Gastbeitrag zu meiner „unsäglichen Kampagne“

Am Freitag habe ich hier unter dem Titel „Meine unsägliche Kampagne“ meine Reaktion auf ein sehr befremdliches Mail des Präsidenten des BDMP, Dieter Graefrath, veröffentlicht. Aber ich war nicht der einzige Adressat dieses Pamphlets, wie zuvor Herr Keusgen* hat auch Herr Graefrath sowohl mich als auch Dr. Georg Zakrajsek direkt angesprochen.

Auch Dr. Zakrajsek wollte diese Anwürfe des Herrn Graefrath nicht unwidersprochen zur Kenntnis nehmen und hat seinerseits einen Brief an diesen Herren gesendet, mit seinem Einverständnis drucke ich diese Replik hier gerne ab:

Sehr geehrter Herr Graefrath!

Sie haben am 17. 1. 2014 als Präsident des BMDP einen Brief geschrieben, der gleichlautend an Richard Temple-Murray und an mich gerichtet ist. Warum sie uns beide als Adressaten ein und desselben Briefes gewählt haben, erschließt sich mir nicht.

Herr Temple-Murray ist IWÖ-Mitglied und betreibt eine eigene Homepage für die er selbst verantwortlich zeichnet. Im Vorstand der IWÖ ist er nicht tätig.

Ich selbst bin Generalsekretär der IWÖ. Diese betreibt unter www.iwoe.at eine eigene Homepage, außerdem betreibe ich unter www.querschuesse.at eine persönliche Homepage. Für beide bin ich verantwortlich.

Gegenstand Ihres oben erwähnten Briefes sind die Vorhaben der Innenkommissarin Malmström und die Reaktion der deutschen legalen Waffenbesitzer darauf, wobei hier das FWR federführend tätig gewesen ist. Das ist kritisiert worden, sowohl von Herrn Temple-Murray als auch von mir. Die Diktion aber, die Sie in diesem Brief gewählt haben, ist mehr als unpassend, sie ist auch dann unpassend, wenn man die vorgegangenen Stellungnahmen des Herrn Temple-Murray hiezu liest und kennt.

Wie ich Temple-Murray kenne, wird er sicher angemessen reagieren und seine Reaktion entsprechend veröffentlichen.

Ich habe aber jedenfalls den Umstand zurückzuweisen, daß Sie auch mich in diesem Brief adressieren und damit die recht unpassende Wortwahl auch auf mich anwenden. Das verletzt meiner Ansicht nach die zivilisierte Art und Weise, wie man mit Sportkameraden und Interessenvertretern umzugehen hat. Eine entsprechende Entschuldigung wäre mehr als angebracht.

Die Vorhaben der Frau Malmström (der EU-Politik natürlich gleichzusetzen) sind genügend bekannt und auch vielfach veröffentlicht worden. Ich muß das nicht nochmals erörtern. Würden sie umgesetzt, hätte das die massivste Einschränkung des legalen Waffenbesitzes zur Folge, die Europa seit den Zeiten des Nationalsozialismus und des Bolschewismus zu erdulden hatte. In den Gesprächen mit den deutschen Vertretern der legalen Waffenbesitzer wurde allerdings nichts davon zurückgenommen, es wurde nur auf eine recht durchsichtige Art beschwichtigt.

Das war der Grund, warum ich darüber auf der Homepage der IWÖ berichtet und das unter den Titel „Das Forum Waffenrecht läßt sich von Frau Malmström täuschen“ gestellt habe. Leider ist das tatsächlich richtig. Frau Malmström – vertreten durch ihre Mitarbeiter – hat ihre Intentionen abgeschwächt und den falschen Eindruck erweckt, sie wolle gar keine Verschärfung des europäischen Waffenrechts. Eine unglaubliche Verdrehung der von ihr bereits veröffentlichen und präzise ausgearbeiteten Entwaffnungspläne.

Es hat mich entsetzt und betroffen gemacht, daß man auf diese plumpe Beschwichtigungstaktik der Kommissarin hereingefallen ist und daß man die Gelegenheit ausgelassen hat, ihr zielführende Fragen zu diesem Themenkreis zu stellen. Das ist leider nicht abzustreiten. Viele äußerst besorgte legale Waffenbesitzer haben mir entsprechende Protestbriefe geschrieben oder mich angerufen. Die EU hat dadurch einen Tiefpunkt ihrer Glaubwürdigkeit erreicht.

Wie Sie, sehr geehrter Herr Graefrath mit dieser Auseinandersetzung umgehen, bleibt Ihnen natürlich unbenommen. Ich verweise aber auf meinen Brief an den Herrn Keusgen, der Ihnen ja sicher bekannt sein wird.

