Sonntagssplitter

Gestern habe ich mir wieder einmal die Sonntagszeitungen recht genau durchgelesen, ein paar Dinge sind mir dabei aufgefallen:

  • Einer der „ganz wenigen großen Denker und Redner dieser Republik“ (© Peko Baxant) hat wieder zugeschlagen: Der politische Lebensabschnittspartner von Maria Vassilakou, der Wiener Bürgermeister Michael Häupl, wird in der „Krone“ wie folgt zitiert: „Wer will Badehosen-Politiker?“. Stimmt, wer will die? Ich brauche den Strache nicht in der Badehose und den Stronach auch nicht. Aber immer noch besser als der Häupl – dem würde, wie auch „seiner“ Maria, höchstens ein Burkini passen. Wäre vielleicht einen Versuch wert, die Roten buhlen jetzt sowieso gerade auf Hochtouren um moslemische Stimmen.
  • In der periodischen Druckschrift „ÖSTERREICH“ ist ein Interview mit dem dynamischen Duo der ÖVP, Michael Spindelegger und Sebastian Kurz, abgedruckt, natürlich geht es auch dort um die kommende Nationalratswahl. „Spindelegger und Kurz greifen Faymann an“, so der griffige Titel des Elaborats, recht fürchten muß sich der Kanzlerdarsteller ob dieser „Drohung“ aber wahrscheinlich nicht. So antwortet Spindelegger auf die Frage nach einer möglichen schwarz-blauen Koalition nach der Wahl wie folgt: „Wir regieren in vier Bundesländern mit den Grünen, in anderen mit den Roten. In keinem einzigen Land regieren wir mit den Blauen. Wer soll diese Propaganda glauben?“. Ja – wer soll diese Propaganda glauben? Und: Wer soll so eine ÖVP bitte noch wählen? (Zumal „Geheimwaffe“ Kurz sekundiert: „Meine Präferenz ist klar. Ich fände Schwarz-Grün interessant.“ Warum nicht gleich Grün-Schwarz?)
  • Angeschnitten, wenngleich nicht beantwortet, wird in obigem Interview auch die Frage ob Frank Stronach Sebastian Kurz „ein Angebot gemacht“ hat. Denkbar wäre es ja, der hat schon viel zusammengekauft.
  • A propos Frank Stronach: Ebenfalls in „ÖSTERREICH“ findet sich ein Interview mit einem „prominenten“ Kandidaten des Kanadiers, dem ehemaligen „Ö3-Wecker“-Star Hary Reithofer, bekannt durch die Erfindung des „Vignettenman“. Ist ja schon recht lange her, aber gab es da nicht auch die Figur eines „Opa“? Ha-Ha, Schurke!
  • Eine schöne Geschichte habe ich in „ÖSTERREICH“ aber auch entdeckt, ob  sie so stimmt kann man bei der Quelle zwar nicht wissen, es klingt aber gut (außerdem kann das womöglich einer meiner Leser verifizieren): Im oberösterreichischen Laakirchen hörten zwei junge Männer Hilfeschreie und sahen zwei Verdächtige davonlaufen, statt aber wegzusehen bzw. –hören verfolgten sie diese und konnten so die Polizei auf die Spur von zwei Bankräubern bringen, diese wurden verhaftet. Sehr gut, besonders gefällt mir ein Satz mit dem die zwei Helfer zitiert werden: „Das ist doch normal, dass man hilft, wenn jemand um Hilfe ruft!“. Ja, das ist es! Zumindest sollte es das sein…
  • Wie der ORF berichtet wurde am Sonntag in Wien-Favoriten ein 28jähriger Mann angeschossen, die Verletzungen sind nicht lebensgefährlich. Die Ermittlungen gestalten sich allerdings schwierig, denn „Vor dem Abtransport konnte noch kurz mit dem Opfer gesprochen werden, er sprach allerdings sehr schlecht Deutsch (…)“. Naja. Vielleicht kann ja das Zentrale Waffenregister bei der Aufklärung dieses Falles seine Existenzberechtigung unter Beweis stellen. Ich warte gespannt.

