Wochenrückblick 9/2014

In der vergangenen Woche habe ich einen blöden Zeitungsartikel kommentiert, je einen Antwortbrief von mir und von Dr. Georg Zakrajsek an den Präsidenten der DSU veröffentlicht und eine ungeheuerliche Frechheit aus Brüssel aufgedeckt:

  • Die „Kronen Zeitung“ hat einen Bericht über 3-D-Drucker gebracht, wie das Amen im Gebet wurde da natürlich auch vor dem „Bösen“ gewarnt, der Möglichkeit also solche Drucker auch zur Waffenherstellung einzusetzen. Ja und? Man kann auf vielen Wegen zu Waffen kommen, man kann auch verschiedenste Dinge als Waffe verwenden – das befriedigt halt die Sensationsgeilheit nicht so sehr wie das Foto einer ganz, ganz bösen Schußwaffe. „Das Blöde ist nicht weit„, das habe ich am Dienstag festgestellt.
  • Nach den „bösen Briefen“ der Herren Keusgen und Graefrath, sowie dem befremdlichen VISIER-Editorial, habe ich vergangene Woche auch noch Post vom Präsidenten der Deutschen Schießsport Union, Hermann Thieme, erhalten. Schön langsam wird’s lächerlich, haben die Leute alle keine echten Gegner? Natürlich haben sie die, aber es ist natürlich viel leichter auf einen vorlauten Kritiker hinzuprügeln als gegen die Brüsseler Eurokraten auf die Barrikaden zu steigen! Ich halte das aber aus und warte gespannt, wer sich als nächster diskreditiert – wird bestimmt nicht lange dauern. Einstweilen habe ich am Mittwoch meine Antwort an Herrn Thieme veröffentlicht: „Si tacuisses …
  • Oben erwähnter Brief des DSU-Präsidenten war auch an Dr. Georg Zakrajsek adressiert, auch er hat Herrn Thieme geantwortet. Seine Antwort durfte ich am Donnerstag veröffentlichen: „Gastbeitrag zu ‚Si tacuisses …‘
  • Jetzt ist es schon drei Monate (!) her, daß ich meinen Brief an EU-Kommissarin Malmström abgeschickt habe, Antwort habe ich noch immer keine erhalten. Ich weiß, daß es nicht mir allein so geht, gemeinsam werden wir auch dagegen vorgehen. Jetzt habe ich aber auf der Webseite der Europäischen Kommission einen Brief von Herrn Fabio Marini, einem der Unterläufer Malmströms, entdeckt, offenbar meint die Kommission die zahlreichen „Anfrager“ damit abspeisen zu können. Mit viel Wut im Bauch habe ich am Freitag „Keine Post aus Brüssel/Teil 2“ geschrieben.

Ich habe viele Zuschriften erhalten, etliche meiner Leser möchten gerne nicht nur die Antworten, sondern auch die ursprünglichen Briefe von FWR, BDMP und DSU lesen. Liebe Leute: Nein, das geht nicht! Ich kann und will keine Briefe, die mir eine andere Person (oder Organisation) persönlich zugesandt hat, öffentlich machen. Das tut man nicht. Meine Antwortbriefe enthalten aber allesamt Originalzitate aus diesen Schreiben, daraus kann man ja ersehen worum es da ging.

Diese Art der Öffentlichmachung der fremden Briefe ist zwar in gewisser Weise eine Gratwanderung und ich habe durchaus überlegt, ob ich das so machen soll, bin aber letztlich zu dem Schluß gekommen, daß das für mich in Ordnung ist. Dafür wurde ich auch kritisiert, das ist legitim, ändert aber nichts an meiner diesbezüglichen Entscheidung.

Kritisiert wurde ich auch dafür, daß ich diese ganze Angelegenheit hier so öffentlich „austrage“, damit würde ich einen Keil zwischen die Waffenbesitzer treiben und den Waffengegnern in die Hände spielen. So kann man es sehen, gar keine Frage, dafür habe ich auch Verständnis. Ich sehe es aber anders: Ich meine, daß die Waffenbesitzer darüber informiert werden sollen und müssen, was ihre Vertreter und Verbände so treiben, welche Sorgen sie wirklich plagen und in welche wichtigen Aktionen sie ihre Zeit und ihre Ressourcen investieren!

„In Brüssel ist alles in Ordnung, aber der dagarser hat ‚Jehova‘ gesagt! Steinigt ihn!“ – So scheint die Denkweise bzw. Marschrichtung in den diversen Vorständen zu sein. Wir wissen aber alle, daß in Brüssel eben nicht alles in Ordnung ist. Was wir nicht wissen ist, wieso uns das vorgegaukelt wird – daß es so ist, das ist aber offensichtlich. Und dazu schweige ich nicht.

Aber genug davon, zum Abschluß noch ein „schönes“ Foto. Morgen halte ich einen Vortrag über die Waffenregistrierung, schön mit PowerPoint-Präsentation. Dafür habe ich noch ein passendes Deckblatt gebraucht und habe daher folgendes Bild gebastelt:

???????????????????????

