Die Überlebenden und die Heuchler

Es gibt auf der Welt keine gefährlicheren Orte als jene, an denen es den Menschen verboten ist zu ihrem Schutz Waffen zu tragen. Wo finden denn die sogenannten „Amokläufe“, die ja in Wahrheit nichts anderes als sorgsam geplante Attentate sind, statt? Auf einem Schießplatz? Einem Polizeirevier? Oder suchen sich die Verbrecher für ihre schrecklichen Taten nicht viel eher jene Orte aus, an denen sie mit keiner Gegenwehr rechnen müssen – Schulen, Amtsgebäude oder sonstige, von verirrten, weltfremden Politikern zu „gun-free zones“ erklärte, Bereiche? In Wahrheit ist es ja so, daß gerade solche waffenfreien Zonen geradezu eine Einladung an verrückte Attentäter darstellen – die halten sich nämlich, im Gegensatz zu ihren Opfern, nicht an solche Verbote!

Eine solche „gun-free zone“ ist auch die amerikanische Militärbasis Fort Hood in Texas, eine der größten solchen Einrichtungen weltweit. Rund 55.000 Personen (davon ca. 9.000 Zivilisten) leben dort auf einer Gesamtfläche von 87.000 Hektar zusammen. Ganz schön, das ist im Vergleich etwa die Einwohnerzahl von Sankt Pölten aufgeteilt auf den Bezirk Lilienfeld. Und alles noch dazu „gun-free“!

Nun ja, natürlich nicht komplett waffenfrei, das geht auf einer Militärbasis auch schlecht, Zivilisten und Soldaten, die nicht im Dienst sind, dürfen aber keine Waffen tragen – so wurde es beschlossen, die gesetzestreuen Bewohner von Fort Hood haben sich daran zu halten und sie halten sich auch daran. Daß aber bei 55.000 Menschen auch ein paar nicht ganz so gesetzestreue dabei sind, sagt einem der gesunde Menschenverstand.

Eigentlich ist es gelinde gesagt verwunderlich, daß dort bisher nur zwei Schußwaffenattentate stattgefunden haben, das erste 2009, das zweite erst vor wenigen Tagen, am 2. April 2014. 2009 gab es 13 Todesopfer und über 30 Verwundete, 2014 waren es 3 Tote und 16 Verletzte.

Wenige Tage nach dem jüngsten Attentat hat sich einer der Überlebenden, First Lieutenant Patrick Cook, mit einem Brief an den Kongreß zu Wort gemeldet, einem Brief, dem man die Verbitterung über das Geschehene anmerkt, einem Brief, in dem er die Schuld an den Opfern dieses Verbrechens ganz klar dort festmacht, wo sie hingehört: Bei jenen, die Fort Hood zu einer „gun-free zone“ erklärt haben.

Hier der Brief im Wortlaut:

My letter to Congress, read today at Texas Senate committee on Constitutional Carry. It is now public record.

To my friends, fellow Texans, brothers in arms, members of the committee, and everyone within the sound of my voice, greetings.

Patrick Cook, © Facebook http://tinyurl.com/ktw9dps

Patrick Cook, © Facebook http://tinyurl.com/ktw9dps

My name is First Lieutenant Patrick Cook of the 49th Transportation Battalion, Fort Hood, Texas, and this past Wednesday I found myself trapped in an enclosed room with fourteen of my fellow Soldiers, one of whom was barricading the door against a madman with a .45 pistol when he was fatally shot. Through what I can only describe as a miracle, he somehow found enough strength to continue pushing against that door until the shooter gave up and went elsewhere, at which time he collapsed. Nearly a week later, I can still taste his blood in my mouth from when I and my comrades breathed into his lungs for 20 long minutes while we waited for a response from the authorities. This Soldier’s name was Sergeant First Class Daniel Ferguson, and his sacrifice loaned me the rest of my life to tell this story.

But I write to you today not to memorialize this brave Soldier, nor to tell a war story about how we made the best of a losing situation, but to express the part of that story that some in high positions of power clearly do not want told: I knew this was going to happen. I had been saying for five years that Fort Hood was a tinderbox of another massacre waiting to happen. It had to happen, because our betters failed to learn the obvious lesson of five years ago. Worse yet, I know it will happen again. More will die, more will be wounded, more families will be torn apart, needlessly. It happened again, and will happen again, because Fort Hood is a gun free zone.

