Wochenrückblick 50/2013

In der vergangenen Woche war ich mit einem anderen Projekt ziemlich eingespannt (und bin es noch immer), deshalb habe ich mich hier nur am Donnerstag und Freitag mit der Regierungsbildung in Österreich beschäftigt:

  • Annuntio vobis stuporem magnum, habemus regiminem!  – Ich verkünde euch die große Erstarrung – wir haben eine neue Regierung! Es war ja zu befürchten – am Donnerstag wurde die Einigung der beiden Mittelparteien SPÖ und ÖVP bekannt, wiederum gemeinsam eine Regierung zu bilden. Das ist nicht gut, weder für das Land, noch für die Zukunft dieser beiden Parteien (wobei mir letzteres herzlich egal ist). Es geht nicht um das Land, nicht um die Bürger – es geht dabei einzig und allein um den Machterhalt! Das war mein Thema am Donnerstag.
  • Nachdem die Fortsetzung der „großen“ Koalition feststand, wurde dann in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auch die Ministerliste bekannt, wie zu erwarten war weist diese etliche Grauslichkeiten auf. Schlimm, wer uns da in den nächsten Jahren regieren soll, deshalb habe ich am Freitag Faymanns Liste einmal näher unter die Lupe genommen.

Es gärt – sowohl im Volk, als auch in den Parteien: Nicht nur die Opposition ist über diese neuerliche Koalition zwischen den beiden Wahlverlierern entrüstet, auch Teile der SPÖ und der ÖVP sind damit ganz und gar nicht einverstanden. Ob das jetzt die Vorarlberger SPÖ, die Kärntner ÖVP oder beide diese Parteien in der Steiermark sind – Zufriedenheit mit der „Mutterpartei“ sieht anders aus, offenbar gibt es in den Parteien doch noch verantwortungsvolle Politiker, die sich dem Wählerwillen verpflichtet fühlen. In der Regierung wird man davon freilich keine finden!

Auch das Volk ist alles andere als zufrieden, wenn man sich Meinungsumfragen, online-Abstimmungen oder die Kommentare in den diversen Presseforen (sogar im „Standard“!) ansieht kommt man zu der Erkenntnis, daß die Zahl derer, die mit dieser Regierungsbildung einverstanden (von „glücklich“ rede ich hier gar nicht erst) sind äußerst – sagen wir einmal – überschaubar ist. Kein Wunder…

Gestern habe ich mir in der Nacht auch noch den ersten gemeinsamen Auftritt der Chefs der alten/neuen Regierung in der ZiB2 angesehen, es scheint, daß den beiden sehr wohl bewußt ist, daß sie sich mit dieser neuerlichen Koalition keine Freunde gemacht haben; es wird aber deutlich, daß ihnen das völlig egal ist. Eines fällt aber auf: Bundeskanzlerdarsteller Faymann wird immer mehr zum „Häferl“, hat sich kaum unter Kontrolle. Wäre lustig, wenn’s nicht so traurig und dramatisch wäre.

Die nächsten Tage, Wochen und Monate werden spannend werden. Ich mag einfach nicht glauben, daß es länger dauert! (Kann sich noch jemand an die „unterirdische“ Angelobung der Regierung Schüssel im Jahr 2000 und die folgenden „Donnerstagsdemos“ erinnern? Dieses mal würde ich mitmarschieren!)

Zum Abschluß noch zwei Videos, das erste zeigt unseren neuen Außenminister bei der Aktion, die ihn bekannt gemacht hat:

Das zweite Video hat mit der neuen Regierung nichts zu tun, geradezu eine Wohltat! Es hat aber dennoch einen starken, 15-schüssigen Österreich-Bezug:

Ich wünsche ein schönes Wochenende und einen besinnlichen 3. Advent!

22 Antworten zu “Wochenrückblick 50/2013

  1. Wie praktisch: Da kann der neue Herr Justrizminster die Verfahren, wo er vertritt, gleich einstellen lassen.

  2. *seufz*
    Wollen sich die Österreicher auf ein noch niedrigeres Niveau begeben als die Deutschen ? Das kann ja wohl nicht wahr sein …

    • Es geht immer noch tiefer! Da sind wir Meister.

      • Ei habts Ihr denn auch eine Üntügrütiünsmünüstürün ?

        • „Üntügrü…“
          Ha, ha, ha, köstlich! Auf das muß man einmal kommen!!!
          Herzliche Grüße und
          VIRIBUS UNITIS!

