Eine Stellungnahme der FPÖ

In meinem gestrigen Artikel Nachwehen der Bluttat von Niederösterreich habe ich angekündigt, FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache um eine Stellungnahme zu seinen befremdlichen Äußerungen bezüglich einer psychologischer Untersuchung aller Waffenbesitzer zu ersuchen. Das habe ich auch getan:

Sehr geehrter Herr Strache!

 Sie und die FPÖ waren stets ein verläßlicher Partner der gesetzestreuen Waffenbesitzer in Österreich, umso mehr schmerzt die Ihnen im Zuge eines „Radio-Wien“-Interviews am 18.09.2013 „herausgerutschte“ Bemerkung bezüglich der Sinnhaftigkeit einer psychologischen Untersuchung auch der Besitzer anderer Waffen als jener der Kategorie B, also faktisch aller legalen Schußwaffenbesitzer.

 Ich persönlich glaube zu wissen daß sich die Position der FPÖ trotz der schrecklichen Bluttat in Niederösterreich nicht geändert hat, mir sind aber auch andere Meinungen bekannt geworden die etwa von „Umfaller“ oder „Fahne im Wind“ sprechen.

 Es wurde – das muß man klar sagen – Schaden angerichtet, diesen gilt es nun bestmöglich zu minimieren. Ich habe zu diesem Zweck in meinem – recht frequentierten – Waffenrechts-Blog „dagarser“ heute folgenden Artikel veröffentlicht: https://dagarser.wordpress.com/2013/09/19/nachwehen-der-bluttat-von-niederosterreich/ , in der Hoffnung wenigstens bei meiner Leserschaft die diesbezüglichen Wogen zu glätten.

Gerne möchte ich Ihnen anbieten auch eine persönliche Botschaft Ihrerseits – oder aber eine offizielle Stellungnahme der FPÖ – auf meiner Seite zu veröffentlichen um die Dinge wieder ins rechte Licht zu rücken!

 Bedenkend daß die Waffenbesitzer eine besonders kritische und politisch leidgeprüfte Bevölkerungsgruppe darstellen sollte eine solche Stellungnahme allerdings recht zeitnah erfolgen, ich kenne viele Waffenbesitzer die die FPÖ allein aufgrund deren positiver Haltung zum legalen Waffenbesitz wählen wollen bzw. wollten.

 Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe mit den besten Wünschen für die kommende Nationalratswahl

Herzlich

Richard Temple-Murray

Dieses Schreiben habe ich gegen 10:00 Uhr abgeschickt, kurz nach Mittag war auch schon die Antwort da:

Sehr geehrter Herr Temple-Murray!

 Danke für Ihr Schreiben zu einem so wichtigen wie heiklen Thema, das anlassbezogen immer wieder zum Schlagzeilenlieferanten wird.

 Die Haltung der FPÖ ist folgende:

Die schrecklichen Vorkommnisse in Niederösterreich haben zu einer massiven Emotionalisierung der Debatte über den Waffenbesitz in Österreich geführt. Immer wieder wird so versucht, auf Grund von Wahnsinnstaten einzelner Täter ganze Gesellschaftsgruppen wie Jäger, Sport- und Traditionsschützen zu kriminalisieren.

 Dazu ist klipp und klar zu sagen, dass eine solche Kriminalisierung sowie eine etwaige anlassbezogene Gesetzesverschärfung von der FPÖ kategorisch abgelehnt wird. Die Position der FPÖ zum Waffenrecht ist unverändert. Seit Jahren ist die FPÖ die einzige Partei im österreichischen Parlament, die sich für ein liberales Waffenrecht in Österreich stark macht. Ein Waffengesetz soll nur so streng wie nötig und muss so liberal wie möglich sein. Dazu findet sich auch im Handbuch freiheitlicher Politik ein eigenes Kapitel:

http://www3.hcstrache.at/wp-content/uploads/2013/08/2013_handbuch_freiheitlicher_politik.pdf

 Die FPÖ wird auch weiterhin die Interessen der Sport- und Traditionsschützen, der Jägerschaft und der Sammler unterstützen und gegen jedwede finanzielle und sonstige Schikane energisch auftreten.