When the first shots rang out, my hand reached to my belt for something that wasn’t there. Something that could have put a stop to the bloodshed, could have made it merely an “ugly incident” instead of the horrific massacre that I will surely remember as the darkest twenty minutes of my life. Stripped of my God-given Right to arm myself, the only defensive posture I had left was to lie prostrate on the ground, and wait to die. As the shooter kicked at the door, I remember telling myself, “oh well, this is it.” It is beneath human dignity to experience the utter helplessness I felt that day. I cannot abide the thought that anyone should ever feel that again.

At the point blank range at which this shooting occurred, anyone with an M9 and some basic instruction could have ended the mayhem as quickly as it began. An MP by trade and a CHL holder, I am convinced that concealed weapons would have stopped it, but openly carried side-arms, like the ones carried in a law enforcement capacity, could have prevented it entirely. Instead, many more died because of the fatally misguided restrictions on the carrying of arms, which obviously the madman did not respect.

I shall conclude by restating my warning. This will happen again, and again until we learn the lesson that suppressing the bearing of arms doesn’t prevent horrific crimes, it invites them. To those of you who hold elected office, if you hear nothing else I have told you, hear this: you have the power to stop the next massacre from happening. You have an opportunity to restore the sacred Right to bear arms, which has been either stripped entirely or unjustly relegated to the poor substitute of a probationary, government-issued privilege. For God’s sake, do the right thing.

Thank you for your attention, and good day.

(Mein Brief an den Kongreß, heute verlesen im Texanischen Senatskomitee betreffs verfassungskonformen Waffentragens. Er ist somit öffentlich.

Grüße an meine Freunde, meine texanischen Landsleute, meine Kameraden, an die Mitglieder dieses Komitees und an jeden, den meine Stimme heute erreicht.

Mein Name ist First Lieutenant (Oberleutnant, Anm.) Patrick Cook vom 49sten Transportbataillon, stationiert in Fort Hood, Texas, und an diesem vergangenen Mittwoch fand ich mich mit 14 meiner Kameraden in einem geschlossenen Raum gefangen; einer dieser Kameraden stemmte sich gegen die Tür um dem Wahnsinnigen mit einer .45er draußenzuhalten, als er von diesem tödlich verwundet wurde. Wie durch ein Wunder – anders kann man es nicht nennen – fand er dennoch genug Kraft die Tür so lange geschlossen zu halten, bis der Schütze aufgab und woanders hinging, dann brach er zusammen. Noch jetzt, fast eine Woche danach, habe ich noch immer den Geschmack seines Blutes im Mund, da meine Kameraden und ich 20 Minuten lang Wiederbelebungsversuche machten, während wir auf ein Einschreiten der Behörden warteten. Der Name dieses Soldaten war Sergeant First Class (so etwas wie ein „Spieß“, Anm.) Daniel Ferguson, sein Opfer erlaubt es mir zu leben und den Rest meines Lebens zu verwenden, diese Geschichte zu erzählen.

Ich schreibe ihnen heute aber nicht um das Andenken an einen tapferen Soldaten zu ehren, auch nicht um eine Kriegsgeschichte davon zu erzählen, wie wir aus einer aussichtslosen Situation noch das Beste gemacht haben, sondern um den Aspekt dieser Geschichte hervorzuheben, den einige Leute in hohen, machtvollen Positionen offensichtlich nicht öffentlich gemacht wissen wollen: Ich wußte, daß das geschehen würde! Ich habe schon seit 5 Jahren gesagt, daß Fort Hood ein Pulverfaß war, daß ein neues Massaker nur eine Frage der Zeit war. Es mußte geschehen, da unsere Vorderen es verabsäumt haben, die Lehren aus dem Vorfall vor 5 Jahren zu ziehen. Schlimmer noch, ich weiß, daß das wieder geschehen wird! Noch mehr werden sterben, noch mehr werden verletzt werden, noch mehr Familien werden auseinandergerissen werden, und all das völlig sinnloserweise. Es ist wieder geschehen, und es wird wieder geschehen, weil Fort Hood eine waffenfreie Zone ist!

