Heimat, fremde Heimat

So lautet der Titel einer Fernsehsendung des ORF, sie „richtet sich an Österreicher, die an ethnischen Themen interessiert sind, an eingebürgerte Zuwanderer, ausländische Mitbürger und Angehörige der österreichischen Volksgruppen“ (ORF). Mich interessiert das also überhaupt nicht, ich staune höchstens wofür die GIS-Zwangsgebühren sinnlos verschleudert werden. Aber gut, wirklich neu ist das ja nicht.

Verantwortlich für diese Sendung zeichnet die „ORF-Minderheitenredaktion“, wieder so eine unnötige Einrichtung, immerhin wurde sie aber schon „mehrfach ausgezeichnet“ und durfte ihr 25jähriges Bestehen im Parlament feiern. Na da gratulier‘ ich aber!

Ganz offensichtlich handelt es sich dabei also um ein Erfolgsmodell, allzu viele sonstige Preise hat der ORF ja in letzter Zeit wohl nicht bekommen, da der „Medienpreis für die einseitigste politische Information“ meines Wissens nach noch immer nicht verliehen wird. Schade eigentlich.

An dieses erfolgreiche Format will der ORF scheinbar anknüpfen, anders kann man eine aktuelle Stellenausschreibung des Staatssenders nicht interpretieren:

ORF_MiHiGru

Quelle: ORF, http://jobs.orf.at/job409.html (Ausschnitt)

Die Überschrift wie der letzte Satz sind beide gleichermaßen schockierend, wenngleich aus unterschiedlichen Gründen:

  • In der Überschrift ist von „Lehrredakteur/innen“ die Rede, eine Schreibweise aus dem vergangenen Jahrtausend die ich bei einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht erwartet hätte. Weiß denn heute nicht schon jedes Kind, daß das richtigerweise nur „Lehrredakteur_Innen“ heißen kann? Kampfemanzen und Geschlechtsunentschlossene werden sich also von dieser Ausschreibung nicht angesprochen fühlen, das kann doch nicht im Sinn des ORF sein!
  • Bei gleicher Qualifikation werden Personen mit Migrationshintergrund bevorzugt!„, so der letzte Satz der Abbildung. Geht’s eigentlich noch? Wie kann es sein, daß ein aus Zwangsgebühren finanzierter öffentlich-rechtlicher Sender in einer Stellenausschreibung eine derart rassistische, diskriminierende Formulierung verwendet? Oder gibt es im ORF neuerdings so etwas wie eine „Ausländer-Quotenregelung“? Das kann’s doch nicht geben!

Im Prinzip ist es ja völlig egal, wer sich auf diese Ausschreibung meldet, wer in den Genuß dieses Praktikums/dieser Ausbildung kommt – wenn’s beim ORF ist wird eh nichts Gescheites dabei herauskommen. Wenn dieses Beispiel aber Schule macht, dann wird sich die Sendung „Heimat, fremde Heimat“ in Zukunft an die Österreicherinnen und Österreicher (an die „_“ wohl eher nicht) richten, das restliche Programm und vor allem die Informationssendungen wird bzw. werden dann für ganz jemand anderen gemacht!

Ein klarer Fall für die Gleichbehandlungskommission – sollte man meinen!

7 Antworten zu “Heimat, fremde Heimat

  1. Pingback: Wochenrückblick 52/2013 | dagarser

  2. Sieht so aus , als ob man auf die Gebührenzahlenden Österreicher ohne Migrationshintergrund los geht . Kommt mir irgendwie aus den 1938 Jahren bekannt vor. Dort fing auch alles klamm heimlich an und wurde dann zu einem “ Mords Gemetzel“ . Das sich hier über eine derartige Österreicher verachtende Ausschreibung noch kein Staatsanwalt und kein Richter erbost hat und ein Verfahren eingeleitet hat , lässt einem an unserer Justiz verzweifeln. Darf sich den der ORF , der von uns Zwangsgebührenzahler
    lebt so etwas überhaupt erlauben ?? Wer ist die Verantwortliche Person zu diesem Wortlaut? Für mich persönlich fällt diese Art der Ausschreibung unter :“ Wiederbetätigung…………!“

    • wo sehen sie hier wiederbetätigung? wollen wir uns doch nicht auf das niveau der linksradikalen reduzieren und bei argumentationslosiglkeit die nazikeule und co auspacken. dieses recht des unterlegenen sollten wir schon den rassismushysterikern lassen….

  3. …Du glaubst es kann nicht schlimmer kommen. Aber wir schaffen das, es geht wirklich noch immer schlimmer. Wie lange noch ? Das Wahlvolk wird auch bei den EU-Wahlen zu dumm sein und die Möglichkeit ungenutzt verstreichen lassen. E R S C H Ü T T E R N D ! ! !

  4. Vom Untergrund in den Hintergrund und dann in den Vordergrund – aber nur beim ORF.

  5. Bei der NR-Wahl im September wäre ausreichend Gelegenheit gewesen, den Polit-Jubel-Sender ORF in seine Schranken zu weisen, indem man auch die rot/grün-schwarze Politik in dieselbigen gewiesen hätte. Das Wahlvolk hat leider versagt und ist wieder auf die Lügen und falschen Versprechungen verräterischer Politiker hinein gefallen.

  6. …..tut mir Leid mich wiederholen zu müssen:
    Nachrichten aus dem Propagandaministerium.
    Regierungsbejubelsender sind halt ein Abbild Österreichs.
    Ändern wir es!
    Ich begann vor Jahren schon, ihn einfach zu ignorieren…..
    Es ist schlicht nicht wahr, daß wir einen Staatssender brauchen, welcher angeblich einen öffentlichen Bildungsauftrag habe.
    Einziger Auftrag des ORF ist (Des)information im Sinne der Machthaber und Postenvergabe an Parteigünstlinge – Migranten bevorzugt, denn die sind eine sichere Rotbank….

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