Meine „unsägliche Kampagne“

Meine Leser wissen, daß ich mir nur ganz selten ein Blatt vor den Mund nehme. Wenn ich etwas zu sagen habe, dann sage ich es, wenn das jemandem nicht gefällt, dann kann und will ich das auch nicht ändern. Denn einen guten Grund werde ich dafür schon haben.

Heute habe ich wieder einen bösen Brief erhalten, wieder mit Bezug auf meinen Artikel „Beschwichtiger vom Dienst„. Nach dem seltsamen Schreiben des FWR (das ich hier thematisiert habe: „Ungehörige, ungeheuerliche Auslassungen„) war der Absender diesmal der Präsident des BDMP, Dieter Graefrath.

Natürlich habe ich auch ihm geantwortet, um meine „unsägliche Kampagne“ weiterzuführen veröffentliche ich auch dieses Schreiben:

Sehr geehrter Herr Graefrath!

Mit Befremden habe ich Ihr Mail vom 17. Jänner 2014 gelesen und zur Kenntnis genommen, ich muß gestehen daß ich Ihre Ausführungen – zumindest teilweise – nicht nachvollziehen kann. Gerne erläutere ich Ihnen das näher:

  • Zunächst: Es ist mir unverständlich, weshalb Sie Ihr Schreiben sowohl an mich, als auch an Dr. Georg Zakrajsek gerichtet haben. Ich arbeite gern und viel mit Dr. Zakrajsek zusammen, meine publizistische Tätigkeit – die von Ihnen ja später angesprochen wird – berührt das aber nicht. Ein Blick ins Impressum meiner Seite hätte da schon vorab Klarheit schaffen können!
  • Es freut mich, daß „das Präsidium des BDMP eV“ meine „in Internetmedien verbreitete, unsägliche Kampagne gegen führende Repräsentanten der deutschen Interessenvertretungen wie das FWR anlässlich der Diskussion um vermeintliche Bestrebungen der Europäischen Kommission um Verschärfungen des Waffenrechts auf europäischer Ebene intensiv und mit gebotenem Unverständnis verfolgt“ hat. Allein – ich weiß nicht, von welcher „Kampagne“ Sie sprechen. Sie können mir durchaus glauben, daß eine „Kampagne“ meinerseits ganz anders aussähe als ein einziger Artikel – mehr war da nämlich nicht, bevor Herr Keusgen einen ähnlich originellen Brief geschrieben hat wie Sie jetzt.
  • Wenn Sie von „vermeintlichen Bestrebungen der Europäischen Kommission um Verschärfungen des Waffenrechts auf europäischer Ebene“ schreiben, dann ist das für mich ein starkes Indiz, daß Sie ganz offensichtlich absolut keine Ahnung von der Waffengesetzgebung in Europa, die ganz klar von den Vorgaben der Europäischen Union beeinflusst ist, haben. Somit gewinnt Ihre Formulierung „mit Unverständnis verfolgt“ eine Bedeutung, die Sie wohl nicht beabsichtigt hatten.
  • Daß Sie meine „offenkundig von Motiven jenseits aller Vernunft geleiteten Darstellungen, die stark auf Unkenntnis und Verbohrtheit beruhen“ in „keiner erdenklichen Weise nachvollziehen“ können rundet das Bild zwar ab, macht das alles aber nicht besser. Vielleicht können Sie mir aber Auskunft darüber geben, welche anderen Motive Sie bei mir vermuten? Kenntnisreich und aufgeschlossen wie Sie ja ganz offensichtlich sind!
  • Den Vergleich mit den „Judenräten im Dritten Reich“ habe ich gebracht, ganz richtig. Weshalb? Weil ich aufrütteln wollte – was mir ja ganz offensichtlich gelungen ist! Ob Sie das „in schärfster Form mißbilligen“ oder nicht läßt mir keine grauen Haare wachsen, die hatte ich schon vorher. Mir fielen da noch viele andere Vergleiche ein, um Sie nicht allzu sehr aus der Contenance zu bringen erspare ich mir die aber vorerst.
  • Mit der Tatsache, daß Sie mich „damit im Hinblick auf jedwede seriöse Auseinandersetzung mit der Thematik als disqualifiziert ansehen“ muß ich wohl leben. Es wird mir gelingen.