Als die ersten Schüsse fielen, ging meine Hand zu meinem Gürtel um etwas zu ergreifen, das nicht da war. Etwas, das das Blutvergießen beenden hätte können, etwas, das aus dem blutigen Massaker, das für immer als die schrecklichsten 20 Minuten meines Lebens in meinem Gedächtnis eingebrannt sein wird, lediglich einen  unschönen Zwischenfall gemacht hätte. So aber blieb mir, da mir das von Gott gegebene Recht mich zu bewaffnen verwehrt wurde, nur übrig hingestreckt auf dem Boden zu liegen und auf den Tod zu warten. Als der Attentäter gegen die Türe trat weiß ich noch, daß ich mir gedacht habe „OK, das war’s jetzt.“ Es ist unter jeder Menschenwürde, diese absolute Hilflosigkeit zu empfinden wie ich an jenem Tag. Es ist untragbar, daß irgendjemand jemals wieder so empfinden sollte!

Auf die kurze Entfernung, wo diese Schießerei stattgefunden hat, hätte jedermann mit einer M9 (Beretta 92, Anm.) und einer simplen Grundausbildung diesen Terror genauso schnell beenden können, wie er begonnen hatte. Als gelernter Militärpolizist und auch ziviler Waffenträger (CHL-concealed handgun license, Anm.) bin ich überzeugt, daß verdeckt geführte Waffen diesen Anschlag beenden hätten können – aber offen geführte Waffen, wie von der Exekutive etwa, hätten das alles komplett verhindern können! Anstatt dessen mußten viele Menschen sterben, weil mißgeleitete, tödliche Waffenführverbote in Kraft waren, die der Wahnsinnige ganz offensichtlich nicht beachtet hat.

Ich schließe, indem ich meine Warnung wiederhole: Das wird wieder geschehen, und wieder, bis wir lernen, daß das Verbot Waffen zu führen schreckliche Verbrechen nicht verhindert, sondern sie herausfordert! An all jene von ihnen, die gewählte Mandatare sind, wenn sie schon nichts anderes hören wollen von dem ich ihnen hier berichtet habe, hören sie wenigstens das: Es liegt in ihrer Macht, das nächste Massaker zu verhindern. Sie haben die Möglichkeit, das heilige Recht Waffen zu tragen, das entweder gänzlich gestrichen oder rechtswidrig zum müden Abklatsch eines staatsgewährten Privilegs „auf Bewährung“ degradiert wurde, wieder herzustellen. In Gottes Namen – tun sie, was richtig ist!

Danke für ihre Aufmerksamkeit. Guten Tag.)

(Quelle, Übersetzung: dagarser)

„This will happen again, and again until we learn the lesson that suppressing the bearing of arms doesn’t prevent horrific crimes, it invites them.“ Das ist der Kernsatz dieses berührenden Briefes, die Meinung eines Mannes der als Militärpolizist nicht nur weiß, wovon er redet, sondern auch eines Mannes der dabei war, der überlebt hat, weil ein tapferer Mann sein Leben für seine Kameraden gegeben hat.

1st Lt. Cook weiß, daß SFC Ferguson nicht hätte sterben müssen, daß auch die meisten anderen Opfer dieser feigen Tat nicht notwendig gewesen wären – wenn, ja wenn Fort Hood nicht eine dieser unsäglichen „gun-free zones“ wäre!

Cook hat überlebt, und das versteht er als Auftrag. Als Auftrag, gegen diesen Wahnsinn anzukämpfen. Gegen den Wahnsinn, daß Militärbasen, aber auch Schulen, Universitäten und öffentliche Gebäude den Angriffen schwerbewaffneter Verbrecher schutz- und wehrlos ausgeliefert sind!

Ein Überlebender ist hier zu Wort gekommen, nun soll aber auch ein Heuchler seine Botschaft verbreiten dürfen: Die Rede ist von Barack Hussein Obama, dem Präsidenten der USA, seines Zeichens erklärter Gegner des legalen Waffenbesitzes und unerklärbarerweise Friedensnobelpreisträger. Dieser Mann hat die Trauerfeier in Fort Hood besucht, betroffen dreingeschaut und natürlich auch eine Rede gehalten. Ein Auszug daraus:

In his remarks, the president said the country must “keep firearms out of the hands of those” with mental troubles. “As a military,” he added, “we must continue to do everything in our power to secure our facilities and spare others this pain.”

