Gewaltbereitschaft

Oft hört man von sogenannten „Präventivbeamten“, daß ein Opfer sich im Fall eines Überfalls nur ja nicht wehren sollte, der Verbrecher wolle ja schließlich nur „sein Ding durchziehen“ und könnte durch Gegenwehr nur unzulässig provoziert werden. Wer sich kooperativ verhalte sei jedenfalls sicherer als der, der sich zur Wehr setze. Als Gipfelpunkt des Zynismus heißt es auch: „Überfälle dauern ja meist nur sehr kurz, 30 Sekunden bis zwei Minuten.“ (siehe Von der Prävention)

Das ist natürlich von der Täterschutzindustrie gefördertes und gefordertes Gewäsch, natürlich gibt es sehr wohl gewaltbereite Täter, brutale Verbrecher die – um ihr Ziel zu erreichen – vor keiner Gewalt zurückschrecken.

Ein „gutes“ Beispiel dafür sind jene vier Rumänen die derzeit in Salzburg vor Gericht stehen weil ihnen zur Last gelegt wird, im vergangenen Dezember eine 83jährige Witwe in deren Haus in Köstendorf überfallen, gefesselt, gefoltert und schlußendlich ermordet zu haben (ORF).

Oder der Fall jenes 79jährigen, der im Oktober 2012 in seinem Haus in Straßwalchen überfallen und mißhandelt wurde (ORF).

Oder der pensionierte Landwirt, der im September 2012  – ebenfalls in Straßwalchen – überfallen und niedergestochen wurde (ORF).

Nur drei Beispiele, allesamt führen sie die Argumentation der „Präventivbeamten“ ad absurdum: In allen drei Fällen waren die Opfer nicht in der Lage, sich zu wehren, waren sie ihren Peinigern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, waren es betagte Leute die ihren Angreifern körperlich unterlegen waren. Dennoch – oder gerade deshalb? – sind sie zu Schaden gekommen. Ein Beweis für die Feigheit und entmenschte Brutalität der Angreifer.

Wären diese drei Opfer bewaffnet gewesen – hätten sie sich dann verteidigen können, könnte die alte Frau womöglich gar noch leben? Das kann man natürlich nicht sagen, die Täter hatten das Überraschungsmoment auf ihrer Seite, sie waren entschlossen, sie waren gewaltbereit.

Natürlich haben die feigen Verbrecher ihre Opfer genau deshalb ausgewählt, für sie war es eine „g’mahte Wies’n“, kein (oder nur geringes) Risiko. Erbärmliches Gesindel!

Was sind aber die Lehren daraus?

  1. Es gibt keine absolute Sicherheit.
  2. Passives Verhalten ist keine Garantie für Überleben oder körperliche Unversehrtheit.
  3. Nach Möglichkeit kann man sich nicht nur wehren, man soll das auch tun!

Denn eines muß klar sein: Für gewaltbereite Verbrecher ist eine Gesellschaft, die sich nach den Ratschlägen der „Präventivbeamten“ verhält, ein „Schlaraffenland“. Warum sollten sie vor Überfällen zurückschrecken wenn sie genau wissen, daß sie mit keiner Gegenwehr zu rechnen haben?

Wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der das Recht dem Unrecht nicht weichen muß? Oder in einer Gesellschaft, wo die Bürger durch „wohlmeinende“ Ratschläge in die Wehrlosigkeit und in die Opferrolle gedrängt werden?

Wem nutzen also diese „Ratschläge“? Cui bono?

32 Antworten zu “Gewaltbereitschaft

  1. Pingback: Wochenrückblick 47/2013 | dagarser

  2. Pingback: Gastbeitrag: “Thema Selbstverteidigung” | dagarser

  3. Waffen werden nachweislich zu 80% zur Bedrohung eingesetzt – sei es vom Verbrecher oder vom Opfer. In weiteren 15% der Fälle kommt es zu einem Warnschuss ohne Verletzung. Und nur 5% der Angriffe enden in einer Schusswunde. Damit ist eine Waffe das am wenigstens verletzende Werkzeug. Bei Messern kommt es bei 50% zu einem tätlichen Angriff.

    Schaut man sich die Opfer an, dann wiegen die 45% nicht tötlichen Messerangriffe bzgl. Liegezeit in Krankenhaus schwerer als die 3% nicht tötlichen Schusswunden.

