Bei uns in Nordkorea…

Heute vor einer Woche durften wir im Fernsehen wieder einmal eine „Sternstunde“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erleben, die ORF – „Pressestunde“. Heinz-Christian Strache traf dabei auf Claus Pándi und Patricia Pawlicki, schön anzusehen war das nicht.

Grundsätzlich hat die „Pressestunde“ ja ein gutes Konzept, ein Spitzenpolitiker wird von zwei Journalisten befragt, das bringt verschiedene Blickwinkel in die Diskussion ein und hat auch schon oft sehr gut funktioniert. Diesmal war das aber anders.

Das war nämlich keine „Pressestunde“ sondern ein „Pressetribunal“, wer beim ORF auf die absurde Idee gekommen ist den FPÖ-Chef just vom Ehemann der ehemaligen Kanzlersprecherin (und jetzigen „Social Media – Beauftragten“ im Bundeskanzleramt) und der Gattin des KURIER-Herausgebers interviewen zu lassen darf man sich fragen, ebenso allerdings wieso Strache unter diesen Umständen nicht auf die Teilnahme verzichtet hat. Alles muß man sich wirklich nicht antun.

Zur „Objektivität“ des ORF habe ich ein ganz interessantes Video gefunden, eine Übertragung aus dem Parlament vom 4. Juli 2012, passenderweise moderiert von Patricia Pawlicki. Da ist die Rede von „lösungsorientierten Abgeordneten der Regierungsparteien und der Grünen“, im Gegensatz zu „sehr viel Populismus von der FPÖ und vom BZÖ“, von Thilo Sarrazin, einem „vehementen Gegner vieler, vieler fortschrittlicher Dinge in Europa“ und von einer Regierungserklärung von Werner Faymann die „ein kraftvolles, sehr starkes Argument und ein Plädoyer für Europa“ war:

Es ist wirklich unfaßbar daß diese Person heute, fast eineinhalb Jahre nach Ausstrahlung dieser journalistischen Minus- und parteipolitisch motivierten Meisterleistung, noch immer im durch Zwangsgebühren und Steuergeld finanzierten ORF wirkt und wirken darf!

Ein Wunder zudem, daß sie noch nicht vom KCTV abgeworben wurde…

13 Antworten zu “Bei uns in Nordkorea…

  1. Pingback: Wochenrückblick 49/2013 | dagarser

  2. Diese Dame dürfte auch mit der Sprache so ihre Probleme haben, die Versprecher sind unterhaltsam 🙂

  3. Über den ESM brauch ich hier nichts zu erklären. Wie wir alle wissen ist der Vertrag ein Teufelswerk.

    Ich habe mir vor der Abstimmung im ö Parlament die Mühe gemacht und habe alle Bundesparteien angeschrieben – den Bundeskanzler und die Landesparteivorsitzenden meines Bundeslandes extra – und habe leise angefragt ob sie wissen worüber sie in dieser Sache abstimmen werden.
    Ganz böse haben mir SPÖ und Grüne zurückgeschrieben. Tenor: Sie kennen sich nicht aus. Die Kommunisten, das BZÖ und die FPÖ haben mir recht gegeben.

    Komischerweise wird jetzt in den gleichgeschalteten Medien überhaupt nicht mehr über den ESM – in dem Abermilliarden lautlos verschwinden – berichtet. Als ob es ihn nicht gäbe. Wenn für ein ö-internes Problem ein paar Millionen gebraucht würden, hat man dafür kein Geld mehr.

    Ich hoffe, dass irgendwann einmal die Gerechtigkeit die Verantwortlichen für die ö. Teilnahme zur persönlichen Verantwortung gezogen werden. Wenn es crasht, dann wird man seitens der Allmächtigen auch unsere Politiker dem Volk zum Fraß vorwerfen.

    • Werter Michl
      Nur solange es eine so treue Fangemeinde der roten Reichshälfte wie aus dem Leserbrief entnommen werden kann gibt, bleibt Gerechtigkeit und “ Volk zum Fraß vorwerfen “ eben nur ein Wunsch (auch meiner) .

      Teil eines Leserbriefes von heute: …..Also, ich gehöre gerne zu den drei Millionen Menschen der „Krone“-Familie. Ja, ich bin froh darüber und stolz darauf, eine Zeitung zu lesen, die vollkommen unabhängig ist, die, genau aus diesem Grund, keine linkslinke Ideologie verfolgen muss, die sich, weil unabhängig, nicht den Mund verbieten lässt und die für die Anliegen der Menschen in unserem Land eintritt und für ihre Sorgen immer ein offenes Ohr hat…..“

  4. Da gab es doch vor längerer Zeit einmal eine Sendung, die sich „Der Watschenmann“ nannte, wo bei immer, nach einer kritischen Feststellung der Spruch fiel: „…aber bei uns in Bagdad…“. Dies kam mit in Erinnerung als ich, Richard, Dein „Bei uns in Nordkorea…“ gelesen habe. LG Josef

  5. Wer das „H“ zuviel entdeckt hat , darf es behalten! (ggg)

  6. O Gott!
    Ich habe den großen Fehler gemacht und mir das vor dem Essen angehöhrt! Mir ist nicht nur der Appetit vergangen, mir ist übel!!!

  7. Na ja, sie wollen uns belügen, desinformieren, verdummen, umerziehen u. s. w.. Das geht aber nicht, wenn wir sie nicht mehr anhören und -sehen.
    Sie haben ja auch einen politischen Auftrag. Eigentlich einen apolitischen. Den können sie aber nur erfüllen, wenn wir uns ihre Lügenkübel überstülpen lassen.
    Ich tue das nicht! Sepp Forcher und Franz Posch sind meine einzigen ORF-Favoriten.

  8. ….es gab ja vor einigen Jahren eine Initiative von Harald Velimski zur Abschaffung der Zwangsgebühren für das Propagandaministerium am Küngiglberg – scheinbar eingeschlafen?
    Mittlerweile wollen die ja noch eine wesentlich höhere Haushaltsabgabe für die Verbreitung ihrer Lügen einheben – Nordkorea läßt grüßen.
    Frechheit, dein Name ist ORF.
    Ich sehe ihn schon seit vielen Jahren nicht mehr – für diesen Schwachsinn habe ich keine Zeit, denn ich verlange von Medien Berichterstattung und nicht die Privatmeinung einiger Schwachköpfe…..die bilde ich mir schon selber, ohne Pavlitzkies u.ä.Konsorten…

    • Guten Morgen! Ob Sie das ORF-Programm konsumieren oder nicht, ist denen da oben auf dem Küniglberg sowas von egal. Hauptsache, sie verdienen sich krumm und dämlich – auch mit Hilfe Ihrer Zwangsgebühr…
      Schönen Tag noch!

      • …..aber, man soll nie so tief sinken, von dem Kakao, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken…..auch schönen Tag nach Graz….

        • Zur Info: Ich konsumiere weder den Kakao des ORF noch Senf der Mainstream-Presse… Und trotzdem zahlen Sie und ich! Alles klar jetzt? Schönen Adventsonntag noch!

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