Die Zusammenarbeit zwischen österreichischen und deutschen Interessenvertretern war ja bislang nicht wirklich existent. Versuche in diese Richtung, die von der IWÖ gestartet worden sind, sind leider im Sande verlaufen. Während unsere Zusammenarbeit mit proTELL hervorragend funktioniert, scheinen die Unterschiede zwischen den deutschen und den österreichischen Interessenvertretern doch viel zu groß zu sein. Das betrifft nicht nur den Stil sondern auch die Inhalte.

Dennoch sollte man allmählich erkennen, daß einzelne Staaten und einzelne Vertreterorganisationen gegen die entschlossene Agenda der EU-Bürokratie auf verlorenem Posten stehen, wenn nicht zu einer gemeinsamen entschlossenen Vorgehensweise gefunden werden kann. Viel Hoffnung habe ich aber nach diesem Briefwechsel nicht.

 Mit besten Grüßen

Dr. Georg Zakrajsek                                                                                                       Generalsekretär der IWÖ

Deutliche Worte, in dieser Deutlichkeit auch angezeigt und geboten! Ich danke Dir, lieber Georg, für die Erlaubnis das hier wiedergeben zu dürfen!

Ich glaube zwar nicht, daß Herr Graefrath (oder seine Einflüsterer) davon sonderlich beeindruckt sein werden, das ist aber unerheblich. Wichtig ist, daß die betroffenen Waffenbesitzer von diesen seltsamen Ansichten ihrer vorgeblichen Interessenverteter informiert werden. Was ich dazu tun kann, das tue ich gerne. Unterm Strich geht es nämlich um unser aller Bürgerrechte!

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*siehe Ungehörige, ungeheuerliche Auslassungen sowie Gastbeitrag zu den “ungehörigen, ungeheuerlichen Auslassungen”

37 Antworten zu “Gastbeitrag zu meiner „unsäglichen Kampagne“

  1. Pingback: Wochenrückblick 4/2014 | dagarser

  2. Unsere Gegner sind hoch erfreut über die Selbstzerfleischung der Legalwaffenbesitzer. Danke an alle.

  3. Sehen wir das ganze „Getöse“ doch mal Positiv. Es hat den einen oder anderen LWB hinterm Ofen hervorgelockt und eine menge Staub aufgewirbelt. Nun sollten wir uns aber von dem „Staub“ nicht blenden lassen !
    Also Brille geputzt, das gemeinsame Ziel wieder ins Auge fassen und mit gesunden Menschenverstand nach vorne schaun. Es gibt eine Menge zu tun, gegenseitiges „zerfleischen“ gehört definitif nicht dazu !

    VIRIBUS UNITIS !

  4. Ganz ehrlich, ich wollte es nicht wahrhaben, doch ich persönlich war die letzten Jahre nur ab und an skeptisch in Bezug auf den tatsächlichen Benefit, welchen nicht nur das FWR mir als einfachem LWB-Fördermitglied bringt.Mittlerweile bin ich in 2 Legalwaffenbesitzervereinigungen Mitglied, dem FWR und pro legal..Falls keine signifikanten Verbesserungen zu erkennen sind für mich als LWB, ich höre immer nur „neue Hiobsbotschaften in Bezug auf uns Schützen(und Jäger)“,dann werde ich zukünftig versuchen, die direkte Unterstützung, auch finanziell, z.Bsp. von organisierten Waffenbesitzern auf Privatbasis zu geben, so wie die 5 Bürger und andere Enthusiasten.Diese Leute sind transparent, tagesaktuell und gleichen sich online ab. Das kann man fast in Echtzeit ablesen,auf links wie neueste „journalistische Meisterleistungen in Bezug auf deren (Un)kenntnisse im Waffenrecht und Waffenstatistik eingehen, dort aktiv mitkommentieren und diese Journaille entlarven.Mir gefällt diese Art der Zusammenarbeit gut und ist meiner Meinung nach eine echte Alternative zu den bestehenden Organisationen geworden.Daher hat mich der letzte Schlagabtausch wachgerüttelt und ich bin Da Garser dankbar, dass er es letztendlich öffentlich gemacht hat.Ebenso bin ich immer wieder Katja Triebel persönlich dankbar, da Sie uns regelmässig mit faktenbasiertem Wissen versorgt(neben ihrer Arbeit).Damit kann man sattelfest argumentieren bei den Anti`s .Deshalb möchte ich feststellen:
    Bitte macht weiter so,ob Dagarser oder Frau Triebel, denn „Aufgeber gewinnen nie, Gewinner geben nie auf“!Viele Grüsse aus dem Badischen!

