Die Kosten einer modernen Gesellschaft

Kann sich noch jemand an die ZDF-Sendung über die „österreichische Waffenlobby“ im Vorjahr erinnern? Die war gar nicht so schlecht, zumindest besser als erwartet bzw. befürchtet, am meisten hat mich damals der „originelle“ Soziologe gestört. Für meinen Geschmack hat der dann doch zuviel Blödsinn abgesondert, nachlesen bzw. -sehen kann man das hier: Heute im ZDF. Jetzt hat sich dieser grandiose „Geisteswissenschafter“ wieder zu Wort gemeldet, und zwar im „Standard“ zu den Ausschreitungen beim Wiener „Akademikerball“.

Zur Erinnerung: Bei den Ausschreitungen im Zuge einer Demonstration gegen den „Akademikerball“ haben linke Chaoten, Anarchisten und Terroristen eine Spur der Verwüstung durch die Wiener Innenstadt gezogen, es kam – um nur einige Delikte zu nennen – zu Sachbeschädigung, Körperverletzung und Landfriedensbruch. Eine schlimme Sache, besonders wenn man bedenkt daß dieser Terror zumindest indirekt durch zumindest eine Parlamentspartei gefördert wurde. (Siehe dazu hier, hier und hier)

Nun findet sich im „Standard“ ein Interview mit besagtem „Soziologen“, einem „Kriminalsoziologen“ gar – Reinhard Kreissl heißt der Mann. Wenn man das Interview liest kommt man nicht umhin sich die Frage zu stellen, wo sich der Herr am Abend des 24. Jänner wohl herumgetrieben hat: „Zerschlagene Fensterscheiben sind die Kosten einer modernen Gesellschaft“

Dieses Interview muß man sich in seiner Gesamtheit geben um das Genie des Herrn Kreissl angemessen würdigen zu können, ein paar Exzerpte möchte ich hier aber dennoch bringen und kommentieren:

– (…) Nehmen wir eine Formation wie die Polizei: Da gibt es schon so etwas wie eine politisch induzierte Gewaltbereitschaft. Wenn ich mir die Rhetorik des Wiener Polizeipräsidenten anschaue, etwa in der Diskussionssendung Im Zentrum, wo er sagt, man solle Demonstranten „zur Strecke bringen“, dann zeigt diese Rhetorik eine gewisse Missachtung des Gegenübers. (…)

Na das will ich doch stark hoffen, daß die Polizei „gewaltbereit“ ist! Bereit dazu, nötigenfalls Gewalt einzusetzen um Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten, um Menschenleben und Sachwerte zu schützen! Ich hoffe, daß die Polizei bereit, willens und in der Lage dazu ist ihren Job zu machen! Das ist nicht politisch, sondern sachlich induziert…

(…) Es wird eher eine konfrontative als eine verständnisvolle Haltung kultiviert. Wenn man sagt, es handelt sich hier nicht um eine legitime Form zivilen Ungehorsams, sondern um Chaoten und Krachmacher, die dafür verantwortlich sind, dass ich Nachtschichten schieben muss, dann ist das natürlich problematisch. (…)

Wer die Bilder gesehen hat, wie das vermummte Gesindel in der Wiener Innenstadt, etwa auf dem Stephansplatz, voller Brutalität und Rücksichtslosigkeit auf die Exekutive losgegangen ist, wer die zerstörten Geschäftslokale gesehen hat, wer weiß, daß allein der Sachschaden die Millionen-Euro-Grenze überschritten hat – und dann noch von einer „legitimen Form des zivilen Ungehorsams“ spricht – dem ist nicht mehr zu helfen, der sollte ehebaldigst professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Oder sich bei den „Grünen“ engagieren.

(…) Die zerschlagenen Fensterscheiben sind sozusagen die Kosten einer modernen Gesellschaft. Aber ich will mich auf dieses Aufrechnen gar nicht einlassen – sonst müsste man fragen: Was sind 20 zerschlagene Fensterscheiben gegen die Hypo Alpe Adria? (…)

Auch darauf muß man erst einmal kommen – Chaos, Gewalt und Verwüstung sind also die „Kosten einer modernen Gesellschaft“! Und das kommt nicht von irgendeinem zugedröhnten Junkie, sondern von einem habilitierten Soziologen! Und inwieweit man brandschatzende Ausschreitungen mit einer Bankpleite in Verbindung bringen kann erschließt sich außer diesem Herren wohl auch nur den Kommentatoren im „Standard“.