Sehr geehrter Herr Graefrath, um es ganz klar, hart und deutlich zu sagen: Wenn ich Briefe wie den Ihren erhalte dann weiß ich, daß ich auf dem richtigen Weg bin! Glauben Sie ernsthaft, daß derartige Wortmeldungen ein Umdenken bei mir bewirken könnten?

Als Österreicher könnte mir das FWR völlig egal sein, genauso wie der BDMP. Solange wir aber alle gemeinsam unter dem Dach der Europäischen Union leben müssen, solange werde ich Dinge, die geeignet sind, meine individuellen Rechte einzuschränken, zu beschneiden und abzuschaffen ganz genau aufzeigen, kritisieren und anprangern!

Wenn ich – als Privatperson! – das FWR als „Beschwichtiger vom Dienst“ sehe, dann werde ich das auch weiterhin thematisieren – weil dadurch auch meine persönlichen Bürgerrechte gefährdet sind!

Wie Sie, Herr Graefrath, es – als ein Ihren Mitgliedern verpflichteter „Vertreter eines der großen Schießsportverbände in der Bundesrepublik Deutschland“ – verantworten können, die Beschwichtigungspolitik des FWR mitzutragen und zu verteidigen müssen Sie sich selbst gegenüber rechtfertigen. Und Ihren Mitgliedern.

Die Ausrede, es hätte Ihnen keiner besser gesagt, gilt jetzt jedenfalls nicht mehr. Das wissen viele Waffenbesitzer. Und täglich werden es mehr.

Mit unbeeindruckten, aber dennoch freundlichen Grüßen

Richard Temple-Murray

P.S.: Dieses Schreiben werde ich auch auf meiner Webseite veröffentlichen. Das hat aber nichts mit irgendeiner „Kampagne“ zu tun sondern damit, daß so etwas meine Leser interessiert. Und das interessiert wiederum mich. Dabei zahlt mir keiner etwas dafür. Soll’s geben.

Eine Frage muß ich meinen deutschen Lesern aber in aller Freundschaft stellen – von solchen Leuten laßt Ihr Euch vertreten? Ernsthaft?

28 Antworten zu “Meine „unsägliche Kampagne“

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  4. Habe heute nochmals nachgefragt:keiner meiner Schützenkameraden hat bis dato Antwort aus Brüssel erhalten.Sollen wir
    die Antwort urgieren?Hätte Lust dazu…….

  5. Hat irgendjemand, der an die Frau Innenkommissarin geschrieben hat, schon eine Antwort aus Brüssel bekommen ?

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  7. Je länger ich in Deutschland lebe, umso mehr verstehe ich Heine

    Es liefre seine Waffen aus
    Ein jeder in dem Gildenhaus;
    Auch Munition von jeder Sorte / Wird deponiert am selben Orte.
    Wer auf der Strasse räsoniert / Wird unverzüglich füsiliert.
    Vertrauet Eurem Magistrat, / Der fromm und liebend schützt den Staat
    Durch huldreich hochwohlweises Walten / Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.
    (H.Heine, 1854)

    Als hemmungsloser Optimist hoffe ich noch, daß Fritz Gepperth mit dem BDS nicht mitspielt.

    Allerdings ist der ÖSB auch kein Ruhmesblatt. Das verwundert aber auch nicht, bei der Anzahl der dort versammelten ASKÖ und Unionsvereine und damit Funktionäre.

