Wie wirksam ist ein Waffenverbot?

§ 12. (1) WaffG: Die Behörde hat einem Menschen den Besitz von Waffen und Munition zu verbieten (Waffenverbot), wenn bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß dieser Mensch durch mißbräuchliches Verwenden von Waffen Leben, Gesundheit oder Freiheit von Menschen oder fremdes Eigentum gefährden könnte. Soweit der Gesetzestext, klar formuliert, die Intention des Gesetzgebers ist eindeutig zu erkennen. Wie wirksam ist aber ein solches Waffenverbot?

Der KURIER berichtete am 15. Dezember 2013 von einem Vorfall im oberösterreichischen Vorchdorf, „ein wegen Gewaltdelikten amtsbekannter Türke hielt sich in seiner Wohnung verschanzt.Mezahr Y., so der Name des Kerls, soll zuvor seine Freundin, „eine Österreicherin mit Migrationshintergrund„, mit einer „Waffe bedroht“ haben und ihr sogar, nachdem sie sich mit dem Auto in Sicherheit bringen wollte, zweimal nachgeschossen haben.

Die Frau erstattete daraufhin Anzeige gegen den Türken, bei der Polizei „zeigte sie dabei ein Handyfoto, auf dem Y. mit einem halbautomatischen Schnellfeuergewehr zu sehen war. ‚Sie hat erklärt, dass es sich dabei um eine hundertprozentig echte Waffe handelt.‘ 

Daraufhin ist natürlich gleich die Cobra ausgerückt, als sich der Mann der Festnahme widersetzte und gleich das Feuer auf die Beamten eröffnete erwiderten die Polizisten das Feuer, der Türke wurde getroffen und überwältigt. Er wird’s überleben.

Kein besonders spektakulärer Fall, man könnte das wohl durchaus eine „Milieustudie“ nennen, die Polizei hat gut, schnell und richtig reagiert und somit eine weitere Gefährdung der Bevölkerung durch diesen Täter verhindert. Einzig die Schießleistung wäre noch zu überprüfen, aber das ist eine andere Geschichte.

Verwunderlich ist aber folgender Satz im Bericht: „Da gegen den Verdächtigen seit 2007 ein Waffenverbot bestand, wurde die Cobra eingeschaltet.“ So so, ein Waffenverbot hatte der Mezahr also ausgefaßt, trotzdem gibt es von ihm ein (wohl aktuelles) Foto mit einem „halbautomatischen Schnellfeuergewehr„. Hätte er also gar nicht haben dürfen, ebensowenig wie die „täuschend echt aussehende Schreckschusspistole“ mit der er auf die Beamten geschossen hat! (Wie blöd muß man eigentlich sein, mit einem Gaspumperer auf die Cobra zu schießen, nur so nebenbei?)

(Das „halbautomatische Gewehr“ wurde übrigens „nicht gefunden„, schade eigentlich, wäre ganz interessant ob es sich dabei wirklich nur um eine halbautomatische Waffe handelt. Nur aufgrund eines Handyfotos erscheint mir diese Zuordnung fraglich.)

Wie ist es aber möglich, daß ein amtsbekannter gewalttätiger Türke trotz aufrechten Waffenverbots Zugang zu Waffen (auch eine Schreckschußwaffe ist eine Waffe iSd Waffengesetzes und vom Waffenverbot erfaßt) hatte? Das ist ja doch verboten! Gibt es gar noch mehr Personen mit Waffenverbot, die sich um dieses Verbot schlicht und ergreifend nicht scheren?

Was sagen die Waffenverbotsphantasten in den Behörden und Ministerien dazu? Kommt jetzt endlich das von mir lange herbeigesehnte Verbot illegaler Waffen? Wieso war die „halbautomatische Schußwaffe“ des Türken nicht im ZWR erfaßt? Fragen über Fragen!

Nein, Waffenverbote nützen nur den Falschen! Den Verbrechern nämlich, die sich über Gesetze und Verbote ganz einfach hinwegsetzen, die über die gesetzestreuen Bürger lachen und sie zu Recht als „leichte Beute“ betrachten können.

Der gesetzestreue Bürger hat seine Waffen im Rahmen seiner gesetzlichen Verpflichtungen registriert, er verwahrt sie sicher und setzt sich – wenn er genehmigungspflichtige Schußwaffen besitzt – auch einer periodischen Verwahrungskontrolle aus. Von ihm droht keine Gefahr.

Ihm selbst aber droht sehr wohl Gefahr: Von Verbrechern, die sich um kein Waffengesetz der Welt scheren einerseits, vom Staat andererseits, der ihn entwaffnen und ihm so die Möglichkeit zur Gegenwehr nehmen will. Cui bono?