Wie gesagt – man sollte das ganze Interview lesen um sich ein genaues Bild von Herrn Kreissl und seinen Ansichten machen zu können – Link s.o.!

Ich komme aber mehr und mehr zu der Überzeugung, daß die wahren „Kosten einer modernen Gesellschaft“ darin bestehen, daß derartige Individuen und ihresgleichen an unseren Schulen und Universitäten lehrberechtigt sind. Wundern darf einen dann nichts mehr.

12 Antworten zu “Die Kosten einer modernen Gesellschaft

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  4. Die Welt wäre ein klein bißchen sicherer wenn man Typen wie diesen Kreissl wegsperren würde. Dann kann er in Ruhe seinen krausen Gedanken nachhängen.

  5. Währe interessant zu hören wenn dem Hr. Kreissl irgendwo die Schnau…poliert würde und keine Polizei ist in der nähe um ihm zu helfen.

  6. 80 % an den Universitäten in Österreich sind durchdrungen von einer linksextremen Gesinnung. Angefangen von den Professoren über die Studentenorganisationen bis zu den dümmsten Studenten die wir je hatten.

  7. Kreissl gehört u.U. zu den “ standard“ isierten Gutmenschen,die sich wahrscheinlich lieber auf den Schädel sch…… lassen,als sich mit gebührender und angemessener Zivilcourage zur Wehr zu setzen, und die der Verweichlichung (gezielt und gewollt!) sowie dem Verfall sittlicher Werte reflexionslos zusehen.

    • Die lassen sich sicher auf den Schädel schlagen, da sie zu feige sind, um sich zu wehren, sie gehören zu der heutigen verweichlichten, rückgratlosen und knieweichen Gesellschaft. Aber wenn sie angegriffen werden, sind das die Ersten, welche nach der Polizei rufen, die sie sonst immer beschimpfen und am liebsten ausrotten würden.

  8. Mir kommt da eine Textzeile aus dem Halbwilden von Qualtinger in den Sinn.
    „…..dem geht der Verstaund oh.“

  9. Dieses Institut lebt fast ausschließlich vom Steuergeld und so unsägliche Gestalten wie Kreissl werden dick und fett dabei. Geldhahn zudrehen hieße die Parole.

  10. Und wieder einmal klafft theoretisches und praktisches Wissen eines FACHMANNES weit auseinander.
    Ausschnitt aus einem Interview mit Kreissl in der Presse:
    (http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1544563/Sicherheit_Die-Burger-rusten-auf)
    „Warum die Exekutive die Bürger lieber passiv als aktiv sieht? „Da wir, anders als der angelsächsische Raum, die Tradition haben, dass Sicherheit ausschließlich Sache des Staates ist“, sagt Reinhard Kreissl, Leiter des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie in Wien. Und weil, wie er meint, die meisten Bürger nicht reif genug sind. Bisherige Versuche hätten gezeigt, dass solche Aktionen sich schnell hochschaukeln. „Ziviles Engagement im Bereich Sicherheit fördert die ungebremste Selbstverstärkung.“ Einmal gestartet, begannen die Beteiligten schnell, sich nicht nur als Hilfssheriffs, sondern als Sheriffs aufzuspielen. Und das, so Kreissl, könne niemand goutieren“.

  11. …..wenn ich das Wort Soziologe höre und mit die dazugehörigen Gestalten ansehe, wird mir übel. Was soll von so einem Wi……kommen?
    Auch über den Standard ist es müßig zu reden, geschweige ihn zu lesen – nicht einmal im Warteraum eines Arztes….höchstens eines Zahnarztes, als Einstimmung auf kommendes Übel…
    Es werden von den Schuldigen eben alle Register gezogen, um aus so einem Verbrechen, unbeschadet heraus zu kommen.
    Wie irgendwer solche Mistfiguren noch wählen kann, ist mir ein Rätsel – welches ich mir aber nicht die Mühe mache zu lösen – ich habe Besseres zu tun – z,B, gehe ich jetzt in den Wald, um richtige Wildschweine zu sehen….keine Grünen – meine sind schwarzbekittelt.

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