  5. Offtopic. Wenn es nicht so traurig wäre …

  6. Katja , dann tus, aber bald

  7. Ich würde ja gerne dem IWÖ beitreten, was hilft mir das als Deutschem wenn auch im Grenzbereich ?

    • Direkt? Persönlich in diesem Fall wahrscheinlich nichts.
      Indirekt: Stärkung einer vernünftigen Organisation. Sind ja leider Mangelware…
      (4 Zeitungen im Jahr gibt’s als „Extra“, gute und bekannte Autoren!)

  8. Machen wir es kurz.
    Die Hinterzimmer-Klüngelei hat bis dato nichts gebracht und wird so auch weiterhin nichts bringen.
    Außer einem „Briefumschlag“ vielleicht?
    Anders kann ich mir das Verhalten Einzelner in der Führung von FWR nicht erklären für ein System von Armatix?
    Außer doppelt kassieren?
    Offenheit ist angesagt, mehr denn je. Schluß mit der Geheimniskrämerei.
    Die Karten auf den Tisch!
    In diesem Sinne, Bravo Richard und Dr. Zakrajsek und weiter so!
    btw.: Eine Verfassung nach 69 Jahren seit Kriegsende wäre für D auch mal angebracht. Incl. vernüftigem WG und neuem Rundfunkrecht.
    MG45LC

  9. Das ist genau meine Rede, es zeigt sich nämlich seit vielen Jahren bei den deutschen sogenannten Interessenvertretern für ein freies und liberales
    Waffenrecht, daß sich nämlich NICHTS Konkretes zeigt.
    Rühmliche Ausnahmen hier Katja Triebel und die GRA vielleicht.
    Auch der Ex-Pressesprecher des VISIER-Forums „Co2“ Urich Eichstädt
    (jetzt bei UMAREX) ist ja auch ein Vertreter der „Leisen Töne und kleinen Schritte“, wie er mal anmerkte bei Co2.
    Ich bin ihm wohl etwas zu laut gewesen!
    Wie weit man damit kam, sieht man ja in Deutschland.
    WBK-Pflicht für RG3 Pistölchen in 6 mm Knall OHNE PTB-Stempel.
    Eine Straftat!
    Mit PTB-Stempel sind die Mini-Krachmacher allerdings legal frei ab 18 J.
    Das deutsche WG strotzt nur so von Tatrelevantem Schwachsinn.
    Aber wenn Cecilia Malmström, von der ich übrigens immer noch keine Antwort habe, durchkommt mit ihrem Antrag in der EU, dann können wir alle mit rosa Wattebäuschen werfen und „Peng“ rufen.
    Es grüßt, MG45LC

    • Die beiden rühmlichen Ausnahmen (Katja und Ulrich) finden aber diese Publikation hier für kontraproduktiv).

      Die Arbeit im Hinterzimmer ist niemals vorbei, weil sie wichtig ist. Was gewisse Leute, insbesondere die Deutschen, aber vergessen, dass es verschiedene Lobbyarbeiten gibt.

      – Bildung von Allianzen (auch branchenübergreifend)
      – Protest
      – Lobbying (Hinterzimmer)
      – Einbringen von Expertisen
      – Politische Konstellationen
      – PR und Medien

      Ich habe das alles 2011 schon mal geschrieben. Was Richard macht, ist richtig. Was das FWR macht, ist richtig. Weil es verschiedene Wege gibt. Was beide sich gegenseitig antun ist falsch!

      Es wird wohl Zeit, dass ich mein überaltetes Dossier in Hinblick auf die internationale Zusammenarbeit neu auflege, u.a. weil FvLW und prolegal ja von der Bildfläche verschwunden sind. Nichtsdestotrotz sind die ersten Seiten immer noch relevant.
      http://www.triebel.de/2011/Waffenlobby-Zukunft.pdf