(In seinen Ausführungen sagte der Präsident, daß man Feuerwaffen von Menschen mit psychischen Erkrankungen fernhalten müsse. Als „Militär müssen wir weiterhin alles in unserer Macht stehende tun um unsere Einrichtungen zu schützen und anderen dieses Leid zu ersparen.“)

(Quelle: NYT, Übersetzung: dagarser)

Barack Obama bei der Trauerfeier, © Pete Souza, http://www.whitehouse.gov/

Barack Obama bei der Trauerfeier, © Pete Souza, http://www.whitehouse.gov/

“we must continue to do everything in our power to secure our facilities and spare others this pain.” Bravo – gesprochen wie der perfekte Heuchler, der dieser Mann ist! Dabei wäre es ja nicht schwer, dieses Ziel zu verwirklichen: Weg mit den „gun-free zones“, weg mit diesen „geschützten Jagdgründen“ für Psychopathen! Wer, wenn nicht der viel- und hochgelobte schwarze Messias im Weissen Haus könnte wirklich aktiv etwas tun, um „anderen dieses Leid zu ersparen“?  Das wird aber nicht geschehen – da geht der Herr Obama vorher ohne den Secret Service in eine „gun-free zone“ …

Die Überlebenden und die Heuchler – wem traut man mehr Sachkompetenz zu? Oder besser, ganz generell: Wem kann man mehr vertrauen?

21 Antworten zu “Die Überlebenden und die Heuchler

  1. Pingback: Wochenrückblick 17-18/2014 | dagarser

  2. Pingback: Von Schlappschwänzen und gefährlichen Orten | dagarser

  3. Pingback: Wochenrückblick 16/2014 | dagarser

  4. Eine Meuterei auf einer Militärbasis lässt sich viel leichter niederschlagen, wenn es sich um eine waffenfreie Zone handelt. Wo kämen wir hin, wenn die Regierung auch noch auf das Gewissen und Verfassungsverständnis ihrer Soldaten Rücksicht nehmen müsste? Soldaten kommen in ihrer Freizeit nur auf dumme Gedanken!

    Also etwas mehr Verständnis für Obama!

  5. Pingback: Wochenrückblick 15/2014 | dagarser

  6. Einige Auzszüge aus meiner Faktensammlung:

    2.2.1.85 Waffenreie Zonen
    Im einem „Standard“-Interview gab John Lott an: „In den USA gab es seit 1950 mit einer einzigen Ausnahme solche Amokläufe nur an Orten, an denen es verboten war, Waffen zu tragen. Die Leute glauben, sie erhöhen die Sicherheit, wenn sie Waffen verbieten, aber das Einzige, was passiert, ist, daß die braven Bürger keine Waffen haben und die Kriminellen schon. Das Wis- sen, daß mögliche Opfer sich verteidigen können, kann Verbrecher abhalten, sie anzugreifen.“

    2.2.1.85.1 Waffenfreie Zonen – Todeszone
    Waffenfreie Zonen sind Todeszonen. Mit erschreckender Deutlichkeit ist das beim Schulmassaker von Virginia klargeworden. Der psychopathische Mörder hatte mit keiner Gegenwehr zu rechnen. Die Opfer waren waffenlos und somit wehrlos. Die Polizei kam erst, als es zu spät war. Das ist immer so. Alle waren tot, der Mörder auch.
    Einige Monate vor der Tat gab es dort einen Antrag, die waffenfreie Zone aufzuheben, die Schulleitung hat das aber abgelehnt. Der Direktor ließ stolz verkünden, die waffenfreie Zone würde die Sicherheit der Studierenden gewährleisten. Diese überhebliche Fehleinschätzung hat vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet.