 Danke für Ihr Angebot, unsere Klarstellung durch Verbreitung / Kundmachung zu unterstützen!

 Mit freundlichen Grüßen

 i. A. Michael Howanietz

für GS NAbg Harald Vilimsky

Nun ja. Ich muß gestehen daß ich mir persönlich eine etwas klarere und eindeutigere Richtigstellung bezüglich des „Psychotests“ gewünscht hätte, das ändert aber nichts daran daß es sich hiebei um eine eindeutige und klare Positionierung der FPÖ zugunsten des privaten legalen Waffenbesitzes handelt!

Zwei Kernsätze möchte ich hier besonders hervorheben:

 Dazu ist klipp und klar zu sagen, dass eine solche Kriminalisierung sowie eine etwaige anlassbezogene Gesetzesverschärfung von der FPÖ kategorisch abgelehnt wird.

Klar, deutlich und vernünftig! Anlaßgesetzgebung ist abzulehnen, da ist noch nie etwas Vernünftiges dabei herausgekommen und die FPÖ tut gut daran sich davon zu distanzieren.

Die FPÖ wird auch weiterhin die Interessen der Sport- und Traditionsschützen, der Jägerschaft und der Sammler unterstützen und gegen jedwede finanzielle und sonstige Schikane energisch auftreten.

„Gegen jedwede finanzielle und sonstige Schikane energisch auftreten“ – Da ist sie für mich dann doch, die Distanzierung vom „Psychotest“ für alle Waffenbesitzer. Denn natürlich ist dieser Test eine Schikane, sowohl „finanziell“ als auch „sonstig“!

Damit meine ich aber nicht daß die Ausnahme der Jäger vom „Psychotest“ als solches gut und sinnvoll ist – der ist nämlich von Haus aus nichts als eine unnötige Schikane, also sollte man ihn – statt Ausnahmen dafür zu konstruieren – besser ersatzlos abschaffen! Der Wille und Wunsch Waffen zu besitzen ist kein Zeichen einer geistigen Abnormität, also ist es falsch und diskriminierend (potentielle) Waffenbesitzer einen solchen „Psycho-Gesslerhut“ grüßen zu lassen!

Sei dem aber wie es sei, zusammenfassend bin ich mit dieser Klarstellung seitens der FPÖ doch zufrieden und kann ich feststellen daß meiner Meinung nach diese Partei noch am ehesten als verläßlicher Partner der legalen Waffenbesitzer in Österreich gelten kann! Gott sei Dank muß ich dazu sagen, denn ansonsten sieht es da sehr traurig aus…

P.S.: Am 29. September findet in Österreich die Nationalratswahl statt, bundesweit stellen sich 9 Parteien dem Bürgervotum. Ich werde noch vor dieser Wahl die Parteien hier auf ihre Einstellung zum Waffenbesitz und somit zu den Bürgerrechten durchleuchten. Überraschungen sind keine zu erwarten.

21 Antworten zu “Eine Stellungnahme der FPÖ

  1. Also ich lese mit großem Amüsement die Posts des Herrn „Salzkammergutler“. Richtig herzerfrischend, vor allem, wenn er nicht mehr weiter weiß … Hurra, dann kommt die „Nazikeule“, altbewährt!
    Nur ist nicht jeder, der Rechts von der Linken steht ein Nationalsozialist.
    Genausowenig wie jemand der Treue, Fleiss, Disziplin, Ehrlichkeit und Traditionen wie den Schiesssport hochhält.
    Solche Feinheiten scheinen dem Hr. „Salzkammergutler“ entgangen zu sein.
    Abhilfe schüfe hier das Abnehmen seiner dunkelroten Brille.
    Zuerst dachte ich an einen „Agente Provocateur“, davon bin ich aber abgekommen. Das wäre der Ehre zuviel.
    Ich denke mal er ist einfach nur ein Klassen-Kasper, der hier den Clown spielt mit einem Hang zum Masochismus, der es genießt ob seiner kruden Ideen von allen Seiten Einen draufzukriegen.
    Man sollte ihn einfach nicht ernst nehmen.
    Gewissermaßen ein „Hilfs-Ersatz-Reserve Troll!“