      • Ob diese Ausnahmen so „rühmlich“ sind wie du sagst, wird die Zeit zeigen. Dein Dossier hast du bereits 2011 geschrieben. Mittlerweile haben wir 2014 und die Richtung in der sich die Politik in D (und anderswo) bewegt, hat sich nicht geändert. Das mag sicherlich auch daran liegen, dass sich nichts ändern soll, weil das Ziel bereits feststeht: die totale Entwaffnung aller Bürger. Aber warum mit etwas fortfahren, was bislang nicht funktioniert hat? Und der Bürger kennt dieses „Hinterzimmergemauschel“ mittlerweile aus so vielen anderen politischen Ebenen, dass wir nicht mehr auf Vertrauen stoßen, wenn wir dieses Vorgehen auch noch verteidigen. Wir sollten jetzt andere Wege gehen… Offenheit und Direktheit sollte unsere Sprache sein. Wir sollten keine Rücksicht mehr nehmen auf ein paar Verbandsfunktionäre, die es nicht ertragen können, dass ihre „Gespräche“ nicht den Widerhall erzeugt haben, den sie sich wohl erhofft haben. Richard hat gut daran getan dieses Vorgehen öffentlich zu machen. Dafür ist er angegriffen worden. Mit allem Recht verteidigt er sich und stellt die Dinge richtig. Dazu gebührt ihm noch Dank, da er in einen Kampf einsteigt, der gar nicht der seine ist (wenn man mal von der europäischen Sache absieht). Mehr von der Sorte des Richard Temple-Murray und dann hätten wir auch mit der GRA eine Chance zu einer wirklichen Stärke zu gelangen. Hinterzimmer hatten wir mit prolegal genügend. Ich hoffe, dass die GRA nicht denselben Weg wählt.

  10. uaaaah Geheimpolitik hinter der Geheimpolitik. Geht’s noch ?
    Die öffentlichen Vertreter wissen ganz genau, was Sache ist.
    Divide et Impera !
    Dagegen hilft nur: United we stand, devided we fall.
    Numquam Retro !

  11. Ein Prima-Test für eine Smart-Gun: der gesetzgebende Verantwortliche, z.B. eine Frau Malmström, steckt sich die geladene Kanone in den Mund.
    Jemand anders hält den RFID-Chip. Wenn beim Abdrücken ein Schuß bricht, war die Smartgun nicht sicher.

    • Diesen Test sollten alle! Befürworter und die Hersteller dieser unnötigen Technik machen. Kann ja nix passieren. Wir Sportschützen, Jäger und Sammler bleiben bei der besten Waffensicherung, Hirn!

  12. hmm, ob nun die Vorwürfe, auf beiden Seiten, gerechtfertigt sind, oder nicht, so frage ich mich schon, ob es wirklich hilfreich ist, diese „Auseinandersetzung“ öffentlich zu führen und damit unseren Gegnern, also den Mitlesern der EU-Komission, den Verbandsleitern oder den Poltikern, die gegen den legalen Waffenbesitz eingestellt sind, aufzuzeigen, wie uneinig sich die jeweiligen Vertreter sind.

    Ich Denke das schwächt unsere Postion nur noch.

    Lieber sollten sich die Streithähne mal an einen runden Tisch setzen und die Differenzen mündlich klären.

    • Ich glaube nicht, daß eine Diskussion mit Betonschädeln hilfreich oder sinnvoll ist. Die Optik ist nicht die beste, zugegeben, aber wie sonst soll man die legalen Waffenbesitzer von den Irrwegen ihrer sogenannten „Vertreter“ informieren?

      • Wie denn soll man das austragen? Im Kämmerlein, wo die künftigen Einschränkungen schon ausgehandelt wurden? Oder dort, wo die Betroffenen etwas erfahren und auch etwas dagegen machen könnten – wenn sie wollen.

    • Man müsste erkennen, dass die eigenen Interessenverbände – zumindest die in Deutschland – und die eigene Trägheit wesentlicher Bestandteil der Abwärtsspirale sind.

      Wer früher aufwacht hat mehr vom Leben.

    • anonym (aus gutem Grund)

      Das hat ja mal nix mit Vorwürfen sondern mit verstehen und der Art und Weise des Umgang unter zivilisierten Menschen zu tun. Man darf doch durchaus von den deutschen Lobby und Verbandsfürsten eigentlich was anderes erwarten (auch wenn das hier nur zeigt wie die Realität aussieht).

      Aber genau das sollen und müssen die deutschen Schützen lesen und verstehen. Was si draus machen ist deren Sache. Die müssen ja auch damit Leben.

    • Es ist immer wieder schön, Kollaborateure in den eigenen Reihen zu haben, nicht war, Kenny ?

    • Ich stimme Dan More zu.

      Der Vorwurf von Richard, dass das FWR als Beschwichtiger auftritt, ist berechtigt. Der Vergleich mit den Judenräten ist grotesk, aber er sollte aufzeigen, dass Vertreter ihren eigenen Untergang einleiten können, wenn sie sich einlullen lassen. Daher ist diese Kritik auch berechtigt.

      Die Reaktion von FWR, BDMP, Richard und Dr. Zakrajsek finde ich kontraproduktiv. Eine offene Debatte der Zwistigkeiten spaltet und lähmt. Wir hatten dies bereits in Deutschland als FvLW und prolegal entstand. Wie viel unnütze Zeit wurde damit verplempert? Zu viel!