    • Ich teile deine Sorgen und erweitere sie dahingehend, als das diesmal die Worte Heines sich nicht nur auf Deutschland beziehen werden, sondern auf ganz Europa. So unterschiedlich die Menschen der verschiedenen Länder auch sind, die Staatsführer (und Führerinnen) der jeweiligen Länder sind sich in einem Bezug absolut einig: Das Volk muss unterdrückt werden. Wer da in der Vergangenheit nicht mitgespielt hat, wurde einfach ausgewechselt. Die Linie stimmt jetzt und die „Vereinigten Staaten von Europa“ stehen kurz vor der Verwirklichung. Es braucht dazu auch keine Übernahme im herkömmlichen Sinn, da die Staatschefs dies schon lange abgesprochen haben und sie entweder bereits genügend Geld dem Volk für ihren Ruheabend gestohlen haben oder aber ihnen Machtpositionen in dem Staatenbündnis versprochen wurde. Keiner der Länderchefs wird auch nur einen Hauch von Widerstand leisten. Die einzigen die Widerstand leisten können sind wir… das Volk!

  8. >…. besonders die Überlegungen darzulegen, die zu diesen Maßnahmen geführt haben.<

    Wird doch schon im Brief aufgeführt : Bestechung !!!

    Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung….

    SI VIS PACEM, PARA BELLUM !

    P.S.:
    Im Übrigen ist es mit den Verbandsvorständen wie mit den Politikern :
    keiner mag sie, aber irgeneiner muß die doch gewählt haben ?!

  9. Es taucht immer wieder die Frage auf, wie lange wir Waffenbesitzer uns diese Zustände in Deutschland noch gefallen lassen? Nun, die Frage ist eher, was sollen wir machen? Die Politik beschneidet uns unbegrenzt von den Verbänden immer mehr in unseren Rechten, die Verbände sind selbstgefällige und willfährige Genossen der Politik. Neue Vereinigungen (wie die GRA) werden auf großer Ebene nicht wahrgenommen und haben ebenfalls keine Rechte… Gewählt ist von der ganzen Bande der Verbände sowieso niemand und wenn mal jemand „gewählt“ wird, steht das Ergebnis von vornherein fest… Dazu kommt, dass selbst die Waffenbesitzer untereinander zerstritten sind. Da gibt es die Sportschützen, deren „Bedürfnisumfassender Zweck“ ausschließlich Löcher in Pappe zu schießen ist, dann gibt es die Jäger, deren „Bedürfnisumfassender Zweck“ eben ausschließlich die Jagd ist. Da uns ja der Bedürfnisgrund „Selbstverteidigung“ vollständig genommen wurde, haben beide Gruppen Angst vor der immer lauter werdenden Gruppe, die Selbstverteidigung als Bedürfnisgrund wieder eingeführt haben will. Warum? Weil sie um ihre Erlaubnis fürchten. Lieber nicht allzu laut fordern ist ihre Parole, weil es ja sein könnte, dass dadurch das Waffengesetz noch restriktiver wird. Diese „Sportschützen“ und Jäger handeln – ohne es zu bemerken – wie die Grünen Weltverbesserer, die hoffen, die Welt durch Verbote zu einem besseren Ort zu machen. Dabei bedienen sie sich genau derselben Argumentation, wie diejenigen, die generell gegen jegliche Form von Waffenbesitz in der Hand des Bürgers sind. Mit erhobenem Zeigefinger wedeln sie ständig vor den Gesichtern derjenigen herum, die den Bedürfnisgrund „Selbstverteidigung wieder eingeführt haben wollen. Sie berufen sich dabei auf die „bestehenden Gesetze“ und fürchten chaotische Zustände, wenn Bürger in Deutschland wieder Waffen führen dürften. Sie merken gar nicht, dass sie den Waffengegner damit in die Hände spielen, denn selbst die Waffenbesitzer sprechen ja davon, dass man den Menschen nicht zutrauen kann, Waffen zu führen.
    Das ist doch die Situation in der wir uns befinden. In Österreich gibt es mit der FWÖ noch eine bestehende Gruppierung, die auch noch ein gewisses Maß an Macht hat und politisch gestützt wird. Hierbei handelt es sich nach meinem Verständnis ähnlich der NRA um eine Gruppierung „für Waffenbesitz“ und nicht um einen Verband, der irgendwelche Einschränkungen in Form von Bedürfnisnachweisen verwaltet. All dies haben wir in Deutschland nicht. Von „gefallen lassen“ kann also gar keine Rede sein… wir sind „rechtlos“… wir erhalten in Deutschland eng umgrenzte Erlaubnisse. Das ist etwas ganz anderes als Rechte zu haben. Nur freie Menschen haben Rechte. Ein Untertan erhält Erlaubnisse… die dir auch jederzeit wieder entzogen werden können. Und im Falle des Entzuges deiner Erlaubnisse schützt die Gesetzgebung keineswegs den Bürger vor dem Staat, sondern stützt den Staat in seiner Rolle als Unterdrücker. Wir sind alles Untertanen einer Politik, die uns unserer Rechte beraubt hat.
    In dem Moment wo die „Vereinigten Staaten von Europa“ Wirklichkeit werden, sitzen wir alle im selben Boot. Richard hat dies offensichtlich erkannt. Sehr bald schon wird es sich nicht mehr um nationale Unterschiede drehen, sondern um die generelle Entwaffnung aller Bürger. Dies ist die wahre Gefahr und die bedroht nicht uns hier in Deutschland, sondern die bedroht uns alle.