  2. Bewerten

    Es ist erschütternd, wie kurzsichtig, engstirnig und dabei hirnlos manche Menschen wie unser Salzkammergutler politischen Meinungen vergewaltigen, das ist schon manisch und kann daher nicht verteten genannt werden

  3. Hier nun die eindeutige Aussage dazu von Strache

    Strache:
    „Nein, das ist nicht richtig, das war vom ORF-Moderator Tesarek eine nachträgliche Unterstellung, die so von mir nicht gesagt und auch nicht gemeint war. Was ich gesagt habe ist: Es darf keine Verschärfung geben, keine Anlassgesetzgebung geben, aber dort, wo Menschen mit dem Strafgesetz in Konflikt kommen und dort, wo es Anlass gibt für eine Situation, dass jemand psychisch aufgrund irgendwelcher Verhaltensmuster keine Eignung hat, dort muss man tätig werden. Aber nicht herzugehen und die Jäger und Langwaffenbesitzer jetzt mit psychologischen Tests piesacken. Denn ich sage ganz bewusst: Der Jäger hat einen Eignungstest und der ist sehr, sehr gut. Und jeder Waffenpassbesitzer hat selbstverständlich eine psychologische Prüfung und einen Test.“

    http://ooe.orf.at/news/stories/2604759/

    Grüße
    Rainer

  4. Die Einstellung der FPÖ zu Waffenbesitz und alles, was damit zu tun hat, ist schon in Ordnung, aber eine konkrete Antwort zur Aussage von HC Strache zum Thema „Psychotest“ wurde nicht gegeben- aber das scheint in der Psyche aller Politiker zu liegen, auf dezidierte Fragen immer eine ausweichende Antwort bereit zu haben.

    • Der linke Politsender ORF hat also wieder einmal zugeschlagen- und dafür dürfen(müssen) wir auch noch Gebühren zahlen. Es wird Zeit, das endlich zu ändern. Die Wähler könnten es am 29.September in die Wege leiten.

  5. Ein Hoch auf die FPÖ für ihre konsequente Haltung.
    In D sehe ich meine letzte Hoffnung in Schwarz/Gelb (CDU/FDP) für den legalen Waffenbesitzer. Ansonsten können wir mit grünen und roten Wattebäuschen werfen und „Peng“ rufen.
    Dank Claudia Roth, die sich seit ihrer Konvertierung zum Islam ja jetzt Fatima nennen darf und ihrer grünen Drogen-u.Pädophilenfreundlichen
    Politik.

  6. …..wie demokratisch und bürgerfreundlich die FPÖ ist, erkennt man an der Einstellung zum bewaffneten Bürger.
    Alle anderen Parteien, das BZÖ ausgenommen, sehen im Bürger einen möglichen Feind, der bewaffnet ja aufbegehren könnte.
    Sicherheit für die Machthaber und ihrer Büttel, ist der Grund für jegliche Einschränkung und Waffengesetze, denn wenn, so wie vorgegeben, die Sicherheit der Bürger im Vordergrund stünde, dann müßte man ganz wo anders beginnen und den bewaffneten Bürgern die Möglichkeit geben, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen -alles andere ist Lüge oder Dummheit.

    • Genauso ist es. Die ach so unabhängigen Medien schreien nur auf wenn legal bessesene Waffen bei Verbrechen verwendet wurden, dafür sind sie ganz still wenn es sich um illegale Waffen handelt. In die gleiche Richtung zielt, das sie auch die Herkunft, Hautfarbe, Religon der Täter nicht nennen wollen bzw. dürfen. Das hat leider seit Jahren bereits System!