Mein letzter Beitrag, „Recht belämmert“, hat sich ganz interessant entwickelt, er ist jetzt schon der drittmeist-kommentierte Artikel auf dieser Seite. Die Mehrzahl der Kommentare sind allerdings eine glatte Themenverfehlung, statt auf die aufgezeigten Unzulänglichkeiten der „Grünen“ einzugehen hat ein Kommentator das zum Anlaß genommen Kampfpostings gegen die FPÖ abzusondern. Ich bin weder FPÖ-Funktionär noch –Mitglied, wenn der Herr „Salzkammergutler“ das also gerne machen möchte dann soll er es tun. Mich ärgert er damit nicht, im Gegenteil ist es ganz lustig zu sehen wie ein (zumindest scheinbar) intelligenter Mensch einen kompletten Affen aus sich macht. Außerdem treiben auch solche Kommentare die Besucherzahlen dieser Seite in die Höhe, in diesem Sinne danke ich „Salzkammergutler“ für die Mithilfe – heute wird der 220.000ste Seitenaufruf erfolgen!

Um ihm auch eine kleine Freude zu machen hier noch ein schönes Zitat für ihn, entnommen dem Büchlein „Die besten Sprüche aus dem Parlament“ (ISBN 3-8000-3924-9). Demzufolge sagte der SPÖ-Abgeordnete zum Nationalrat Ernst Koref 1947 folgendes:

Wir haben die feste Überzeugung, dass jene ehemaligen Nationalsozialisten, die Sozialisten sein, die dem Fortschritt dienen wollen und Sinn für Menschenwürde, für Frieden und Freiheit haben, in den kommenden Jahren automatisch zu uns, in unsere Reihen finden werden.

Wird er schon recht gehabt haben, der Herr Koref. Obwohl – in den dicht geschlossenen Reihen der SPÖ gab es davon auch 1947 schon mehr als genug…

35 Antworten zu “Sonntagssplitter

  1. Pingback: Total belämmert | dagarser

  2. Du bist ein menschliches Abstellgleis.

  3. …..kann es sein, dass unser über alles geliebter Salzkammermensch, diese Seite nur zerreden und madig machen will?
    Also ich ignoriere seine Kommentare….

  4. Kann man das zum Thema gelten lassen?
    Persönlichkeitsstörungen/oftmals haben Menschen mit einer PSt (drei Unterteilungen) keine Einsicht in ihre Problematik, sie halten sich für normal, was wiederum oft zu gravierenden Problemen führt oder führen kann-
    entn. blz

  5. ….also wer „Österreich“ liesst, ist selber schuld – das neue Parteiorgan der internationalen Sozialisten…aber weil hier so viel von Nazis die Rede ist: Deren Parteiorgan, „Der Stürmer“ war zumindest zum Scheissen besser, als „Österreich“…..aber beide zum Scheissen…..

    • Naja – wenn das Schmierblattl wenigstens klarstellt daß der Herr Kurz von einer schwarz-dunkelroten Koalition träumt dann hat es wenigstens einen Zweck erfüllt.

      Für alle anderen vorstellbaren Daseinsberechtigungen ist es nicht saugfähig genug.

  6. Salzkammergutler

    Abseits von Begrifflichkeiten sollte man die Vorgehensweise vergleichen… das definiert und enttarnt.

    Es gibt nur eine Strömung, die Ausländer und Moslems diskriminiert, auch wenn man es so gut es geht zu rechtfertigen versucht.

    Und warum so viele FPÖler wegen NS Wiederbetätigung verurteilt sind, obwohl das ja GAAAANZ was anderes ist… tja, da darf man mal drüber nachdenken.

    • Ihre Platte hat einen Sprung. Macht ja nichts.

    • in österreich gilt ja derjenige, der auf den schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den schmutz macht…. von daher ist zum beispiel die verurteilung einer susanne winter eher ein armutszeugnis für dieses land….

      • Salzkammergutler

        Armutszeugnis für dieses Land ist höchstens, dass es immer wieder Leute in öffentliche Ämter schaffen, deren Sichtweise der Geschichte mehr als bedenklich ist, die rassisitische und allgemein diskriminierende Äußerungen von sich geben – und als Argument immer wieder die „Meinungsfreiheit“ anführen.

        • ist hier die rede vom spö ler al-rawi der ja bezüglich halal wohnungen und antisemitischen demonstrationen auf sich aufmerksam macht?