    2.2.1.85.2 Waffenfreie Zonen ziehen die Massenmörder an wie das Aas die Schmeißfliegen. An Waffenverbote halten sich nur die, die nichts Böses planen. Die Opfer nämlich. Die Täter aber haben leichtes Spiel. Wenn sie – natürlich bewaffnet – in eine solche waffenfreie Zone eindringen, können sie ihre Bluttat ungestört beginnen und zu Ende bringen. Wenn die Staatsgewalt auf der Bildfläche erscheint, ist bereits alles vorbei. Der Täter hat den eigenen Tod einkalkuliert, entweder tötet er sich selbst oder läßt das die Sicherheitskräfte besorgen. Suicide by cop nennt man das. Die waffenfreien Zonen werden immer mehr. Flugzeuge gehören schon lange dazu. Am 11.September 2001 hatten die Terroristen bloß Tapezierermesser mitgebracht und damit den furchtbarsten Terrorakt in der Geschichte verübt. Die Passagiere der entführten Maschinen saßen hilflos mit ihren Plastikbestecken in den Sitzen und mußten auf den Chrash warten.
    Unsere Politiker wollen unsere Länder auch zu waffenfreien Zonen machen. Zu unserer Si- cherheit, wie sie sagen, zu ihrer Sicherheit, wie sie meinen. Tatsächlich sind sie aber Komplizen der Verbrecher und der Terroristen, denen sie die Opfer hübsch angerichtet auf dem Tablett servieren.60

    2.2.1.85.3 Daß es ausgerechnet in als „waffenfrei“ deklarierten Zonen, wie in Schulen oder auf Universitätsgeländen, immer wieder zu furchtbaren Massakern kommt, kann, ohne die
    Phantasie allzusehr zu strapazieren, damit erklärt werden, daß jeder Täter sicher sein kann, dort als einziger über eine Waffe zu verfügen. Meldungen von „Amokläufen“ auf Schießplätzen oder auf Waffenmessen wurden bislang jedenfalls keine bekannt.

    2.2.1.86 US-Lehrer wollen Waffen in der Schule
    Sie sorge sich angesichts der Amokläufe in Amerikas Schulen um die Sicherheit ihrer Schüler und ihrer eigenen Sicherheit. Frau Shirley Katz, so heißt die wehrhafte Lehrerin, würde im Fall eines Attentats ihre Schüler in Sicherheit bringen und den Angreifer mit ihrer 9-Milli-meter-Pistole konfrontieren. Sie fände es besser, daß Lehrer den Umgang mit Waffen erlernen und an ihrem Arbeitsplatz auch verdeckte Schußwaffen tragen dürfen. Die Schulleitung aber rät den Lehrern auf die Forderungen der Amokläufer einzugehen, um Blutvergießen zu vermeiden.61

    2.2.1.86.1 Texas: Lehrer dürfen Schußwaffen tragen
    Lehrer und andere Angestellter einer Schule im US-Bundesstaat Texas dürfen künftig Schußwaffen tragen. Wie der Schulinspektor für den Schulbezirk Harrold, David Thweatt, erklärte, soll damit der Schutz der rund eine halbe Stunde von der nächsten Polizeistation entfernt gelegenen Schule vor Amokläufern und anderen Verbrechern gewährleistet werden.
    „Als die Bundesregierung (in Washington) damit begann, Schulen zu schußwaffenfreien Zonen zu machen, haben doch all diese Schießereien (wie das Massaker in Columbine 1999) angefangen.“ 62

    2.2.1.86.2 Schußwaffen bald auf Campus erlaubt
    Texas bereitet ein Gesetz vor, das auch in den Colleges das Tragen von Schußwaffen erlaubt. Mehr als die Hälfte der Abgeordneten des Repräsentantenhauses des US-Bundesstaats haben den Entwurf unterschrieben, die weiteren Beschlüsse gelten als Formsache. Mit der Regelung will man vor allem Amokläufe auf Universitäten verhindern oder zumindest früher stoppen.
    Der Senat in Texas hatte sich bereits 2009 für eine solche Regelung ausgesprochen. In beide Kammern haben die Republikaner die Mehrheit. Der ebenfalls republikanische Gouverneur Rick Perry sprach sich für die Idee aus – nicht weiter verwunderlich, trägt er doch manchmal sogar beim Joggen eine Waffe bei sich.
    Die Frage, ob Studenten und Professoren auch auf dem Campus Waffen tragen dürfen, beschäftigt die USA schon länger. Mitglieder von Waffen-Interessensgemeinschaften machen sich seit Jahren dafür stark. Seit 2007 wurden in 23 Bundesstaaten entsprechende Gesetzesentwürfe abgelehnt. Texas wäre der zweite Staat nach Utah, wo es erlaubt ist. Colorado läßt die Colleges entscheiden, wie sie die Regelung handhaben wollen. Mit Texas erhoffen sie die Waffenbefürworter vor allem Rückenwind für weitere Bundesstaaten: Mit 38 öffentlichen Universitäten mit mehr als 500.000 Studenten hätte der Staat wohl Vorbildwirkung.63