      • Illegales wird vom System nicht verantwortet, was soll man dazu sagen? Legales hingegen ist kontrollierbar und hier übernimmt der Staat eine Verantwortung.

        Die Herkunft von Tätern wird natürlich in den Medien berichtet, verbreiten sie keine Lügen.

        • …..ja, ich sprach von Bütteln des Systems, die sich natürlich darin geborgen fühlen und glauben, bei den Gewinnern zu sein – aber täuschen Sie sich nicht, aus Sie werden Ihre Freiheit einbüßen….

          • Hier scheint alles und jeder ein Büttel des Systems oder ein Linker zu sein, der andere Sichtweisen und Meinungen hat – falls das noch nicht aufgefallen ist.

            Diese paranoiden Tendenzen (Staat gegen Bürger, System = Böse, alle Parteien außer FPÖ = Volksschädlinge) sind hier sehr bedenklich.

            Jedenfalls entsprechen sie genau dem, was aus der Tradition und Herkunft der FPÖ zu erwarten ist – Nazi – Ideologie und Weltsicht sucht sich einen neuen Namen und bleit inhaltlich 1:1 dasselbe:

            Was ist böse? Das System. Wer ist Schuld? Islam, Ausländer, Linke usw. . Was sind Leute die nicht unserer Meinung sind? Landesverräter und Abschaum.

            Das zieht sich hier durch und kommt immer und immer wieder – aber wie gesagt: Es ist gut, hier so viele auf einem Haufen beisammen zu haben.

            • Oje Oje, da kommt aber eine ganz böse allergische Reaktion wenn jemand sich erdreistet die Medien zu kritisieren…
              Das Stimmt natürlich nachdenklich… Ich werde zwar auch nicht die FPÖ wählen aber ihre Triade da oben lehne ich trotzdem ab.

            • …..ja, genau!
              Alles Nazis, die nicht Ihrer Meinung sind und FPÖ – Wähler, welche aufgrund schon ihres Alters kaum mehr Nazis sein können – denn die sind fast alle schon tot, selbstverständlich „in alter Tradition“, welche sein müssen….weil sonst hätten wir ja keine Feinde der Weltrevolution mehr…
              Fakten zählen da nicht, vor allem, wenn sie das eigene Weltbild stören und da ist es einfach praktisch, sie zu Nazis zu machen.
              Natürlich sollte man diesen Haufen, wie Sie uns nennen, am Besten gleich verhaften und einsperren – Sibirien, Gulag, wäre wohl angemessen?
              …um in alter Tradition der Linken zu sprechen…..

            • Sie scheinen gesunden Hausverstand mit paranoiden Tendenzen zu verwechseln ! Ihre andauernden Anschüttungen einer zur Wahl stehenden (gar nicht so schwachen) demokratischen Partei und deren Wähler ist ja richtig krankhaft ! Entweder sind Sie dem ultralinken Lager zuzuordnen oder nur ein primitiver Provokateur ?
              Macht nichts ist ja unterhaltsam. Von Trollen lassen Wir uns sowieso nicht provozieren

        • Sie leben in Ihrer eigenen, schönen linke Welt. Die Herkunft wird nur erwähnt wenn der Täter aus dem Salzkammergut aehh, natürlich aus Österreich kommt.

        • Ist das nur naiv oder schon bösartig? Kennen Sie den entsprechenden, ganz offiziellen Pressekodex etwa nicht? In diesem Fall kann es aber nicht in Ihrer Jugend liegen. Diese Entschuldigung wäre betreffs des „Roten Dani“ noch durchgegangen.

  7. Dank für Deine Initiative. So kann und so soll man es machen, statt herumzumatschkern! Die rasche Reaktion der FPÖ zeigt ja auch, daß sie an diesem Thema wirklich interessiert ist.

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