  10. Gtatuliere zu diesem wertvollem und bestens fundiertem Artikel,Herr Schmidt!
    Auch für mich würde diese Maßnahme das Ende meiner Sammlung bedeuten und meine schießsportlichen Aktivitäten auf das absolute Mindestmaß beschränken.Das kann doch nicht der Sinn Ihrer Maßnahmen sein,Frau Innenkommissarin!
    Hat man eigentlich schon berechnet ,wieviele Arbeitslose damit zusätzlich geschaffen werden? Büchsenmacher,Waffenhändler,Jagdshops,Waffen-u.Zubehörhersteller,Jagd-u.Outdoorbekleidungs-u. artikelhersteller wären direkt Betroffene.
    Unsere Vereine,die ohnehin an jugendlichem Nachwuchs Mangel haben,da der Schießsport nicht unbedingt die gesellschaftlich am meisten akzeptierte
    Sportart ist,wären ebenso betroffen.
    Eine konzertierte Aktion scheint unumgänglich,um diese Gefahren EU-weit
    abzuwehren!
    Daher: wer noch nicht den „Brief nach Brüssel“abgeschickt hat,sollte dies nachholen.Außerdem gibt es ja auch EU-Wahlen.
    (Übrigens,ich habe einen Brief-eingeschrieben-am 25 11 2013 abgeschickt,ohne bis jetzt eine Antwort erhalten zu haben.Schon am 19 11 habe ich einen sich ebenfalls mit dieser Materie beschäftigenden Brief-nicht eingeschrieben-an das Büro der Innenkommissarin gesandt.Dazu ist ein Antwortschreiben bis dato ebenfalls noch nicht eingelangt.Soll ich noch erwähnen,daß bis jetzt auch keiner meiner Bekannten und Freunde ein Antwortschreiben erhalten hat?)
    Nochmals liebe Grüße
    E.Wimmer

    • Auch mein Brief wurde schon am 30. November 2013 eingeschrieben abgeschickt. Auch ich habe bis heute keine Antwort erhalten. Wahrscheinlich müssen sie sich erst vom Schock erholen, daß hier ein ungeheurer Verdacht erhoben wurde.

  11. Pingback: Wochenrückblick 3/2014 | dagarser

  12. Mein Brief an die Frau Kommissarin Malmström behandelt genau das Problem weshalb du, lieber Richard, jetzt von deutschen Kollegen massiv kritisiert wirst. Ich stelle ihn in dein Forum ein. Ich ersuche die Länge des Schreibens zu entschuldigen. Aber es mußte gesagt werden:

    Sehr geehrte Frau Kommissar Malmström!

    Ich bin österreichischer Jäger, Sportschütze, Waffensammler und ich besitze auch Waffen zwecks Selbstverteidigung, was mir das österreichische Gesetz erlaubt. Ich war 35 Jahre lang Polizeibeamter und befinde mich schon im Ruhestand.