17 Antworten zu “Wie wirksam ist ein Waffenverbot?

  1. Pingback: Wochenrückblick 51/2013 | dagarser

  2. Ein Waffenverbot ist genauso für die Katz, wie ein Fahrverbot.

    • Aber nicht doch…….ein gesetzestreuer Bürger würde sich wohl an beide Verbote halten. Ein Gewohnheitsverbrecher eher nicht.
      Die „Augenauswischerei“ beim Waffenverbot ist halt das man den ahnungslosen Waffengegnern vorgaukelt sie wären nun sicherer da sich die von dem Verbot betroffenen keine Schusswaffen mehr besorgen können.
      Na ja, der Otto Normalverbraucher beim Springer nicht mehr.(man weis aber inzwischen wie leicht ein Bürger ohne wirklich etwas getan zu haben zu einem Verbot kommt).

      Den Verbrecher wird’s aber nicht kümmern denn der hat sich eh nie beim Händler versorgt.
      Und eben diese Tatsache das man illegale Waffen nicht durch den Einzug legaler Waffen verhindern kann sollten die lieben Waffengegner endlich behirnen. Also die Normalverbraucherwaffengegner. WEIL DIE MALMSTRÖM WEIS DAS EH !
      .

  3. Letztens ein bekennender Grünwähler:
    Waffengesetz interessiert mich nicht. Natürlich hab ich was, um meine Familie zu schützen, aber ich bin doch nicht so blöd, das legal zu haben.
    War übrigens in Baden-Württemberg
    Weißte Bescheid ?

    • Ein Großteil der ca. 20 – 30 Millionen illegalen Waffen in Deutschland (von den ca. 5,4 Mio. legalen reden wir gar nicht), dürfte sich in den Händen braver, und ansonsten gesetzestreuer, Bürger befinden. Ganz einfach aus dem Grund, weil sie der Regierung nicht trauen und sicherheitshalber was für den häuslichen Selbstschutz haben wollen. Darin unterscheiden wir uns kaum von den Amerikanern.

      Wenn man sich mal die Statistiken zum Missbrauch von Feuerwaffen in Deutschland ansieht, dann hat man da jährlich so zwischen 50 und 80 Fälle. Rund 90% davon gehen auf das Konto illegaler Waffen. Angesichts der extrem hohen Waffendichte ist es mehr als erstaunlich, dass nicht mehr passiert. Die Menge der illegalen Waffen korreliert nicht mit den Verbrechenszahlen. Eine Kausalität kann man erst recht nicht erkennen.

    • Wundert mich bei den Grünen nicht – hatte die Claudia Roth nicht auch mal ’ne Walther im Designerhandtäschchen ?

      • Mich auch nicht, denn Wasser predigen und Wein trinken scheint fest in deren Programm verankert zu sein! Das kann man immer wieder erkennen!!!

  4. ….im Grunde sind alle diese Maßnahmen, Waffenverbote, Terrorbekämpfung usw. nichts als Alibimaßnahmen der Politik, schaut her, wir bemühen uns….
    Es leben auch sehr viele Leute von dieser Groteske und verdienen daran sehr gut,
    Beschäftigungspolitik für Systemfreunde und Wähler.
    Alles dient nur einem Zweck: die Leut blöd sterben lassen – vom Kindergarten, zur Schule, im Beruf: Ja keine Selbstdenker heranziehen!
    Das stört Politik und Geschäfte!!!!
    Wir brauchen „Systemmenschen“ keine Selbstdenker……
    Roboter nenne ich das….aber „Eh schon alles wurscht“!

  5. WAFFENVEBOTE SIND KEINE PRÄVENTION!

    Der Verurteilte kann weiterhin Messer, Äxte, Baseballschläger kaufen, an Kirmesbuden schießen oder auch Freie Waffen kaufen. Es gibt kein für Händler einsehbares Register, wo man nachlesen könnte, ob jemand ein Waffenverbot hat.

    Waffenverbote helfen daher nur dem Richter beim nächsten Verbrechen und der Polizei, wenn sie die nächsten Familienangehörigen schikanieren möchte.

    Wird jemanden mit Waffenverbot Waffenmissbrauch nachgewiesen, ist das Strafmaß höher.