          • Salzkammergutler

            Ich bezog mich unter anderem auf Leute wie Frau Winter…

            • gehe ich richtig in der annahme dass islamkritik rassismus, und hetze gegen juden religionsausübung ist?
              sie sehen es mir natürlich nach dass ich als normal denkender, freier mündiger europäer, diese meinung nicht mit ihnen teile.
              oder ist es in dem fall auch nur so wie es die linksradikalen leben: jeder DARF unserer meinung sein….und wer nicht, der MUSS denunziert werden. hatten wir das nicht schon einmal in längst vergangenen unsäglichen zeiten?

              ps: zu weiteren, weil unnütz mit ihnen, kommentaren lasse ich mich heute nicht mehr hinreissen, viel spass noch im rosaroten mikrokosmos….
              FREUNDSCHAFT

              • Salzkammergutler

                Kritik ist gut und notwendig – aber es ist wesentlich, wie man Kritik übt. Die Art und Weise wie Winter agiert hat jedenfalls ist weit jenseits der Kritik und wird als Hetze und Herabwürdigung bezeichnet.

                Diese „unsäglichen“ Zeiten zeichneten sich gerade durch einen Ton aus, der dem der Winter entspricht – und dem dann auch Taten folgten. Damals wurde gegen die Bolschewiken, gegen die Juden, gegen Homosexuelle usw. genauso agiert… zuerst noch gedämpfter, später immer heftiger und deutlicher.

                Wenn Sie die Reden der Winter lesen und da keine deutlichen Parallelen zu den Reden aus den „unsäglichen“ Zeiten sehen, sind Sie, verzeihen Sie, blind und taub.

                • Das Urteil im Prozess gegen Frau Dr. Winter war reinste Politjustiz, wie es auch in der von Ihnen zitierten unsäglichen Zeit üblich war. Das sollte sich auch bis in Ihren ländlichen Raum, Salzkammergut, schon herumgesprochen haben.

        • tja herr aus dem schönen salzkammergut . geschichte ist halt nicht das ihre. was heute als rassistisch und diskrimminierend bezeichnet wird hat seinen ursprung in der unseligen politischen korrektness . es müssen jetzt immer mehr dokumente aus der bösen zeit freigegeben werden und da verschiebt sich so manches. unser geschichtsbild, dass von den siegermächten geschrieben wurde, zerbröckelt ein wenig. das armutszeugnis betrifft sie und ihre manipulierten nachplapperer . für die ist halt ein nationalstaat und heimatbegriff was ganz rechtes schmutziges. werden sie glücklich mit ihrer multikulti und stehen sie in der ersten reihe , wenn alles zusammenbricht.

          • Salzkammergutler

            Aber klar doch… nur ein kleines Dorf voll unbeugsamer Brauner ist im Besitz der wahren Geschichte, umgeben von bösen Nachplapperern und Volksschädlingen….

            Ich bin ein großer Befürworter von Nationalstaaten und meiner Heimat, in der ich tief verwurzelt bin. Das bedeutet aber nicht, dass ich es lustig finde, wenn ein Haufen bräunlicher Gestalten andere Kulturen und Religionen herabwürdigt und sich über Unterschiede definiert und nichts zu bieten hat als das ewig braune Gewäsch …

            • Hört, hört, ist der Salzkammergutler etwa auch ein pöser Nationalist . . . in der Heimat tief verwurzelt. Das hab‘ ich doch schon mal gehört, das passt doch nicht in unsere Zeit, gelle ?

  7. Gegen die reflexartige Nazikeule ist man eben nicht gefeit, die ist in gewissen Kreisen fest im Sprachschatz verankert und wird sie nicht mehr los. Auch wenn es angebracht wäre…

  8. Dazu gleich ein Hinweis zu Herrn Baxant: Er hat sich nicht entblödet auf Facebook einen jüdischstämmigen Journalisten als „Nazisau“ zu bezeichnen.
    Dröhnende Stille im Blätterwald…….

    • Der ist ja auch bei der Laura in die Schule gegangen…

    • Einer der „ganz wenigen großen Denker und Redner dieser Republik“ (© Peko Baxant)
      Der kleine Peko muß nur auf zwei Dinge achten: 1.) nicht auf der eigenen Schleimspur auszurutschen und 2.) Wenn unser hochverehrter Herr Bürgermeister einmal abrupt anhält, steckt ihm der kleine Peko mitten im . . .

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