    Österreich hat bereits zwei Verschärfungen des Waffengesetzes hinnehmen müssen und zwar auf Grund der EU-Waffenrichtlinie 1991 und 2008. Diese jeweils neuen Bestimmungen habe ich immer brav erfüllt obwohl ich sie nicht für sinnvoll gehalten habe. Der Sicherheit unseres Landes haben diese Verschärfungen aber nicht gedient. Ganz im Gegenteil. Viele ehrbare Waffenbesitzer haben auf Grund der immer größer werdenden Schikanen ihre Waffen abgegeben. Nun freut das vielleicht einfältige Gemüter in der EU-Bürokratie. Mich aber nicht. Als ehemaliger Polizeibeamter weiß ich, daß meine Feinde, die Kriminellen, keine einzige ihrer Schußwaffen abgegeben haben. Im Gegenteil, sie rüsten auf. Immer mehr Delikte unter Einsatz von illegalen Schußwaffen werden bekannt.

    Ihre Vorstellungen über eine neuerliche Verschärfung des EU-Waffenrechtes, vorgetragen im Oktober dieses Jahres, betreffen mich als rechtstreuer Waffenbesitzer ganz besonders, weil ich damit viele meiner Schußwaffen, die ich bis jetzt legal besessen habe, verlieren werde und abgeben muß. Ihr Plan alle Schußwaffen mit einem biometrischen Sicherungssystemen versehen zu müssen, würde für mich zur Folge haben, daß ich mir Schußwaffen einfach nicht mehr leisten kann. Außerdem, und das ist das Wichtigste, müssen in Österreich schon jetzt alle Schußwaffen sicher verwahrt werden. Das heißt, kein Fremder oder Unberechtigter darf darauf Zugriff haben. Periodisch wird die Verwahrung unangekündigt von der Polizei kontrolliert. Meine Waffen sind alle vorschriftsmäßig in einem Waffenschrank versperrt. Weshalb sollte ich da die Waffe im versperrten Schrank noch einmal mit einem sündteuren Sicherungssystem sichern müssen? Verraten sie mir das? Pro Lauf (eine Jagdflinte hat 2 Läufe!) wird mich das ca. 250 Euro kosten. Das ist der hellste Wahnsinn! Für meine kleine Sammlung müßte ich sehr viel Geld ausgeben. Dieses Geld wäre aber, wie ich ihnen oben erklärt habe, zum Fenster hinausgeworfen. Einzige Nutznießer wären Industriekomplexe, die solche unnötigen Systeme herstellen. Und dann hört man ja so viel von Bestechung. Da für die Industrie durch ihre geplanten Vorgaben ein Profit in vielfacher Milliardenhöhe entstehen würde, würden da ein paar Hundert Millionen Euro an „Belohnungsgeldern“ für willige Beamte oder Abgeordnete keine Rolle spielen. Daher erachte ich dieses Ansinnen für sehr gefährlich. Für die Bürger und für die EU.

    Wenn man Berichten aus Deutschland Glauben schenken darf, soll es auf diesem Gebiet zu Bestechungsversuchen gekommen sein. National ist die Industrie bisher gescheitert. Jetzt versucht man es offenbar über die EU. Dort hat man mit Korruption schon schlechte Erfahrungen gemacht, so konnte man es aus den Büchern von Paul van Buitenen lesen. Und was die Bürger ganz besonders betroffen macht ist, daß man davon immer öfter in den Mainstreammedien liest. Passen sie also auf ihre Beamten und Abgeordneten auf! Und wechseln sie ihre Berater aus.

    Natürlich habe ich bis heute mit meinen Waffen nicht die kleinste Gesetzesverletzung begangen. Ich sehe daher in Ihren Vorschlägen keinerlei Verbesserung der Sicherheit in Österreich und in Europa, weil ja alle ihre Vorschläge sich nur auf legale Waffen beziehen, die aber fast gar nicht deliktisch in Erscheinung treten.