      Schau ich mir das österreichische Exportgesetz 2012 für Waffen an, dann wird mir schlecht! Das verstößt gegen die EU-Harmonisierung des Binnenhandels, da Österreicher gar nichts mehr ohne Genehmigung exportieren dürfen.

      Schau ich mir die EU Feuerwaffen-Verordnung 208/2012 an, dann wird mir schlecht. Ich muss jetzt noch mehr Zeit pro Antrag aufbringen.

      Schau ich mir den EU Action Plan von Frau Malmström an, dann wird mir schlecht. Deutsches Waffenrecht für die EU will ich nicht haben! Das ist viel zu restriktiv.

      Von daher meine Bitte: Lasst es bleiben mit dem gegenseitigen Zerfleischen!

      Es führen viele Wege nach Rom. Das FWR (und somit auch das WFSA) unter Keusgen hat einen Weg gewählt: den üblichen via Hinterzimmer und Intransparenz. Wir dagegen wählen den öffentlichen Weg via Aufklärung und Transparenz. Statt gegenseitig neue Hindernisse aufzubauen, sollten wir die EC auf beiden Wegen in die Zange nehmen!

      BTW: Unsere Firma ist dem FWR beigetreten als Vollmitglied. U.a. weil ich gemerkt habe, welche Arbeit im Hinterzimmer geleistet wurde.

      • Werte Katja,

        ich stimme Dir durchaus zu. Allerdings vermisse ich ein geschlossenes Auftreten der Deutschen Verbandsfürsten und energischen Widerstand gegen die Pläne der EC. In Österreich haben wir das Glück, daß das Recht auf eine Schußwaffe zum Selbstschutz gesetzlich verbrieft ist.
        Dies ist in Deutschland nicht gegeben.

        Ich würde mir durchaus wünschen, daß die Verbandsfürsten keine Weckrufe à la Richard benötigen, um den Job zu tun, für den sie gewählt wurden.

        BTW: Du wärest mit der Firma dem FWR nicht beigetreten, wenn Du darin keinen Benefit sehen würdest. Ich bin noch nicht ausgetreten, weil ich immer noch die Hoffnung habe, daß auch die Hinterzimmer-Arbeit Früchte trägt.

        • Hallo Saskia,

          ich bin eine der größten Kritikerinnen des FWR in Deutschland, damals wie heute.

          Tausend Male habe ich Zusammenarbeit und Transparenz eingefordert. Tausend Male habe ich gefordert, dass man sich für Privilegien kein Recht abkaufen darf.
          Tausend Male habe ich um Forschung, internationale Zusammenarbeit und Blick über den Tellerrand gebeten, sowie um harte Positionen statt Salamitaktik.

          Ich finde es daher sehr, sehr schade, dass Richard sich nicht einmal bei mir vorab erkundigt hat, wie er den Brief von Herrn Keusgen auffassen könnte. Vom FWR wurde ich aber auch nicht gefragt.

          Leider habe ich das Gefühl, dass es hier zwischen den vier Herren nicht um die Sache, sondern um persönliche Befindlichkeiten geht.

          Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten, verschwenden Zeit und graben tiefe Gräben, wo Brücken nötig wären. Liegt es an 50+?

          Ich versuche seit 4 Jahren in Teams zu arbeiten. Und wenn ich auch Kritik übe und welche einstecken muss, solche Briefe, wie die vier Herren sich hier gegenseitig schrieben, bekommen von mir nur politische Waffengegner, jedoch keine Mitstreiter pro-gun.

          • Hallo Katja,
            ich habe eher das Gefühl, daß die deutschen Verbandsfürsten sich im Ego angegriffen fühlen, wenn Kritik geübt wird. Egal, in welcher Form.
            Dies scheint ein typisch deutsches Problem zu sein, ich sehe es bei uns in der Firma auch ständig: Kritik ist nicht erwünscht, Probleme dürfen nicht geäußert werden. Mit der Folge, daß absolut vermeidbare Probleme plötzlich millionenteure und unnötige Konsequenzen haben.
            Ähnlich scheint es bei den Waffenbesitzern zu laufen. Ich bin darüber nicht unbedingt glücklich.

          • Liebe Katja, wie ich einen Brief – besonders einen solchen wie den des Herrn Keusgen – aufzufassen habe bzw. auffassen kann, das weiß ich schon ohne Hilfe. Der Mensch hat geglaubt, ich bin von ihm beeindruckt, das glaubt auch der Herr Graefrath, beide irren sich.

