierbestellung nach Strache….

    Und Baumgartner…der Mann hat beeindruckende Leistungen vollbracht. Zu den größten Granaten im Arsenal gehört er deswegen nicht 😀

    • Ich erinnere nur an den “Humpf” oder die Bierbestellung nach Strache….

      Ach daher rührt der Wind. Hätte ich mir auch denken können.

      • Salzkammergutler

        angesichts der hier herrschenden blauphilie gehe ich davon aus, dass beinahe alle etwas damit anfangen können.

        • Wundert wen die „blauphilie“? Rot-Schwarz haben wir jetzt wirklich schon lange und was haben die zusammengebracht?

          • Salzkammergutler

            Tja, schwarz – blau wird heute noch ausgemistet. Von Kärnten ganz zu schweigen.

            davon abgesehen haben schwarz/rot/grün wenigstens so etwas wie eine zugrundeliegende Ideologie – haben Sie schon mal das blaue Parteiprogramm gelesen? Ein Schriftstück für die Rundablage. Die FPÖ ist eine rein populistische Partei die von Angst und Hetze lebt, ohne Idologie, die über nationalistische Sprüche hinausgeht.

            • davon abgesehen haben schwarz/rot/grün wenigstens so etwas wie eine zugrundeliegende Ideologie

              Das ist keine Ideologie – das ist eine gefährliche Drohung!

            • Von Kärnten ganz zu schwiegen…. AHA! Da gibt es Inserate die nicht ganz den Vergaberichtilinen entsprachen und Landeslogos, die keine Sau braucht aber eine Schweinekohle kosten… JA Kärnten gehört dingend ausgemistet… von den ROTEN SAUEREIEN!

              • Salzkammergutler

                Kärnten war jetzt lange Jahre unter Kontrolle der Blauen und Orangen – was es gebracht hat, sieht man ja. Sie sind tatsächlich am rechten Auge blind, nicht wahr?

    • …wenn Du das ganze Interview mit Baumgartner kennst, dann geht er sehr differenziert zur Sache.
      Ob es das Sommerloch ist, das unsere Reporter bewegt, oder blanker Neid?

    • Was ist los mit dem Salzkammergut:
      – erster Weltkrieg
      – „Humpf“ aber richtig Hump-Dump-Affäre
      Zwei Fehlinformationen zu einem Thema. Lassen sie etwa in der intellektuellen Bereicherung aller Mitleser nach?

      • Salzkammergutler

        „Lump“ war es… „Lump – Dump“ …. „Humpf“ ist eine Verbalhornung für ein unartikuliertes, undeutliches Aussprechen – was damals ja als Grund für das „Missverständnis“ angegeben wurde. Ähnliches finden sie etwa in Comics 😉

        Und den WK habe ich korrigiert – ich habe keine Problem damit, Fehler zu korrigieren. Sie hingegen offensichtlich damit, das zu bemerken – oder wie kann es sein, dass sie meine Meldung von 14:12 Uhr offensichtlich um 17:01 Uhr nicht zur Kenntnis genommen haben?

  8. …..unser JournailistINNEN, ein Grossteil halt, ist eben wegen ihrer politischen Haltung in dem Job, ängstlich diesen zu verlieren, wenn sie nicht dem Herrscherhaus nach dem Mund reden, oder aber meist zu dumm (gescheit wäre ja ein Hindernis) zu begreifen, dass sie sich selbst mit jedem Wort, den Stacheldrahtzaun bauen, hinter dem sie dann mit all den Anderen auch sitzen werden…..
    Baumgartner hat im Arsch mehr Hirn, Mut und Hausverstand, als der Grossteil dieser Dümmlinge mit Schreiblizenz….
    Da hört man doch schon in den Fragestellungen den Neid und die Missgunst heraus – Motto, ich weiss zwar, dass ich ein Arschloch bin, aber ich finde schon etwas, wie ich den Abstand zu diesem grossen Österreicher Felix Baumgartner, kleiner machen kann…..
    Wie fast überall, geht es wieder um „Themenführerschaft“ und „Deutungshoheit“, mit welcher man die denkende Minderheit, auch noch in die Knie zwingen will…..

  9. Bravo „Felix“!
    Herr Baumgartner, Sie machen uns „glücklich“, denn wie es scheint, sind Sie ein vernünftiger Österreicher.
    Sie sollten sich als Politiker betätigen.
    Dann hätten wir in Österreich ev. noch eine Zukunft.
    Mit den Regierenden der Jetztzeit ist das sehr fragwürdig.
    Die sind im oberen Stockwerk krank und haben allesamt das Brüsselfiber.

  10. Ein bekannter Manager von Magna sagte in einem ORF-Interview : “ Ein österreichischer Politiker ist sogar im Liegen noch in der Lage umzufallen“.
    Ich meine dazu : “ Nichts ist so dehnbar , wie die Wirbelsäulen unserer Politiker. Drehbar nach links , rechts , vorne , hinten , unten , oben ,ja es fehlt jede Versteifung für eine Politik im Sinne des eigenen Volkes“! Es geht nur um Macht und Positionskämpfe. So wie diese Woche schon wieder Faymann und Pröll beim Heurigen in Neustift geheime Absprachen trafen. Man kann somit sagen , egal wie die Wahl im Herbst ausgeht , es steht schon fest Rot Und Schwarz , vielleicht Grün eingefärbt.

  11. Es ist wirklich eine Wohltat das zu lesen. Es gibt also doch noch Leute, die offen und ehrlich dazu stehen, was sie tun und sagen. Im größten Teil der Bevölkerung ist das leider nicht so, viele scheuen sich davor, da sie Nachteile befürchten. Viele unserer Politiker zeigen das vor, sie schreien etwas hinaus, nur um in den Medien präsent zu sein und ziehen das im nächsten Moment zurück; Rückgrat ist nicht mehr vorhanden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass wir so eine „Duckmäuser“ Gesellschaft geworden sind. Statt aufrecht und gerade seinen Standpunkt und seine Interessen zu vertreten, verkriechen sich viele-leider…

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