    Ich habe mir die Mühe gemacht, von 1998 bis 2007 die Kriminalstatistik bezüglich Blutverbrechen genau zu untersuchen. Von 1618 Fällen wurden weniger als fünf Prozent mit legalen Schußwaffen begangen. 10 Prozent aber wurden mit illegalen Schußwaffen begangen. Auf die hat aber auch ihr geplantes Gesetz nicht den geringsten Einfluß! Allein mehr als die Hälfte der Taten wurden mit einfachen Messern ausgeführt. Das einfache Brotmesser beziehungsweise das aus folkloristischen Gründen mitgeführte Taschenmesser unserer geschätzten Zuwanderer – sie scheinen bei solchen Delikten überdurchschnittlich oft auf – ist das Lieblingsmordinstrument von Bluttätern.

    Ich protestiere daher ganz entschieden gegen Ihre Pläne, die für die Sicherheit nichts bringen und nur geeignet sind, die legalen Waffenbesitzer zu enteignen oder in die Illegalität zu treiben. Natürlich ist mir, als ehemaliger Polizeibeamter bekannt, daß der Schwarzmarkt für Schußwaffen bestens funktioniert. Vom Balkan und aus dem früheren Ostblock werden illegale Schußwaffen in jeder Form und Menge geliefert. Die Freizügigkeit an den alten Grenzen hat diesen Zweig der Organisierten Kriminalität eklatant erleichtert und erhöht.

    Ich möchte bitten, mir die Sinnhaftigkeit Ihrer Vorstellungen ausführlich zu erläutern und mir besonders die Überlegungen darzulegen, die zu diesen Maßnahmen geführt haben.

    mit freundlichen Grüßen

    Warum die betreffenden deutschen Funktionäre diese Gefahr aus Brüssel nicht sehen können, ist mir unerklärlich. Aber ich habe einen Verdacht!

  13. Frank-M. Wolf/pancho lobo

    moin Richard und allen Mitleser hier,
    nächste Woche werde ich „meinem“ Präsidenten, ich habe ihm als delegierter mitgewählt-schlechter für dem BDMP als der davor kann keiner sein- einem Brief schreiben, und ein paar Fragen stellen zu dem Wischi-Waschi der Vertreter des FWR zum EU Papier der hoplopoben Gutmenschen Frau Malmström ,
    saludos de F.-M.

  14. Nimmt den eigentlich noch jemand ernst?

  15. Von mir gibt es selbstverständlich auch einen Antwortbrief. So schnell wie der dagarser bin ich aber nicht. Heute werde ich mich in den Schlaf weinen wegen der Haltung unserer deutschen Kollegen. Morgen bin ich dann ausgeschlafen.

  16. Zu den beiden Reaktionen auf Ihren Artikel und Ihre Schreiben!
    Wie geht doch das Sprichwort mit den Krähen und den Augen???
    Ansonsten, nur weiter so!
    VIRIBUS UNITIS!
    Es stehen viele hinter Ihnen! Wie man sieht, auch aus unserem westlichen Nachbarnland!

  17. Super,der Antwortbrief! Nochmals an diejenigen wenigen:gemeinsam sind wir stark,also laßt uns doch wirklich am selben Strick ziehen,bitte schön!
    Unser Gegner sitzt sowohl teilweise in Brüssel,alsauch in den Zentralen der „Gutmenschenfraktionen“ in den Mitgliedsländern der EU!
    Nur weiter so,geschätzter und mutig-kompetenter Richard!

  18. Ja, diese Frage am Ende deines Schreiben müssen wir uns tatsächlich stellen. Diese Leute vertreten uns in Deutschland und es ist unsäglich peinlich! Und dir Richard kann gar nicht genug gedankt werden, denn tatsächlich, du als Österreicher hättest eigentlich damit gar nichts zu tun (außer das du auch in diesem unsäglichen Gebilde Europa lebst) und dennoch machst du bessere Arbeit als die Leute deren Arbeit es eigentlich wäre. Danke!

  19. Klasse, mach weiter so……..

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