            Ich bin von solchen Untergangsverwaltern nicht nur unbeeindruckt, aufgrund meiner persönlichen – weil europäischen – Betroffenheit bin ich geradezu angewidert von solchen Gestalten!

            Ich mache nicht aus einer „Mücke einen Elefanten“ (und bin auch noch lange nicht „50+“), ich hebe auch keine Gräben aus. Wenn aber etwas zum Himmel stinkt, dann sage ich das ganz klar! Und wenn mir jemand blöd kommt, dann spiele ich nicht „den Klügeren“, sondern dann kriegt er es von mir mindestens 1:1 retour!

            Es gibt eine Reihe von Menschen, die mit mir so reden können wie es sich diese zwei Gestalten herausgenommen haben. Die beiden gehören aber nicht dazu. Das sei aber nur am Rande bemerkt.

            Wie Du, Katja, aber auf die „Mücke“ kommst, das würde mich schon interessieren!

      • Manuel Rosenthal

        Thema verfehlt, Frau Triebel!
        Hier geht es um den unsäglichen Versuch des Präsidenten eines deutschen Schützenverbandes einen Kritiker des FWR mundtot zu machen.
        Außerdem sollen die eigenen Mitglieder des Verbandes wohl nicht erfahren was der Präsident so umtreibt.
        So geht das deutsche Schützenwesen dem Abgrund entgegen, Dank ihren Vertretern und deren Steigbügelhaltern.

        • Was die „Arbeit im Hinterzimmer“ angeht, erleben wir in Deutschland doch gerade, wohin das geführt hat. Ich bin ein entschiedenen Befürworter davon, endlich Tacheles zu reden. Und Richard hat nur das Gemauschel aufgezeigt, welches wieder einmal im Hinterzimmer erfolgt ist. Angegriffen wurde er genau dafür! Aus irgendeinem Grund sind die Deutschen zu Duckmäusern verkommen. Peinlich! Wenn ich Saskia von eurem verbrieften Recht erzählen höre, dass ihr eine Waffe zum Selbstschutz tragen dürft, frage ich mich wirklich, wie es dazu kommen konnte, dass wir dieses in Deutschland verloren haben. Wir alle sollten gemeinsam dafür kämpfen, dass euch dieses Recht niemals genommen wird und das wir dieses Recht in Deutschland zurück erhalten. Die Zeit der leisen Töne ist vorbei!

          • Leider nicht tragen. Aber zum Schutz von Heim und Hof. Das war die Begründung, mit der ich als Deutsche mit Wohnsitz in Österreich meine WBK erhalten habe.

      • Auf so einen Brief, der ja auch öffentlich gemacht wurde, muß man aber antworten.

        • Wo wurde welcher Brief öffentlich gemacht?

            • Lieber Dr. Zakraysek,

              d.h. das FWR und der BDMP haben nirgends diese Briefe publiziert.

              M.E. hätte es dann auch völlig gereicht, wenn Sie und Richard still geantwortet hätten und hier nur gepostet worden wäre, dass sich das FWR und der BDMP über den ersten Beitrag aufgeregt haben. Es gab keinen Grund die Antworten öffentlich zu machen und so ein Bohei zu veranstalten.

              Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn FWR und BDMP überhaupt keinen Brief geschrieben hätten.

              Der ursprüngliche Artikel zeigt die Angst, dass mal wieder Salamitaktik gespielt wird und wir als Basis beschwichtigt werden, um nicht aufzumucken. Deshalb hat der ursprüngliche Artikel von mir auch ein Like bekommen. Und dazu stehe ich auch. Ich werde es nicht zurückziehen, obwohl mir der Nachgang hier nicht gefällt.

              Und wenn ich auch hier von Richards Gefolgschaft viele „Dislikes“ erhalte, stehe ich auch zu meiner Kritik, dass es nicht hilfreich ist, wenn sich pro-Gunners gegenseitig mit Schmutz bewerfen. Diese Art des Umgangs kenne ich aus Deutschland seit Jahren und er gefällt mir nicht. Ich hätte bei meinen Rauswürfen aus FvLW und prolegal auch viel schreiben können, um die Gegenseite zu diskreditieren. Ich habe es aber nicht getan, weil es dabei mehr um persönliche Dinge und Emotionen ging, als um die Sache an sich.

              Daher meine Bitte: es ist völlig egal, wer angefangen hat. Wichtig ist nur, dass man wieder aufhört. Denkt an Romeo und Julia!

              • Der ursprüngliche Artikel zeigt die Angst, dass mal wieder Salamitaktik gespielt wird und wir als Basis beschwichtigt werden, um nicht aufzumucken.

