Furcht und Unruhe

???????????????????????????????„Furcht“ und „Unruhe“ – zwei Begriffe, die wohl jedem Menschen geläufig sind. Ich kenne niemanden, der sich noch nie gefürchtet, keinen, der noch nie ein Gefühl der Unruhe gehabt hätte. Das ist ja auch nicht feige oder gar ehrenrührig, nein, die Furcht fungiert für den Menschen ja auch als ein ganz hervorragender „Schutzmechanismus“, wenngleich man hier wohl die „Ehrfurcht“ (etwa vor dem Wasser oder großen Höhen) von der bloßen „Furcht“, der mehr oder weniger irrationalen Angst also, unterscheiden muß.

Gleiches gilt – in geringerem Umfang – auch für die „Unruhe“, am besten kann man das wohl mit einem „mulmigen Gefühl“ beschreiben, mit der berühmten „Gänsehaut“ also: Oft kann man es gar nicht erklären, aber ein „innerer Sensor“ scheint einen vor einer – manchmal absolut undefinierten – Gefahr zu warnen. Im Englischen sagt man dazu „Somebody just walked over my grave“, das beschreibt es für mich ganz hervorragend.

„Furcht und Unruhe“ beschreibt aber nicht lediglich oben genannte Empfindungen, sondern diese Phrase hat auch Einzug ins Juristendeutsch gehalten. So heißt es im § 107 StGB, Gefährliche Drohung, im ersten Absatz wie folgt: „Wer einen anderen gefährlich bedroht, um ihn in Furcht und Unruhe zu versetzen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.“

In diesem Zusammenhang ist „Furcht und Unruhe“ natürlich ein „dehnbarer Begriff“, der eine bibbert und zittert wenn ihm Watschen angedroht werden, der andere tut dergleichen mit einem Achselzucken ab. Im Zweifelsfall halte ich mich da an die Definition, die ich seinerzeit in der Wachausbildung beim Bundesheer gelernt habe: „Wir Soldaten sind alle furchtbar feig! Wie uns einer blöd anredet, fürchten wir uns schon maßlos und sind ganz furchtbar unruhig!“

Entsprechend lebe ich persönlich nunmehr seit fast einem halben Jahr in Furcht und Unruhe, damals habe ich zu meinem Artikel „Wehret den Pflastersteinen“ einen mehr als nur unschönen Kommentar erhalten in dem ich u.a. gefährlich bedroht wurde:

„Eines verspreche ich dir „dargarser“ du kleines rechtes Stück Scheisse: Solltest du mir jemals über den Weg laufen, zerleg ich dich! Nazis haben in Österreich nichts verloren!“

Passenderweise hat sich der anonyme „Bedroher“ nach einem kommunistischen Kriegsverbrecher „Tito“ genannt, das untermauert meine alte These daß der Terror in diesem Land von der linken Seite kommt. Keine Überraschung also.

Auch sollte es keine Überraschung sein, daß ich diesen Kommentar damals nicht veröffentlicht habe: Die Kommentarfunktion auf dieser Seite dient dem zivilisierten Gedankenaustausch, nicht als Plattform für Beschimpfungen oder Bedrohungen durch amorphe Unpersonen.

Ich habe jedenfalls damals Anzeige gegen den mir unbekannten Täter erstattet: Das „Versprechen“ von „Tito“: „Solltest du mir jemals über den Weg laufen, zerleg ich dich!“ fasse ich als gefährliche Drohung iSd § 107 (1) StGB auf, da ich dadurch in Furcht und Unruhe versetzt wurde. Eigentlich müßte man die Drohung mit dem „Zerlegen“ tatsächlich als gefährliche Drohung iSd § 107 (2) StGB auffassen, da hiebei wohl durchaus auch der Tod, eine erhebliche Verstümmelung bzw. eine auffallende Verunstaltung gemeint sein muß: Ein „zerlegter“ Mensch ist meistens tot, jedenfalls aber verstümmelt und verunstaltet.

Wie gesagt, hier ist eine Anzeige anhängig, nachdem es sich dabei um ein Offizialdelikt handelt könnte ich sie auch nicht zurückziehen wenn ich das wollte.

Kurzfristig hatte ich auch erwogen, wegen der in dem kurzen, geistlosen Kommentar ebenfalls enthaltenen Beleidigung und der üblen Nachrede rechtliche Schritte zu ergreifen: Einerseits ist die Wendung „‘dargarser‘ du kleines rechtes Stück Scheisse“  in meinen Augen dazu geeignet mich öffentlich zu beschimpfen und erfüllt somit den Tatbestand der Beleidigung gem. § 115 (1) StGB; andererseits sehe ich mit dem Satz „Nazis haben in Österreich nichts verloren!“, der aus dem Kontext heraus klar auf mich bezogen ist, den Tatbestand der üblen Nachrede gem. § 111 (2) StGB verwirklicht, da „Tito“ hier der Ansicht sein mußte, mich vor einer breiten Öffentlichkeit in wahrnehmbarer Weise einer verächtlichen Eigenschaft oder Gesinnung zu zeihen.