          • Naja, eigentlich kein Witz…..
            Zitat:
            Wie die Deutsche-Presse-Agentur aus Parteikreisen in Berlin erfuhr, wird die stellvertretende SPD-Vorsitzende Aydan Özoguz (Foto), Schwester der radikal-islamischen Brüder Yavuz und Gürhan Özoguz (kl. Foto) vom Muslim-Markt, neue Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration. Damit wird erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine Migrantin am Kabinettstisch Platz nehmen. Özguz, die erst vor kurzem eine neue Debatte über das Kopftuch forderte, wird damit Nachfolgerin von Maria Böhmer, die seit 2005 diesen Posten im Kanzleramt besetzt hatte.

            • Hi Glockzilla,
              ich hab’s nicht für einen Witz gehalten,ich meinte nur die überaus gelungene Wortschöpfung!
              Das andere finde ich äußerst bedenklich!
              Leider gibt es bei uns ja auch schon Bürgermeister aus der Kulturbereicherungsscene und eine Korun im Parlament!
              „Gott schütze Österreich und Deutschland“

              • erinnert mich nur an die Worte eines Türken, der bei uns in der Firma angestellt ist: er findet die Forderung Irans nach der Atombombe und der Vernichtung Israels absolut ok. Das bisschen Holocaust …

                Ich kommentiere das nur insofern, als daß ich den Kontakt mit dieser Person ablehne, auch wenn er hohes Tier bei unserem Kunden ist.

              • Aydan Özoguz, so der Name.

                Prinz Eugen würde im Grabe rotieren.

                • Der von mir überaus geschätzte Prinz rotiert sowieso!
                  Da gibt es eine Gedenkdafel oben am Turm des Stephansdomes aus der Zeit der Türkenbelagerung. Es ist eine türkische Kanonenkugel in die man das Gesicht eines Türken gemeißelt hatte mit einer im damaligem Stil verfaßten Inschrift! Diese Inschrift wurde zugekleistert! 1998 war sie jedenfalls bereits zugeschmiert! Eine diesbezügliche Anfrage in der Verwaltung wurde so beantwortet:
                  „..man wolle unsere Gäste (oder auch Neubürger, weiß nicht mehr den genauen Wortlaut) nicht brüskieren…“
                  Wir werden nicht nur von unseren eigenen Politikern im Stich gelassen, sondern auch von unserer Geistlichkeit!

                    • Danke für das Video. Eine sehr schöne Fassung!
                      Ja, zwei Mal haben wir sie abgewehrt! Mein Dank gilt heute noch Sobieskie, Karl v. Lothringen und dem ukrainischen Kontingent!
                      Das war eben VIRIBIS UNITIS
                      Aber jetzt haben wir sie in unseren Mauern und kein Entsatzheer ist weit und breit in Sicht!

        • Na, aber einen Integrationsstaatssekretär. Wobei für mich bislang nicht erkennbar ist, wer diesen Job machen wird, da der bisherige doch Außenminister wird. Aber könnt ja sein, dass wir auch so was mal bekommen, so eine Üntügratiüns…

  3. Das erste Video kann man und soll man weglassen, wenn ich den Kerl sehe, kommt mir die Galle hoch- auch bei dem Gedanken an die Wähler. Das zweite Video ist Klasse, so gehört sich das, es würden sich die meisten Verbrecher gut überlegen, Straftaten gleicher Art zu begehen oder auch nur zu versuchen. Aber nachdem Selbstverteidigung von den weisungsgebundenen Staatsanwaltschaften rigoros verfolgt und von den „unabhängigen“(?!) Gerichten strengstens bestraft wird, gibt es Freibriefe für die Verbrecher- unter dem Schutzschirm von rot/grün und schwarzen Parteien und ihren Wählern…

  4. Traumhaftes Glock-Video!
    Danke
    Das Buberl habe ich mir geschenkt!

  5. Ich wollte die letzten beiden Garser-Beiträge gar nicht kommentieren. Selbst aus der Ferne ist das
    geschehen in der Heimat nur traurig.

  6. Wirklich: die Kasperltruppe tritt an! Es ist unglaublich, wie tief die ÖVP gesunken ist.

    • Werter Herr Dr.
      Ich gebe ihnen recht – die ÖVP ist an personellem Tiefgang nicht mehr zu ertragen.
      Neuer Justizminister Brandstetter: http: //www.datum.at/artikel/wg-mit-aliyev/ (Quelle erstaunlich .at./ ferdi)
      ehemaliger Vizekanzler Pröll: http://scoop.at/Oesterreich/Josef-Proell-Wegen-Tiroler-Affaere-abgesetzt. Sollte der nö. Landesjägermeister etwa gar seine Büchse in fremden Revieren knallen haben lassen….?
      Egal, wie man zu außerehelichem Verkehr auch stehen mag, die Verlogenheit dieser Partei ist an allen Ecken und Enden festzustellen.
      Im Wettstreit um Wortbruch, Doppelzüngigkeit und Ehrlosigkeit hat allerdings keine der Regierungsparteien die Nase vorn.

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