Paßt doch zum Thema „Waffenregistrierung“, oder?

Ich wünsche trotzdem ein schönes Wochenende!

8 Antworten zu “Wochenrückblick 9/2014

  1. Hallo, das mit Brüssel geht mir in diesem Zusammenhang nicht aus dem Sinn!
    „Die da oben“ scheinen sich wohl international abzustimmen.

    In Kanada geht es wohl seit gestern offiziell los, siehe ein link aus dem Netz anbei, dh.die Kanadier „dürfen nun ihre 12 Jahre lang als legal eingestuften SIG-55XGewehre nun „entschädigungslos“ abgeben bei den „örtlichen Annahmestellen“…weil diese Waffen ja so gefährlich seien!

    Bbisher ist jedoch keine einzige Straftat von einem legalen Waffenbesitzer damit in Kanada verübt worden,doch lest das bitte selbst, falls Ihr der englischen Sprache einigermassen mächtig seid–>

    http://forum.snipershide.com/snipers-hide-semi-auto-rifles/238703-canada-not-free-our-sig-rifles-were-nationally-banned-police-today.html

    Grüsse aus Baden!

  2. „Mit viel Wut im Bauch…“
    Um Gottes Willen, nicht mit Wut! Das bringt nur Magengeschwüre und das sind diese Bürokraten in Brüsssel keinesfalls Wert!
    „…diese ganze Angelegenheit hier so öffentlich “austrage”…“
    Vollkommen richtig so! Es muß informiert werden! Das ist in unser aller Interesse! Und ich bitte Dich, genau so weiter zu machen wie bisher!
    Man sieht ja an deren Reaktionen, wie die dadurch aufgescheucht werden!

  3. Ernest Wimmer

    Die drehen einem das Wort im Mund-eh -am Papier um…..
    Trotzdem schönes Wochenende!

  4. Franz Schmidt

    Stell dir vor Richard, gestern habe ich Elektropost aus Brüssel bekommen. Der Herr Marini hat mir via e-mail auf meine e-mail-Beschwerde geantwortet. Er schrieb Verwunderliches in seinem Brief. So etwa, daß die von mir angegebene Statistik zeige, daß „mehr im Maßnahmen im Bereich der Schußwaffen ergriffen werden müssen.“

    Ich hab ja wirklich in meinem ursprünglichen Brief (Papierform) meine 10-Jahres-Bluttatenanalyse, worin ich über 1.618 Mordfälle (inkl. Versuche) aus Österreich statistisch bearbeitet habe, angeführt. Ich habe aber erwähnt, daß meine Untersuchung keinerlei Hinweis auf einen erhöhten Legal-Schußwaffenmißbrauch (5 %) erbracht hätte. Ich habe darauf verwiesen, daß das einfache Brotmesser bei solchen Delikten überdurchschnittlich oft auf aufscheint. In mehr als der Hälfte der untersuchten Fälle.

    Ich glaube, der Herr Marini meine Post überhaupt nicht gelesen. Er hat seine Sekretärin aufgefordert einfach einen Verarschungsbrief an mich zu schicken. Unterschrieben hat er ihn aber schon. Also ist er für den Unsinn der mir mitgeteilt wurde verantwortlich.

    • War ja klar – wenn eine Antwort kommt, dann eine blöde! Aber was willst von dem Volk…

      Nachdem Du ja jetzt eine Antwort hast werde ich Dich aus der „Beschwerdeliste“ streichen.

    • Nichtssagende „Verarscherbriefe“ sind bei diesen „Hohen Herrschaften“ leider üblich!
      Ich habe 1976 anläßlich eines Importgeschäftes auf Veranlassung einer namhaften deutschen Firma, die sich u.A. mit Jagd- und Waffenzubehör beschäftigt einen Beschwerdebrief an den Deutschen Innenminister geschrieben. Der Antwortbrief wurde von einem gewissen Dr. Apel unterzeichnet. Nur „Bla, bla, bal..bla, bla, …bla! Meine konkreten Beschwerdepunkte wurde dabei überhaupt nicht angesprochen. Beide Schreiben wurden damals auch im DWJ gebracht.

      • Franz Schmidt

        Nee, so einfach mach ich das dem Herr Marini nicht. Erst werde ich ihm meinen ursächlichen Brief an die Kommission per Post und eingeschrieben zustellen, damit er ihn auch lesen kann. Vielleicht merkt er dann, daß meine Statistik gar keine Maßnahmen erfordern. Jedenfalls keine waffenrechtlichen, die die Legalwaffenbesitzer einschränken. Dann werde ich ihm klarlegen, daß die europäischen Legalwaffenbesitzer nicht so dumm sind, um sich mit einem Schimmelbrief abfertigen zu lassen. Vielleicht fallen mir noch ein paar Höflichkeiten ein. Dem Herrn und der ganzen Kommission sollte einmal gehörig Dampf unter dem Hintern gemacht werden. Die Zeit vor den Wahlen ist günstig.

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