    Da jemand mit Waffenverbot eigentlich nicht an Waffen kommen dürfen soll, ist es auch super geeignet, alle im Haus lebenden Familienangehörigen zu schikanieren. So geschehen in Deutschland. Dort wurde dem deutschstämmigen Sohn, der mit 17 Jahren Drogen nahm und Fahrräder geklaut hatte, willkürlich ein Waffenverbot auferlegt, obwohl er niemals Gewalt angewendet hatte. Drogenkonsum reichte. Daraufhin hat die Waffenbehörde den Vater, der Sportschütze ist, schikaniert. Der hat seinen legalen Besitz daraufhin aufgegeben und wartet ab, bis der Junge ausgezogen ist.

  6. Aber liebe Leute, Ihr versteht das nicht!

    Prohibition ist nur dann wirkungslos, wenn es zB um Drogen geht. Bei Waffen ist das ja gaaanz was anderes. Und jetzt alle im Chor:“Wenn nur ein Leben,…“
    Die Aktion mit dem Gaser ist allerdings tatsächlich nur knapp an einer Darwin Award Nominierung vorbeigeschrammt.

    • Köstlich! Man sollte daraus direkt einen Kanon machen und gewissen Subjekten bei passender Gelegenheit vorsingen! Aber ich bin überzeugt, die stimmen ein und merken gar nicht, daß sie gerollt werden!

  7. Würde mich wirklich interessieren was die Malmström zu diesem Fall sagt. Wahrscheinlich nichts, denn alles was unsere Kültürbereicherer tun fällt bei der Alten sicher unter Folklore, Die dämlichen Liberalen in Schweden und Norwegen sehen ja bereits was durch Typen wie diser Malmström aus ihren Ländern geworden ist. http://www.handelsblatt.com/politik/international/proteste-in-schweden-brennende-autos-in-den-stockholmer-vorstaedten/8245704.html

  8. Wir sind wirklich verraten und verkauft. Während man den anständigen Jägern und Sportschützen mit strengen Strafen droht, wenn sie ihre legalen Sachen nicht brav (und um viel Geld) registrieren, schießen unsere „Gäste“ ganz ungeniert und trotz Waffenverbots auf die Polizei. Und es geschieht – nichts! Die bleiben da, werden auf unsere Kosten gesundgepflegt und dürfen weitermachen.
    In welchem Land leben wir?

  9. Die Frage muss nicht lauten warum der Herr sich trotz Verbots wieder bewaffnen konnte, dass kann jeder mit den entsprechenden Beziehungen.

    Die Frage muss lauten: was tut dieser Kriminelle noch in diesem Land?

  10. Zu: „…was sagen die Waffenverbotsphantasten …“
    Aber das ist doch ganz einfach! Da werden wieder einige schöne Schikanen für die legalen Waffenbesitzer in die Durchführungsbestimmungen ect. eingebaut (dabei schießt’s noch schön feucht- warm in die diversen Beinkleider) und schon hat man den illegalen Waffenbesitz im Griff!

  11. Die rot-grün-schwarze Politik misstraut nur den einheimischen Bürgern und will ihnen alles wegnehmen, mit dem sie sich wirkungsvoll gegen Verbrecher wehren können. Bei Asylbetrügern und ungebetenen „Gästen“ ist man tolerant, man will ja ihre Kultur nicht beschneiden- und sie dürfen auch bei uns bleiben, auch wenn sie (auch öfter) bereits straffällig geworden sind. Es ist ja für die Behörden leichter die eigenen Bürger zu drangsalieren, als mit schwierigen Nachforschungen illegale Waffen zu suchen- und man könnte ja dabei unsere, vorn rot-grün beschützen Zuwanderer, eventuell gar beieidigen und in Ausübung ihrer Kultur behindern…

  12. Weil der Täter in diesem Fall dunkler war, als zwei Wochen Strandurlaub, spricht die Antifraktion in diesem Fall vermutlich wieder von einem tragischen Einzelfall und wird Hinweise auf die Nationalität wieder mit den obligatorischen Rassismusphrasen abtun.
    Seltsam nur, dass es in den Herkunftsländern gewissen Personen völlig normal ist, an Hochzeiten oder anderen Festen mit Vollautomaten, Karabinern und allem was der Keller noch so hergibt, in die Luft zu feuern – Tote im Nachbardorf einkalkuliert, denn man muss kein Physikstudium absolvieren um zu wissen, dass Projektile irgendwann auch wieder herunterfallen.
    Während also auf eher rassistische Weise gegenüber Hellhäutigen ein grundsätzliches Misstrauen herrscht und sich der Grubersepp schon bald für die Heugabel im Schuppen einen Waffenschein besorgen muss, ballern sich Osmanen und andere Nationalitäten wie tollwütige Choleriker durch die Welt und die Linksgrünen feiern das wie die Neuerfindung der Zivilisation.
    We´re fucked! We´re totally fucked!

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