    2.2.1.86.3 Eine amerikanische Studenteninitiative setzt sich dafür ein, daß ihre Kommilitonen an jeder Uni des Landes ihre Schußwaffe mit auf den Campus bringen dürfen. Sie nennen sich „Students for Concealed Carry.“
    Die Initiatoren sind sich sicher, daß dies potentielle Gewalttäter auch viel effektiver abschrecken würde. „Wenn Sie ein Verbrechen begehen wollen – greifen Sie dann nicht auch lieber dort an, wo keiner außer Ihnen eine Waffe dabeihat?“, fragt SCC-Sprecher David Burnett. Mehr Pistolen und Revolver, glaubt er, machten den Campus „nicht gefährlicher, sondern sicherer.“

    2.2.1.86.4 Texas erlaubte bereits Anfang vorigen Jahres das Tragen einer Waffe auf dem Uni-Campus, und Anfang März erst gab der Oberste Gerichtshof von Colorado den Studenten recht und hob das Waffenverbot für die University of Colorado auf. Auch in Oregon erging ein solches Urteil, weitere Bundesstaaten verhandeln derzeit über den Antrag von SCC.64

    2.2.1.86.5 Hunderte US-Lehrer und Kindergärtner haben seit dem Massaker an einer Grundschule in Connecticut Waffenkurse belegt. Viele wollen vorbereitet sein, sollte es in ihren Klassenzimmern zu ähnlichen Ereignissen kommen, und seinen entschlossen, ihre Schüler mit Waffen zu schützen – selbst wenn sie das den Job kosten könnte.

    2.2.1.86.6 Rund 20 Lehrer eines Schulbezirks im US-Staat Arkansas sollen bewaffnet werden und dadurch die Gefahr von Amokläufen an Schulen verringern. Nach insgesamt 53 Trainingsstunden sollen sie Pistolen mit 9mm-Kaliber erhalten und dafür sorgen, daß Täter bei möglichen Schießereien aufgehalten werden können, bis die Polizei eintrifft. Das meldete die Lokalzeitung „Arkansas Times.“ Im Schulbezirk Clarksville liegen fünf Schulen mit rund 2400 Schülern.65
    2.2.1.86.7 Im Sommer versuchte der Justizminister des Bundesstaates Arkansas der Schulleiterin Nancy Anderson und zwölf weiteren Direktoren die Bewaffnung zu untersagen. Was sie täten, sei „ungesetzlich“, sagte er. Schulen dürften zu ihrem Schutz zwar Polizisten einstellen oder einen Wachdienst beschäftigen. Doch Lehrer einer staatlichen Einrichtung seien keine Sicherheitsleute. Der Schul- und Polizeiausschuß des Parlaments gab zunächst dem Justizminister recht. Doch dann trat Nancy Anderson in den Zeugenstand und sagte voller Empörung: „Für Polizisten fehlt meiner Schule das Geld, ist das Leben armer Kinder darum weniger wert? Sollte jemals ein Amokläufer meine Schüler bedrohen, will ich ihm mehr als nur einen Metallhefter entgegenschleudern können.“ Die Worte zeigten Wirkung, der Ausschuß revidierte sein Urteil. Seither ist Anderson für viele in Arkansas eine Heldin.
    Neulich erreichte Anderson übers Walkie-Talkie ein Alarmruf aus der Turnhalle. Die Direktorin der Cutter-Morning-Star-Schule im US-Bundesstaat Arkansas griff ihre Pistole, nahm die kugelsichere Weste vom Haken an ihrer Bürotür und rannte los. Trotz Stöckelschuhen sei sie in weniger als 10 Sekunden zur Stelle gewesen, erzählt sie. Es war nichts Ernstes. Zwei Mädchen waren in Streit geraten. Aber man könne ja nie wissen, sagt die 43-jährige Anderson. „Die Tragödie von Newtown soll sich an meiner Schule nicht wiederholen.“ 66

    2.2.1.86.8 Reaktion auf das Massaker von Newtown
    Die neue Verordnung gilt ab dem 1. Juli 2013: Der US-Bundesstaat South Dakota hat ein Gesetz erlassen, das es Lehrern und anderen Mitarbeitern erlaubt, in der Schule Waffen zu tragen. Laut CNN dürfen Schulämter auch externen Sicherheitsleuten oder Freiwilligen eine entsprechende Erlaubnis erteilen. Jeder „School Sentinel“ (Schulwachposten) muß ein spezielles Training durchlaufen, bevor er eine Waffe auf dem Schulgelände tragen darf.