Ich habe mich dann aber ganz bewußt gegen entsprechende Privatklagen entschlossen, da mich derartiges Geschreibsel eines anonymen Feiglings nicht beleidigen kann. Was stört es eine deutsche Eiche, wenn sich eine Sau dran wetzt…

Was aber die gefährliche Drohung betrifft, so möchte ich das Ganze doch nicht als komplett lächerlich abtun: Immerhin wird mir hier zumindest mit einem beträchtlichen körperlichen Ungemach gedroht, ich kann nicht wissen, ob „Tito“ ein Kretin oder ein Preisboxer ist (obwohl ich da eine ganz eindeutige Vermutung habe), entsprechend bleibt im Hinterkopf doch ein kleines mulmiges Gefühl bestehen, zumal ich ja – im Gegensatz zu irgendwelchen anonymen Hosenscheißern – durch mein Impressum leicht ausfindig zu machen bin.

Lebe ich deswegen aber wirklich in „Furcht und Unruhe“? Habe ich Schlafstörungen, traue ich mich nicht mehr außer Haus? Fürchte ich mich vor meinem eigenen Schatten? Nein, so schlimm ist es Gott sei Dank nicht! Tatsächlich hat sich für mich verhaltensmäßig gar nichts geändert: Ich bin genauso aufmerksam und vorsichtig wie immer, ich halte mich nach alter Gewohnheit an den „Color Code“ des großen Jeff Cooper (wer diesen Color Code nicht kennt, ich habe ihn in diesem Artikel beschrieben: Zivilcourage), sonst gibt es da keine großartigen Änderungen. Vielleicht mache ich das alles jetzt etwas bewußter, aber das ist ja nicht wirklich schlecht.

Weshalb aber mache ich das jetzt öffentlich? Ganz einfach: Um aufzuzeigen, daß ich mich auch durch Drohungen nicht mundtot machen lasse! Soweit kommt’s noch, daß ich wegen eines hinterhältigen Feiglings hier nicht mehr das schreibe, was mir paßt! Ich bleibe damit im Rahmen der Gesetze, wer damit nicht einverstanden ist muß das nicht lesen. Soll sein. Es ist halt bezeichnend, wenn sich solche Leute gleich in eine Straftat flüchten. Eigentlich arm.

Ich möchte „Tito“ aber auch die Hand entgegenstrecken: Wenn Sie sich bei mir (oder der Polizei) melden und identifizieren, Reue zeigen und versprechen, sich Hilfe zu suchen, dann will ich nicht nachtragend sein! Da es sich um ein Offizialdelikt handelt kann ich die Anzeige zwar nicht zurückziehen, mit der Staatsanwaltschaft reden und auf sie einwirken könnte ich aber allemal. Es liegt an Ihnen!

Sollten Sie dieses großzügige Angebot nicht annehmen, dann kann ich es auch nicht ändern. Dann gebe ich Ihnen nur einen – trotz allem – gut gemeinten Rat: Halten Sie sich von mir fern! Das ist besser für Sie …

11 Antworten zu “Furcht und Unruhe

  1. Pingback: Furcht und Unruhe/Teil 2 | dagarser

  2. Pingback: Wochenrückblick 15/2014 | dagarser

  3. Take care-check six!

    DVC

    glockzilla

  4. Da zeigt sich wieder eindeutig die linke Ideologie:
    „Willst Du nicht mein Bruder sein, so hau ich Dir den Schädel ein!“ Und Respekt für anders Denkende wird nur für sie selbst gefordert!
    Bin zwar auch der Meinung, daß es sich einfach um einen Feigling handelt, trotzdem sollte man Vorsicht walten lassen, da die, wenn, nur aus dem Hinterhalt aggieren!

  5. Wir müssen einmal mehr hoffen,daß sich die sozialschmarotzenden linkslinken Gutmenschen samt ihren fragwürdigen Sympatisanten und verblendeten Lakaien bald von selbst (auch durch solche perfide Aktionen) ins politische Out katapultieren.

  6. Vielleicht ist der „Tito“ (Tarnung) gar kein Kommunist (doppelgrün) oder Pirat, der da geistesgestört, Drohungen ausstößt?
    Könnte ja auch ein Neger (grins) sein?

  7. Hallo dagarser !
    Herr der Lage und vor allem der Sinne, wie kamamur so schön schreibt und auch der Sinne. Weiter so, Deine Zeilen sind sehr wohltuend.

  8. elmar peschetz

    Feiglinge und Unrat schreiben meist als Anonümlinge – zeigt von Feigheit und Karakterlosigkeit. Kommt dem gleich – nicht für seine Meinung ein zu stehen . Feige geboren und im Leben sich hinter der Feigheit zu verstecken , wahrscheinlich ist das , das Lebensmotiv von “ Tito „.

  9. So anonyme Schmierfinken sind in der Regel einfach nur feige.
    Wünsche einen Guten Morgen, Richard!
    Trotzdem, „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“!
    Alles Gute auch weiterhin,
    Alex aka MountainGun45LC

  10. Guten Morgen, lieber Richard
    Ich bin überzeugt, hier im Blog gibt es einige, an deren Schulter du dich, sollte es denn notwendig werden, geborgen und sicher fühlen kannst (grins). Dein Ratschlag zeigt überdies, dass du selbstredend Herr der Lage bist.

  11. Pingback: Furcht und Unruhe | GunNews

Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s