                Es ist leider nicht „nur“ Angst, in meinen Augen ist es eine traurige Tatsache!

                Auch aus diesem Grund habe ich diese Art der Antwort auf die Briefe von Keusgen und später Graefrath gewählt – eben um das aufzuzeigen!

                Natürlich hätte ich diese Briefe auch ignorieren können, ich hätte auch „ganz normal“ darauf antworten können – das hätte aber gar nichts gebracht.

                Wäre ich Mitglied im FWR oder im BDMP, dann würde ich mit voller Kraft für die Abwahl solcher „Funktionäre“ arbeiten, ihr Verhalten ist schädlich für den legalen Waffenbesitz nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa, somit also für derartige Vereinigungen mit Sicherheit als „vereinsschädigend“ zu werten.

                Ich bin dort aber kein Mitglied, als Europäer aber sehr wohl betroffen – also bleibt mir nichts anderes übrig, als die vorhandenen Mitglieder auf diese Mißstände aufmerksam zu machen – in der Hoffnung, daß sich jemand findet der diese Misere „repariert“.

                Katja, Du glaubst ja wohl nicht ernsthaft, daß ein persönlicher, einfacher Brief bei derartigen Betonierern irgendetwas bewirkt hätte? Nein, der wäre „nicht einmal ignoriert“ worden, bestenfalls wäre eine weitere ungehörige Zuschrift gekommen.

                Natürlich ist es unschön, so etwas öffentlich zu machen, natürlich wirft das kein gutes Licht auf die vielbeschworene Einigkeit im Lager der Waffenbesitzer – allein, solange solche Gestalten fröhlich weiterbeschwichtigen können, solange kann man sich die Einigkeit auch sparen. Dann gibt es nämlich bald keinen nennenswerten legalen Waffenbesitz mehr.

                Wie sonst soll man die Waffenbesitzer informieren, wenn nicht auf diesem Weg? Soll man schlechte Nachrichten einfach verschweigen? Oder ist ein reinigendes Gewitter nicht manchmal der bessere Weg?

                In meinen Augen zumindest in diesem Fall ganz sicher!

                Du bist da anderer Meinung, das respektiere ich natürlich und habe dafür zu einem gewissen Grad durchaus auch Verständnis. Aber ich sehe es nun einmal so.

                Nebenbei: Ich bin kein Freund der kindischen „Daumen rauf“ – „Daumen runter“ – Bewertung, ich mache hier auch selbst keinen Gebrauch davon. Jeder gute Kommentar – ob zustimmend oder ablehnend – ist mir 100mal lieber, als ein paar „+“ auf oder ab. Es stört mich nicht, hat aber für mich keinen Wert.

              • Manuel Rosenthal

                Doch, Frau Triebel, es ist sehr, sehr wichtig daß solche Briefe und Meinungen der vorgeblichen Vertretern von Schützenverbänden und Lobbyvereinigungen öffentlich gemacht werden!
                Jedes Mitglied, jeder Wähler und jeder mündige Bürger sollte dringend wissen wie die Leute ticken, denen sie ihr Geld und ihre Hoffnung anvertrauen.
                Offensichtlich ist es beim FWR und dem BDMP falsch angelegt, zumindest bei deren derzeitigen Repräsentanten.
                Dies wissen wir aber nur Dank solchen Veröffentlichungen, dafür meinen Danke!
                (Wir denken noch alle an die offengelegte Verstrickung von FWR und Armatix.)
                Warum Sie, Frau Triebel, sich gegen solche Veröffentlichungen wehren, kann nur spekuliert werden.
                Manuel Rosenthal

                • Ich weiss nicht, welche Spekulationen Sie mir unterstellen wollen, Herr Rosenthal.

                  Ich setze mich – zum Missfallen von FWR u.a. – für das Bedürfnis Selbstverteidigung als Bedürfnis ein.

                  Ich setze mich – zum Missfallen von FWR u.a. – für mehr Transparenz und weniger Hinterzimmer ein.

                  Es gab eine Veröffentlichung vom FWR bzgl. der EU-Gespräche. Es gab einen Artikel von Richard, der diese Gespräche als Beschwichtigung kritisierte. GUT!

                  Es gab keine Veröffentlichung des FWR & Co. als Kritik zur Kritik, jedoch vier interne Briefe und vier veröffentlichte Antworten darauf als Kritik zur Kritik zur Kritik. SCHLECHT!

                  Was wollen Sie mir also unterstellen? Meinen Begriff von Netikette? Dass ich es kindisch finde, wenn Emotionen Gräben schaffen, die nicht notwendig sind?