    2.2.1.86.9 Studenten in Virginia wollen bewaffnet zur Uni gehen
    Vier Monate nach dem Massaker an der Virginia Tech mit insgesamt 33 Toten haben Studenten ein Ende des Waffenverbots an Hochschulen des US-Bundesstaats Virginia gefordert. „Die Studenten an der Tech hätten wirklich die Chance haben sollen, sich zu verteidigen“, schrieb Andrew Dysart, Gründer einer örtlichen Studentenorganisation, laut einem Bericht der „Washington Post“ von Montag. Der frühere Marineinfanterist, der demnächst an der George Mason University in Virginia seinen Abschluß machen will, setzt sich demnach für die Änderung eines Gesetzes ein, das Schulen und Universitäten in Virginia die Entscheidung über Waffenverbote überträgt.
    Schulen und Universitäten können den eigenen Schülern oder Studenten das Mitbringen von Waffen zwar verbieten. Sie dürfen dieses Verbot jedoch nicht auf andere Besucher ihres Geländes anwenden, die einen Waffenschein haben. Somit hätten Studenten nicht das gleiche Recht zur Selbstverteidigung auf dem Campus wie die übrige Öffentlichkeit, kritisierte Dysart. Ein Student der Virginia Tech hatte Mitte April 32 Kommilitonen und Dozenten und schließlich sich selbst getötet. Nach der Bluttat war Kritik an den zu toleranten Waffengesetzen in Virginia laut geworden.67
    __________
    59 Kurier, 28. 11. 2012
    60 Querschüsse von Dr. Zakrajsek
    61 Kronen Zeitung, 14. Oktober 2007, Steigende Angst vor jungen Amokläufern
    62 http://orf.at/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2Fticker%2F299217.html
    63 ORF, News, 21.02.2011
    64 http://www.spiegel.de, 10.05.2012
    65 Handelsblatt, 31.07.2013
    66 Zeit-Online, 05.01.2014, http://www.zeit.de/2014/01/usa-schule-bewaffnete-lehrer
    67 http://www.vol.at/ , 14.08.2007

  7. Ernie, Zakrajsek ganz herverragend, mir aus der Seele gesprochen. Zeigen wir es diesen „gutgemenschten“, heuchlerischen Verbrechern.

  8. elmar peschetz

    Wen man liest , wie viele hunderte Millionen Euro in der EU-Regierung gesamt in dunklen Kanälen verschwinden , fragt man sich , wan wird hier endlich einmal ein Teil dieser “ Schluderer“ vom „Olaf“ zur Rechenschaft gezogen. Oder ist die Sicherheit und Korruptionsbekämpfungseinheit der EU-Parlamentes etwa sogar involviert. Kleine Verbrecher sperrt man ein . Verbrecher die Banken ruinieren , Österreich herab wirtschaften , werden schon bei einem Schnupfen Haftuntauglich gemacht. ist dies RECHTENS ??
    Solange große teile der Bevölkerung sagen : “ Was soll ich zur Wahl gehen , es bringt , eh , nichts !“ Werden wir hart gesagt weiterhin auf Zeiten zu steuern wie sie damals zwischen 1935 und 1945 waren. Irgendwer wird aufstehen und wieder wird es krieg geben , den trotz übersättigter Märkte leidet ein großer Teil der Weltbevölkerung an Hunger. Dies aus Profitgier der Reichen und Mächtigen – Politiker Firmenbosse und Konzerne , die uns schon beherschen. Nur unsere Politiker sind BLIND oder KORRUPT oder BESTECHLICH . Sie handeln nicht fürs Volk , nicht für Österreich!

  9. Das beste Beispiel hier in Europa ist das waffenfreie England – dort ist
    man genauso schwer bewaffneten Verbrechern schutz- und wehrlos ausgeliefert.Meine Herren in Brüssel wir wollen aber nicht,dass ganz
    Europa zu gun-free-zone erklärt wird.