    Das hat eine Studie von Prof. Dr. Gary Kleck ergeben, die er 1993 in seinem prämierten Buch „Point Blank“ vorstellte. Seitdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich nichts mehr gegen illegale Waffen. Verbrecher werden immer versuchen sich zu bereichern. Haben sie eine Schusswaffe, dann gibt es weniger Verletzungen, haben sie keine, dann stechen sie zu. Hat das Opfer eine legale Waffe, dann kann es sogar in vielen Fällen die Bedrohung abwenden.

    http://legalwaffenbesitzer.wordpress.com/2012/09/01/konnen-waffenverbote-und-waffenkontrollen-gewalt-verhindern/#verbot

  4. Also- das Urteil „gerechtfertigte Notwehr oder Überschreitung“
    trifft erst das Gericht im Verfahren. Aber gerade als betroffener Waffenbesitzer sollte man seine Rechte kennen. Wenn nicht, ist dringend und ehestens die Beiziehung eines Rechtsbeistandes anzuraten. So handhaben es gewiefte Straftäter oder zB. festgenommene, gewaltbereite Demonstranten( Tel.Nr. eines RA auf den Arm geschrieben). Und diese Klientel weiß ganz genau, was vor der Exekutive auszusagen ist und was erst nach Rücksprache mit seinem Anwalt. Daher sollte man Zeit und Ruhe einfordern, eine Ausnahmesituation setzt auch entsprechendes aufarbeiten voraus. Das die verwendete Waffe vorläufig als Beweismittel sichergestellt wird, ist selbstverständlich und bis zur Entscheidung durch den Richter aufrecht(Dauer?) Der im Vorfeld und im Verfahren ausgeübte Druck (Medien, event. gutmenschlicher Anwalt) ist nicht jedermanns Sache, daher schon lange vorher mit sich selbst abklären, wieweit die Bereitschaft zur Gegenwehr gegeben ist und die Folgen mental bewältigbar sind.Aber als wichtigster Punkt erscheint mir die Beherrschung seiner Waffe, ungünstigstenfalls wird sie sonst gegen einen selbst verwendet. Und sollte rechtlich alles schief gehen – ….. ein paar Geschworene gegen ein paar Sargträger…..!!

      • Geschätzter dagarser
        Ihr Ratschlag war mir so nicht mehr erinnerlich, deckt sich aber gänzlich mit meiner Anschauung. Bedauerlicherweise hat unser Rechtssystem nicht sehr viel übrig für gesetzestreue Waffenbesitzer. So ist es nicht verwunderlich, wenn im Anlaßfall vermehrt auf die beschriebene und vom (liberalisierten) Gesetz ermöglichte Vorgangsweise zurückgriffen wird. Für den engagierten Wahrheitsfinder(Polizeibeamten) erschwerend, dem Gesetzesbrecher allerdings die Türen öffnend. So verwundert nicht, dass sich die verbreitete Meinung — vor dem Gesetz sind alle Hilfsarbeiter gleich – immer mehr als nicht gänzlich falsch herausstellt.Hilfreich für die mildere Beurteilung einer Straftat ist sicherlich das finanzielle Polster das einem zur Verfügung steht als auch die gesellschaftliche/politische Stellung usf.

  5. Auch in D ist der *dagarser* bekannt und sehr beliebt.
    Wenn ich darf, setze ich hier mal einen Link hinein?
    http://www.outdoorandguns.de/index.php?page=Thread&postID=27155#post27155
    Falls NICHT genehm, einfach löschen.
    Frdl. Gruß, MG45LC

  6. Ist doch nicht alles schwarz oder weiss ?
    Ich meine, was SOLL die Polizei denn sagen ?
    „Wehren Sie sich, wenn Sie glauben dazu in der Lage zu sein“ ?
    „Wehren Sie sich, wenn Sie glauben die Lage zu meistern“ ?
    Wer weis wie es geht hilft sich eh selbst. (noch darf man das ja)
    und wenn es wer nicht weis……..ist es vielleicht wirklich besser „hands up“ zu machen, als verletzt od getötet zu werden.
    Ich bin natürlich dafür das eigene Leben bzw das der Familie usw zu verteidigen…….wenn man es kann.Aber es hätte keinen Sinn den Teufel vor Gericht zu stellen, wenn die Verhandlung in der Hölle stattfindet.

  7. In Deutschland ist es auch nicht besser.

    RP Online schrieb letzte Woche: Düsseldorf. In den vergangenen Wochen häufen sich in NRW Wohnungsüberfälle auf alte Menschen. Die Täter gehen dabei immer rücksichtsloser vor. Ermittler sprechen von sinnloser Gewalt. Für die Opfer ist die Erfahrung oft traumatisch…

    http://www.rp-online.de/nrw/brutale-ueberfaelle-auf-senioren-nehmen-zu-aid-1.3821511 Schreckenstaten in NRW: Brutale Überfälle auf Senioren nehmen zu

    Die deutsche PKS (polizeiliche Kriminal-Statistik) zeigt auf, dass Mordversuche an Bürgern ab 60 Jahre zu fast 100% erfolgreich sind, während dies nur bei 25% der 25-60jährigen der Fall ist.