                  Ich habe nicht ein einziges Mal Richards „Beschwichtiger-Artikel“ kritisiert. Den finde ich immer noch gut. Weil Leute, die virtuelles Lobbying betreiben mit Hinterzimmer-Politik nicht viel anfangen können und v.v.

                  Wenn diese Hinterzimmer-Politik es jedoch schafft, die „Expertengruppe“ mit User-Advokaten zu erweitern, dann finde ich das gut.

                  Warum hat sie dies geschafft? Weil die schwedische Basis und wir uns aufgelehnt haben. Ohne unsere Briefe, ohne die schwedische Kritik, hätte das FWR keinen Termin und keine Zusage erhalten. Davon bin ich fest überzeugt. (FACE als EU-Jagdvertreter ist als Experte von der EC abgelehnt worden!)

                  Statt sich jedoch einzugestehen, dass es mehrere Wege nach Rom gibt und manche erst ein Tor für den anderen öffnen können, hacken die Hinterzimmerleute auf die virtuelle Basis ein und umgekehrt

                  Ich fand die Briefe vom FWR und BDMP genauso unpassend (deren Inhalt ist ja aus den Antworten erlesbar). Nur wurden die nirgends publiziert, d.h. die haben die Netikette nicht verletzt.

                  Und hier ist auch die von Richard angefragte Mücke. Die Publizierung der Antworten haben aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Ein sinngemäßer Artikel, dass sich beide beschwert hätten und ihr darauf geantwortet habt, hätte m.E. völlig gereicht.

                  Ich weiss, dass mir diese Antwort wieder viele „Dislikes“ einbringen wird, aber ich bin

                  a) der Sache verpflichtet und
                  b) verwehre mich gegen Unterstellungen

                  Das FWR hat mir vor zwei Jahren vorgeworfen, ich würde Waffenrechtspolitik aus kapitalistischen Gründen tun, obwohl ich dafür keinen Cent sehe, sondern viele Euros ausgebe.

                  Saskia hat mir unterstellt, dass ich von der Unterstützung des FWR ein Benefit erwarte. Dazu kann ich nur sagen, dass alle anderen deutschen Orgas weniger tun als das FWR. Und dass ich die Defizite des FWR (mangelnde Transparenz und PR) durch die ehrenamtliche Arbeit bei der GRA und Firearms United versuche auszugleichen.

                  Ich weiss nicht, welche Spekulationen Herr Rosenthal insgeheim aufstellt. Mir ist bewusst, dass viele Wege nach Rom führen.

                  Der vom FWR ist nicht der meinige, aber er hat auch Sinn, deshalb unterstütze ich diesen Weg als einen von vielen.

                  Und das FWR ist mit Sicherheit nicht hoch erfreut, dass es von unserer Firma unterstützt wird, da mein Nachname bei vielen deutschen Verbandsvorsitzenden ein rotes Tuch erzeugt, wofür ich auch meinem Vater Dank schulde.

                  Kritik wird halt nicht gerne gesehen. Sei es aus Richards Mund gegen das FWR oder meinem gegen Richards Veröffentlichung der vier Antwortbriefe oder jedweder internen Kritik, deren wir Berliner uns in den letzen 30 Jahren nicht entzogen haben.

                  Wir sind eine der wenigen deutschen Firmen, die kein Armatix vertreiben und damals aus dem FWR deswegen ausgetreten sind.

                  Ich habe jahrelang bzgl. Armatix recherchiert und dies veröffentlicht. Ich habe jahrelang darum gekämpft, dass Pro-Gunners an einem Strang ziehen sollten (an unterschiedlichen Stricken – aber in die gleiche Richtung).

                  Von daher weise ich mit Recht jede Spekulation zurück.

                  • Werte Katja,

                    ich finde es durchaus gut und bewundernswert, wie Du Dich für die deutschen Waffenbesitzer einsetzt. Und der Benefit, den ich Dir „unterstelle“, mag einfach darin liegen, daß Du Dich dafür einsetzt, daß Dir eine Frau Malmström nicht die Geschäftsgrundlage entzieht. Dies ist in unser aller Interesse und in meinen Augen nichts Ehrenrühriges.

                    Ich bin in vielen Punkten mit Dir einer Meinung und kann Deine Argumentation auch nachvollziehen. Ebenso, wie ich Richard an der Ecke absolut verstehen kann. Von mir bekommst Du dafür keine Dislikes, ich find das „Daumen hoch“ und „Daumen runter“ eher hinderlich. Eine offene Kommunikation bringt einen da denk ich erheblich weiter.

                    Viele Grüße
                    Saskia

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