  10. Ich glaube auch,daß die Waffen-weg Hysterie von einer politischen Kaste gesteuert wird,deren Ziel ein verblödetes,durch „Brot und Spiele“ zufriedengestelltes Stimmvieh ist,daß leicht manipuliert werden kann und somit jeder Art von (noch sanfter?) Diktatur ausgeliefert ist.Sollte das so ruhiggestellte Wahl(?)-Volk doch noch munter werden oder sich gar auflehnen wollen:macht nix,sie haben ja keine Waffen.Und der Landbevölkerung wird man die noch vorhandenen Sensen,Sicheln,Mistgabeln usw.auch noch wegnehmen…..
    Küchenmesser dürfen nur noch nach Absolvierung eines Kurses (inklusive politische Indoktrination) auf Widerruf erworben und benutzt werden.
    Dartspielen darf nur mehr in auf political correctness überprüften Lokalitäten stattfinden,aber unter Aufsicht eines bewährten Gutmenschen..
    Wehren wir uns weiterhin gegen diese perfiden Absichten einer eiskalt rechnenden Gruppe,die auch die Mehrheit der Gutmenschenfraktion in der einen oder anderen Form benützt!!
    Nicht nur die EU-Wahl,aber auch alle anderen Wahlen sollten von uns genützt werden,um diesem gefährlichen Unfug Einhalt zu bieten.
    Daher:HINGEHEN und nicht-aus Bequemlichkeit oder Ähnlichem-den Urnengang verpassen!

    • „Küchenmesser dürfen nur noch nach Absolvierung eines Kurses… erworben und benutzt werden“

      Und nur dann, wenn sie mindestens eine Sollbruchstelle haben! Und das wird dann auch für Mistgabeln, Sensen unn Sicheln gelten! Genauso für Bestecke! Das Schnitzel darf halt dann nicht zu hart sein! Nur es wird dann auch keine Schnitzel mehr geben! Und dann ist es für’s munterwerden zu spät!
      Darum appelliere auch ich:
      Geht wählen und wählt richtig! Geht, geht geht!!!
      VIRIBUS UNITIS!

  11. Unsere Politiker sind gerade dabei, ganz Europa zu einer „gun-free-zone“ zu machen. Hindern wir sie daran, geben wir am 25.5. einem von uns unsere Stimme.
    Fragen wir, wer von den Kandidaten bei der IWÖ ist – und der wird gewählt. So einfach wäre es.

  12. Dieser Artikel stimmt mich traurig und nachdenklich. Nachdenklich und zornig deshalb, da ich jahrzehntelang als Personenschützer für die Sicherheit von unseren politischen „Totengräber“ Sorge zu tragen hatte. Ein Umdenken dieser Entscheidungsträger hin zu einem wie bisher kontrollierten aber freieren Zugang zu Waffen wird solange nicht stattfinden, solange sie keine Angst um ihre und der Sicherheit ihrer Angehörigen haben müssen. Sie sind ja in der glücklichen Lage, uneingeschränkt auf Waffenträger zurückgreifen zu können – Überstundenbeschränkungen zählen in solchen Fällen nicht. Und so eine Haltung kann ich nur als Heuchelei und Verlogenheit bezeichnen.

  13. ….ich weiß nicht, aber ich kann mich nicht erinnern, dass es solche Probleme vor 20 Jahren gab und ich kann nur von US-Stützpunkten in der BRD sprechen, wo Soldaten immer privaten Waffen haben durften, im Gegenteil, wir gingen zu denAmis in die Kaserne schießen.
    Aber das ist lange her.
    Mein Gefühl ist – Verschwörungstheorie – man will auf längere Sicht ein Klima schaffen, das Privatwaffenbesitz verbietet und nur die dann herrschenden Waffen haben!
    Bei vielen dieser Attentäter habe ich das Gefühl, die wurden präpariert und losgeschickt – schaut her, was Waffen anrichten!
    Über die Rolle von Drogen dabei, kannich nur spekulieren, aber weit weg von der Wahrheit bin ich nicht!

    • Unwahrscheinlich. Nidal Malik Hasan ist Moslem, palästinensischer Herkunft und war offensichtlich auf einer Überdosis Allah.
      Ivan Lopez dagegen ist anscheinend mit seinen privaten Dämonen nicht fertig geworden. Keine Paralellen, keine Zusammenhänge.

  14. Pingback: Die Überlebenden und die Heuchler | GunNews

Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s