  8. Da passt eigentlich das Zitat aus dem Buch „Verteidigungsschießen-2 von Major Edelmaier:“ Ein Verbrecher hingegen ,der unschuldige zum Opfer macht, der spricht sein eigenes Urteil durch sein Handeln….“ Dem ist wohl nichts mehr hizuzufügen.
    grüsse
    sousek

    • „Ein Verbrecher hingegen, der unschuldige zum Opfer macht, der spricht sein eigenes Urteil durch sein Handeln….”. Ja schon, aber wenn sich ein unschuldiges Opfer dann einmal in berechtigter Notwehr unter Einsatz einer Schusswaffe seines Lebens erwehrt, greift ihn der „weisungsgebundene“ Staatsanwalt und das „unabhängige“ Gericht verurteilt ihn dann womöglich, weil das gerechtfertigte Maß der Verteidigung überschritten wurde- nach Meinung von „Experten“… Deshalb ist es auch erklärlich, warum die Zivilcourage nicht statt findet und die Leute einfach weg schauen, wenn etwas passiert, um nicht zum Täter gestempelt zu werden.
      LG Josef

      • Lieber Josef,
        bekanntlich ist man auf hoher See und vor Gericht in Gottes Hand. Vor dem Richter können Sie sich verantworten, dem Arzt der Sie obduziert, können Sie nix mehr erzählen. Nach meiner Wahrnehmung haben in diesem Jahr drei Österreicher in Notwehr auf Verbrecher geschossen. In allen Fällen hat noch der Staatsanwalt niedergelegt, ohne, daß es zu einem Verfahren gekommen wäre.
        Darum sehe ich die Situation etwas weniger problematisch.

  9. Wenn auch nur ein Toter . . . die ewige Litanei. Man sollte diese auch bei diesen Fällen den Trotteln, die uns regieren wollen um die Ohren hauen.

    • „Wenn nur ein Toter…“
      In den oben genannten Fällen, DA GILT’S JA NICHT!!!
      Es gilt ja nur in den Fällen, wo’s denen gerade reinpaßt!!!

  10. ….cui bono?
    Man sollte einmal allen „Verantwortlichen“ – was sich halt so schimpft, ihren persönlichen Schutz und den der Gebäude, in denen sie sich wichtig machen, die Sicherheitsleute abziehen, um ihnen einmal den Sicherheitslevel der alten Frau, der normalen Leute also zu demonstrieren….. und, da kommt dann der Präventionsbeamte wieder ins Spiel, der vor jeder Parlamentssitzung den Anwesenden erklärt, wie sie sich im Falle eines Überfalles zu verhalten haben…..spannend fände ich das, von der Galerie aus, die Gesichter….
    aber – es geht ja tatsächlich um eine Riesenindustrie und Bürger die für sich selbst denken und handeln können, sind schlicht kein Geschäft….und das zieht sich durch alle Lebensbereiche, eine Entmündigung, von der Schule zum Krankheitsunwesen und dem Unsicherheitsunwesen….tausenderlei mehr und alles kommt darauf hinaus uns böse Selbstdenker, Selbstverantworter, nicht zur Regel werden zu lassen….

  11. Da gab es eine Nummer (50) der IWÖ-Nachrichten, die sich mit bewaffneter der Selbstverteidigung, rechtlich als auch praktische Tips, befaßte. Ich erinnere mich noch an die Artikel. Könnte Teile davon hier einstellen. Gekürzt wäre das möglich wenn der Portalbetreiber sein OK dazu gibt.

    Jedenfalls, den Beschwörungen der „sogenannten Sicherheitsexperten“ sollte möglichst nicht Folge geleistet werden!

  12. Täter können, auf Grund der Entwaffnungstaktik unserer Politiker und ihrer willfährigen Behörden, sowie der tristen Gesetzeslage und „Rechtssprechung“ der Gerichte, mit Fug und Recht annehmen, dass ihre ausgesuchten Opfer meist wehrlos sind. Denn auch Verbrecher gehen lieber den Weg des geringsten Widerstandes, obwohl die Gewaltbereitschaft der Verbrecher, überhaupt ausländischer Herkunft, in letzter Zeit stark zugenommen hat. Deshalb ist es auch notwendig, sich als Staatsbürger mit verstärkten, geeigneten Mitteln dagegen wehren- und das ist nun mal der Einsatz einer Waffe. Die EU-Diktatur und links gesteuerte Politik hat aber anscheinend den Schutzschirm über die Gesetzesbrecher gespannt und will das, durch Wegnahme unserer Waffen, auch weiter betreiben. Man sollte sich deshalb alsbald von dieser EU und ihren linken Vasallen befreien, indem man sich einer politischen Richtung zuwendet, die für uns eingestellt ist, uns schützt und unser Land von verbrecherischen Subjekten zu befreien bereit ist.

  13. Ein Steifenwagen bewegt sich mit 100km/h, eine .44Magnum mit bis zu 500m/s – da muss man nicht lange überlegen, wer zuerst beim Täter ankommt.

  14. @Albrecht: Damit hast du völlig recht. Nennt man Berufsrisiko. Solange diese Subjekte jedoch kein Risiko eingehen (müssen), werden sie weitermachen wie bisher.

  15. Einfache Lösung: Wer bei mir ungebeten eindringt, hat sein Recht auf Unversehrtheit aufgegeben. Die Türen sind zu seinem Schutz verschlossen – nicht zu meinem. Das gilt übrigens für alle, die bei mir ungebeten eindringen! Diese sollten sich besser nicht darauf verlassen, daß ich mit der Flinte danebenschießen könnte…

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